Warum werden speziell in mittelständischen Unternehmen aktuell gerade vermehrt ältere ERP-Systeme ausgetauscht und welche Chancen und Risiken ergeben sich dadurch? Never Change A Running System – verändere niemals ein laufendes System. Die Herkunft dieses englischen Sprichwortes ist unbekannt, findet in dieser Seminararbeit allerdings wenig Bedeutung. Denn in der Praxis gibt es in mittelständischen Unternehmen in der Regel veränderte Anforderungen und Unternehmensprozesse, die an die ERP-Software angepasst werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Um diese Frage zu beantworten, gilt es eine Vielzahl von Faktoren in die Beantwortung mit einfließen zu lassen. Dabei werden die Chancen und Risiken aufgezählt und abgewogen sowie Motive für den Austausch genannt, um am Ende der Hausarbeit innerhalb der Schlussbetrachtung eine adäquate Antwort liefern zu können.
Damit die mittelständischen Unternehmen in der heutigen Zeit mit den großen Unternehmen mithalten können, benötigen diese Zugriff auf Informationen. Damit diese Informationen erfasst und verarbeitet werden, müssen diese ERP-Systeme einführen. ERP-Systeme unterstützen Unternehmen bei der Koordination von bestehenden Geschäftsprozessen. Sie machen Geschäftsprozesse effizienter, da alle Prozesse mit einer Software gesteuert und abgewickelt werden, auch dann, wenn viele Personen Zugriff auf die Informationen haben. Dadurch sind keine Insellösungen durch den Einsatz vieler separater Programme mehr nötig. Ein wichtiger und strategischer Wettbewerbsvorteil des Einsatzes von ERP-Software vor allem für mittelständische Unternehmen ist die Zeiteinsparung.
Durch den Einsatz einer ERP-Software können sich die Mitarbeiter auf andere Aufgaben konzentrieren und an ihren Mitbewerbern vorbeziehen. Auch eine Kosteneinsparung ist durch die Einführung von ERP-Systemen zu verzeichnen, denn Mitarbeiter, die den administrativen Aufwand betreiben müssen, sind teurer. Innerhalb dieser Seminararbeit wird die grundlegende Bedeutung eines ERP-Systems erklärt, dennoch mit der Zielsetzung, im Anschluss die Leitfrage zu beantworten – warum sollen mittelständische Unternehmen gerade jetzt ihre ERP-Systeme austauschen?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 ERP-Systeme
2.1 Definition und Klassifikation
2.2 Bedeutsamkeit
3 Chancen und Risiken
4 Motive für den aktuellen Austausch von ERP-Systemen in mittelständischen Unternehmen
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fazit
5.3 Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für den vermehrten Austausch veralteter ERP-Systeme in mittelständischen Unternehmen sowie die damit verbundenen strategischen Chancen und Risiken. Dabei wird analysiert, wie sich veränderte Marktbedingungen und technologische Anforderungen auf die Notwendigkeit einer Systemmodernisierung auswirken.
- Grundlegende Definition und Klassifikation von ERP-Systemen
- Analyse der Chancen durch technologische Prozessoptimierung
- Identifikation spezifischer Risiken bei der Implementierung neuer Systeme
- Untersuchung der Motive für den Austausch vor dem Hintergrund veränderter Vertriebswege
- Bedeutung von Change Management im Kontext der Systemumstellung
Auszug aus dem Buch
3 Chancen und Risiken
Der Auftritt eines Unternehmens spielt eine große Rolle, die Vertriebswege haben sich verändert und verlaufen mittlerweile vermehrt über das Internet. Insofern spielt die Homepage in Verbindung mit dem Auftritt des Unternehmens eine große Rolle. Auch der Zugriff auf Informationen, der Vertrieb und Corporate Design werden durch das ERP-System unterstützt. Unternehmensprozesse können durch den Austausch des ERP-Systems schneller und effizienter gemacht werden. Die Kundenzufriedenheit kann durch die Auftragsabwicklung verbessert werden. Prozesse lassen sich dadurch ebenfalls standardisieren, Kosten reduzieren und vor allem kann die Komplexität und Variantenvielfalt folglich besser beherrscht werden. Es gibt daneben durch ERP-Systeme die Möglichkeit, die Vernetzung und Synchronisation standortübergreifender Prozesse vorzunehmen. All diese Chancen können Unternehmer in ihren Entscheidungsprozess miteinbeziehen und verschaffen sich hiermit einen strategischen Wettbewerbsvorteil.
Hier wird auch eine Unterscheidung von quantitativen und qualitativen Nutzen vorgenommen. Der Nutzen von ERP-Systemen kann im monetär und nicht monetär bewertbaren Zustand sein. „Monetär messbar sind z.B. direkte Umsatzsteigerungen, Personalreduktionen, Reduzierung des gebundenen Kapitals oder Produktivitätsverbesserungen durch bescheinigte Prozesse.“ Höhere Transparenz über betriebliche Abläufe und bereichs- und unternehmensweite Informationsverknüpfung gehören dagegen eher zu qualitativen Nutzenargumenten. Die Chancen gehen mit den Risiken einher.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der ERP-Systeme im Mittelstand mit Darlegung der Problemstellung, Zielsetzung und des methodischen Vorgehens.
2 ERP-Systeme: Theoretische Grundlagen zu Definition, Klassifizierung und der grundlegenden Bedeutsamkeit von ERP-Software für Unternehmen.
3 Chancen und Risiken: Gegenüberstellung des Nutzens (quantitativ/qualitativ) und der Herausforderungen, die bei einer Systemumstellung auftreten können.
4 Motive für den aktuellen Austausch von ERP-Systemen in mittelständischen Unternehmen: Analyse treibender Faktoren wie veränderte Vertriebswege, IT-Infrastruktur und Support-Enden von Altsystemen.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse, ein abschließendes Fazit zur Relevanz der Modernisierung sowie ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen durch Industrie 4.0.
Schlüsselwörter
ERP-Systeme, Mittelstand, Unternehmensprozesse, Software-Klassifizierung, Prozessoptimierung, Systemaustausch, Change Management, Wettbewerbsvorteil, Standardsoftware, IT-Infrastruktur, Digitalisierung, Geschäftsprozesskoordination, Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Auswirkungen des Austauschs älterer ERP-Systeme, speziell in mittelständischen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von ERP-Software, die Bewertung von Chancen und Risiken einer Systemumstellung sowie die Analyse spezifischer Motive, die Unternehmen aktuell zu diesem Schritt bewegen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu erklären, warum mittelständische Unternehmen ihre ERP-Systeme vermehrt austauschen und welche Auswirkungen (Chancen und Risiken) dies auf ihre Wettbewerbsfähigkeit und Prozesse hat.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und die Auswertung von Marktstudien, um die strategische Relevanz von ERP-Systemen zu begründen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden ERP-Systeme klassifiziert, deren Nutzen diskutiert und die konkreten Motive für einen Austausch – wie beispielsweise die Notwendigkeit zur Digitalisierung von Vertriebswegen – detailliert beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen ERP-Systeme, Mittelstand, Prozessoptimierung, Systemmodernisierung und strategischer Wettbewerbsvorteil.
Welche Rolle spielt das "Change Management" bei einem ERP-Austausch?
Das Change Management ist entscheidend, um den Widerstand der Mitarbeiter gegenüber neuen Prozessen zu minimieren und eine frühzeitige Akzeptanz sowie die Einbindung in den Transformationsprozess zu sichern.
Wie beeinflusst Industrie 4.0 die zukünftige Betrachtung von ERP-Systemen?
Im Ausblick wird deutlich, dass Industrie 4.0 die Vision einer individuellen Massenproduktion (Mass Customization) erfordert, was zukünftig höhere Anforderungen an die Flexibilität und Modernisierungsfähigkeit von ERP-Software stellt.
- Quote paper
- Ansh Gurditta (Author), 2016, Warum sollen mittelständische Unternehmen gerade jetzt ihre ERP-Systeme austauschen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/355905