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Der Theodizeegedanke in Kleists "Das Erdbeben in Chili". Die beste aller möglichen Welten im Angesicht des Todes

Title: Der Theodizeegedanke in Kleists "Das Erdbeben in Chili". Die beste aller möglichen Welten im Angesicht des Todes

Term Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Heinrich von Kleist in seiner Novelle "Das Erdbeben in Chili" Elemente von Leibniz' Theodizeebegriff verwendet und wie diese umgesetzt werden. Zunächst sollen dafür die Grundbegriffe der leibnizschen Philosophie erläutert werden. Außerdem wird Kleists philosophische Krise in ihren Grundzügen skizziert, so dass die Ausgangslage seiner Erzählung in die Diskussion miteinfließen kann.

Schließlich wird Kleists Novelle hinsichtlich dreier Gegensätze untersucht: Wahlfreiheit und Schicksal, Individualität und Allgemeinwohl sowie gnädige Rettung und Strafgericht Gottes. Diese drei Aspekte sollen bezüglich der Frage diskutiert werden, inwieweit sie im Kontrast oder im Einklang mit Leibniz' Theodizeebegriff stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Theodizeedebatte

2.1 Der Theodizeebegriff nach Leibniz

2.2 Kleist und seine philosophische Krise

3 Kleists Das Erdbeben in Chili – eine Abrechnung mit dem Theodizeegedanken?

3.1 Wahlfreiheit und Schicksal

3.2 Gesellschaft zwischen Individualität und Allgemeinwohl

3.3 Gnädige Rettung und Strafgericht Gottes

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Heinrich von Kleists Novelle „Das Erdbeben in Chili“ zur leibnizschen Theodizee-Philosophie. Dabei wird analysiert, inwiefern die Erzählung Elemente des leibnizschen Konzepts der „besten aller möglichen Welten“ aufgreift, kritisch hinterfragt oder durch die Darstellung von Zufall, Schicksal und menschlichem Handeln im Angesicht des Leids entlarvt.

  • Grundlagen der leibnizschen Monadenlehre und des Theodizeebegriffs.
  • Darstellung der philosophischen Krise Heinrich von Kleists.
  • Analyse des Spannungsfelds zwischen Wahlfreiheit und Schicksal.
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Dynamik zwischen Individualität und Allgemeinwohl.
  • Deutung der Katastrophe als gnädige Rettung oder göttliches Strafgericht.

Auszug aus dem Buch

3.1 Wahlfreiheit und Schicksal

Der glückliche bzw. unglückliche Zufall ist ein Motiv, das sich durch die gesamte Novelle zieht und immer wieder gegeneinander ausgespielt wird. So ist es im zweiten Absatz einem „glücklichen Zufall“ zu verdanken, dass der Lehrer Jeronimo seine Geliebte Josephe trotz derer Verbannung ins Kloster schwängern kann, was jedoch mit Einsetzen der Geburt nicht nur für die „unglückliche Josephe“ schwerwiegende Folgen hat. Es zeichnet sich bereits in den ersten Sätzen der Novelle ab, wie schnell sich die Bewertung einer Situation verändern kann. Für die beiden Sünder stehen die Strafen schnell fest: Gefängnis für Jeronimo, Enthauptung für Josephe. Dem vermeintlich unausweichlichem Schicksal ausgeliefert, das sie zusammengeführt, aber nicht zusammenleben lässt, beschloss Jeronimo „sich durch einen Strick, den ihm der Zufall gelassen hatte, den Tod zu geben.“ Der intendierte Selbstmord Jeronimos ist auf seine Wahlfreiheit zurückzuführen, wobei auch hier in zweifacher Ausführung das Schicksal beteiligt ist: der zufällig vorhandene Strick ermöglicht die Entscheidung zum Suizid erst, doch das unvorhergesehene Schicksal greift noch stärker ein, indem ein heftiges Erdbeben die Stadt derart zerstört, dass Jeronimo nur durch die „zufällige Wölbung“ der eingestürzten Gefängnismauern nicht verschüttet wird, sondern dem Selbstmord sowie der Inhaftierung entkommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Thematik, der leibnizschen Theodizee und der philosophischen Krise Kleists als Ausgangspunkt der Untersuchung.

2 Die Theodizeedebatte: Erläuterung der leibnizschen Monadenlehre sowie der philosophischen Krise von Kleist, die den Boden für die in der Novelle behandelten Themen bereitet.

3 Kleists Das Erdbeben in Chili – eine Abrechnung mit dem Theodizeegedanken?: Kernteil der Arbeit, in dem die Novelle anhand der Gegensätze von Wahlfreiheit/Schicksal, Individualität/Allgemeinwohl sowie Rettung/Strafgericht analysiert wird.

4 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach Kleist das leibnizsche System in der Novelle nicht explizit widerlegt, sondern als unzureichend gegenüber dem menschlichen Leid entlarvt.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Theodizee, Leibniz, Kleist, Das Erdbeben in Chili, Monadenlehre, Zufall, Schicksal, Leid, Aufklärung, Wahlfreiheit, Weltanschauung, Naturkatastrophe, Metaphysik, Gottesbild, Kausalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Auseinandersetzung von Heinrich von Kleist mit dem Theodizeeproblem, also der Frage nach der Güte Gottes im Angesicht des Leids, anhand seiner Novelle „Das Erdbeben in Chili“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die leibnizsche Philosophie, Kleists eigene philosophische Krise, die Rolle von Zufall und Schicksal sowie das Spannungsverhältnis zwischen göttlicher Vorsehung und menschlichem Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob und wie Kleist Elemente der leibnizschen Lehre in seiner Novelle umsetzt oder kritisiert, um das Verhältnis der Protagonisten zur Katastrophe philosophisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse und Interpretation, wobei die Novelle in den Kontext zeitgenössischer philosophischer Diskurse und der Sekundärliteratur gestellt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse der Novelle anhand der drei Gegensätze: Wahlfreiheit und Schicksal, Individualität und Allgemeinwohl sowie gnädige Rettung und Strafgericht Gottes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Theodizee, Monadenlehre, Zufall, Schicksal, Leid, Kausalität und das Werk „Das Erdbeben in Chili“ charakterisieren.

Wie bewertet der Autor das Konzept der „privaten Theodizee“ in der Novelle?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass die Interpretation der Katastrophe als „private Theodizee“ durch die Figuren als anmaßend dargestellt wird, da sie das massive Leid vieler anderer Menschen für das eigene Glück ausblendet.

Welche Rolle spielt der „zufällige Strick“ zu Beginn der Novelle?

Der Strick dient als Beispiel für das komplexe Zusammenspiel von Wahlfreiheit und Zufall; er ermöglicht Jeronimos freien Entschluss zum Selbstmord, welcher dann wiederum durch das zufällige Erdbeben vereitelt wird.

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Details

Title
Der Theodizeegedanke in Kleists "Das Erdbeben in Chili". Die beste aller möglichen Welten im Angesicht des Todes
College
University of Hannover
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V355897
ISBN (eBook)
9783668419254
ISBN (Book)
9783668419261
Language
German
Tags
theodizeegedanke kleists erdbeben chili welten angesicht todes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Der Theodizeegedanke in Kleists "Das Erdbeben in Chili". Die beste aller möglichen Welten im Angesicht des Todes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/355897
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