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Der Traum in der Psychoanalyse und dessen Beziehung zum Wachleben. Interpretationen des Todestraums von "Fräulein Else"

Titel: Der Traum in der Psychoanalyse und dessen Beziehung zum Wachleben. Interpretationen des Todestraums von "Fräulein Else"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die von Schnitzler 1924 veröffentlichte Monolognovelle „Fräulein Else“ in den Fokus gestellt, welches von der Traumdeutung Freuds beeinflusst zu sein scheint. Es wird versucht, Ansätze für eine mögliche psychoanalytische Interpretation für Schnitzlers Werk zu finden, jedoch sollen zudem auch die Unterschiede zwischen Freud und Schnitzler verdeutlicht werden.

Im Mittelpunkt der Analyse steht der erste Schlaftraum Elses, da er die meisten Gedanken und Emotionen von ihr komprimiert darstellt. Ziel ist es, herauszufinden, wie Elses innerer psychischer Zustand ihre Traumwelt beeinflusst. Aus Schnitzlers Tagebüchern wissen wir, dass er die Traumdeutung im frühen 19. Jahrhundert gelesen hat, und sie ihn durchaus beeinflusste. Deshalb werden, um ein Verständnis für die Traumdeutung herzustellen, Freuds psychoanalytische Theorien kurz skizziert.

Zu Anfang wird auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Schnitzlers und Freuds Ansichten bezüglich der Psychoanalyse eingegangen. Dies halte ich für wichtig, da die Unterschiede häufig vernachlässigt oder nicht genau differenziert werden, sodass in vielen Texten der Eindruck entsteht, ihre Geister würden sich bezüglich der Psychoanalyse nicht unterscheiden oder sich überlappen, oder Schnitzler würde Freud imitieren. Schnitzler grenzt sich jedoch klar von vielen freudianischen Theorien ab.

Bei der Interpretation des Traumes soll daher versucht werden, die Analyseperspektive von Freud wie die von Schnitzler einzunehmen, um zu untersuchen, wie sehr Schnitzler mit psychoanalytischen Symboliken arbeitet, sowie dem Ziel, festzustellen, wie sehr sich Schnitzler von der Traumanalyse hat inspirieren lassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Das Verhältnis zwischen Schnitzler und Freud

2.2 Die Traumdeutung nach Freud

2.3 Schnitzlers Beschäftigung mit seinen eigenen Träumen

3. Elses erster Traum (Der Todestraum)

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychoanalytische Dimension in Arthur Schnitzlers Monolognovelle "Fräulein Else", wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Analyse des ersten Traums der Protagonistin liegt. Ziel ist es, das komplexe Wechselspiel zwischen Elses innerem psychischen Zustand und ihrer Traumwelt zu ergründen und dabei die kritische Distanz zwischen Schnitzlers literarischer Darstellung und Freuds psychoanalytischen Theorien aufzuzeigen.

  • Vergleich der theoretischen Ansätze von Sigmund Freud und Arthur Schnitzler
  • Analyse des Einflusses von Freuds Traumdeutung auf das Werk Schnitzlers
  • Psychoanalytische Deutung von Traumsymbolen in "Fräulein Else"
  • Untersuchung von Elses inneren Ängsten, Wünschen und ihrem sozialen Druck
  • Kritische Bewertung der Grenzen einer rein psychoanalytischen Interpretation

Auszug aus dem Buch

3. Elses erster Traum (Der Todestraum)

Else sitzt weinend auf einer Bank am Waldesrand. Ihr Traum beginnt mit einer bewussten Vorstellung, nämlich davon, wie sie aufgebahrt in einem Salon liegt. Es werden keine weiteren Details des Salons beschrieben. Es werden lediglich zwölf lange brennende Kerzen genannt. Die Kerzen sind im Sinne der Psychoanalyse ein Phallussymbol. An dieser Stelle der Erzählung stellen sie aber nur Requisiten dar. Vor dem Haustor stehen die Trauergäste, welche vermutlich kondolieren wollen. Die Gäste unterhalten sich. Es wird nicht klar, wer sich unterhält. Die Stimmen informieren den Leser über die äußeren Umstände von Elses Tod. Man erfährt, dass der Vater von Else sich im Zuchthaus befindet. Nach Freud würde dies einen verdrängten Wunsch von Else darstellen, dem würde ich jedoch widersprechen. Im wachen Zustand stellt die mögliche Begebenheit, dass ihr Vater im Zuchthaus landen könnte, das zentrale Problem dar, für welches sie sich sogar „prostituieren“ würde.

Es wird über die Todesursache von Else spekuliert. Sie hätte sich aus unglücklicher Liebe zu einem „Filou“ umgebracht. Eine andere Stimme ruft dazwischen und sagt, dass sie ein Kind hätte kriegen sollen, während der Nächste behauptet, sie sei vom Cimone, einen Berg in der Nähe ihres momentanen Ferienortes, abgestürzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel fest, psychoanalytische Ansätze auf Schnitzlers "Fräulein Else" anzuwenden und dabei die Gemeinsamkeiten sowie Differenzen zwischen den Ansichten von Freud und Schnitzler kritisch zu beleuchten.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert das distanzierte Verhältnis zwischen Freud und Schnitzler, skizziert Freuds Traumtheorie und untersucht Schnitzlers eigenes Interesse an der Traumanalyse, um theoretische Grundlagen für die Textanalyse zu schaffen.

2.1 Das Verhältnis zwischen Schnitzler und Freud: Dieses Unterkapitel beleuchtet die persönlichen und wissenschaftlichen Differenzen zwischen den beiden Wiener Zeitgenossen, insbesondere bezüglich ihrer methodischen Ansätze von Medizin und Kunst.

2.2 Die Traumdeutung nach Freud: Hier werden die zentralen Thesen Freuds zur Traumdeutung, wie die Unterscheidung zwischen manifestem und latentem Inhalt sowie die Theorie der Wunscherfüllung, dargestellt.

2.3 Schnitzlers Beschäftigung mit seinen eigenen Träumen: Dieser Abschnitt beschreibt Schnitzlers Praxis des Traumtagebuchs und seine kritische Haltung gegenüber der systematischen Interpretation seiner Träume durch die Psychoanalyse.

3. Elses erster Traum (Der Todestraum): Dies ist das zentrale Analysekapitel, in dem Elses erster Schlaftraum detailliert untersucht und auf verborgene Wünsche, Ängste und die psychische Belastung der Protagonistin hin gedeutet wird.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine rein psychoanalytische Interpretation der Novelle zwar möglich ist, aber sozialkritische Faktoren vernachlässigt, weshalb sie dem Gesamtwerk nicht vollständig gerecht wird.

Schlüsselwörter

Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Psychoanalyse, Fräulein Else, Traumdeutung, Todestraum, Traumsymbolik, Psychologie, literarische Moderne, Unterbewusstsein, Lebenstrieb, Todestrieb, soziale Ängste, Monolognovelle, Traumtagebuch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der psychoanalytischen Untersuchung der Novelle "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler, insbesondere unter Berücksichtigung der Traumtheorien von Sigmund Freud.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen das Verhältnis zwischen Literatur und Psychoanalyse, die Traumdeutung, die psychische Innenwelt der Protagonistin sowie die Differenzen in der Auffassung zwischen Freud und Schnitzler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, wie Elses innerer psychischer Zustand ihre Traumwelt beeinflusst und inwiefern sich Schnitzlers literarische Darstellung von den strengen freudianischen Psychoanalyse-Theorien abhebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit nutzt eine psychoanalytische Interpretationsmethode, die durch eine kritische Gegenüberstellung mit Schnitzlers eigenen Auffassungen und sozialkritischen Aspekten ergänzt wird.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen der Traumanalyse bei Freud und Schnitzler sowie auf eine detaillierte psychoanalytische Deutung des ersten Todestraums der Protagonistin Else.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Traumsymbolik, Unterbewusstsein, Todestrieb, Narzissmus und das Verhältnis von Traum und Realität charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Schnitzlers Sichtweise von der Freuds bezüglich des Traums?

Während Freud Träume fast ausschließlich als Ausdruck verdrängter sexueller Wünsche im Sinne einer Wunscherfüllung deutet, misst Schnitzler auch anderen psychischen Regungen wie Schmerz und Aggression eine primäre Bedeutung bei.

Welche Bedeutung kommt dem "Todestraum" in der Novelle zu?

Der Todestraum dient als Medium, in dem Else ihre verdrängten Ängste vor dem sozialen Absturz und ihre Ambivalenz gegenüber dem Suizid verarbeitet, wobei er gleichzeitig auf ihre spätere reale Entscheidung hindeutet.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Traum in der Psychoanalyse und dessen Beziehung zum Wachleben. Interpretationen des Todestraums von "Fräulein Else"
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V355025
ISBN (eBook)
9783668411357
ISBN (Buch)
9783668411364
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychoanalyse Sigmund Freud Arthur Schnitzler Fräulein Else
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Der Traum in der Psychoanalyse und dessen Beziehung zum Wachleben. Interpretationen des Todestraums von "Fräulein Else", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/355025
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Leseprobe aus  13  Seiten
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