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Kann Moral effizient sein? Moralische Werte im wirtschaftsethischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Diskurs

Titel: Kann Moral effizient sein? Moralische Werte im wirtschaftsethischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Diskurs

Essay , 2016 , 5 Seiten , Note: 5.5

Autor:in: Anonym (Autor:in)

VWL - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay werden moralische Werte, die in Wirtschaftsunternehmen gelten und gelten sollten, im wirtschaftsethischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Kontext diskutiert.

Seit der Globalisierung und verschiedenen technischen Entwicklungen haben sich die Strukturen der Weltwirtschaft enorm verändert. Multinationale Unternehmen mit internationalen Wertschöpfungsketten haben weltweit an Einfluss gewonnen. Auf der Suche nach Rentabilität verlagern Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit in weniger restriktive Länder. Den hiesigen Staaten mangelt es an Regulierungsfähigkeit in Form von Durchgriff-, und Sanktionsmöglichkeiten, da die Unternehmen die staatlichen Rechtssysteme gegeneinander ausspielen können.

Während dieser Standortwettbewerb um die ökonomisch günstigsten Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene zu einer Erosion von Arbeits-, und Umweltstandards führt, fehlen auf internationaler Ebene bislang verbindliche Gesetze oder Institutionen, die diese kontrollieren und durchsetzen. Diese Dynamik hat in den letzten Jahren zu vermehrter Kritik mangelhafter moralischer Verantwortungsübernahme vonseiten zivilgesellschaftlicher Bewegungen, NGO’s und den Medien gegenüber international tätigen Unternehmen geführt. Um Reputationsverlusten entgegenzuwirken, haben sich schließlich verschiedene Formen von Verantwortungskonzepte vonseiten der Unternehmen etabliert. Ansätzen, wie der Corporate Social Responsibility (CSR), der Corporate Citizenship oder der Corporate Governance mangelt es an einer einheitlichen Definition und Zwang, sodass diesen oft vorgeworfen wird, zu Imagezwecken im Sinne des Eigeninteressens zur Profitmaximierung benutzt zu werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der Konzernverantwortungsinitiative

2.1 Kritik an CSR und fehlende gesetzliche Rahmenbedingungen

2.2 Ziele und Mechanismen der Initiative

3. Institutionenethische Betrachtung

3.1 Wettbewerbsfähigkeit und supranationale Regulation

3.2 Probleme unvollständiger Verträge und Sanktionierbarkeit

3.3 Moralische Akzeptanz und kulturelle Legitimität

4. Synthese und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Effizienz und Umsetzbarkeit der Konzernverantwortungsinitiative aus der Perspektive der Institutionenethik. Dabei wird analysiert, ob eine nationale gesetzliche Regelung zur Einhaltung moralischer Standards wie Menschenrechten und Umweltvorgaben in einem globalisierten Wettbewerbsumfeld zielführend ist oder ob sie aufgrund ökonomischer Anreizstrukturen zu Ineffizienzen führt.

  • Kritische Analyse von Corporate Social Responsibility (CSR) Konzepten.
  • Untersuchung der institutionenethischen Rahmenbedingungen nach Homann und Lütge.
  • Evaluation des Einflusses globaler Wettbewerbsbedingungen auf nationale Gesetzgebung.
  • Diskussion über die Legitimität universeller moralischer Ansprüche.
  • Entwicklung von Strategien zur anreizkompatiblen Integration moralischer Werte in die Wirtschaft.

Auszug aus dem Buch

Die Problematik der nationalen Umsetzung

Der nationale Charakter der Initiative verfehlt leider sein Ziel im Sinne der Institutionenethik nach Homann, Lütge (2013), da die Einhaltung dieser moralischen Mindeststandards nicht mehr wettbewerbsneutral ist. Die Multinationalen Unternehmen stehen in einem internationalen Wettbewerb, weil sie international tätig sind und somit auch auf internationaler Ebene konkurrenzfähig sein müssen. Nach Homann, Lütge (2013) müssen entsprechende Gesetzesänderungen auf supranationaler Ebene die Handlungsbedingungen ändern. Homann, Lütge (2013) schlagen vor, die Weltrahmenordnung durch neue institutionelle Arrangements auf die neuen Interaktionsbedingungen der globalisierten Welt zuzuschneiden, weil diese für alle Akteure ausbeutungsneutrale Spielregeln festlegen können, und so die Unternehmen zu glaubwürdigen Verhaltensbindungen bringen können. Bei einer nationalen Implementierung dieser Initiative werden schweizer Unternehmen einen Wettbewerbsnachteil bekommen und aus dem Markt ausscheiden. Könnten die Unternehmen aus diesen moralischen Werten einen ökonomischen Nutzen ziehen, um sich mittels Image von der Konkurrenz zu differenzieren, hätten sie dies bereits getan.

Selbst wenn wir den Fall betrachten, bei dem schweizer Unternehmen keinen internationalen Wettbewerbsnachteil durch die Einhaltung moralischer Standards haben, ist es im Beispiel Umweltstandards fragwürdig, ob diese durch gesetzliche Richtlinien durchgesetzt werden können, da sie Eigenschaften von unvollständigen Verträgen aufweisen. Einerseits sind die Leistungen und Gegenleistungen nicht exakt bestimmt, da die Kosten von Umweltverschmutzung bzw. Nutzen von Umweltschutz nur schwer quantifizierbar sind. Andererseits muss man sich fragen, wie justiziabel Umweltstandards sind, da es an Kontrollmechanismen in den betroffenen Ländern sowie international zumeist fehlt. Ausserdem ist es schwer, eine abgeschlossene Menge der Opfer zu bestimmen. Insbesondere fehlen diesen oft die Mittel und das Wissen, rechtliche Schritte einzuleiten und stehen oft sogar in einem Abhängigkeitsverhältnis gegenüber der Unternehmung, so dass sich diese nicht getrauen ihre Rechte einzufordern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die veränderten Strukturen der Weltwirtschaft durch die Globalisierung und die daraus resultierende Kritik an multinationalen Unternehmen sowie deren mangelnde Verantwortungsübernahme.

2. Analyse der Konzernverantwortungsinitiative: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe der Konzernverantwortungsinitiative und deren Ansatz, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten als gesetzlichen Rahmen zu etablieren.

3. Institutionenethische Betrachtung: Hier wird anhand der Theorie von Homann und Lütge dargelegt, warum nationale Alleingänge bei moralischen Standards im internationalen Wettbewerb problematisch sind und welche Anforderungen an eine effektive Weltrahmenordnung gestellt werden.

4. Synthese und Fazit: Der letzte Teil reflektiert die Möglichkeiten, wie durch institutionelle Anpassungen moralische Werte anreizkompatibel in die Wirtschaft implementiert werden könnten, ohne die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.

Schlüsselwörter

Konzernverantwortungsinitiative, Wirtschaftsethik, Institutionenethik, Menschenrechte, Umweltstandards, CSR, Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Sorgfaltspflicht, Anreizkompatibilität, Weltrahmenordnung, Unternehmensregulierung, Moral, Stakeholder, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Konzernverantwortungsinitiative und deren Ziel, Unternehmen durch Gesetze zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu verpflichten, vor dem Hintergrund der Wirtschaftsethik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Spannungsfeld zwischen ökonomischem Eigeninteresse und moralischer Verantwortung, die Grenzen nationaler Gesetzgebung im globalen Markt sowie das Konzept der Anreizkompatibilität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage befasst sich mit der Effizienz und praktischen Umsetzbarkeit der Initiative: Kann durch eine nationale Gesetzesänderung eine moralische Selbstbindung der Unternehmen erreicht werden, ohne diese aus dem internationalen Wettbewerb zu drängen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer institutionenethischen Analyse, primär gestützt auf die Ansätze von Karl Homann und Christoph Lütge zur Gestaltung von Rahmenbedingungen in einer globalisierten Welt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die methodischen Schwächen von CSR-Konzepten, die Problematik unvollständiger Verträge bei Umweltstandards sowie die Notwendigkeit supranationaler Lösungen für ethische Dilemmata.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Konzernverantwortungsinitiative, Institutionenethik, Wettbewerbsnachteil, Sorgfaltspflicht und Anreizkompatibilität definiert.

Warum ist eine rein nationale Gesetzgebung laut Autor problematisch?

Der Autor argumentiert, dass nationale Alleingänge zu einem Wettbewerbsnachteil führen, da international tätige Firmen aufgrund der höheren Kosten bei der Einhaltung moralischer Standards ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Firmen aus anderen Kulturkreisen verlieren könnten.

Wie könnten moralische Standards nach Ansicht des Autors effizient umgesetzt werden?

Der Autor schlägt vor, moralische Werte durch die Schaffung anreizkompatibler Handlungsbedingungen zu implementieren, etwa durch den Aufbau von Reputation oder durch institutionelle Arrangements, die das moralische Verhalten ökonomisch sinnvoll gestalten.

Welche Rolle spielt die "unvollständige Vertragstheorie" in der Argumentation?

Sie erklärt, warum gesetzliche Richtlinien bei Umweltstandards oft ineffektiv sind: Die Leistungen sind schwer quantifizierbar, Kontrollmechanismen fehlen und die betroffenen Akteure haben oft nicht die Mittel, ihre Rechte einzufordern.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kann Moral effizient sein? Moralische Werte im wirtschaftsethischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Diskurs
Hochschule
Universität Zürich
Note
5.5
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
5
Katalognummer
V354660
ISBN (eBook)
9783668407084
ISBN (Buch)
9783668407091
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftsethik Moral Corporate Sozial Responsibility NGO
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Kann Moral effizient sein? Moralische Werte im wirtschaftsethischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Diskurs, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/354660
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Leseprobe aus  5  Seiten
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