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Natur, Gesellschaft und Wahnsinn als Hauptmotive romantischer Kunstmärchen

Gibt es Parallelen zwischen Tiecks "Der Runenberg" und Hoffmanns "Die Bergwerke zu Falun"?

Titel: Natur, Gesellschaft und Wahnsinn als Hauptmotive romantischer Kunstmärchen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 13 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Sandra Lill (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Kunstmärchen unterscheidet sich vom Märchen in wesentlichen Punkten. So sind etwa rein äußerlich der Verfasser sowie die Entstehungszeit bekannt und es bestehen keine unterschiedlichen Variationen der Überlieferung. Doch auch inhaltlich gibt es Differenzen. „Die Allegorisierung der Natur- und Gesellschaftsgeschichte führt die Helden nicht […] zum ersehnten Ziel, sondern in den Wahnsinn“, während etwa ein Märchen den Hauptfiguren ein positives Ende bietet – um nur einen der Unterschiede zu nennen.

An den in diesem Eintrag des Reallexikons der Literaturwissenschaft genannten Stichwörtern – Natur, Gesellschaft und Wahnsinn – lassen sich in dieser Einleitung drei Hauptmotive romantischer Kunstmärchen erschließen, deren Auftreten und parallele Darstellungsweise im daraufhin folgenden Hauptteil dieser Seminararbeit in den beiden Werken „Der Runenberg“ von Ludwig Tieck und „Die Bergwerke zu Falun“ von E.T.A. Hoffmann untersucht und verglichen werden sollen. Ziel ist es, herauszufinden, ob die Konstruktion „Gegensätze in Natur und Gesellschaft führen zum Wahnsinn“ in beiden Werken parallel zu finden ist. Zunächst erfolgt eine genauere Beschreibung der drei Motive.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Typische Motive in den Kunstmärchen der Romantik

1.1. Die Natur – Ort der Gegensätze und der Freiheit

1.2. Die Gesellschaft – Leidenschaftliche Romantik vs. Bürgerliche Ehe

1.3. Der Wahnsinn – das Los eines romantischen Helden

2. Untersuchung der drei Motive in beiden Werken

2.1. Ludwig Tiecks „Der Runenberg“

2.1.1. Natur: Der Berg vs. die Ebene

2.1.2. Gesellschaft: Das Waldweib vs. Elisabeth

2.1.3. Wahnsinn: Der Verfall Christians

2.2. ETA Hoffmanns „Die Bergwerke zu Falun“

2.2.1. Natur: Die Seefahrt vs. Die Bergarbeit

2.2.2. Gesellschaft: Die Königin vs. Ulla

2.2.3. Wahnsinn: Die Todessehnsucht Elis‘

3. Ähnliche Motive als Fazit der Eingangsfrage

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der Werke "Der Runenberg" von Ludwig Tieck und "Die Bergwerke zu Falun" von E.T.A. Hoffmann, ob die romantische Konstruktion, dass Gegensätze in Natur und Gesellschaft zwangsläufig zum Wahnsinn führen, eine strukturelle Parallele in beiden Texten darstellt.

  • Analyse der romantischen Hauptmotive: Natur, Gesellschaft und Wahnsinn.
  • Gegenüberstellung von wilden, unnahbaren Frauenfiguren und bürgerlichen Idealen.
  • Untersuchung landschaftlicher Gegensätze als Ausdruck innerer Zerrissenheit.
  • Vergleich der psychologischen Entwicklung beider Protagonisten.
  • Erarbeitung der Parallelen in den literarischen Konstruktionen beider Autoren.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Natur: Der Berg vs. die Ebene

Die bedeutende Rolle der Natur wird gleich zu Beginn hervorgehoben. „Im innersten Gebürge, nachdenkend bei einem Vogelherde, indem das Rauschen der Gewässer und des Waldes in der Einsamkeit tönte“5 beginnt die Geschichte von Christian, der zunächst Jäger ist und sich dann der Gärtnerei zuwendet, also zwei sehr naturverbundene Berufe wählt, wobei der eine Leben beendet, indem er Bäume fällt und Tiere tötet6, und der andere ebenjenes erschafft und die Gärten in schönster Pracht erblühen lässt7.

Das Werk baut einen landschaftlichen Gegensatz auf zwischen den Bergen, in denen der tödliche Jäger beheimatet ist und „uralte verwitterte Ruinen“8 alles andere als lebensfroh erscheinen, und der „traditional verbürgten und überschaubaren Lebensform in der >>Ebene<<“9, in der der Gärtner arbeitet, das Leben blüht und „fruchtbare Kornfelder“10 gedeihen. Im Verlauf von Christians Weg in den Wahnsinn kehrt sich für ihn dieser jedoch Bezug um, da dann „sein verzaubertes Herz nicht menschlich mehr, sondern von kaltem Metall“11 ist. „Das Grün der Natur wird zum Grün der Verwesung“12. Er sieht schließlich das Leben in den steinigen Bergen, da diese ewig währen, und den Tod in den vergänglichen Pflanzen, die für ihn „der Leichnam vormaliger herrlicher Steinwelten [sind und die] schrecklichste Verwesung“13 darstellen. Sein gesamter Lebensweg, und damit sein Weg in den Wahnsinn, spielen sich in Form eines doppelten Kursus zwischen diesen Bereichen ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Typische Motive in den Kunstmärchen der Romantik: Einleitung in die romantische Literaturtheorie und Erläuterung der drei Kernmotive Natur, Gesellschaft und Wahnsinn.

1.1. Die Natur – Ort der Gegensätze und der Freiheit: Untersuchung der Natur als Raum der Freiheit sowie als Schauplatz antithetischer landschaftlicher Kontraste.

1.2. Die Gesellschaft – Leidenschaftliche Romantik vs. Bürgerliche Ehe: Analyse der gesellschaftlichen Allegorisierung durch den Gegensatz zwischen unerreichbarer romantischer Liebe und traditionellen Familienwerten.

1.3. Der Wahnsinn – das Los eines romantischen Helden: Beschreibung der psychologischen Konsequenzen, die entstehen, wenn Helden zwischen den absoluten Polen des Idealen und Realen stehen.

2. Untersuchung der drei Motive in beiden Werken: Überleitung zur praktischen Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf die beiden Primärtexte.

2.1. Ludwig Tiecks „Der Runenberg“: Analyse des Werks von 1802 als Basis für den literaturwissenschaftlichen Vergleich.

2.1.1. Natur: Der Berg vs. die Ebene: Untersuchung der räumlichen Gegensätze und ihrer psychischen Wirkung auf Christian.

2.1.2. Gesellschaft: Das Waldweib vs. Elisabeth: Kontrastierung der zwei gegensätzlichen Frauenbilder als Auslöser für das Scheitern des Helden.

2.1.3. Wahnsinn: Der Verfall Christians: Detaillierte Darstellung des psychischen Abstiegs von Christian infolge seiner Zerrissenheit.

2.2. ETA Hoffmanns „Die Bergwerke zu Falun“: Einordnung von Hoffmanns Erzählung und Untersuchung der intertextuellen Bezüge zu Tieck.

2.2.1. Natur: Die Seefahrt vs. Die Bergarbeit: Vergleich der landschaftlichen und beruflichen Pole bei Elis Fröbom.

2.2.2. Gesellschaft: Die Königin vs. Ulla: Analyse des gesellschaftlichen Konflikts zwischen magischer Anziehung und bürgerlicher Lebensführung.

2.2.3. Wahnsinn: Die Todessehnsucht Elis‘: Untersuchung des Wahnsinns als Resultat der Unvereinbarkeit seiner Lebensentwürfe.

3. Ähnliche Motive als Fazit der Eingangsfrage: Zusammenführende Betrachtung der Parallelen, die die zentrale Forschungsfrage positiv beantworten.

Schlüsselwörter

Romantik, Kunstmärchen, Wahnsinn, Natur, Gesellschaft, Ludwig Tieck, E.T.A. Hoffmann, Der Runenberg, Die Bergwerke zu Falun, Motivforschung, Literaturanalyse, Gegensätze, Identitätsverlust, Entfremdung, Romanische Literatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Motive Natur, Gesellschaft und Wahnsinn in romantischen Kunstmärchen als kausale Kette verknüpft sind, die den Untergang des Protagonisten einleitet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Kontrast zwischen Freiheit und Bürgerlichkeit, der psychische Verfall romantischer Helden und die symbolische Bedeutung von Landschaftsräumen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, Parallelen zwischen Tiecks "Der Runenberg" und Hoffmanns "Die Bergwerke zu Falun" aufzuzeigen und zu beweisen, dass die "Gegensätze in Natur und Gesellschaft" als Ursache für den Wahnsinn in beiden Werken fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Literaturanalyse, die auf den Definitionen des Reallexikons der Literaturwissenschaft aufbaut, um die Motive in beiden Primärtexten strukturiert gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von Tiecks und Hoffmanns Texten hinsichtlich der drei Leitbegriffe, inklusive der spezifischen Gegenüberstellung der weiblichen und landschaftlichen Rollenbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie romantische Identitätskrise, Ambivalenz, bürgerliche Ehe, Natursehnsucht und psychischer Verfall charakterisieren.

Warum spielt die Namensgebung der Figuren in der Analyse eine Rolle?

Die Autorin deutet an, dass die Namensgebung bei Hoffmann ("Elis") eine bewusste Anspielung auf Tiecks Werk ("Elisabeth") sein könnte, was die These einer literarischen Anlehnung stützt.

Inwieweit unterscheiden sich die Ausgänge der Geschichten beider Protagonisten?

Während Christian als verwirrter Waldschrat überlebt, führt der Wahnsinn bei Elis zum Tod durch einen Grubenunglück, wobei er jedoch als unversehrter Leichnam geborgen wird.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Natur, Gesellschaft und Wahnsinn als Hauptmotive romantischer Kunstmärchen
Untertitel
Gibt es Parallelen zwischen Tiecks "Der Runenberg" und Hoffmanns "Die Bergwerke zu Falun"?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Märchen
Note
2,7
Autor
Sandra Lill (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V353952
ISBN (eBook)
9783668400276
ISBN (Buch)
9783668400283
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Natur Gesellschaft Wahnsinn Ludwig Tieck Runenberg Hoffmann Bergwerke zu Falaun Märchen Romantik Ironie Melancholie E.T.A. Hoffmann NDL
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Lill (Autor:in), 2014, Natur, Gesellschaft und Wahnsinn als Hauptmotive romantischer Kunstmärchen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/353952
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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