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Framing im Bereich des transnationalen Terrorismus

Title: Framing im Bereich des transnationalen Terrorismus

Project Report , 2016 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Eichinger (Author), Sebastian Kraus (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications

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Innerhalb weniger Monate eroberte der sogenannte Islamische Staat, unter der Führung seines selbsternannten Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi ein Staatsgebiet von der Größe des Vereinigten Königreiches. Seine Kämpfer sind überzeugt, durch ihre demonstrative Gewalt und Brutalität das Ziel ihrer totalitären Ideologie, eine weltumspannende Herrschaft, zu erreichen. Der maßlose Fanatismus des IS beschränkt sich aber nicht mehr lediglich auf die arabische Welt, sondern hat mit den Anschlägen von Paris unlängst Einzug in Europa gehalten.

Nun liegt es in der Natur des Gegenstandes, dass solche Ereignisse die Agenda der Politik und der politischen Kommunikation bestimmen. Dabei ist auch und in diesem Kontext die Prägung der Inhalte, also auch die Prägung und etwaige Verzerrung der Wirklichkeit von Interesse. Der Soziologe Erving Goffman erlaubt mit seiner Grundidee der „Rahmenanalyse“ zu hinterfragen, wie die eigentlich interpretationsoffenen Gegebenheiten mit Emotionalisierung, Kultivierung und Stereotypisierung aufgeladen werden.
Diese kommunikative, soziale und symbolische Prägung und Erstellung von Deutungsmustern wird als „Framing“ betitelt.

Für diese Arbeit relevant ist nunmehr, inwiefern der IS unter dem Umstand der vorherigen Terroranschläge von Paris und der Debatte um die Entsendung von militärischen Truppen nach Syrien und Irak von den Vertretern des Deutschen Bundestages sowie der relevanten Mitglieder der Deutschen Bundesregierung bewertet wird und welche Schlussfolgerungen diese für deren Handeln haben.

Daraus abgeleitet stellt sich nun folgende Frage: Mit welchen Frames interpretierten die Mitglieder des Deutschen Bundestages und der Deutschen Bundesregierung das Phänomen des Islamischen Staates ?

Dabei wird zunächst die theoretische Grundlage zur Thematik des Framing behandelt, anschließend anhand der Auswertung von Interviews und Reden der Bundesregierung (Kanzlerin Merkel, Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen) sowie von Plenarprotokollen der Bundestagssitzungen unter Zuhilfenahme der qualitativen Datenanalyse mittels der Software MAXQDA die verwendeten Frames und deren Entwicklung dargestellt. Abschließend wird auf etwaige Probleme eingegangen und die gewonnenen Eindrücke in einem Fazit nochmals dargelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Framing

3. Datengewinnung

4. Codebook

5. Auswertung

5.1 Allgemein

5.2 Ausrufung des Islamischen Staates

5.3 Waffenlieferungen an die Kurden

5.4 Ausbildungsmission

5.5 Anschläge in Paris

5.6 2016/Status Quo

6. Zusammenfassung und Entwicklung

7. Probleme

8. Fazit

9. Codebook

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht mittels der Framing-Theorie, wie die Mitglieder des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung das Phänomen des "Islamischen Staates" (IS) in einem Zeitraum von 2014 bis 2016 interpretieren und welche politischen Schlussfolgerungen sie daraus ableiten. Ziel ist es, die Entwicklung dieser Deutungsmuster und deren Einfluss auf das politische Handeln in Deutschland nachzuzeichnen.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen des Framings in der politischen Kommunikation.
  • Untersuchung von Sprechakten der Exekutive sowie Protokollen des Bundestages.
  • Kategorisierung und Auswertung der Daten mittels qualitativer Inhaltsanalyse (MAXQDA).
  • Darstellung der Entwicklung von der abwartenden Haltung hin zum militärischen Engagement.
  • Vergleich der Diskursgestaltung zwischen Regierungs- und Oppositionsseite.

Auszug aus dem Buch

2. Framing

Framing ist als ein mehrstufiger Prozess zu verstehen, in welchem gesellschaftliche Akteure durch kommunikative Mittel versuchen, eine spezifische Vorstellung der sozialen Realität zu erzeugen, um damit intendierte Wirkungen zu erzielen und öffentliche Diskurse zu strukturieren. Dabei sind alle Phasen des politischen Prozesses von Relevanz: von der Problemwahrnehmung über die Politikformulierung bis hin zur Entscheidungsfindung und Implementation dieser. Frames können innerhalb der öffentlichen, medienvermittelten politischen Kommunikation als das Ergebnis des Zusammenwirkens gesellschaftlicher, politischer und journalistischer Akteure angesehen werden.

Die Wirkkraft dieser Frames ist dabei, nach Elisabeth Wehling, keinesfalls zu unterschätzen. Ihr zufolge sind Meinungen und entsprechende Entscheidungen – nicht lediglich politischer Natur - keineswegs immer faktenbasiert, sondern vielmehr durch eben jene Frames bedingt, da diese bereits bei der Rezeption von Informationen eine Vorauswahl treffen, welche wiederum eine völlig objektive Entscheidungsfindung nicht zulässt. Framing wirkt sich demnach auf gesellschaftliches und jeweils subjektives Denken aus, ebenso auf die Wahrnehmung der Welt und damit verknüpften entsprechendem Handeln. Zwar vereinfacht dies ebenso den tagtäglichen Entscheidungsprozess eines jeden, doch sind Frames dabei immer selektiv – heben also bestimmte Fakten und Realitäten hervor und lassen zugleich andere unter den Tisch fallen – was obiger Objektivität gegenspielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des IS und Darlegung der Forschungsfrage zur Framing-Analyse durch deutsche Politiker.

2. Framing: Theoretische Erläuterung des Framing-Prozesses und dessen Bedeutung für die politische Entscheidungsfindung.

3. Datengewinnung: Beschreibung der Auswahl von Reden, Interviews und Bundestagsprotokollen als Grundlage der Analyse.

4. Codebook: Erläuterung der kategorialen Struktur des zur Analyse verwendeten Systems.

5. Auswertung: Detaillierte Darstellung der Ergebnisse, unterteilt in Zeitpunkte von der Entstehung des IS bis zum Status Quo 2016.

6. Zusammenfassung und Entwicklung: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Strategieentwicklung und der Verschiebung politischer Schwerpunkte.

7. Probleme: Reflexion über Herausforderungen bei der Datenbeschaffung und der methodischen Umsetzung.

8. Fazit: Zusammenfassende Antwort auf die Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse in den politischen Kontext.

9. Codebook: Tabellarische Aufschlüsselung der verwendeten Kategorien und Definitionen.

Schlüsselwörter

Framing, Islamischer Staat, politische Kommunikation, Bundestag, Bundesregierung, Terrorismus, Qualitative Inhaltsanalyse, MAXQDA, Sicherheitsinteressen, Außenpolitik, militärisches Engagement, humanitäre Hilfe, Diskursanalyse, Waffenlieferungen, Flüchtlingsproblematik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche Politiker und Regierungsmitglieder den "Islamischen Staat" in ihrer Kommunikation rahmen und wie sich diese Deutung im Zeitverlauf verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die politische Definition des IS, die Wahrnehmung von Sicherheitsrisiken und die Debatte um die Art der deutschen Beteiligung an Maßnahmen gegen den IS.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, mit welchen Frames die Mitglieder des Deutschen Bundestages und der Deutschen Bundesregierung das Phänomen des Islamischen Staates interpretierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Inhaltsanalyse unter Zuhilfenahme der Software MAXQDA auf Basis der Framing-Theorie angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Auswertung von Sprechakten und Plenarprotokollen, aufgeteilt in Zeitabschnitte, um die zeitliche Entwicklung der Frames zu verfolgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Framing, Politische Kommunikation, Sicherheitsinteressen und Terrorismus definiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Regierungsseite und Opposition eine Rolle?

Die Analyse zeigt, dass die Regierungsseite durch eine deutlich höhere Anzahl an Rednern den Diskurs über den IS maßgeblich bestimmt hat.

Welche Auswirkung hatten die Anschläge von Paris auf den politischen Diskurs?

Die Anschläge von Paris fungierten als Zäsur, nach der die Forderungen nach einem militärischen Vorgehen in der Rhetorik deutlich zunahmen.

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Details

Title
Framing im Bereich des transnationalen Terrorismus
College
University of Innsbruck
Grade
1,0
Authors
Martin Eichinger (Author), Sebastian Kraus (Author)
Publication Year
2016
Pages
21
Catalog Number
V353818
ISBN (eBook)
9783668401518
ISBN (Book)
9783668401525
Language
German
Tags
Framing Terrorismus Islamischer Staat Bundesregierung MaxQDA
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Eichinger (Author), Sebastian Kraus (Author), 2016, Framing im Bereich des transnationalen Terrorismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/353818
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