Die vorliegende Arbeit dient der Untersuchung, ob die Onlinebefragung eine preiswerte Methode der empirischen Sozialforschung ist. Dies wird am Beispiel einer Bürgerbefragung evaluiert und kritisch gewürdigt. Ziel der Arbeit ist die Herbeiführung einer Entscheidungsfindung, ob eine Onlinebefragung im Vergleich zu anderen Erhebungsmethoden eine preiswerte Alternative ist. Damit wird ein Beitrag zum aktuellen Forschungsstand geleistet.
Der Aufbau der Hausarbeit orientiert sich an der Forschungsfrage und untergliedert die Hausarbeit in vier Kapitel. Der Anlass der Untersuchung ist bereits deutlich geworden. Aus diesem Grund wurde die oben genannte Fragestellung abgeleitet und die Zielsetzung der Arbeit konkretisiert. Der Hauptteil beginnt zunächst mit einer Einordnung des Untersuchungsgegenstands in die empirische Sozialforschung, wobei zentrale Begriffe definiert und eingegrenzt werden. Anhand aktueller Literatur wird ein theoretischer Bezugsrahmen zur Thematik hergestellt. Anschließend werden die theoretischen Erkenntnisse anhand eines konstruierten Fallbeispiels evaluiert. Mit einer abschließenden Betrachtung werden in einer Zusammenfassung rückblickend die wesentlichen Erkenntnisse reflektiert und ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Anlass der Untersuchung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Onlinebefragung als Methode der Sozialforschung
2.1 Einordnung in die empirische Sozialforschung
2.2 Vor- und Nachteile einer Onlinebefragung
2.3 Qualitativ wissenschaftliche Standards
3. Evaluation am Beispiel einer Bürgerbefragung der Stadt X
3.1 Ist-Situation Onlinebefragung
3.2 Methodisches Vorgehen und kritische Würdigung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Onlinebefragung eine preiswerte Methode der empirischen Sozialforschung darstellt. Anhand einer beispielhaften Bürgerbefragung in der Stadt X werden die ökonomischen Aspekte sowie die wissenschaftliche Aussagekraft dieses Erhebungsinstruments evaluiert und kritisch hinterfragt.
- Wirtschaftlichkeitsanalyse von Online- vs. Papier-Befragungen
- Methodische Einordnung von Online-Erhebungsmethoden
- Qualitätskriterien in der Online-Sozialforschung (Objektivität, Reliabilität, Validität)
- Stichprobenrekrutierung und Repräsentativitätsproblematik
- Konstruktion von Online-Fragebögen für kommunale Zwecke
Auszug aus dem Buch
2.2 Vor- und Nachteile einer Onlinebefragung
Bei der Entscheidungsfindung für oder gegen den Einsatz der Onlinebefragung ist es hilfreich und erforderlich deren Vor- und Nachteile zu kennen. Zu Beginn der Arbeit wurde bereits erwähnt, dass durch die Nutzung der neuen Technologie Vorteile bestehen, diese aber auch bisher unbekannte Probleme mit sich bringen. Zur Übersicht werden in Abbildung 3 die wesentlichen Vor- und Nachteile der Onlinebefragung dargestellt.
Als entscheidendes Kriterium für eine Onlinebefragung ist die Ökonomie hervorzuheben. Aus der ökonomischen Perspektive liegt der Hauptvorteil der Onlinebefragung in der Einsparung sachlicher, personeller und zeitlicher Ressourcen. Beispielsweise entfallen Kosten für den Druck und Versand von Fragebögen. Weiterhin wird zur Durchführung kein Interviewer benötigt, wodurch zugleich eine subjektive Beeinflussung des Probanden durch diesen ausgeschlossen werden kann. Zudem sind Onlinebefragungen aufgrund der eingesetzten Technologie zeiteffizienter. Daten können automatisch gespeichert werden, womit die oft zeitintensive und fehleranfällige Transkription entfällt. Weiterhin kann durch standardisierte Auswertungskomponenten einer Software Zeit eingespart und eine hohe Auswertungsobjektivität erzielt werden. Es besteht somit ein hoher Grad an Standardisierung und Automatisierung. Dem stehen jedoch Aufwendungen für ein hohes technisches Know-How und die einmaligen Anschaffungskosten für die benötigte Hard-/Software gegenüber.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand, erläutert den Anlass der Arbeit aufgrund zunehmender Digitalisierung und legt die Zielsetzung sowie den strukturellen Aufbau fest.
2. Onlinebefragung als Methode der Sozialforschung: Dieser Teil ordnet die Onlinebefragung in den Kontext der empirischen Sozialforschung ein, wägt deren Vor- und Nachteile ab und prüft die Eignung anhand wissenschaftlicher Gütekriterien.
3. Evaluation am Beispiel einer Bürgerbefragung der Stadt X: Hier erfolgt eine praktische Evaluation des Erhebungsinstruments, wobei die Ist-Situation bei der Stadt X analysiert sowie ein methodisches Vorgehen samt Kosten-Nutzen-Betrachtung konstruiert wird.
4. Fazit: Das Fazit führt die theoretischen Erkenntnisse und die Fallbeispiel-Ergebnisse zusammen und kommt zu einer differenzierten Einschätzung bezüglich des Einsatzes der Methode.
Schlüsselwörter
Onlinebefragung, empirische Sozialforschung, Kosten-Nutzen-Analyse, Bürgerbefragung, Datenerhebung, Repräsentativität, Internetumfrage, Fragebogenkonstruktion, Wirtschaftspsychologie, Sozialforschungsmethoden, Internetauftritt, Stadtverwaltung, Gütekriterien, Online-Methoden, Effizienz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Frage, ob die Onlinebefragung ein ökonomisch effizientes und wissenschaftlich valides Instrument der empirischen Sozialforschung für eine Stadtverwaltung darstellt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die ökonomischen Vorteile durch Ressourceneinsparung, methodische Qualitätskriterien wie Objektivität und Validität sowie die Herausforderungen bei der Stichprobenrekrutierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage: „Onlinebefragung: Ein preiswertes Instrument?“ im Kontext einer Bürgerbefragung.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Einordnung und ein konstruiertes Fallbeispiel (Evaluation einer Bürgerbefragung der Stadt X) angewandt.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert neben den methodischen Grundlagen vor allem die konkreten Kostenfaktoren (IT, Personal, Bekanntmachung) und vergleicht diese mit traditionellen Paper-&-Pencil-Methoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Onlinebefragung, Effizienz, Bürgerbefragung, Repräsentativität und wissenschaftliche Gütekriterien.
Warum ist das Fallbeispiel der Stadt X konstruiert?
Da die Stadt X bisher keine Erfahrungen mit Onlinebefragungen für Bürgerbefragungen gemacht hat, dient ein konstruiertes Szenario als Basis für eine realistische Kosten-Nutzen-Berechnung.
Welche Rolle spielt die Repräsentativität im Dokument?
Sie wird als kritischer Faktor identifiziert, da die Internetnutzer nicht zwangsläufig die gesamte Zielgruppe der Bürger repräsentieren, was methodische Einschränkungen zur Folge hat.
- Quote paper
- Jeanette Dahlman (Author), 2015, Onlinebefragung. Ein preiswertes Instrument der empirischen Sozialforschung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/353743