In der dieser Projektarbeit wird anfangs ein bereits existierendes TV-Format analysiert und diskutiert. Hierfür wählte ich die Fernsehshow "Der Bachelor" aus. Im zweiten Teil wird ein Konzept für ein TV-Format aus dem Bereich Gastronomie erstellt.
Zu jeder Tages- und Nachtzeit wird mittlerweile ein vielseitiges Fernsehprogramm geboten. Anders war das in den Anfängen des Fernsehens um 1930. Damals konnte die Braunsche Röhre für das Fernsehen verwendet werden und die Rate der Bildzahlen stieg an. Ab 1935 wurde dann regelmäßig Programm gesendet. Dass es zu Anfang Probleme gab, kann man sich heute fast nicht mehr vorstellen. Das größte Startproblem des Fernsehens war, dass es zu wenig Publikum gab. Fernsehgeräte waren sehr teuer und die Leute konnten das Programm nur in Fernsehstuben verfolgen.
Erst nachdem 1953 die Krönung der englischen Königin und 1954 die Fußballweltmeisterschaft übertragen wurde, wurde das Fernsehen beliebter. Die Lebensgewohnheiten änderten sich, man ging abends nicht mehr aus sondern blieb zuhause, obwohl es zu dieser Zeit nur einen Sender gab. Erst 1963 wurde ein zweiter Sender hinzugefügt.
Ab 1967 konnte Farbfernsehen empfangen werden und ab 1980 kamen die privaten Fernsehsender dazu und damit eine Vielzahl von Programmen. Heute ist und bleibt das Fernsehen in Deutschland das beliebteste Medium. Der Deloitte-Studie "The State of Media Democracy" 2012 zufolge gaben 29 Prozent der Befragten aller Altersklassen an, das Fernsehen zu favorisieren. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Fast jeder Haushalt besitzt heutzutage mindestens ein Fernsehgerät. Die meisten sogar mehrere in Wohnzimmern, Schlafzimmern und Kinderzimmern, sodass man die Lieblingssendung auf keinen Fall verpassen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 ANALYSE DER TV-SHOW DER BACHELOR
2.1 INHALTLICHE BESONDERHEITEN
2.2 ABGRENZUNG ZU ANDEREN TV-FORMATEN
2.3 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE
2.4 DRAMATURGIE
2.5 QUOTENENTWICKLUNG
2.6 KRITIK AN DEM TV-FORMAT
3 DER BACHELOR – ROLLE DER FRAU
3.1 DEFINITION EMANZIPATION
3.2 DEFINITION MENSCHENWÜRDE
3.3 THESE: VERLETZT DAS TV-FORMAT DER BACHELOR DIE WÜRDE DER KANDIDATINNEN?
3.4 MEIN FAZIT
4 KONZEPTION EINES TV-FORMATES AUS DEM BEREICH GASTRONOMIE
4.1 FORMATIDEE
4.2 FORMATSTRUKTUR „SCHUHBECK KOCHT MIT UND FÜR STUDENTEN“
4.3 MODERATION DER KOCHSENDUNG
4.4 REALISATION UND PRODUKTION
4.5 ABLAUFPLAN DER PILOTENFOLGE „SCHUHBECK KOCHT MIT UND FÜR STUDENTEN“
4.6 KURZEXPOSÉ
5 SCHLUSSWORTE
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit analysiert das Fernsehformat „Der Bachelor“ im Hinblick auf seine dramaturgische Struktur, seine öffentliche Wahrnehmung sowie ethische Fragestellungen zur Rolle der Frau und der Menschenwürde. Basierend auf dieser Analyse wird im zweiten Teil ein eigenes TV-Formatkonzept aus dem Bereich Gastronomie entwickelt, das auf eine studentische Zielgruppe ausgerichtet ist.
- Analyse der Kuppelshow-Dramaturgie und des Erfolgsrezepts
- Kritische Auseinandersetzung mit dem Frauenbild in Reality-TV-Formaten
- Diskussion ethischer Aspekte wie Menschenwürde im Unterhaltungsfernsehen
- Entwicklung eines innovativen Kochshow-Konzepts für Studenten
Auszug aus dem Buch
2.4 Dramaturgie
Die Dramaturgie gliedert sich in 3 Akte, die Exposition (=Einleitung), Konflikt (=Hauptteil) und Auflösung (=Schluss/Finale).
Die Kuppelshow der Bachelor lässt sich auch in diese drei Teile einteilen. Der erste Akt, die Exposition findet statt, wenn der Bachelor alle Frauen nach und nach kennenlernt. Der Konflikt beginnt wenn er die einzelnen Frauen trifft, es entsteht Spannung, für welche Dame er sich wohl am Ende entscheiden wird. Diese Spannung wird die ganzen Folgen lange aufrecht erhalten. Zu jedem Ende einer Folge gibt es schon eine kleine Auflösung, die Nacht der Rosen. Die Spannung bleibt aber trotzdem immer vorhanden, weil man nach wie vor nicht weiß, für welche Frau sich der Bachelor am Ende entscheidet. In der letzten Folge einer Staffel findet dann die große Auflösung statt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Ein kurzer Überblick über die Entwicklung des Fernsehens in Deutschland sowie die Relevanz des Mediums für angehende Medienmanager.
2 ANALYSE DER TV-SHOW DER BACHELOR: Untersuchung der inhaltlichen Merkmale, der dramaturgischen Struktur, der Quotenentwicklung und der Kritik an diesem Kuppelshow-Format.
3 DER BACHELOR – ROLLE DER FRAU: Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Wirkung der Sendung unter Berücksichtigung von Emanzipation, Menschenwürde und dem Frauenbild.
4 KONZEPTION EINES TV-FORMATES AUS DEM BEREICH GASTRONOMIE: Ausarbeitung eines konkreten Konzepts für eine Kochsendung, die auf die Bedürfnisse und Lebenswelt von Studenten zugeschnitten ist.
5 SCHLUSSWORTE: Zusammenfassende Reflektion der Analyse und ein Ausblick auf die eigene konzeptionelle Arbeit.
Schlüsselwörter
Der Bachelor, Fernsehen, Kuppelshow, Reality-TV, Dramaturgie, Quotenanalyse, Emanzipation, Menschenwürde, Frauenbild, Medienproduktion, Gastronomie, Kochshow, Formatkonzeption, Studenten, RTL.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der medienwissenschaftlichen Analyse der Reality-Show „Der Bachelor“ und der anschließenden Entwicklung eines eigenen TV-Formatkonzepts für den Bereich Gastronomie.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die dramaturgische Struktur von Dating-Shows, die kritische Diskussion gesellschaftlicher Werte wie Emanzipation und Menschenwürde im Fernsehen sowie die praktische Konzeption eines neuen TV-Formates.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Hinterfragung eines existierenden Erfolgsformats und die Übertragung erlernter theoretischer Grundlagen in die praktische Entwicklung einer eigenen Fernsehsendung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturrecherche, eine Analyse der dramaturgischen Erzählweise, eine Untersuchung von Quotenverläufen sowie eine ethische Reflexion auf Basis definitorischer Grundlagen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Show „Der Bachelor“ – inklusive Quoten und Kritik – sowie in die detaillierte Ausarbeitung des Konzepts „Schuhbeck kocht mit und für Studenten“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Kuppelshow, Dramaturgie, Frauenbild, Medienkonzeption, Quotenanalyse und Unterhaltungsfernsehen sind maßgebliche Begriffe für den Inhalt.
Inwiefern spielt der Aspekt der „Menschenwürde“ eine Rolle bei der Bachelor-Analyse?
Der Autor hinterfragt, ob das Format, in dem Kandidatinnen als austauschbare Ware dargestellt werden, die Menschenwürde verletzt, und diskutiert dies im Kontext der freien Entscheidung zur Teilnahme.
Was unterscheidet das entwickelte Format „Schuhbeck kocht mit und für Studenten“ von existierenden Kochshows?
Das Format ist spezifisch auf die studentische Lebensrealität und deren Budget- bzw. Zeitvorgaben zugeschnitten und bietet durch Hausbesuche einen hohen Identifikationsfaktor.
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- Vera Schwaiger (Author), 2013, Analyse und Diskussion des TV-Formats "Der Bachelor" sowie Konzeption eines TV-Formats aus dem Bereich Gastronomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/353637