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Moral Hazard in der Kommune. Der Prinzipal-Agent-Ansatz am Beispiel der Asylpolitik in Halle (Saale)

Title: Moral Hazard in der Kommune. Der Prinzipal-Agent-Ansatz am Beispiel der Asylpolitik in Halle (Saale)

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Friederike Stange (Author)

Politics - Basics and General

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Den neu aufgenommenen Flüchtlingen fehlen essentielle Informationen. Dieses Defizit aufzuheben ist Aufgabe der Kommune. Mit Hilfe des Prinzipal-Agent-Ansatzes soll hier die inkongruente Informationssituation zwischen Asylbewerbern und der Stadt Halle (Saale) herausgearbeitet werden, um im Anschluss Lösungsoptionen dieser Problemlage aufzuzeigen.

Wie Asyl- beziehungsweise Integrations- sowie Migrationspolitik und -konzepte in Deutschland wirken, kann über verschiedene wissenschaftliche Zugänge untersucht werden. Beispielhaft sei hier auf die Sinus-Studie von 2007/08 verwiesen, in welcher die Migranten-Milieus für Deutschland erforscht wurden. Auch die Governance-Forschung kann einen Beitrag leisten, indem sie Steuerungs- und Koordinierungselemente, die bei der Umsetzung von Asylpolitik genutzt werden, extrahiert. Die Wirtschaftswissenschaft, als weitere Disziplin, hat den Prinzipal-Agent-Ansatz entwickelt und stellt für diese Arbeit den wissenschaftlich-analytischen Zugang dar. Daraus ergeben sich folgende forschungsleitende Fragen:

Welche Informationsasymmetrien können zwischen Asylbewerbern und der Kommunalverwaltung ausgemacht werden? Welche Möglichkeiten stehen den Prinzipalen zur Verfügung, um den moral hazard zu überwinden?

Im zweiten Kapitel wird zunächst der Prinzipal-Agent-Ansatz vorgestellt. Hier werden Ursprung, Inhalt und Übertragung des Ansatzes in die Politikwissenschaft geklärt. In Kapitel 3 werden die kommunalen Aufgaben im Bereich der Asylpolitik herausgearbeitet, wofür eine auf die Grundzüge konzentrierte Darstellung der vertikalen Struktur des Asylrechts in Deutschland notwendig ist. Im Hauptteil findet dann die Übertragung des Prinzipal-Agent-Ansatzes auf die asylpolitischen Strukturen der Stadt Halle (Saale) statt. Hier werden die vorab erarbeiteten Charakteristika des Ansatzes auf das Fallbeispiel angewandt. Daran anknüpfend werden die dem Ansatz inhärenten Probleme klar ausformuliert. Dieses Kapitel endet mit der Beantwortung der Forschungsfragen. In den Schlussbetrachtungen wird ein Resümee der Arbeit gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellung und Aufbau der Arbeit

2 Der Prinzipal-Agent-Ansatz

3 Vom Bund zur Kommune - gesetzliche Strukturen deutscher Asylpolitik

4 moral hazard in der Stadt Halle (Saale)

5 Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen der Hausarbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Informationsasymmetrien zwischen Asylbewerbern und der Kommunalverwaltung in Halle (Saale) mithilfe des Prinzipal-Agent-Ansatzes, um bestehende Defizite in der Unterbringungs- und Betreuungssituation aufzuzeigen und Lösungsstrategien für den auftretenden moral hazard zu analysieren.

  • Anwendung des Prinzipal-Agent-Ansatzes auf asylpolitische Strukturen
  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen der Asylpolitik auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene
  • Untersuchung von Informationsdefiziten im Bereich Unterbringung und Betreuung
  • Identifikation von Anreiz- und Kontrollmechanismen zur Überwindung von Informationsasymmetrien
  • Bewertung der Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure und Netzwerke

Auszug aus dem Buch

4 moral hazard in der Stadt Halle (Saale)

Der Personenkreis des Prinzipals umfasst ca. 4000 Flüchtlinge in Halle (Saale).64 Der Agent – die Stadt Halle (Saale) – setzt sich aus der Verwaltung und dem Stadtrat als Gemeindevertretung zusammen. Aus dem vorangegangenen Kapiteln ergibt sich zunächst, dass die Vertragsbeziehung zwischen den Asylbewerbern und der Stadt Halle (Saale) auf Grundlage von Bundes- und Landesgesetzen besteht. Vor diesem Hintergrund gilt es zu konstatieren, dass keine klassische Vertragsbeziehung des Prinzipal-Agent-Ansatzes vorliegt: Der Auftrag ergeht aus den genannten Gesetzen und wird nicht direkt von den Prinzipalen eingeholt.

Im Sinne des Ansatzes bleibt aber ein relevanter Aspekt vordergründig: das Informationsdefizit der Asylbewerber und der Informationsvorsprung seitens der Kommune und dem damit einher gehenden moral hazard in der Stadt Halle (Saale).

Das Informationsdefizit des Prinzipals bezieht sich in diesem Fallbeispiel auf die Kriterien des auf rechtlichen Verbindlichkeiten ruhenden Auftrags einer Kommune (hier: Runderlass des Landesinnenministeriums Sachsen-Anhalt). Fraglich ist also, welche Informationsdefizite bei Asylbewerbern hinsichtlich der Punkte Unterbringung, Abdeckung des Leistungsanspruchs und Beratungs- und Betreuungsoptionen in Halle (Saale) bestehen. Um die erste Forschungsfrage exemplarisch klären zu können, wurde ein Interview mit Frau Jonas, Leiterin einer halleschen Unterkunft für Asylbewerber, geführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der Asylpolitik unter Anwendung des Prinzipal-Agent-Ansatzes sowie Definition der zentralen Forschungsfragen.

2 Der Prinzipal-Agent-Ansatz: Theoretische Herleitung des Prinzipal-Agent-Modells, Erläuterung der Konzepte moral hazard und Informationsasymmetrie sowie deren Übertragbarkeit auf politikwissenschaftliche Fragestellungen.

3 Vom Bund zur Kommune - gesetzliche Strukturen deutscher Asylpolitik: Darstellung des vertikalen Aufbaus des deutschen Asylrechts von der Bundesebene bis hin zur praktischen Umsetzung in den Kommunen.

4 moral hazard in der Stadt Halle (Saale): Empirische Anwendung des theoretischen Modells auf das Fallbeispiel Halle (Saale) unter Einbeziehung eines Experteninterviews und Analyse spezifischer Kontrollmechanismen.

5 Schlussbetrachtungen: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Reflexion über die Anwendbarkeit des Modells unter Berücksichtigung der Dynamik und Netzwerkarbeit in der kommunalen Asylpolitik.

Schlüsselwörter

Prinzipal-Agent-Ansatz, moral hazard, Asylpolitik, Informationsasymmetrie, Halle (Saale), Kommunalverwaltung, Unterbringung, Betreuung, Gesetzliche Grundlagen, Anreizmechanismen, Kontrollmechanismen, Integration, Flüchtlinge, Informationsdefizit, Netzwerk

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die strukturellen Probleme der Kommunikation und Informationsverteilung in der Asylpolitik der Stadt Halle (Saale) aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Prinzipal-Agent-Ansatz, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Asylaufnahme in Deutschland und die praktische Ausgestaltung der Flüchtlingsbetreuung auf kommunaler Ebene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Informationsasymmetrien zwischen der Kommune als Agent und den Asylbewerbern als Prinzipal aufzudecken und zu analysieren, welche Mechanismen zur Überwindung von moral hazard in diesem Kontext existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine deskriptive Methode angewandt, die durch ein Experteninterview mit einer Unterkunftsleiterin und die Auswertung relevanter Gesetzestexte sowie Stadtratsunterlagen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der konkreten Anwendung des Prinzipal-Agent-Modells auf die Stadt Halle, wobei insbesondere die Bereiche Unterbringung, finanzielle Leistungen und Beratungsangebote analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Prinzipal-Agent-Ansatz, moral hazard, Informationsasymmetrie und kommunale Asylpolitik geprägt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Stadtverwaltung?

Die Autorin stellt fest, dass die Informationsweitergabe oft an bürokratischen Hürden scheitert, aber durch lokale Netzwerke und zivilgesellschaftliche Akteure wie den "Welcome Treff" teilweise kompensiert wird.

Welches spezifische Problem wird in der Unterkunft in Halle identifiziert?

Ein zentrales Problem ist, dass viele offizielle Formulare nur auf Deutsch vorliegen, was zu einem Informationsdefizit bei den betroffenen Asylbewerbern führt, da diese oft unterschreiben, ohne den vollen Inhalt zu verstehen.

Inwiefern ist das Prinzipal-Agent-Modell laut Arbeit übertragbar?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass keine klassische Eins-zu-Eins-Übertragung möglich ist, da es sich um komplexe, gesetzlich determinierte Strukturen mit mehreren Akteuren handelt, die nicht mit einem einfachen Wirtschaftsvertrag vergleichbar sind.

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Details

Title
Moral Hazard in der Kommune. Der Prinzipal-Agent-Ansatz am Beispiel der Asylpolitik in Halle (Saale)
College
Martin Luther University
Grade
1,7
Author
Friederike Stange (Author)
Publication Year
2015
Pages
32
Catalog Number
V353551
ISBN (eBook)
9783668405103
ISBN (Book)
9783668405110
Language
German
Tags
Governance moral hazard Prinzipal Agent Kommune Flüchtlinge Informationsasymmetrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friederike Stange (Author), 2015, Moral Hazard in der Kommune. Der Prinzipal-Agent-Ansatz am Beispiel der Asylpolitik in Halle (Saale), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/353551
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