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Der Krieg um den Sueskanal. Die Sueskrise im Spiegel der bipolaren Weltordnung nach 1945

Title: Der Krieg um den Sueskanal. Die Sueskrise im Spiegel der bipolaren Weltordnung nach 1945

Seminar Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christoph Helberger (Author)

History of Europe - Ages of World Wars

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sahen sich alle militärisch und/oder diplomatisch in Sues engagierten Akteure mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Außen- und Sicherheitspolitik an die veränderte geopolitische Realität anzupassen. Die geänderten regionalen und globalen Rahmenbedingungen waren im Wesentlichen durch drei Elemente determiniert. Erstens, das Ende der europäischen Kolonialreiche, im Besonderen des British Empire, das nach 1945 nicht mehr in der Lage war, seine machtpolitischen und kolonialen Interessen rund um den Globus zu verteidigen.

Durch das so entstandene Machtvakuum konnte sich einerseits der arabische Nationalismus zur entscheidenden regionalen Kraft entwickeln, gleichzeitig geriet jedoch der ganze Nahe Osten in das Schwerefeld des sich ausprägenden Ost-West-Konflikts. Zweitens lässt sich ein immer selbstbewussteres Auftreten der USA beobachten, die sich ihrer Position als Erben des britischen Weltreiches zunehmend bewusst werden und ihre strategischen Ziele in der Region, vor allem mit Blick auf die umfangreichen Erdöllagerstätten vehement verfolgen. Drittens lässt sich konstatieren, dass mit der Suezkrise die arabische Welt endgültig zum Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen USA und Sowjetunion geworden ist und der Kalte Krieg dort spätestens seit 1956 auch in seiner heißen Form Einzug gehalten hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Sueskrise im geopolitischen Kontext

2.1 Das Ende der Imperien

2.2 Der Aufstieg des arabischen Nationalismus und der Freiheitsbewegungen

3. Die US-Interessen im Nahen Osten und Sues

3.1 Die Begrenzung der traditionellen Mächte

3.2 Die Begrenzung der Sowjetischen Einflusssphäre

3.3 Die Begrenzung der Befreiungsbewegungen und der Sturz Nassers

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Haltung der USA während der Sueskrise 1956. Ziel ist es, die geopolitischen Interessen und Motive der Eisenhower-Administration im Kontext des aufkommenden Kalten Krieges zu analysieren und zu bewerten, wie die USA ihren Einfluss in der Region festigten.

  • Die Auswirkungen der Sueskrise auf die bipolare Weltordnung nach 1945.
  • Die Positionierung der USA gegenüber den schwindenden europäischen Kolonialmächten.
  • Die US-Strategie zur Eindämmung sowjetischen Einflusses im Nahen Osten.
  • Der Umgang mit arabischen Unabhängigkeitsbestrebungen und der Person Gamal Abdel Nassers.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Begrenzung der traditionellen Mächte

Die Beziehungen der Vereinigten Staaten zu Frankreich und Großbritannien standen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unter einem eigentümlichen Spannungsverhältnis. Das von den USA dominierte westliche Lager erwies sich von Beginn des Kalten Krieges an nämlich keineswegs als monolithischer Block. Viel eher versuchten die traditionellen europäischen Kolonialmächte, neben Großbritannien und Frankreich, auch die Niederlande und Portugal, gegenüber ihren abhängigen Territorien partikulare Interessen durchzusetzen, die denen der USA vielfach in konträrer Weise gegenüber standen.

Während der Sueskrise stand Eisenhowers Haltung im klaren Kontrast zu den Erwartungen der Briten und Franzosen. Die US-Politik war in diesem Fall durch risikoaverses Verhalten charakterisiert und obwohl Eisenhower unter enormen Druck seitens seiner Alliierten stand, lehnte dieser den Beistand und die militärische Intervention amerikanischer Truppen in Ägypten ab. Die Bereitschaft der Briten und Franzosen, auch gegen die Interessen der USA zu handeln zeigt sich deutlich in der Beschlussfassung von Sèvres in der Großbritannien, Frankreich und Israel vom 22. bis zum 24. Oktober ihr gemeinsames Vorgehen im Geheimen abstimmten. Im Angesicht der amerikanischen Opposition, ihre militärischen Pläne betreffend, hatte Briten und Franzosen ihre Kommunikation mit den Vereinigten Staaten gänzlich eingestellt. Präsident Eisenhower sollte über die Absichten der beiden Staaten bewusst im Dunkeln gelassen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Sueskrise als Symptom einer neuen globalen Machtkonstellation nach 1945 und stellt die These auf, dass die Supermächte das Eskalationspotenzial bewusst zur Durchsetzung eigener Interessen nutzten.

2. Die Sueskrise im geopolitischen Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet die Ursprünge der Krise, insbesondere die ägyptische Revolution, die Nationalisierung des Kanals und die Verflechtung mit der gleichzeitig ablaufenden Ungarnkrise.

2.1 Das Ende der Imperien: Hier wird der Zerfall des europäischen Kolonialsystems und das schwindende Selbstverständnis Großbritanniens als imperiale Großmacht thematisiert.

2.2 Der Aufstieg des arabischen Nationalismus und der Freiheitsbewegungen: Das Kapitel beschreibt die wachsende Skepsis Ägyptens gegenüber westlichen Versprechungen und die Entstehung der Bewegung der Blockfreien als Reaktion auf koloniale Erfahrungen.

3. Die US-Interessen im Nahen Osten und Sues: Der Hauptteil analysiert die strategische Rolle der USA im Nahen Osten unter dem Schlagwort der „Grand Arena“ und das Ziel, die Region unter amerikanische Kontrolle zu bringen.

3.1 Die Begrenzung der traditionellen Mächte: Der Fokus liegt auf der Distanzierung der USA von den kolonialen Alleingängen Großbritanniens und Frankreichs sowie dem ausgeübten diplomatischen Druck.

3.2 Die Begrenzung der Sowjetischen Einflusssphäre: Das Kapitel behandelt die Konfrontation zwischen den USA und der Sowjetunion sowie die amerikanische Entschlossenheit, eine sowjetische Ausdehnung im Nahen Osten militärisch zu verhindern.

3.3 Die Begrenzung der Befreiungsbewegungen und der Sturz Nassers: Hier werden die ambivalenten Beziehungen der USA zu Nasser und das Ziel untersucht, Ägyptens Einfluss durch wirtschaftliche und politische Manöver zu begrenzen.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die USA als strategische Gewinner der Sueskrise hervorgingen, indem sie das Erbe der europäischen Kolonialmächte antraten und ihre Führungsposition festigten.

Schlüsselwörter

Sueskrise, USA, Sowjetunion, Gamal Abdel Nasser, Kalter Krieg, Naher Osten, Kolonialismus, Geopolitik, Dwight D. Eisenhower, Blockfreie Staaten, Suezkanal, Strategie, Hegemonie, Antikolonialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Sueskrise von 1956 als einen Wendepunkt in der globalen Machtpolitik, bei dem die USA eine entscheidende Rolle bei der Verdrängung der ehemaligen europäischen Kolonialmächte spielten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Ende des europäischen Kolonialismus, den Aufstieg des arabischen Nationalismus unter Nasser und die strategische Neupositionierung der USA und der Sowjetunion im Nahen Osten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Haltung der USA während der Krise zu beurteilen und die leitenden Interessen und Motive zu identifizieren, die hinter dem amerikanischen Handeln gegenüber ihren Verbündeten und den Kontrahenten im Kalten Krieg standen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche sowie der Analyse exemplarischer Primärquellen aus US-Beständen, um die geopolitischen Überlegungen der Zeit nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Begrenzung traditioneller europäischer Mächte, die Abwehr sowjetischer Einflussnahme sowie den Umgang der USA mit nationalen Befreiungsbewegungen und dem ägyptischen Präsidenten Nasser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Sueskrise, Geopolitik, Kalter Krieg, US-Interessen, Dekolonisierung und hegemoniale Ambitionen kennzeichnen.

Wie reagierte die US-Administration auf das geheime Vorgehen von Großbritannien, Frankreich und Israel?

Präsident Eisenhower fühlte sich bewusst hintergangen und reagierte mit scharfer öffentlicher Verurteilung sowie massivem diplomatischem und wirtschaftlichem Druck, um die militärische Intervention der Verbündeten zu beenden.

Wie bewertet der Autor den Ausgang der Sueskrise für die USA?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die USA strategisch als Sieger hervorgingen, da sie es schafften, die europäische Dominanz abzulösen und zur neuen entscheidenden Macht im Nahen Osten aufzusteigen.

Welche Rolle spielte die Sowjetunion in den Überlegungen Eisenhowers?

Die Sowjetunion wurde als eine reale militärische Bedrohung wahrgenommen, wobei Eisenhower sogar bereit war, im Falle einer sowjetischen Einmischung militärische Konfrontationen, bis hin zu atomaren Szenarien, in Betracht zu ziehen.

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Details

Title
Der Krieg um den Sueskanal. Die Sueskrise im Spiegel der bipolaren Weltordnung nach 1945
College
University of Linz  (Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte)
Grade
1,0
Author
Christoph Helberger (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V352694
ISBN (eBook)
9783668389168
ISBN (Book)
9783668389175
Language
German
Tags
Suez Sues Bipolare Weltordnung Postkolionalismus Geschichte des Staates Israel Kalter Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Helberger (Author), 2016, Der Krieg um den Sueskanal. Die Sueskrise im Spiegel der bipolaren Weltordnung nach 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/352694
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