In dieser Arbeit wird besprochen, wie sich der Alexanderplatz nach seinem Umbau in den 2000er Jahren überirdisch verändert hat, wie es zu den Umbauarbeiten gekommen ist und welche Folgen diese für die Stadt und für die Stadtbewohner bedeutet haben.
Berlin ist eine Stadt die sich im Laufe der Zeit häufig Veränderungen hingegeben hat, seien diese durch politische oder ästhetische Gründe motiviert worden. Veränderungen in der Architektur führen so wie Veränderungen anderer Art zu einer anderen Wahrnehmung des Umfeldes, so wie auch zu inneren Umschichtungen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gründe für den Umbau
2.1 Das Image des Umbaus
3. Vor dem Umbau
4. Die Veränderungen
4.1 Freie Flächen
4.2 Vorteile des Entwurfes
4.3 Das neue Gesicht des Platzes
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die räumlichen Veränderungen des Berliner Alexanderplatzes nach dessen Umbau in den 2000er Jahren, analysiert die Beweggründe für die städtebauliche Neugestaltung und bewertet die daraus resultierenden Folgen für die Stadt und deren Bewohner.
- Historischer Kontext und Wiedervereinigung als Impulsgeber
- Analyse des städtebaulichen Ideenwettbewerbs von 1993
- Wandel des Alexanderplatzes vom „Unort“ zum zentralen Verkehrsknotenpunkt
- Neugestaltung der Freiflächen und architektonische Entwicklung
- Soziale und städtebauliche Identitätsfindung des Platzes
Auszug aus dem Buch
2. Gründe für den Umbau
Der im Jahr 1993 ins Leben gerufene Wettbewerb zur Umgestaltung des Alexanderplatzes hatte zum Ziel, die vorhandenen Entwicklungs- und Flächenpotenziale des Platzes und der Bereiche rund um den Platz auszuschöpfen. „Der Alexanderplatz soll – neben den Bereichen Breitscheidplatz, Dorotheen- und Friedrichstadt – als bestehender Zentrumskern mit Gebäuden des Einzelhandels und des Wohnens verdichtet und städtebaulich gefasst werden.“
Neben den vorhergesehenen räumlichen Vorteilen der Umbauten, leiteten ebenfalls ideologische Ziele das Vorhaben. Eines der Ziele des Senates in Berlin war es, den Alexanderplatz zu einem „Symbol für die innere und identifikatorische Vereinigung der Berliner“ zu avancieren. Der Alexanderplatz ist auf der einen Hand mustergültig für Berlin, auf der anderen Hand ist er aufgrund seiner Geschichte ein einzigartiger Platz. Die Besonderheiten des Platzes äußern sich nicht nur über seine bewegte Geschichte, sondern unter anderem auch durch die außergewöhnliche Strukturierung seines Umfeldes. Aus sozialen Aspekten der Strukturierung gefolgert, bestehen nach wie vor hohe Widersprüchlichkeiten in Bezug auf das Vorhandensein von armen, sowie wohlhabenden Anrainern um den Platz.
Ebenfalls macht der Alexanderplatz stellvertretend für Berlin klar, dass er sich einer eindeutigen Identität nicht bewusst ist. Dies wird vor allem über die häufig stattfindenden Umbauten der letzten Jahre deutlich, die sein Aussehen oft grundlegend verändert haben. Seine Einzigartigkeit entsteht „mit der Radikalität, mit der er sein städtebauliches und architektonisches Gesicht in den letzten hundert Jahren immer wieder wandelte [...]“ Damit „[...] steht er symptomatisch für eine Stadt, deren einziges Kontinuum die Transformation zu sein scheint.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der baulichen Veränderungen des Alexanderplatzes nach der Wende ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2. Gründe für den Umbau: Hier werden die ideologischen und städtebaulichen Motive beleuchtet, die nach 1993 zu einem internationalen Wettbewerb und der Suche nach einer neuen Identität des Platzes führten.
2.1 Das Image des Umbaus: Dieser Abschnitt beschreibt, wie der Alexanderplatz nach der Wiedervereinigung von einem positiv belegten DDR-Zentrum zu einem kritisch betrachteten „Unort“ umgedeutet wurde.
3. Vor dem Umbau: Das Kapitel skizziert den Zustand des Alexanderplatzes vor der Umgestaltung und stellt fest, dass er historisch nie die Funktion eines klassischen Marktplatzes erfüllte.
4. Die Veränderungen: Hier werden die ab der Jahrtausendwende realisierten Bauprojekte wie das Alexanderhaus, das CUBIX und das ALEXA detailliert dargestellt.
4.1 Freie Flächen: Dieses Kapitel erläutert die Neugestaltung der begehbaren Flächen, inklusive der finanziellen Aufwendungen und der gewählten Materialwahl.
4.2 Vorteile des Entwurfes: Hier wird analysiert, warum das stufenweise Realisierungskonzept des Entwurfs von Kollhoff und Timmermann als großer Vorteil für die Umsetzbarkeit gilt.
4.3 Das neue Gesicht des Platzes: Das abschließende Kapitel beschreibt die heutige Rolle des Platzes als Verkehrsknotenpunkt und Treffpunkt für diverse gesellschaftliche Gruppen.
Schlüsselwörter
Alexanderplatz, Städtebau, Umbau, Berlin, Architektur, Stadtentwicklung, Ideenwettbewerb, Identität, Metropole, Freiraumplanung, Transformation, Wiedervereinigung, Infrastruktur, Einzelhandel, Stadtbewohner
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der städtebaulichen und räumlichen Transformation des Berliner Alexanderplatzes nach der Wiedervereinigung und dem großen Umbau in den 2000er Jahren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Einordnung des Platzes, die Motivation für städtebauliche Wettbewerbe und der Wandel der Platznutzung durch architektonische Großprojekte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie die Umbaumaßnahmen das Erscheinungsbild und die soziale Wahrnehmung des Platzes in Berlin nachhaltig verändert haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse stadtplanerischer Dokumente, Wettbewerbsbeschreibungen sowie zeitgenössischer Architektur- und Sozialstudien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Umbaugründe, eine Bestandsaufnahme des Platzes vor der Sanierung und eine detaillierte Dokumentation der baulichen Veränderungen bis in die 2010er Jahre.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Alexanderplatz, Städtebau, Transformation, Identität und Stadtentwicklung beschreiben.
Warum wird der Alexanderplatz als „Unort“ bezeichnet?
In den neunziger Jahren wurde der Platz von Planern aufgrund seiner Weite und der sozialistischen Architektur abwertend als „Unort“ sozialistischer Fehlplanung eingestuft.
Welchen Einfluss hatte der Ideenwettbewerb von 1993 auf das heutige Bild?
Obwohl die ursprünglichen Pläne für zehn Hochhäuser nicht vollständig umgesetzt wurden, legte der Wettbewerb die städtebauliche Richtung für die schrittweise Umstrukturierung und die heutigen Bebauungspläne fest.
Welche Rolle spielt der Platz heute im Berliner Verkehrsnetz?
Er fungiert als hochfrequentierter Verkehrsknotenpunkt für Regionalzüge, S-Bahnen, U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen mit täglich über 120.000 Passagieren.
- Arbeit zitieren
- Markus Schmidt (Autor:in), 2014, Berlin Alexanderplatz. Die räumlichen Änderungen nach seinem Umbau, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/352353