Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › BWL - Bank, Börse, Versicherung

Darstellung und kritische Analyse von Maßnahmen zur Steuerung der Liquidity Coverage Ratio

Titel: Darstellung und kritische Analyse von Maßnahmen zur Steuerung der Liquidity Coverage Ratio

Hausarbeit , 2016 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marvin Pauli (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die im Jahr 2007 einsetzende weltweite Finanzkrise stellte viele Banken vor existenzbedrohende Situationen. Hohe Fremdkapitalquoten, eine in Höhe und Qualität erodierende Eigenkapitalbasis und unzureichende Liquiditätspolster führten dazu, dass das gegenseitige Vertrauen in Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsausstattung an den Finanzmärkten verloren ging. Damit einhergehend bestand plötzlich nicht mehr die Möglichkeit, die benötigte Liquidität in gewohnt hohem Umfang zu vergleichsweise günstigen Konditionen kurzfristig zu refinanzieren, um somit die vielfach betriebene positive Fristentransformation aufrecht zu erhalten. Es entstand ein bisher unbekannter Engpass an Liquidität am Interbankengeldmarkt.

Um unter diesen extremen Bedingungen die Zahlungsbereitschaft von Kreditinstituten sicherzustellen, reagierten die Zentralbanken seinerzeit mit massiven Liquiditätshilfen sowie Zinssenkungen. Die Krise hat verdeutlicht, dass zusätzlich zum bestehenden aufsichtsrechtlichen Regelwerk weitere Instrumente zur Abfederung von weltweiten Liquiditätsschocks benötigt werden. Im Jahr 2010 verabschiedete der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht zur Stärkung der Finanzmärkte ein Reformpaket – auch unter dem Begriff Basel III bekannt – mit einer Reihe von globalen aufsichtsrechtlichen Anforderungen, unter anderem erstmals eine harmonisierte kurzfristige Mindestliquiditätsquote.

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, diese kurzfristige Mindestliquiditätsquote – auch als Liquidity Coverage Ratio bekannt und im weiteren Verlauf dieser Arbeit als LCR bezeichnet – im Wesentlichen vorzustellen, mögliche Maßnahmen zur Steuerung dieser Kennzahl abzuleiten und kritisch zu würdigen. Vor diesem Hintergrund wird die LCR im ersten Teil der Arbeit in ihren Grundzügen vorgestellt. Darauf aufbauend erfolgt im zweiten Teil eine kritische Analyse möglicher Steuerungsmaßnahmen, während im dritten Teil die Ergebnisse beurteilt und Empfehlungen für die Praxis gegeben werden. Schließlich endet die Arbeit mit einem Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Grundlagen und Wesensmerkmale der LCR

1.1 Rechtliche Grundlagen

1.2 Definition

1.3 Einzelne Parameter der Kennzahl

2 Kritische Analyse potentieller Maßnahmen zur LCR-Steuerung

2.1 Maßnahmen zur Steuerung des Liquiditätspuffers

2.2 Maßnahmen zur Steuerung der Mittelabflüsse

2.3 Maßnahmen zur Steuerung der Mittelzuflüsse

3 Handlungsempfehlungen für die LCR-Steuerung in der Praxis

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die kurzfristige Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) im Rahmen von Basel III vorzustellen sowie mögliche Maßnahmen zu ihrer Steuerung abzuleiten und kritisch zu würdigen.

  • Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen der LCR
  • Methoden zur Steuerung des Liquiditätspuffers (HQLA)
  • Analyse der Steuerungsmöglichkeiten für Mittelabflüsse und Mittelzuflüsse
  • Kritische Würdigung der Kosten-Nutzen-Aspekte von Steuerungsmaßnahmen
  • Handlungsempfehlungen für die praktische Umsetzung der LCR-Steuerung

Auszug aus dem Buch

1.2 Definition

Die LCR ist eine Mindestliquiditätsquote zur Regulierung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos. Als quantitativer aufsichtsrechtlicher Standard beschreibt diese das relative Verhältnis aus einem Liquiditätspuffer an hoch liquiden Aktiva - nachfolgend als HQLA bezeichnet - zu den Nettozahlungsmittelabflüssen eines Kreditinstitutes während einer aufsichtsrechtlich definierten Stressphase von 30 Kalendertagen.

Ziel der LCR ist es, die Widerstandskraft des Finanzsektors zu stärken. Dazu soll einerseits das kurzfristige Zahlungsunfähigkeitsrisiko von Kreditinstituten reduziert und andererseits übermäßige Rückgriffe auf die (Interbanken-) Marktliquidität eingedämmt werden.

Abbildung Nr. 1 zeigt, dass zur vollständigen Erfüllung der LCR-Kennzahl die erwarteten Nettozahlungsmittelabflüsse den Liquiditätspuffer an HQLA im 30-tägigen Stressszenario nicht überschreiten dürfen. Die erwarteten Nettozahlungsmittelabflüsse berechnen sich aus dem Saldo der erwarteten Zahlungsmittelabflüsse und der erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse. Letztere sind mit max. 75 % der Zahlungsmittelabflüsse anrechenbar, was zu einem mindestens vorzuhaltenden Liquiditätspuffer von 25 % führt. Die erwarteten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse werden im weiteren Verlauf der Arbeit vereinfachend als Mittelzu- und -abflüsse bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Hintergründe der Finanzkrise 2007 und die daraus resultierende Notwendigkeit für das neue regulatorische Rahmenwerk Basel III, insbesondere die Einführung der LCR.

1 Grundlagen und Wesensmerkmale der LCR: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen durch die CRR und DelVO sowie die mathematische Definition der Kennzahl und ihre wesentlichen Bestandteile wie HQLA und Nettozahlungsmittelabflüsse.

2 Kritische Analyse potentieller Maßnahmen zur LCR-Steuerung: Es werden verschiedene Instrumente untersucht, um durch die gezielte Beeinflussung von Liquiditätspuffer, Mittelab- und Mittelzuflüssen die Kennzahl zu optimieren.

3 Handlungsempfehlungen für die LCR-Steuerung in der Praxis: Hier werden praktische Empfehlungen gegeben, wie Kreditinstitute die LCR steuern können, unter Berücksichtigung von Kostenaspekten und der Notwendigkeit einer proaktiven Liquiditätsplanung.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die zukünftigen Herausforderungen für Kreditinstitute, insbesondere die Notwendigkeit, das Liquiditätsmanagement stärker mit der Geschäftssteuerung zu verzahnen.

Schlüsselwörter

LCR, Liquidity Coverage Ratio, Basel III, Liquiditätsrisiko, HQLA, Liquiditätspuffer, Mittelabflüsse, Mittelzuflüsse, Bankenregulierung, Gesamtbanksteuerung, Finanzkrise, Liquiditätsmanagement, CRR, DelVO, Bankenaufsicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und kritischen Analyse von Maßnahmen, mit denen Kreditinstitute ihre Liquidity Coverage Ratio (LCR) im Rahmen der Basel-III-Regulierungen aktiv steuern können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der LCR, der Aufbau des Liquiditätspuffers (HQLA), die Steuerung von Zahlungsmittelab- und -zuflüssen sowie die Kosten-Nutzen-Abwägung dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten zur Verbesserung der LCR abzuleiten und diese kritisch im Hinblick auf deren Kosten, Realisierbarkeit und Auswirkungen auf die Bankerträge zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie die Auswertung regulatorischer Vorgaben, um die Steuerungsmechanismen systematisch zu untersuchen und in einer Handlungsempfehlung zusammenzuführen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der LCR-Parameter und eine darauf aufbauende kritische Analyse potenzieller Steuerungsmaßnahmen in den Bereichen HQLA, Abflüsse und Zuflüsse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind LCR, Liquiditätsrisiko, HQLA, Basel III, Bankenregulierung und Gesamtbanksteuerung.

Welche Rolle spielt die Trennung von HQLA-Stufen?

Die Stufen 1, 2A und 2B definieren die Qualität und Liquidierbarkeit der Aktiva im Liquiditätspuffer, wobei jede Stufe spezifischen Anrechnungsfaktoren (Haircuts) und Strukturvorgaben unterliegt.

Wie lässt sich die LCR kurzfristig beeinflussen?

Die LCR kann kurzfristig durch die Anpassung der HQLA-Bestände (z.B. Erwerb hochliquider Aktiva) oder die gezielte Steuerung von Mittelzuflüssen (z.B. durch kurzfristige Finanzgeschäfte) verbessert werden.

Warum ist eine Übererfüllung der LCR oft ratsam?

Aufgrund der täglichen Erfüllungspflicht und der Unvorhersehbarkeit von Kundenverhalten und Marktschwankungen dient ein zusätzlicher Puffer als Frühwarnschwelle, um ungewollte Unterschreitungen der gesetzlichen Mindestquote zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Darstellung und kritische Analyse von Maßnahmen zur Steuerung der Liquidity Coverage Ratio
Note
1,7
Autor
Marvin Pauli (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V352158
ISBN (eBook)
9783668386839
ISBN (Buch)
9783668386846
Sprache
Deutsch
Schlagworte
LCR Liquidity Coverage Ratio Liquiditätskennzahl Mindestliquiditätskennzahl Mindestliquiditätskennziffer Mindestliquiditätsanforderung Basel III Liquiditätsquote Liquiditätsanforderung Banken Liquiditätskennziffer Mindestliquiditätsquote
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marvin Pauli (Autor:in), 2016, Darstellung und kritische Analyse von Maßnahmen zur Steuerung der Liquidity Coverage Ratio, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/352158
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum