Eine der wichtigsten Aufgaben des Menschen ist es Probleme zu lösen. Nahezu jeder Vorgang stellt ein Problem dar, welches gelöst werden sollte. Dies kann persönliche Bedürfnisse wie Hunger, Schlaf, Kommunikation oder aber auch berufliche Projekte wie die Entwicklung oder Verbesserung eines neuen Produkts betreffen. Kreativität spielt eine entscheidende Rolle im Prozess der Problemlösung und kann gezielt eingesetzt werden um neue Denkansätze zu generieren und Ideen oder Verbesserungen zu entwickeln.
Hierfür sind Kreativitätstechniken unerlässlich und ermöglichen es dem Menschen gezielt, aus alten Denkmustern auszubrechen und neue Lösungsansätze zu definieren. Differenziert wird zwischen assoziativen Kreativitätstechniken und analytischen Kreativitätstechniken1, welche es innerhalb der unterschiedlichen Phasen des kreativen Prozesses zu kombinieren gilt. Gerade das ist es, was am Ende eine besonders gute Idee und die damit in Zusammenhang stehende Leistung auszeichnet. Letzten Endes soll das Ziel nicht nur eine mögliche Ideenfindung, sondern auch eine Realisierung der Idee sein.
Welche Rolle haben Kreativitätstechniken? Wie setzt man diese am effizientesten ein? Hierbei gilt es insbesondere zu verstehen, wie der kreative Denkprozess abläuft und welche Denkparadigmen der Mensch sein eigen nennt. Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen, welche Kreativitätstechniken eingesetzt werden können. Hierbei gilt es insbesondere zwischen analytischen (konvergenten) Denkansätzen und assoziativen (divergenten) Denkansätzen zu differenzieren und die Unterschiede zu verstehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Definition von Kreativität
2.2 Die Rolle des Menschlichen Gehirns
2.3 Der kreative Denkprozess
3. Kreativitätstechniken
3.1 Analytische Kreativitätstechniken
3.1.1 Morphologischer Kasten
3.1.2 Kopfstandtechnik
3.2 Assoziative Kreativitätstechniken
3.2.1 Brainstorming
3.2.2 Mindmapping
4. Schluss
4.1 Resümee
4.2 Kritische Auseinandersetzung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Rolle und effiziente Anwendung von Kreativitätstechniken zu beleuchten, indem sie den zugrundeliegenden kreativen Denkprozess analysiert und zwischen analytischen sowie assoziativen Methoden differenziert.
- Grundlagen der Kreativität und die neurologischen Voraussetzungen beim Menschen
- Phasen des kreativen Denkprozesses nach Graham Wallas
- Einsatz und Funktionsweise analytischer Kreativitätstechniken am Beispiel des Morphologischen Kastens und der Kopfstandtechnik
- Methodik assoziativer Kreativitätstechniken wie Brainstorming und Mindmapping
- Abgrenzung von konvergenten und divergenten Denkansätzen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Morphologischer Kasten
Der morphologische Kasten oder auch morphologische Matrix genannt, ist eine analytische Kreativitätstechnik zur Lösungsfindung einer Problemstellung über die bereits Wissen angesammelt wurde. Die Kreativitätstechnik ist in Phase zwei und drei des kreativen Prozesses nach Wallas einzuordnen. Eine mehrdimensionale Matrix stellt die Abhängigkeit verschiedener Parameter dar, welche in beliebigen Parameterausprägungen kombiniert werden können. So kann zum Beispiel bei der Entscheidungsfindung nach einer Wurstart am Schnellimbiss der Parameter „Fleischtyp“, welcher die Parameterausprägung „Rind“, „Schwein“ und „Geflügel“ beinhaltet, mit den Parametern „Zubereitungsform“ und „Zubereitungsart“ kombiniert werden, um alle möglichen Fälle abzubilden. Die Methode eignet sich insbesondere für den Einstieg in die Kreativitätstechnik und bietet einen guten grafischen Überblick über alle Lösungsmöglichkeiten. Wichtig hierbei ist es, dass alle Parameter unabhängig zueinander sind und es keine Einschränkungen gibt. Außerdem sollten die Parameterausprägungen so gewählt sein, dass sie ein breites Spektrum aller Möglichkeiten abdecken, sich aber dennoch auf das Wesentliche konzentrieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemlösung als menschliche Kernaufgabe ein, begründet die Notwendigkeit von Kreativitätstechniken und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier werden der Begriff Kreativität, die neurologischen Grundlagen nach den Modellen von Sperry und MacLean sowie das Phasenmodell des kreativen Denkprozesses nach Graham Wallas dargestellt.
3. Kreativitätstechniken: Dieser Teil differenziert zwischen analytischen Techniken wie dem Morphologischen Kasten und der Kopfstandtechnik sowie assoziativen Methoden wie Brainstorming und Mindmapping.
4. Schluss: Der abschließende Teil fasst die Erkenntnisse zusammen und bietet eine kritische Auseinandersetzung mit der Auswahl der Methoden und der neurologischen Fundierung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Kreativität, Kreativitätstechniken, Problemlösung, Analytische Kreativitätstechniken, Assoziative Kreativitätstechniken, Morphologischer Kasten, Kopfstandtechnik, Brainstorming, Mindmapping, Denkprozess, Konvergent, Divergent, Gehirnmodelle, Innovation, Ideenfindung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Kreativitätstechniken als Werkzeuge zur strukturierten Problemlösung und Ideenentwicklung eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die neurologischen Grundlagen der Kreativität, das Phasenmodell des Denkens sowie die praktische Anwendung von analytischen und assoziativen Kreativmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kreativitätstechniken effizient eingesetzt werden, und dabei die Unterschiede zwischen konvergenten (analytischen) und divergenten (assoziativen) Denkansätzen verständlich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und stellt etablierte Kreativitätsmodelle sowie spezifische Techniken zur Anwendung in Studium und Beruf vor.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden nach einer Einführung in die Gehirnmodelle und den kreativen Prozess konkrete Techniken wie der Morphologische Kasten, die Kopfstandtechnik, Brainstorming und Mindmapping detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Kreativität, Problemlösung, morphologische Matrix, Kopfstandtechnik, Brainstorming, Mindmapping und das Phasenmodell nach Wallas.
Was unterscheidet den Morphologischen Kasten von einem Brainstorming?
Während der Morphologische Kasten eine analytische, strukturierte Matrix zur systematischen Kombination von Parametern ist, setzt Brainstorming auf die assoziative, freie Sammlung von Ideen in einer Gruppe.
Warum wird das Modell von Roger W. Sperry kritisch betrachtet?
Das Modell wird in der Arbeit als veraltet eingestuft, da die moderne Hirnforschung keine so strikte Trennung der kognitiven Fähigkeiten in zwei Gehirnhälften mehr stützt, es dient jedoch weiterhin der anschaulichen Einordnung kreativer Prozesse.
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- Leon Gregori (Author), 2015, Kreativitätstechniken. Kreativität im Prozess der Problemlösung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/352059