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Die Europäische Währungsunion aus Sicht des Soziologischen Institutionalismus

Titel: Die Europäische Währungsunion aus Sicht des Soziologischen Institutionalismus

Hausarbeit , 2002 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marc Philipp (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach der Bargeldeinführung am 1. Januar 2002 ist der Euro seit dem 1. März in zwölf der 15 EU-Staaten das einzig offiziell gültige Zahlungsmittel. Trotz anfänglicher Skepsis in der Bevölkerung und Problemen mit der Einhaltung der Konvergenzkriterien traten 1999 11 Staaten der dritten Stufe der Europäischen Währungsunion (EWU) bei. Auffällig hierbei war, daß nur zwei der drei größten und wirtschaftlich bedeutendsten EU-Mitgliedsstaaten, nämlich Deutschland und Frankreich, sich 1999 für die Einführung des Euro entschieden haben, während England trotz Erfüllung der Konvergenzkriterien der EWU vorerst nicht beitreten wollte. Ziel dieser Hausarbeit ist es, zu untersuchen, warum Deutschland und Frankreich der dritten Stufe der EWU beigetreten sind, England aber nicht. Als Perspektive zur Beantwortung dieser Fragestellung dient der Soziologische Institutionalismus, der die Identitäten und Interessen der jeweiligen Länder als Ursache für ihr außenpolitisches Handeln, also ihre Entscheidung für bzw. gegen den Euro heranzieht. Punkt zwei stellt dabei die wichtigsten Aspekte des Soziologischen Institutionalismus vor, der als Grundlage zur Beantwortung der Fragestellung dient. Um einen Überblick über die Entwicklung und das Zustandekommen der EWU zu bekommen, werden unter Punkt drei der Weg nach Maastricht, der Inhalt des Vertrages und die drei Stufen zur EWU kurz skizziert. Punkt vier hat schließlich die drei Länder England, Deutschland, Frankreich und ihren Beitritt bzw. Ablehnung der EWU zum Gegenstand. 4.1 untersucht Englands Haltung zu Europa und seine Identität und analysiert, warum London der dritten Stufe der EWU vorerst nicht beigetreten ist. Unter 4.2 wird der Blick auf Deutschland gerichtet und analysiert, warum Deutschland trotz der Stellung der D-Mark als europäische Leitwährung der dritten Stufe nicht nur beigetreten ist, sondern als Architekt der EWU die Konvergenzkriterien und die Strukturen der EZB maßgeblich mitgestaltet hat. Den Beitritt Frankreichs gilt es unter 4.3 zu untersuchen, wobei hierbei zum einen auf die Haltung der Sozialisten und der Gaullisten einzugehen ist, zum anderen aber auch auf das deutsch-französische Verhältnis im Hinblick auf EWU.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Soziologische Institutionalismus

III. Die Entstehung der Europäische Währungsunion

IV. Der Euro aus Sicht der nationalen Identitäten in England, Deutschland und Frankreich

4.1 England: Der Euro gegen die „Englishness“

4.2 Deutschland: Zwischen Euro und D-Mark

4.3 Frankreich: Der Euro und das französische Verhältnis zu Deutschland

V. Schlußbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die unterschiedlichen Entscheidungen Deutschlands, Frankreichs und Englands hinsichtlich ihres Beitritts zur dritten Stufe der Europäischen Währungsunion (EWU) zu analysieren. Dabei wird der Soziologische Institutionalismus als theoretische Perspektive genutzt, um zu untersuchen, wie nationale Identitäten und Interessen das außenpolitische Handeln der jeweiligen Staaten maßgeblich beeinflusst haben.

  • Analyse des Soziologischen Institutionalismus als theoretische Grundlage.
  • Untersuchung der Entstehung und des Inhalts der EWU sowie des Vertrags von Maastricht.
  • Vergleich der nationalen Identitäten und deren Einfluss auf die Entscheidung zur Währungsunion in England, Deutschland und Frankreich.
  • Herausarbeitung der Bedeutung von Währungen (D-Mark vs. Pfund) als Symbole nationaler Identität.
  • Bewertung des Einflusses des deutsch-französischen Verhältnisses auf den Integrationsprozess.

Auszug aus dem Buch

4.1 England: Der Euro gegen die „Englishness“

Bei der Unterzeichnung des Vertrages von Maastricht im Jahre 1992 behielt sich die britische Regierung vor, erst 1999 über den englischen Beitritt zur EWU zu entscheiden. Die Tory-Regierung unter der Führung des damaligen Premierministers John Major wollte mit diesem Vorbehalt die ca. 200.000 konservativen Euro-Skeptiker in der eigenen Partei befrieden und einer drohenden Spaltung der Tories zuvorkommen. Die damalige Opposition, vertreten durch die Labour-Partei, warf der Regierung vor, durch ihre Politik England in der EU zu isolieren, obwohl 84,4 Prozent der Bevölkerung den Euro ablehnten. Nach dem Regierungswechsel im Mai 1997 wurde die britische Entbindung von der automatischen Teilnahmepflicht an der EWU von der neu gewählten Labour-Regierung unter der Führung Tony Blairs jedoch nicht aufgehoben. Blair stellte klar, daß England an der dritten Stufe nicht teilnehmen, sondern die Entwicklung des Euro abwarten werde („wait and see“).

Die Argumente konservativer Euro-Gegner sowohl in der Labour- als auch in der Tory-Partei beziehen sich dabei auf die britische Identität. So würde die Einführung des Euro aus ihrer Sicht einen Verlust an Souveränität, Stolz und Unabhängigkeit bedeuten. Für konservative Briten wäre es unvorstellbar, wenn die Kontrolle der britischen Zentralbank in deutsche Hand gegeben würde, womit die weitreichenden Befugnisse der EZB mit Sitz in Frankfurt gemeint sind. Auch John Major fürchtete, daß die Autorität der nationalen Regierungen an Bedeutung verlieren könnte, weshalb er betonte, daß die EU eine Union souveräner Staaten sein müsse und kulturelle Traditionen und Differenzen erhalten bleiben müßten. Majors Argumente verdeutlichen, daß England die Europäische Union bejaht, einen Beitritt zur EWU jedoch ablehnt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung vor, warum Deutschland und Frankreich der EWU beigetreten sind, England hingegen nicht, und führt in die Methode des Soziologischen Institutionalismus ein.

II. Der Soziologische Institutionalismus: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus und analysiert, wie kollektive Identitäten und Normen das Handeln von Staaten prägen.

III. Die Entstehung der Europäische Währungsunion: Hier wird der historische Weg zur EWU nachgezeichnet, inklusive der Phasen der Integration und der Festlegung der Konvergenzkriterien.

IV. Der Euro aus Sicht der nationalen Identitäten in England, Deutschland und Frankreich: Dieser Hauptteil vergleicht die unterschiedlichen nationalen Identitätsdiskurse und deren Auswirkungen auf die jeweilige Haltung zur Einführung des Euro.

V. Schlußbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass nationale Identitäten und unterschiedliche Souveränitätsverständnisse die Hauptfaktoren für die divergierenden Beitrittsentscheidungen darstellen.

Schlüsselwörter

Soziologischer Institutionalismus, Konstruktivismus, Europäische Währungsunion, Nationale Identität, Souveränität, Deutschland, England, Frankreich, Maastricht-Vertrag, D-Mark, Pfund, EZB, Integration, Außenpolitik, Euro-Skepsis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Entscheidungen der drei größten EU-Staaten (Deutschland, Frankreich, England) bezüglich ihrer Teilnahme an der dritten Stufe der Europäischen Währungsunion (EWU).

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Soziologische Institutionalismus als theoretischer Rahmen, die Entstehung der Währungsunion sowie der Einfluss nationaler Identitäten und Souveränitätsdiskurse auf die europäische Integration.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu erklären, warum Deutschland und Frankreich der EWU beigetreten sind, England trotz Erfüllung der Kriterien jedoch eine ablehnende Haltung einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt den Soziologischen Institutionalismus (einen konstruktivistischen Ansatz), bei dem staatliches Handeln nicht nur als rationale Kosten-Nutzen-Analyse, sondern primär als Ausdruck kollektiver Identitäten und Normen verstanden wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die nationalen Kontexte: Englands Verteidigung der "Englishness", Deutschlands Rolle als Architekt der EWU zur Überwindung seiner Vergangenheit und Frankreichs Strategie der Einbindung Deutschlands.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie nationale Identität, D-Mark-Patriotismus, Souveränitätsverlust, Europäisierung und Konstruktivismus charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die deutsche Haltung zum Euro von der englischen?

Während England den Euro als Bedrohung für Souveränität und die nationale Identität (Pfund) sah, nutzte Deutschland den Euro, um seine europäische Integration irreversibel zu machen und einen Gegenentwurf zur nationalsozialistischen Vergangenheit zu schaffen.

Welche Rolle spielt die D-Mark in der deutschen Identitätsfindung nach 1945?

Die D-Mark war das Symbol des Wirtschaftswunders und zentraler Bestandteil der deutschen Nachkriegsidentität, weshalb ihre Aufgabe zugunsten des Euro für die Bevölkerung eine enorme psychologische Herausforderung darstellte.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Europäische Währungsunion aus Sicht des Soziologischen Institutionalismus
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,7
Autor
Marc Philipp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
19
Katalognummer
V34797
ISBN (eBook)
9783638349185
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europäische Währungsunion Sicht Soziologischen Institutionalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Philipp (Autor:in), 2002, Die Europäische Währungsunion aus Sicht des Soziologischen Institutionalismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/34797
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Leseprobe aus  19  Seiten
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