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Das lyrische Ich im "Linden-Lied" Walthers von der Vogelweide

Über das mentalitätsgeschichtliche Ideal der hohen Minne

Titel: Das lyrische Ich im "Linden-Lied" Walthers von der Vogelweide

Hausarbeit , 2014 , 16 Seiten , Note: 6 (entspricht 1 in D)

Autor:in: Silvio Dohner (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Liebeslyrik des Mittelalters waren Blumen "Requisiten der Naturdarstellung". Oder sie symbolisierten den Verlust des Sommers und den Verdruss, den der Winter
bereitet. Je nach Liedkontext konnten die "bluomen" die Jahreszeit betonen oder den "locus amoenus" evozieren. Die Blumen standen für das Schöne an der Minne, für das
Seelenleben oder für die Sehnsucht des lyrischen Ich.

Ist es möglich, anhand des Topos' des Blumenbrechens zu ermitteln, wie das lyrische Ich zu deuten ist? Und wenn ja, was kann es und mentalitätsgeschichtlich über die den Wandel von Minne zu Liebe verraten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Liebe als Rose

2.1 Das Brechen einer Rose

2.2 Das liebende lyrische Ich

2.3 Deiktische Semantik

2.4 Liebe als Mentalitätsgeschichte

2.5 Liebe in der Ehe

3. Von Minne zu ‚Liebe‘

4. Ausblick

5. Von blauen Blumen und roten Rosen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht mentalitätsgeschichtlich, wie das lyrische Ich im Linden-Lied von Walthers von der Vogelweide das Ideal der hohen Minne reflektiert und inwiefern sich darin ein Wandel des Liebesverständnisses im Mittelalter manifestiert.

  • Die symbolische Bedeutung der Rose als Allegorie für die Gefühls- und Liebeswelt.
  • Die Rolle des lyrischen Ichs und die deiktische Semantik in mittelalterlicher Dichtung.
  • Mentalitätsgeschichtliche Einordnung der höfischen Liebe und Ehekonzepte.
  • Die Transformation vom höfischen Minne-Ideal hin zu einer individualisierten Liebeskonzeption.
  • Vergleichende Analyse des Blumen-Topos bis zur Romantik (Eichendorff).

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Brechen einer Rose

Das lyrische Ich in beiden Liedern, das die Metapher des Blumenbrechens aufnimmt, ist ein männliches. Die Lieder stammen aus dem 13. Jahrhundert. Sie sind somit dem Späten Minnesang zuzuordnen. Im Gegensatz dazu finden sich aus der Zeit des Klassischen Minnesangs bei ihrem bekanntesten Vertreter Walther von der Vogelweide zwar eine ähnliche Rosen-Allegorie, sie wird jedoch von einem weiblichen lyrischen Ich evoziert, die auch noch besonders speziell ist inmitten aller Ich-Sprecherinnen des Minnesangs:

Kaum eine andere Frau im Minnesang tritt nämlich so plastisch in Erscheinung wie die Ich-Sprecherin des Linden-liedes [...].

In der Kanzone mit dreizeiligen Stollen Walthers von der Vogelweide sind die Blumen bereits gebrochen; dâ mugent ihr vinden // schône beide // gebrochen bluomen unde gras. Im Gegensatz zu Wenzels Lied aber, ist die dargestellte Stimmung in Walthers Lied weniger gebieterisch, dafür umso heiterer: Der Gesang der Nachtigall hallt vor dem walde nach und lautmalerisch wohl auch der Gesang des Dichters vor seinem Publikum im tandaradei.

Die Ich-Sprecherin im Lied ist von der Liebe angetan, schwelgt in romantischer Tagträumerei. Nicht sie wurde gebrochen und schon gar nicht mit Gewalt, sondern der Bann der Unerreichbarkeit in der Minne: Ihr Geliebter darf nun mit den gebrochenen Blumen ein Bett für sie beide schaffen:

Dô hat er gemachet alsô rîche / von bluomen eine bettestat. / das wirt noch gelachet / innecliche, / kumt iemen an daz selbe pfat. / Bî den rôsen er wol mac, / tandaradei, / merken, wâ mirz houbet lac.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die symbolische Bedeutung von Blumen als Zeichen für Liebe und deren Rolle in der mittelalterlichen Liebeslyrik ein.

2. Die Liebe als Rose: Dieses Kapitel analysiert das Rosen-Symbol im Minnesang, die geschlechtsspezifische Sprecherposition und die Auswirkungen auf die höfische Liebeskonzeption.

3. Von Minne zu ‚Liebe‘: Hier wird der semantische Wandel von einer höfischen Minne-Konzeption hin zu einer individuelleren Liebesvorstellung diskutiert.

4. Ausblick: Der Ausblick beleuchtet die Kombination der semantischen Felder von Minne und Liebe sowie die Transformation des Blumen-Topos bis in die Romantik.

5. Von blauen Blumen und roten Rosen: Dieses abschließende Kapitel kontrastiert das mittelalterliche Rosen-Ideal mit der blauen Blume der Romantik am Beispiel von Eichendorff.

Schlüsselwörter

Minnesang, Walther von der Vogelweide, hohe Minne, Linden-Lied, Rosen-Allegorie, lyrisches Ich, Mentalitätsgeschichte, Blumenbrechen, deiktische Semantik, Liebeskonzeption, höfische Dichtung, Mittelalter, Romantik, Eichendorff, Symbolik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Blumen-Symbolik und der Darstellung des lyrischen Ichs im Linden-Lied von Walther von der Vogelweide im Kontext des mittelalterlichen Minnesangs.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der mentalitätsgeschichtlichen Einordnung der Liebe, der Bedeutung von Blumen-Metaphern, der Sprecherinstanz (lyrisches Ich) sowie der semantischen Entwicklung von Begriffen wie Minne und Liebe.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit fragt, was das lyrische Ich im Linden-Lied von Walthers von der Vogelweide über das Ideal der hohen Minne mentalitätsgeschichtlich verrät.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die philologische Textarbeit mit mentalitätsgeschichtlichen und rezeptionsästhetischen Ansätzen verbindet.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse des Rosen-Motivs, die Funktion der deiktischen Semantik bei der Konstituierung des lyrischen Ichs und den Wandel von der höfischen Utopie zur individuellen Liebeserfahrung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Minnesang, Walther von der Vogelweide, Blumen-Allegorie, Mentalitätsgeschichte, deiktische Semantik und der Bedeutungswandel des Liebesbegriffs.

Wie unterscheidet sich die Rolle des lyrischen Ichs bei Walther von der Vogelweide von der zeitgenössischen Konvention?

Walther nutzt das lyrische Ich, um sich von der Subjektivität als Dichter zu lösen und durch die fiktive weibliche Sprecherin das höfische Minne-Ideal in Richtung einer heiteren, gegenseitigen Liebe zu transformieren.

Welche Bedeutung kommt dem Vergleich mit Joseph von Eichendorff am Ende der Arbeit zu?

Der Vergleich verdeutlicht die historische Transformation: Während die Rose im Mittelalter ein integraler Bestandteil der Minne war, fungiert die blaue Blume der Romantik als Symbol für eine vom höfischen Kontext losgelöste, individuelle Sehnsucht.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das lyrische Ich im "Linden-Lied" Walthers von der Vogelweide
Untertitel
Über das mentalitätsgeschichtliche Ideal der hohen Minne
Hochschule
Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz)  (Philosophische Fakultät)
Note
6 (entspricht 1 in D)
Autor
Silvio Dohner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V345630
ISBN (eBook)
9783668355484
ISBN (Buch)
9783668355491
Sprache
Deutsch
Schlagworte
minne hohe minne walther von der vogelweide romantik blaue blume lyrisches Ich mediävistik liebeslyrik locus amoenus blumenbrechen kanzone mittelhochdeutsch Under der linden lindenlied
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silvio Dohner (Autor:in), 2014, Das lyrische Ich im "Linden-Lied" Walthers von der Vogelweide, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/345630
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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