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Markus 3, 13-19. Durchführung einer Exegese

Title: Markus 3, 13-19. Durchführung einer Exegese

Exegesis , 2007 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bernhard Stecher (Author)

Theology - Comparative Religion Studies

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Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es, die im Rahmen des Proseminars „Methoden der Exegese“ erlernten Arbeits- und Analysemethoden mithilfe der Sekundärliteratur anhand der Perikope Mk 3,13-19 (Die Wahl der Zwölf) eigenständig anzuwenden.

Die Jüngerthematik spielt im Rahmen des Markusevangeliums eine zentrale Rolle und weist ein deutliches Erzählungsgefälle auf, da die über die Jünger abgegebenen Urteile von sehr gegensätzlicher Natur sind. Im Rahmen der zu analysierenden Perikope werden zwölf von ihnen in die besondere Nachfolge berufen und mit besonderer Vollmacht betraut. Gnilka betrachtet die zwölf Auserwählten als „Keimzelle oder Stammväter der neuen Gemeinschaft“, deren Aufgabe darin besteht, „die Zeit Jesus mit der Zeit der Kirche zu verbinden“.

In einem ersten Schritt wird die übersetzte Textstelle aus Analysegründen in eine neue Form gebracht. Im Anschluss daran wird auf die Methoden der Textbeschreibung zurückgegriffen, wobei die Analyse der Story, die Analyse des Textes sowie die Analyse des Erzählvorgangs im Vordergrund des Erkenntnisinteresses stehen. Darüber hinaus wird die Texteinheit einem synoptischen Vergleich unterzogen, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der synoptischen Evangelien besser herausarbeiten zu können. Dieser Analyseschritt dient insbesondere dem Ziel, den theologischen Standpunkt bzw. das theologische Anliegen des Autors des Markusevangeliums näher zu bestimmen.

Mithilfe der Literarkritik und der Gattungsanalyse soll der Frage nachgegangen werden, ob die Perikope einen einheitlichen Text darstellt oder erst nachträglich in diese Form gebracht wurde. Darüber hinaus wird im Rahmen der Gattungsbestimmung die Frage fokussiert, ob eine Berufungsgeschichte vorliegt, da erste Leseeindrücke eine solche Annahme nahe legen. Anhand der Traditionskritik, die sich mit dem gesellschaftlichen und ideellen Hintergrund der damaligen Zeit auseinandersetzt, werden Schlüsselbegriffe der Textpassage auf ihre Verwendung und inhaltliche Ausrichtung geprüft.

Abschließend werden im Rahmen der Überlieferungsgeschichte und Redaktionskritik potentielle vormarkinische Einschübe und redaktionelle Veränderungen durch Markus nachgezeichnet sowie die zugrundeliegende Intention bei der Umgestaltung bzw. Erweiterung des Textes analysiert. Aufgrund der wenig gesicherten Erkenntnisse im Hinblick auf vormarkinische Einschübe und Erweiterungen steht in diesem Analyseabschnitt die Auseinandersetzung mit der Redaktionskritik im Vordergrund.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Übersetzung, Neuschreibung und erste Textabgrenzung von Mk 3,13-19

2. Textbeschreibung

2.1 Analyse der Story

2.2 Analyse des Textes

2.3 Analyse des Erzählvorganges

3. Synoptischer Vergleich

3.1 Gemeinsamkeiten und zentrale Unterschiede zwischen Mt, Mk und Lk

3.2 Vergleich mit Mt 10,1-4

3.3 Vergleich mit Lk 6,12-16

4. Literarkritik

5. Gattungsanalyse

6. Traditionskritik

7. Überlieferungsgeschichte und Redaktionskritik

8. Historische Beurteilung: Vor- oder nachösterlich?

Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die im Proseminar "Methoden der Exegese" erlernten Analyseinstrumente eigenständig auf die Perikope Mk 3,13-19 anzuwenden, um das theologische Anliegen des Markusevangeliums und die historische Entstehung des Zwölferkreises zu ergründen.

  • Analyse der Perikope Mk 3,13-19 unter Anwendung exegetischer Methoden.
  • Synoptischer Vergleich zur Identifikation theologischer Akzentverschiebungen.
  • Literarkritische und gattungsanalytische Untersuchung auf Textschichten und Intention.
  • Traditionskritische Prüfung zentraler Motive und Begriffe wie "Zwölf" und "Apostel".
  • Historische Beurteilung der Vor- bzw. Nachösterlichkeit des Zwölferkreises.

Auszug aus dem Buch

2.2 Analyse des Textes

Analysiert man die Perikope aus narratologischer Perspektive, so ist festzustellen, dass die Texteinheit von der Grundstruktur weitgehend linear aufgebaut ist. Allerdings wird dem Leser durch die nahezu wörtliche Wiederholung der Einsetzung der Zwölf (Mk 3,16a „und er bestellte die Zwölf“) der Eindruck vermittelt, dass an dieser Textstelle ein ungewöhnlicher Bruch, in der ansonsten chronologisch aufgebauten Texteinheit, vorliegt. Am Ende der Perikope benutzt Markus eine interne Prolepse (Vorblende), welche die Rolle des Judas als Verräter vorwegnimmt. Das Erzähltempo ist hoch, da die Wahl und Ernennung der zwölf Jünger summarisch dargestellt wird. Aufgrund der fehlenden Figurenrede sowie der Weglassung von Details – abgesehen von den beiden „Spitznamen“ bzw. charakterisierenden Beinamen Simon der Kananäer und Judas Iskariot – weist der Text eine große Distanz auf und vermittelt somit nicht das Gefühl, unmittelbar am Geschehen beteiligt zu sein. Darüber hinaus ist die Perikope perspektivisch durch Markus fokalisiert, der erzähltheoretisch einen auktorial-wissenden Gestus einnimmt. Direkte Charakterisierungen liegen in dieser Textpassage nicht vor. Gleiches gilt auch für indirekte Charakterisierungen in Form von Worten und Taten. Lediglich die Übertragung von neuen Namen für Simon, Jakobus und Johannes sowie die „Spitznamen“ für Simon, den Kananäer, und Judas Iskariot lassen Rückschlüsse auf die Charaktereigenschaften der beschriebenen Personen zu. Auf diesen Sachverhalt werde ich im Rahmen der Traditionskritik näher eingehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese stellt das Ziel der Arbeit dar, die Methoden der Exegese anhand von Mk 3,13-19 anzuwenden, und erläutert den methodischen Gang der Untersuchung.

1. Übersetzung, Neuschreibung und erste Textabgrenzung von Mk 3,13-19: Hier wird der griechische Text für die Analyse in eine strukturierte Form gebracht und textkritische Vorüberlegungen angestellt.

2. Textbeschreibung: Dieses Kapitel widmet sich der Analyse der Story, des Textes und des Erzählvorgangs, um die narrativen Strukturen zu erfassen.

3. Synoptischer Vergleich: Hier werden die Parallelen und Differenzen zwischen den Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas herausgearbeitet, um die spezifische Redaktion des Markus zu bestimmen.

4. Literarkritik: Durch die Suche nach Dubletten und Spannungen wird untersucht, ob die Perikope einen einheitlichen Text darstellt oder redaktionell bearbeitet wurde.

5. Gattungsanalyse: Dieses Kapitel prüft, inwiefern die Perikope dem Schema einer Berufungsgeschichte entspricht oder als Listen-Katalog zu klassifizieren ist.

6. Traditionskritik: Hier wird die geschichtliche Entwicklung und Bedeutung zentraler Motive, wie der Zahl Zwölf und der Begriffe "predigen" oder "Apostel", untersucht.

7. Überlieferungsgeschichte und Redaktionskritik: Dieser Abschnitt analysiert, wie Markus ein vormarkinisches Berichtsmaterial redaktionell mit seiner eigenen Intention verbunden hat.

8. Historische Beurteilung: Vor- oder nachösterlich?: Abschließend wird die forschungsgeschichtliche Debatte über die historische Realität des von Jesus berufenen Zwölferkreises erörtert.

Zusammenfassung: Die wichtigsten Ergebnisse der vorangegangenen Analyseschritte werden hier gebündelt und die Schlussfolgerungen zur Textgenese dargelegt.

Schlüsselwörter

Markusevangelium, Mk 3,13-19, Die Wahl der Zwölf, Exegese, Jüngerthematik, Gattungsanalyse, Synoptischer Vergleich, Literarkritik, Traditionskritik, Redaktionskritik, Zwölferkreis, Berufungsgeschichte, Textbeschreibung, Nachfolge, Vollmacht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Perikope Mk 3,13-19, in der die Berufung der zwölf Jünger durch Jesus geschildert wird, mittels wissenschaftlicher Methoden der Exegese.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Struktur des Textes, die Bedeutung der Jüngerauswahl, der Vergleich mit den anderen Evangelien sowie die Frage nach der historischen Herkunft des Zwölferkreises.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, durch die Anwendung methodischer Analyseschritte aufzuzeigen, wie Markus eine ihm vorgegebene Tradition redaktionell bearbeitet hat, um sein spezifisches theologisches Anliegen zu formulieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Methode, inklusive Textbeschreibung, synoptischem Vergleich, Literarkritik, Gattungsanalyse, Traditionskritik und Redaktionskritik.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der erzählerischen Ebene, einen Vergleich mit den Parallelen bei Matthäus und Lukas, eine kritische Hinterfragung der Textstruktur sowie eine Untersuchung der zugrunde liegenden Traditionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Zwölferkreis", "Redaktionskritik", "Gattungsschema der Berufungsgeschichte" und "Sendungsauftrag" definiert.

Warum wird die Einsetzung der Zwölf bei Markus als redaktionell bearbeitet eingestuft?

Die Analyse identifiziert innerhalb des Textes Dubletten, Spannungen und Widersprüche, die darauf hindeuten, dass verschiedene Textschichten kombiniert wurden, statt einen aus einem Guss stammenden Bericht vorliegen zu haben.

Wie bewertet die Arbeit das Problem der Judas-Iskariot-Erwähnung?

Die Nennung des Verrats wird als redaktionelle Vorblende des Evangelisten Markus interpretiert, um die Rolle des Judas bereits im Kontext seiner Berufung zu kontextualisieren.

Welche Rolle spielt die Zahl "Zwölf" in der Exegese dieser Perikope?

Die Zahl Zwölf wird nicht als zufällig erachtet, sondern als symbolischer Verweis auf die zwölf Stämme Israels, was die eschatologische Erwartung einer Neusammlung des Gottesvolkes unterstreicht.

Kann man historisch belegen, dass Jesus den Zwölferkreis einsetzte?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die historische Einsetzung zwar wahrscheinlich ist, eine exakte zeitliche Bestimmung innerhalb Jesu Wirken jedoch nicht mehr zweifelsfrei möglich ist.

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Details

Title
Markus 3, 13-19. Durchführung einer Exegese
Grade
1,3
Author
Bernhard Stecher (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V344822
ISBN (eBook)
9783668347533
ISBN (Book)
9783668347540
Language
German
Tags
Mk 3 Die Wahl der Zwölf Methoden der Exegese Jüngerthematik Evangelium Berufungsgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernhard Stecher (Author), 2007, Markus 3, 13-19. Durchführung einer Exegese, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/344822
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