Das Handout enthält Informationen zu Mörikes Biographie, zum Werk im Allgemeinen und zum Kontext der Elegie "Die schöne Buche". Überdies werden formale Analyseaspekte und Deutungsansätze des Gedichts aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Mörikes Leben
2. Mörikes Werk
3. Kontext der Elegie Die schöne Buche (1842)
4. Zum Gedicht
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Eduard Mörikes Elegie „Die schöne Buche“ auseinander. Dabei wird das Ziel verfolgt, das Gedicht in den Kontext von Mörikes Naturlyrik einzubetten, formale sowie inhaltliche Strukturen zu analysieren und zentrale Interpretationsansätze zu erarbeiten, um die poetologische Bedeutung des Werks zu entschlüsseln.
- Biografische Einordnung von Eduard Mörike
- Charakteristika der Mörikeschen Naturlyrik und Idyllendichtung
- Strukturanalyse und rhetorische Mittel des Gedichts
- Untersuchung der Rolle des lyrischen Ichs und Naturwahrnehmung
- Poetologische Einordnung als „Dinggedicht“ oder Idylle
Auszug aus dem Buch
3. Kontext der Elegie Die schöne Buche (1842)
Erstdruck 1847 im Norddeutschen Jahrbuch (ohne Vers. 13. und 14)
29. August 1842 schickt Mörike das Gedicht an seinen engsten Freund Wilhelm Hartlaub.
Bereits in einem Brief 10. Juni 1838 erwähnt Mörike das „Plätzchen“ an Hartlaub: „Statt eines förmlichen Glückwunschs zum Geburtstag will ich Dir ein kleines Abenteuer vertrauen das mir am späten Abend jenes Tags begegnete. Ich machte nemlich, um recht still an Dich zu denken, des Nachmittags einen Spaziergang in den Wald. Die Sonne schien und ein Gewitter das uns drohte, war ohne einen Tropfen Regen vorübergezogen. Ich weiß nicht hab ich Dir jene offene Stelle im Walde gezeigt wo einst ein See gelegen war? Jezt wächst ein schönes Gras darauf, das man nur eben frisch abgemäht hatte. Der Platz ist ein längliches Viereck, ein ziemlich vertieftes doch ganz ebenes Bette. An der vordern schmalen Seite, wo man herkommt, ist ein dammartig aufgeworfner, mit dichtem Moos überzogener Hügel, worauf die schönste Buche steht. Da sezt ich mich nieder, hing meinen Träumereien nach, indeß die Amsel musicirte, und zog zuletzt ein Buch, welches wir ehmals beide gleichsehr liebten.“
Mörike stellt sein Gedicht in die Tradition der Idylle. 1837/38 beschäftigte sich er verstärkt mit Theokritos. Unter Idyllen-Dichtung versteht Mörike „nicht allein ländliche Poesieen, sondern überhaupt dichterische Gemälde“ (1840).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Mörikes Leben: Dieses Kapitel bietet einen chronologischen Überblick über die wichtigsten biografischen Stationen Mörikes, von seiner Geburt und Ausbildung bis hin zu seiner Tätigkeit als Pfarrer und seinem Tod.
2. Mörikes Werk: Hier werden die wesentlichen Merkmale von Mörikes Schaffen dargelegt, insbesondere seine Naturlyrik, die Verwendung antiker Formen und die Bedeutung von Stimmung und Bildlichkeit in seiner Lyrik.
3. Kontext der Elegie Die schöne Buche (1842): Das Kapitel beleuchtet die Entstehungsgeschichte, den Briefwechsel zum „Plätzchen“ sowie die literarhistorische Einordnung des Werkes in die Tradition der Idylle.
4. Zum Gedicht: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Analyse der formalen Struktur, der rhetorischen Mittel und der inhaltlichen Entwicklung des Gedichts sowie zentrale Interpretationsansätze.
Schlüsselwörter
Eduard Mörike, Die schöne Buche, Naturlyrik, Elegie, Idylle, Dinggedicht, Lyrik, Literaturgeschichte, Naturerfahrung, Distichon, Naturphänomene, Einsamkeit, Poetologie, Wilhelm Hartlaub, Klassik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse von Eduard Mörikes Elegie „Die schöne Buche“ unter Berücksichtigung des biografischen Hintergrunds und des literarischen Kontexts.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Naturlyrik Mörikes, die Rezeption antiker Versformen, die Idyllendichtung und die spezifische Bedeutung von Raum und Zeit im Gedicht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Gedicht strukturell und inhaltlich zu erschließen und die poetologische Absicht Mörikes innerhalb seines Schaffens zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die textnahe Interpretation mit biografischen Kontextualisierungen verbindet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Skizze, eine Darstellung der poetischen Merkmale Mörikes, eine Kontextualisierung der Elegie und eine eingehende Analyse des Gedichttextes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Naturlyrik, Elegie, Idylle, Distichon und die Rolle des lyrischen Ichs.
Welche Bedeutung hat das „Plätzchen“ für das Gedicht?
Das „Plätzchen“ bildet den autobiografischen Realbezug, der in einem Brief an Wilhelm Hartlaub geschildert wird und die Grundlage für die naturmagische Atmosphäre des Gedichts legt.
Warum wird im Gedicht zwischen Präsens und Präteritum gewechselt?
Der Tempuswechsel markiert den Übergang von der bloßen Naturbeschreibung im ersten Teil (Präsens) zur retrospektiven Schilderung der persönlichen Begegnung des Ichs mit dem Ort im zweiten Teil (Präteritum).
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- Alexander Meyer (Author), 2014, Eduard Mörikes Elegie "Die schöne Buche". Analyse und Deutungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/344561