Der Text bespricht Arten von Hörschädigungen und definiert zunächst einmal den Begriff Hörschädigung und seine unterschiedlichen Bedeutungen für Medizin und Pädagogik.
Aus dem Inhalt:
-Aspelkte der Schwerhörigkeit;
-Definitionen;
-Versorgungsmöglichkeiten;
-Höranlagen;
-Cochlea Implantat
Inhaltsverzeichnis
1. Aspekte der Schwerhörigkeit
1.1 Definitionen
1.2 Arten der Schwerhörigkeit
1.2.1 Schallleitungsschwerhörigkeit
1.2.2 Schallempfindungsschwerhörigkeit
1.2.3 Kombinierte Schwerhörigkeit
1.3 Einteilung von Hörschädigung
2. Versorgungsmöglichkeiten
2.1 Hörgeräte
2.1.1 Hinter-dem-Ohr (HdO – Geräte)
2.1.2 Digitale Hörgeräte
2.1.3 Im-Ohr- Hörgeräte (IdO- oder IO-Geräte)
2.1.4 Hörbrillen
2.1.5 Taschenhörgeräte
2.2 Höranlagen
2.3 Cochlea Implantat
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene Formen von Hörstörungen sowie die Möglichkeiten ihrer technischen Versorgung und pädagogischen Einordnung. Ziel ist es, ein Grundverständnis für die klinische Klassifikation von Schwerhörigkeit zu schaffen und aufzuzeigen, wie Betroffene durch moderne Hilfsmittel in ihrer Teilhabe unterstützt werden können.
- Medizinische und pädagogische Definitionen von Schwerhörigkeit
- Klassifikation nach Schallleitungs-, Schallempfindungs- und kombinierter Schwerhörigkeit
- Verschiedene Hörgerätesysteme und deren Funktionsweisen
- Einsatz von Höranlagen in Bildungskontexten
- Bedeutung der Früherkennung und Frühförderung für die Sprachentwicklung
Auszug aus dem Buch
1.2.2 Schallempfindungsschwerhörigkeit
Diese Art von Schwerhörigkeit wird auch als Innenohrschwerhörigkeit oder als sensorineurale Schwerhörigkeit bezeichnet und geht aus pathologischen Veränderungen des cortischen Organs oder retrocochleär der nervalen Hörbahn hervor. Insofern existieren zwei unterschiedliche Formen: die sensorische (auch cochleäre) Schwerhörigkeit und die neurale (auch retrocochleäre) Schwerhörigkeit. Es kann aber auch eine Mischform auftreten. Bei der sensorischen (cochleären) Schwerhörigkeit ist das audiologische Merkmal das Recruitment (Leonhardt, 2010, 52f). Nach Kammerer (1988) ist das Recruitment ein „abnorm schneller Anstieg der Lautheitsempfindung“, das zu den überschwelligen pathologischen Reizerscheinungen gehört. Es bewirkt einen pathologischen Lautheitsausgleich. Bei der neuralen (retrocochleären) Schwerhörigkeit ist gegenteilig die abnorme auditive Ermüdung, auch pathologische Verdeckung genannt, der Fall. Hierbei kann der Betroffene den Nutzschall nicht vom Störfall unterscheiden. Eine Hörgeräteanpassung ist sehr schwierig, da Verzerrungen auftreten können, dennoch ist es möglich. Im Tonaudiogramm weisen Knochen- und Luftleitung denselben Tonverlust an, das bedeutet, dass keine Luftleitungs-Knochenleitungsdifferenz besteht. Der Tonverlust kann durch lautes Sprechen nicht behoben, jedoch mit einem angepassten Hörgerät, nach einer audiologischen Diagnose (LEONHARDT, ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aspekte der Schwerhörigkeit: Dieses Kapitel erläutert medizinische und pädagogische Definitionen von Hörschädigungen und differenziert zwischen verschiedenen Arten der Schwerhörigkeit anhand von audiometrischen Befunden.
2. Versorgungsmöglichkeiten: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene technische Hilfsmittel wie Hörgeräte, Höranlagen und das Cochlea-Implantat, die zum Ausgleich von Hörstörungen eingesetzt werden.
3. Fazit: Das Fazit unterstreicht die Relevanz der frühzeitigen Identifikation von Hörschädigungen und betont die Bedeutung einer inklusiven, unterstützenden Umgebung für die Entwicklung betroffener Kinder.
Schlüsselwörter
Schwerhörigkeit, Hörschädigung, Schallleitungsschwerhörigkeit, Schallempfindungsschwerhörigkeit, Tonaudiogramm, Hörgerät, Recruitment, Cochlea-Implantat, Höranlagen, Früherkennung, Pädagogik, auditive Wahrnehmung, Sprachförderung, Innenohrschwerhörigkeit, Teilhabe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die medizinischen Grundlagen von Hörstörungen sowie die technischen Möglichkeiten, diese durch Hörhilfen oder Implantate zu versorgen und Betroffene pädagogisch zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Klassifikation von Hörstörungen (Schallleitung, Schallempfindung), die technische Funktionsweise von Hörgeräten und die pädagogische Bedeutung der Frühförderung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist ein grundlegender Überblick über die verschiedenen Arten der Schwerhörigkeit und die therapeutisch-technischen Versorgungsmöglichkeiten für Betroffene.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf fachwissenschaftlicher Literatur sowie audiologischen Erkenntnissen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Formen der Schwerhörigkeit im Tonaudiogramm erklärt und anschließend technische Versorgungsmöglichkeiten wie HdO-Geräte, IdO-Geräte, CROS-Systeme, Höranlagen und das Cochlea-Implantat detailliert beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Schwerhörigkeit, Hörgerät, Schallempfindungsschwerhörigkeit, Cochlea-Implantat und pädagogische Hörgeschädigtenförderung charakterisieren.
Was unterscheidet die medizinische von der pädagogischen Sichtweise auf Schwerhörigkeit?
Während die Medizin Schwerhörigkeit primär als Symptom einer Funktionsstörung des Hörorgans betrachtet, fokussiert die Pädagogik stärker auf die Auswirkungen der Beeinträchtigung auf die auditive Wahrnehmung und die Sprachentwicklung des Individuums.
Warum ist das "Recruitment" bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit bedeutsam?
Das Recruitment ist ein diagnostisches Merkmal, das den abnorm schnellen Anstieg der Lautheitsempfindung beschreibt und die schwierige Anpassung von Hörgeräten bei dieser speziellen Störungsform erklärt.
Welchen Stellenwert nimmt die Früherkennung im Fazit ein?
Die Früherkennung wird als essenziell bewertet, da sie eine schnellere Versorgung ermöglicht und dem Kind eine altersgemäße Sprachentwicklung und bessere Integration in die Welt der Hörenden erlaubt.
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- Anonym (Author), 2014, Arten von Hörstörungen und Versorgungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/344305