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Die postmoderne Subversion eines Genres. Warum der Märchenfilm heute nur noch mit den Elementen der Parodie funktionieren kann

Titel: Die postmoderne Subversion eines Genres. Warum der Märchenfilm heute nur noch mit den Elementen der Parodie funktionieren kann

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Thomas Laschyk (Autor:in)

Filmwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit will zeigen, dass das Genre des Märchens in der Postmoderne sich insoweit gewandelt hat, dass es inzwischen unmöglich ist, ohne Verwendung von Ironie alle archetypischen Genremerkmale einzuhalten, ohne unfreiwillige Komik zu erzeugen, da sich die gesellschaftlichen Wertesysteme und die Reflexionsfähigkeit durch eine beständige Dekonstruktion des Märchen verändert haben.

Zuerst wird festgestellt, dass sich das Märchen historisch schon immer gewandelt hat, nicht nur auf einer semantischen Ebene, sondern auch in seinem Medium. Während die orale Tradition durch Menschen wie die Gebrüder Grimm und Perrault verschriftlich wurde, so vollzog das Märchen eine weitere Entwicklung mit dem Aufkommen des Films vor allem durch Walt Disney, der mit seinen Adaptionen so populär wurde, dass sie der neue Archetyp wurden.

Aus diesem Grund betrachtet diese Arbeit auch Filme, da die wesentlichen Genreveränderungen an diesen am besten abzulesen sind. Im Folgenden wird versucht, nachzuweisen, dass sich die moderne Märchenverfilmung der Parodie, Satire und Selbstironie bedienen muss, um überhaupt noch zu funktionieren. Zur Analyse werden die Filme „Shrek – der tollkühne Held“ von Dreamworks und „Enchanted“ von den Disney Studios herangezogen.

Wer heutzutage das Wort "Märchen" verwendet, verbindet damit eine von zwei Ideen: Einmal meint man damit eine Geschichte, die der Unwahrheit entspricht, sogar absichtlich zur Täuschung fabriziert worden ist. Die andere Bedeutung ist die "überlieferte Volkserzählung, in der übernatürliche Kräfte und Gestalten in das Leben der Menschen eingreifen und meist am Ende die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden."

Mit einem "märchenhaften" Erlebnis oder einer "Märchenhochzeit" verknüpft man Vorstellungen einer perfekten, idyllischen und romantischen Situation, in einem durchaus positiven, nicht ironischen und erstrebenswerten Sinn. In unserem Kulturkreis existieren also gleichzeitig und parallel zwei unterschiedliche Konzepte hinter der Bedeutung des Wortes „Märchen“. Unterzieht sich dieses Wort gerade einem Bedeutungswandel? Sind einfach gestrickte, utopische Konzeptionen der klassischen Märchen heutzutage überholt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes „Märchen“ im Alltag

2. Die Entwicklungen des Märchens und der Disney-Paratext

3. Satire, Parodie und Selbstironie im Märchen als Kritik am Kitsch

3.1. Kitsch, Komik und Kritik

3.2. "Shrek" als Dekonstruktion des Märchens und gleichzeitig seiner Aktualisierung

3.3. „Enchanted“ und die Reaktion Disneys

4. Feminist Backlash oder Fortschritt?

5. Das postmoderne Märchen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des Märchenfilms in der Postmoderne und analysiert, warum das Genre heute primär durch Mittel der Parodie, Satire und Selbstironie funktioniert. Im Zentrum der Forschungsfrage steht, inwiefern die Dekonstruktion klassischer Märchenmuster durch Filme wie „Shrek“ und „Enchanted“ eine notwendige Reaktion auf die zunehmende Kitsch-Wahrnehmung des traditionellen Disney-Archetyps darstellt.

  • Historische Entwicklung und Bedeutungswandel des Märchens
  • Dekonstruktion durch Parodie und Satire
  • Analyse der Filme „Shrek“ und „Enchanted“ als Fallbeispiele
  • Intertextualität und Selbstreferentialität im modernen Film
  • Kritik an patriarchalen Strukturen und dem Disney-Prinzip
  • Feministische Diskurse in zeitgenössischen Märchenverfilmungen

Auszug aus dem Buch

"Shrek" als Dekonstruktion des Märchens und gleichzeitig seiner Aktualisierung

Sicherlich nicht als erstes Werk, aber als eines der populärsten parodierte "Shrek – der tollkühne Held" aus dem Jahr 2001 den Disney Paratext. Gleich zu Beginn des Films wird durch einen typischen Erzähler und durch eine ebenso typische Darstellung eines Bilderbuches ein Märchen erzählt, von einer "schönen Prinzessin", die mit einem "bösen Fluch" belegt wurde. Sie sei von einem "schrecklichen, feuerspeienden Drachen" in einer Burg gefangen gehalten, wo sie auf die "wahre Liebe" wartet, die sie eretten wird. Die Geschichte selbst weist alle genretypischen Merkmale auf, die Prinzessin verbleibt namens- und charakterlos, die magischen Elemente des Fluchs und des Drachens bleiben selbstverständlich und auch eine einfache Opposition zwischen dem Bösen und dem Guten, der Liebe, wird aufgebaut. Auch die Erzählerstimme per voice over und die Visualisierung des Märchens durch die Darstellung eines Bilderbuches stellt eine klassische Disney-Konvention dar, die hier reproduziert wird.

Der komische Bruch wird hier erzeugt, als eine grüne Hand die aktuelle Märchenseite aus dem Buch mit einem Lachen und dem Ausspruch „Darauf kann sie lange warten!“ herausreißt. Wofür die Buchseite dann verwendet wird, wird durch einen Schnitt und durch die Einstellung auf ein Klohäuschen und dem Geräusch einer Spülung deutlich. Mit dieser Eingangssequenz zeigt der Film im Nukleus seine Einstellung gegenüber dem Märchen. „Die despektierliche Negation von allem Märchenhaften mit Hilfe der rhetorischen Praktiken von Parodie und Ironie schafft die Folie, auf welcher neue Texte aus sowohl intertextuellen als auch intermedialen Versatzstücken zusammengesetzt werden“, bestätigt auch Kurwinkel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes „Märchen“ im Alltag: Einführung in die doppelte Konzeption des Begriffs Märchen und Darlegung des Wandels hin zur Notwendigkeit der ironischen Brechung in der Postmoderne.

2. Die Entwicklungen des Märchens und der Disney-Paratext: Analyse der historischen Verschriftlichung durch die Gebrüder Grimm sowie der maßgeblichen Prägung des Genres durch Disneys filmische Adaptionen.

3. Satire, Parodie und Selbstironie im Märchen als Kritik am Kitsch: Untersuchung der Mittel, mit denen moderne Filme das Disney-Schema dekonstruieren.

3.1. Kitsch, Komik und Kritik: Theoretische Einordnung des Kitsch-Begriffs und der Funktion von Komik bei der Infragestellung binärer Oppositionen.

3.2. "Shrek" als Dekonstruktion des Märchens und gleichzeitig seiner Aktualisierung: Fallstudie zur filmischen Parodie der Disney-Konventionen und der Neuerfindung des Genres.

3.3. „Enchanted“ und die Reaktion Disneys: Analyse der selbstreferentiellen Strategien innerhalb der Disney-Produktion und deren Grenzen bei der Aufbrechung patriarchaler Rollenbilder.

4. Feminist Backlash oder Fortschritt?: Kritische Auseinandersetzung mit der Darstellung von Weiblichkeit und dem Spannungsfeld zwischen Konsum und Emanzipation.

5. Das postmoderne Märchen und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung des Genres und Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze bei neueren Produktionen.

Schlüsselwörter

Märchen, Märchenverfilmung, Disney, Shrek, Enchanted, Postmoderne, Parodie, Satire, Dekonstruktion, Kitsch, Gender, Feminismus, Intertextualität, Selbstreferentialität, Popkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Wandel des Märchenfilms von klassischen, Disney-geprägten Erzählweisen hin zu einer postmodernen Form, die verstärkt auf Parodie und Ironie setzt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Dekonstruktion von Genre-Konventionen, dem Einfluss von Disneys „Paratext“ auf unsere Wahrnehmung sowie feministischen Aspekten in der modernen Märchenverfilmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass moderne Märchenfilme zwingend parodistische Elemente benötigen, um in einer durch Reflexion geprägten Gesellschaft noch funktionieren zu können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine medien- und literaturwissenschaftliche Analyse, die Filmbeispiele unter dem Aspekt ihrer intertextuellen und dekonstruktiven Eigenschaften untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert ausführlich die Filme „Shrek“ und „Enchanted“ hinsichtlich ihrer narrativen Strukturen, ihres Umgangs mit Märchen-Tropen und ihrer kritischen Wirkung gegenüber traditionellen Werten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Postmoderne, Dekonstruktion, Parodie, Disney-Paratext, Kitsch und feministische Kritik.

Wie geht die Arbeit mit dem Film „Shrek“ um?

Der Film wird als wegweisendes Beispiel für die „Despektierliche Negation“ des klassischen Märchens und die erfolgreiche Etablierung eines neuen, selbstironischen Genres dargestellt.

Erreicht „Enchanted“ laut der Autorin eine echte Emanzipation?

Die Arbeit argumentiert kritisch, dass „Enchanted“ zwar metakommentierend auftritt, letztlich jedoch in konservative, archetypische Erzählmuster zurückfällt und somit nur einen oberflächlichen Feminismus bedient.

Welche Rolle spielen „teaching machines“ im Kontext von Märchenfilmen?

Märchenfilme fungieren als pädagogische Instrumente, die Kindern kulturelle Normen und Wertvorstellungen vermitteln, weshalb ihre Dekonstruktion von hoher gesellschaftlicher Relevanz ist.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die postmoderne Subversion eines Genres. Warum der Märchenfilm heute nur noch mit den Elementen der Parodie funktionieren kann
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Märchen und Märchenverfilmungen
Note
1,3
Autor
Thomas Laschyk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V343434
ISBN (eBook)
9783668332409
ISBN (Buch)
9783668332416
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Märchen Film Disney
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Laschyk (Autor:in), 2016, Die postmoderne Subversion eines Genres. Warum der Märchenfilm heute nur noch mit den Elementen der Parodie funktionieren kann, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/343434
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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