Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Übergangssystem, wobei der Fokus auf das Projekt Jobstarter Connect gelegt wird. Das Übergangssystem bildet eine gute Alternative zu Ausbildungsplätzen. Die zahlreichen Bildungsangebote des Übergangssystems führen zwar zu keinem Ausbildungsabschluss, jedoch verbessern sie die Kompetenzen der Betroffenen, somit auch ihre Chancen auf folgende Abschlüsse, Ausbildungsstellen und Jobs.
Nicht zu übersehen ist, dass das Übergangssystem in Deutschland an vielen Stellen kritisiert wird. Jedoch können im vielschichtigen und verwirrenden Übergangssystem auch Projekte gefunden werden, welche gelobt werden und sich tatsächlich positiv auf die Ausbildungssituation in Deutschland auswirken. Was sind das für Projekte? Wer ist für diese Projekte verantwortlich? Wodurch werden sie finanziert und wie werden sie umgesetzt? Diese Fragen werden am Beispiel des Projekts „Jobstarter Connect: Mit Ausbildungsbausteinen in den Beruf“ erläutert.
Um dieses Thema adäquat zu behandeln wird im zweiten Kapitel ein Blick auf den Begriff Übergangssystem gelegt. Es wird erklärt, wie er definiert wird und was er bedeutet. Folglich werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Übergangssystem erwähnt, respektive auf die Rollen von Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hingewiesen. Im dritten Kapitel wird das Projekt Jobstarter Connect sowie das Zusammenspiel von BMBF und BIBB untersucht. Zuerst wird der Aufbau dieser Initiative durchleuchtet (3.1), bevor die übergreifende Arbeitsweise von BMBF und BIBB im Rahmen des Projekts Jobstarter Connect diskutiert wird (3.2). Im vierten Kapitel werden abschließende Betrachtungen zum behandelten Thema dargestellt. Das fünfte und sechste Kapitel fassen dementsprechend die im Seminar durchgeführte Diskussion und das nach der Präsentation erhaltene Feedback zusammen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Übergangssystem: Begriffsdefinition und gesetzliche Rahmenbedingungen
3 Jobstarter Connect
3.1 Aufbau der Initiative
3.2 Übergreifende Arbeitsweise von BMBF und BIBB
4 Abschließende Betrachtungen und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Projekt „Jobstarter Connect“ als eine effektive Maßnahme innerhalb des deutschen Übergangssystems, um Jugendlichen durch den Einsatz von Ausbildungsbausteinen eine bessere Integration in die duale Berufsausbildung zu ermöglichen und die Durchlässigkeit des Bildungssystems zu erhöhen.
- Strukturelle Analyse des deutschen Übergangssystems
- Aufbau und Konzeption der Initiative Jobstarter Connect
- Zusammenarbeit zwischen BMBF und BIBB in der Projektsteuerung
- Einsatz von Ausbildungsbausteinen als Instrument der Berufsintegration
- Evaluation von Integrationsmöglichkeiten für benachteiligte Jugendliche
Auszug aus dem Buch
3.1 Aufbau der Initiative
Die Initiative ist Teil der Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“ des Bundeskabinetts von 2008. Das Projekt bietet einen neuen Entwicklungsansatz für die Ausbildungs- und Berufsintegration von jungen Menschen, die nicht unmittelbar Zugang zum Ausbildungssystem finden. Das Hauptziel durch Bildung zu einem gesellschaftlichen Aufstieg zu gelangen, kann nur dann erreicht werden, wenn Jugendliche und Erwachsene Zugang zu Ausbildungsstellen bekommen, eine Ausbildung erfolgreich abschließen und dann einen geeigneten Anschluss finden. Zusammenfassend erklärte die Bundesbildungsministerin Annette Schavan: „Mit Jobcenter Connect sollen bessere Möglichkeiten genutzt werden, […] den Einstieg in die berufliche Bildung und die Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen.“ Jobstarter ist ein Ausbildungsstrukturprogramm des BMBF, welches für die Durchführung der Initiative das BIBB beauftragt hat. Ein Begleitausschuss, aus WissenschaftlerInnen und VertreterInnen der Länder, steht beiden Instanzen beratend zur Seite. Finanziert wird das Projekt aus Fördermitteln des BMBF und des Europäischen Sozialfonds für Deutschland. Derzeit beträgt der Förderumfang ungefähr 60 Millionen Euro.
Für den Projektzeitraum 2008 bis 2015 stellen unter anderem Kammern, Kommunen, berufsbildende Schulen die durchführenden Stellen dar. „Mittels bundeseinheitlicher Ausbildungsbausteine sollen Lösungsansätze entwickelt […] werden, die auf eine frühzeitige Integration in die duale Berufsausbildung abzielen, eine Verbesserung von Übergängen ermöglichen und am Berufsprinzip und der bundeseinheitlichen Abschlussprüfung festhalten.“ Mittlerweile befindet sich das Projekt in der zweiten Förderrunde und hat 41 Projekte zu verbuchen. Aus der ersten Förderrunde mit rund 27 Projekten wurde bereits eines erfolgreich abgeschlossen. Das BIBB hat im Auftrag des BMBF auf Grundlage der jeweils geltenden Ausbildungsordnung bundeseinheitliche Ausbildungsbausteine entwickelt, welche die Gliederung der Ausbildung in Lernfelder ersetzen soll. Durch das Projekt Jobstarter Connect soll erprobt werden, ob die Umsetzung dieser Ausbildungsbausteine erfolgreich funktioniert, nach der die erworbenen Kompetenzen angerechnet werden oder die Zulassung zur Externenprüfung erfolgt. Unter solchen Bausteinen versteht man „zeitlich abgegrenzte standardisierte und didaktisch begründete Teilmengen der geltenden Ausbildungsordnung eines Ausbildungsberufs“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Übergangssystems ein und stellt das Projekt „Jobstarter Connect“ als einen Lösungsansatz zur Verbesserung der Ausbildungschancen vor.
2 Übergangssystem: Begriffsdefinition und gesetzliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Übergangssystem, erörtert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und beschreibt die Rollen des BMBF sowie des BIBB als steuernde Akteure.
3 Jobstarter Connect: Das Hauptkapitel beleuchtet den Aufbau der Initiative sowie die arbeitsteilige Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).
4 Abschließende Betrachtungen und Ausblick: Der abschließende Teil bewertet das Projekt als effektive Maßnahme zur Förderung junger Menschen und reflektiert die notwendige Flexibilität und Modernisierung des deutschen Bildungssystems.
Schlüsselwörter
Übergangssystem, Jobstarter Connect, BMBF, BIBB, Ausbildungsbausteine, Berufsintegration, berufliche Bildung, Duale Ausbildung, Nachqualifizierung, Ausbildungsstrukturprogramm, Qualifizierungsinitiative, Jugendliche, Fachkräftesicherung, Bildungswege, Berufsschule.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit thematisiert das deutsche Übergangssystem zwischen Schule und Beruf und fokussiert dabei auf das Förderprogramm „Jobstarter Connect“.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Begriffsdefinition des Übergangssystems, die rechtlichen Grundlagen, die institutionelle Zusammenarbeit der beteiligten Akteure und der Einsatz von Ausbildungsbausteinen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch spezifische Projekte und neue Instrumente wie Ausbildungsbausteine die Integrationschancen benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt verbessert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Projektberichten, offiziellen Bekanntmachungen und Evaluationsgrundlagen der beteiligten Institutionen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Aufbau der Initiative „Jobstarter Connect“, die strategische Steuerung durch BMBF und BIBB sowie die praktische Umsetzung und Finanzierung des Programms.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind Übergangssystem, Ausbildungsbausteine, Berufsintegration, Jobstarter Connect und die Zusammenarbeit von BMBF und BIBB.
Was unterscheidet „Jobstarter Connect“ von anderen Angeboten im Übergangssystem?
Das Besondere ist die Nutzung von standardisierten, didaktisch begründeten Ausbildungsbausteinen, die eine flexiblere Anrechnung von Kompetenzen ermöglichen und den Übergang in die duale Ausbildung erleichtern.
Welche Rolle spielt der sogenannte „Kümmerer“ in diesem Programm?
Der Kümmerer hat die spezifische Aufgabe, die Eignung der beteiligten Betriebe zu prüfen und sicherzustellen, dass vor Ort qualifiziertes Ausbildungspersonal vorhanden ist.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2016, Finanzierung und Umsetzung von Bildungsangeboten in Übergangssystemen. Das Projekt Jobstarter Connect, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/342562