Das Thema dieser Facharbeit ist der Vergleich zwischen einem echten Röhrenverstärker, dem Marhsall JCM 900 (4100 Serie) und dem Kemper Profiling Amps, welcher die Klangcharakteristik eines jeden Verstärkers genau emulieren kann, bezogen auf Gitarrenrecording im Studio 2 der SAE Zürich.
Ich versuche klangliche Unterschiede messtechnisch nachzuweisen. Begleitend wird ein Hörtests mit Probanden durchgeführt, die dann einen Fragebogen ausfüllen. Der Nutzen dieser Facharbeit ist, für das Gitarrenrecording im Studio (hier Studio 2 der SAE Zürich), wie es im herkömmlichen Sinn bekannt ist (mit Verstärker und Box mikrofoniert über Preamp und AD Wandler in die DAW), eine eventuelle Verbesserung aufzuzeigen im Bezug auf Klang und Zeitaufwand.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorstellen der Situation
2.1. Vorstellen des Röhrenverstärkers
2.1.1. Aufbau des Röhrenverstärkers
2.1.2. Röhrentyp
2.1.3. gewählter Sound
2.2. Vorstellen des Kemper Profiling Amps
2.2.1. Profiling erläutert & Profil erstellen
2.3. Vorstellen des Studio 2 der SAE Zürich
2.3.1. Wiedergabesystem
2.3.1.1. Frequenzgang im Sweetspot
2.3.1.2. Abhörlautstärke
2.3.2. Raum
2.3.2.1. Studio 2 Regie
2.3.2.1.1. Frequenzgang Regie 2
2.3.2.1.2. Impulsantwort Regie 2
2.3.2.1.3. Nachhallzeit Regie 2
2.4. Mikrofone
2.4.1. Messmikrofon
2.4.1.1. Position des Behringer ECM 8000 im Regieraum
2.4.2. Dynamisches Mikrofon
2.4..1. Mikrofonposition des Shure SM57 vor dem Cabinet
2.4..1. Abstand zum Treib
2.4.2.1.2. Abstand zum Zentrum des Treib
2.4.2.1.3. Wink
2.5. Vorstellen des Cabinets
2.6. Vorstellen der Gitarre
3. Hörtest mit Probanden in der Regie im Studio 2 A/B Vergleich
3.1. Vergleich der Verstärker nur Gitarre
3.2. Vergleich der Verstärker im Mix
4. Messung der Verstärker im Regieraum
4.1. Impulsantwort
4.2. Phasendifferenz
4.3. Verzerrung Harmonic Distortion
3.3.1 Nichtlineare Verzerrungen
4.4. Wasserfall Diagramm
4.5. Latenz
5. Auswertung
5.1. Auswertung Hörtest
5.2. Auswertung Messungen
6. Schlussbetrachtung
7. Quellen & Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die klanglichen Unterschiede zwischen einem klassischen Marshall JCM 900 Röhrenverstärker und einem Kemper Profiling Amp im Rahmen einer Studio-Gitarrenrecording-Situation zu untersuchen. Dabei wird analysiert, ob der Kemper Profiling Amp eine adäquate Alternative hinsichtlich Klangqualität und Arbeitsaufwand darstellt.
- Vergleich von Röhrenverstärker-Klangcharakteristik und digitaler Emulation.
- Messtechnische Untersuchung mittels Frequenzgang-, Impuls- und Verzerrungsanalysen.
- Durchführung von A/B-Hörtests in einer professionellen Studioumgebung.
- Bewertung der Latenz und der Tauglichkeit für den professionellen Studiogebrauch.
Auszug aus dem Buch
2.2.1. Profiling erläutert & Profil erstellen
So erläutert die Firma Kemper ihr Produkt:
“Do you have a favorite setting on a favorite amp that produces your favorite sound? Woul you like to be able to get that identical sound from the PROFILER, and not have to bring your amp to the rehearsal, gig or studio? The method by which you can get that favorite sound into the Profiler is what we call” profiling.” If you want a mor technical description: the PROFILER analyzes the sonic characteristics of a reference amplifier.
With the PROFILER it doesn’t take a rocket scientist to match the sound of the original amp – or even enhance the original sound by using onboard features. And the PROFILER doesn’t just capture the sound of your guitar amp head alone; you can also capture the sound of your cabinet and the microphones ( including microphone distance and angle). This means that the complex sound of a specific setup can be analyzed, recreated and stored. Inother words, the resulting PROFILER profile is all you’ll need to take your entire guitar rig with you everywhere you go. “ ([5] S. 9)
“Also dann, der große Aufhänger des Kemper Profiling Amps ist das Nachbilden jedes Verstärkersounds, sofern man ihn zur Hand hat und wir uns in einer mehr oder minder normalen Aufnahmesituation inklusive eines verwendeten Mikrofons befinden. Wie macht der Kemper Profiling Amp dies?
“Nun, zunächst schließt man die Gitarre an den Input des Kemper Profiling Amp an. Über den Direct-Out geht es in den Input des zu vermessenden Amps, weiter zur Box/Lautsprecher. Ist das Mikrofon perfekt positioniert, dann geht das Mikrofonkabel wieder in den Return des Kemper Profiling Amp. Möchte man das Mikrofonsignal der Gitarre nun in der Regie hören, bedient man sich der Master-Outputs.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit vergleicht einen Marshall JCM 900 Röhrenverstärker mit einem Kemper Profiling Amp bezogen auf das Gitarrenrecording im Studio.
2. Vorstellen der Situation: Es werden die technischen Grundlagen des Röhrenverstärkers, des Kemper Profiling Amps, der Studioumgebung (SAE Zürich) sowie des Mess-Setups und der verwendeten Instrumente erläutert.
3. Hörtest mit Probanden in der Regie im Studio 2 A/B Vergleich: Durchführung und Struktur des Hörtests, unterteilt in Einzelinstrument-Vergleich und Vergleich im Kontext einer Musikproduktion.
4. Messung der Verstärker im Regieraum: Detaillierte Beschreibung der messtechnischen Analyse hinsichtlich Impulsantwort, Phasendifferenz, Verzerrung und Latenz.
5. Auswertung: Analyse der subjektiven Ergebnisse aus dem Hörtest und Zusammenfassung der objektiven Messdaten.
6. Schlussbetrachtung: Fazit zur Praxistauglichkeit des Kemper Profiling Amps für den Studiogebrauch im Vergleich zur klassischen Mikrofonierung.
7. Quellen & Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Gitarrenrecording, Röhrenverstärker, Kemper Profiling Amp, Studiotechnik, Impulsantwort, Phasendifferenz, Harmonic Distortion, Frequenzgang, Mikrofonierung, Marshall JCM 900, Latenz, Studio 2 SAE Zürich, Sounddesign, Signalverarbeitung, A/B-Vergleich
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob ein Kemper Profiling Amp eine klanglich ebenbürtige und zeitsparende Alternative zu einem echten Marshall JCM 900 Röhrenverstärker beim Gitarrenrecording im professionellen Studio darstellt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die Messtechnik von Verstärkern, die Raumakustik eines Regieraums, die Methodik der digitalen Profilierung von Verstärkern sowie die subjektive Wahrnehmung von Gitarrensounds durch Probanden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist der messtechnische Nachweis klanglicher Unterschiede und die Evaluation der Praxistauglichkeit der digitalen Emulation gegenüber der klassischen Mikrofonierung.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Die Autorin/der Autor kombiniert objektive Messverfahren mittels der Software Fuzzmeasure Pro (Impulsantworten, Wasserfalldiagramme, Verzerrungsmessungen) mit einem subjektiven A/B-Hörtest durch fünf Probanden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Aufbau der Geräte, der komplexe Signalfluss für die Messungen, die spezifische Mikrofonierung vor dem Gitarren-Cabinet sowie die statistische Auswertung der Hörtests und Messungen detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gitarrenrecording, Profiling, Latenz, Klirrfaktor, Frequenzgang und Studiotechnik.
Warum wurde das Studio 2 der SAE Zürich als Beispiel gewählt?
Das Studio dient als definierte und akustisch kontrollierte Umgebung, um praxisnahe Ergebnisse zu erzielen, die für professionelle Anwender relevant sind.
Wie unterscheidet sich die Latenz zwischen dem Röhrenverstärker und dem Kemper Amp?
Die Messungen ergaben eine Latenz von ca. 44,77 ms für den Marshall-Pfad und 44,92 ms für den Kemper-Pfad, woraus sich eine effektive Latenz des Kempers von etwa 2,15 ms ableiten lässt, was für Recordingzwecke unkritisch ist.
Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Studiotauglichkeit?
Während der Kemper für Demo-Recordings und schnelle Workflows sehr empfohlen wird, bevorzugt der Autor für hochprofessionelle Aufnahmen weiterhin die klassische Methode, da beim digitalen Profiling subtile Unterschiede bestehen bleiben.
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- Sandro Häni (Author), 2015, Röhrenverstärker und Kemper Profiling Amps. Ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/342359