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Jan Hus und die Hussiten in Franken

Titel: Jan Hus und die Hussiten in Franken

Hausarbeit , 2016 , 13 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Daniel Rosenplänter (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit stellt die Auswirkungen der hussitischen Revolution in Franken dar. Dazu wird zuerst ein Einblick in die Lehren des Jan Hus gegeben. Im Folgenden wird der Verlauf der Hussitenbewegung dargestellt. Anschließend werden ihre Auswirkungen in Franken, indem auf die Aspekte der kriegerischen und religiösen Auseinandersetzungen eingegangen wird, beschrieben.

„Nach Christi unsers lieben herrn gepurt tausent vierhundert und darnach im dreissigsten jar zugen und raisten die Peheim, die Hussen, uber wald. Sie gewunnen Plaben und erschlugen daselbst vil guts volks; sie zugen darnach und gewunnen den Hof, Kulmbach, Payereut; die pranten sie alle aus, darzu vil merkt, dörfer und etliche schlösser.“

Darstellungen wie diese finden sich nicht nur in der Bamberger Chronik. Fast alle Chroniken der Oberfränkischen Städte berichten aus dem Winter 1429/30 von Verwüstungen, denn besonders die fränkischen Länder wurden durch die Hussitenkriege verheert. Sie brachten jedoch nicht nur Gewalt, sondern auch vorreformatorisches Gedankengut nach Franken, auf welches die reformatorischen Prediger des 16. Jahrhunderts ihre Lehren aufbauen sollten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jan Hus und die Hussiten in Franken

2.1. Jan Hus – Wegbereiter der Reformation

2.2. Die hussitische Revolution in Böhmen

2.3. Auswirkungen der hussitischen Revolution in Franken

2.3.1. Verwüstungen und besondere Verträge

2.3.2. Wanderprediger & Ketzergemeinden

3. Schluss

5. Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der hussitischen Revolution auf die Region Franken im 15. Jahrhundert. Ziel ist es, sowohl die militärischen Verwüstungen durch hussitische Heereszüge als auch das Einsickern von religiösem, vorreformatorischem Gedankengut zu untersuchen und deren historische Bedeutung für die spätere Reformation zu bewerten.

  • Die Lehren des Jan Hus und sein Einfluss auf die hussitische Bewegung.
  • Der Verlauf der hussitischen Revolution in Böhmen.
  • Die militärischen Einfälle und Verwüstungen in fränkischen Städten.
  • Diplomatische Versuche zur Konfliktbewältigung, wie die Verträge von Zwernitz und Böheimstein.
  • Die Verbreitung vorreformatorischer Ideen durch Wanderprediger und Ketzergemeinden in Franken.

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Verwüstungen und besondere Verträge

Nach den gescheiterten Kreuzzügen gegen die Hussiten wurde die Angst vor einem möglichen Einfall der hussitischen Heere in Franken immer größer. Die grenznahen Dörfer bereiteten sich auf einen möglichen Angriff vor, indem sie ihre Kirchen zu Wehrkirchen oder Kirchenburgen, als Zufluchtsorte für die Bevölkerung, ausbauten. Die Äbtissin des Klaraklosters zu Hof befürchtete bei einem Raubzug die Vernichtung der päpstlichen Freiheitsbriefe und ließ Abschriften anfertigen, welche sie im Ausland in Sicherheit brachte.

Nachdem die Städte Eger und Weiden den Hussiten nicht standhalten konnten, stand ihr Heer am 25. Januar 1430 vor Hof. Kaspar von Waldenfels, der markgräfliche Amtmann zu Hof, versuchte durch Verhandlungen und das Angebot von Zahlungen eine Brandschatzung Hofs vergeblich zu verhindern. Auch ein Angriff der Ritter Hans von Rotzau, Heinz von Lüchau und Hans von der Ragen gegen die hussitische Vorhut hatte keinen Erfolg. Die Stadt wurde „…semptlich vergewaltsamet, eingenommen, geplündert, vil volks erschlagen einstheils weggeführt und bedes, alte und newe stadt, zu grund außgebrant, auch kirchen und gottesheuser nicht verschonet, sondern dieselben gleichfalls beraubet und allen kirchenschmuck, so vil sie dessen bekommen mögen, hinweggenommen.“ Um den Wiederaufbau Hofs zu ermöglichen, erließ Markgraf Friedrich der Stadt im Cadolzburger Edikt am 06. März 1430 für zehn Jahre Steuererlass.

Nach der Einnahme Hofs teilte sich das hussitische Heer in zwei Lager und zog getrennt nach Bayreuth und Kulmbach weiter. Bayreuth fiel in der Nacht vom 29. zum 30. Januar und wurde ebenfalls gebrandschatzt. Auch die Stadt Kulmbach konnte dem Angriff der Hussiten nicht standhalten und musste am 31. Januar aufgegeben werden. Die Bevölkerung floh auf die Plassenburg, die einer mehrwöchigen Belagerung trotzen konnte. Im März 1430 zogen die Truppen schließlich nach Lösegeldverhandlungen ab. Die Stadt und das Umland konnten sich nur langsam von den Verwüstungen erholen. So konnten die Kulmbacher die abgebrannte Kirche erst 1439 wiedererrichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die hussitischen Einfälle in Franken ein und stellt die historischen Quellen sowie das Ziel der Arbeit vor.

2. Jan Hus und die Hussiten in Franken: Dieses Kapitel erläutert die Lehren des Jan Hus, den Verlauf der Revolution in Böhmen sowie die spezifischen kriegerischen und religiösen Auswirkungen in Franken.

3. Schluss: Das Schlusskapitel resümiert die Bedeutung der Hussitenbewegung als vorreformatorischer Impulsgeber, der trotz negativer Wahrnehmung den Weg für Luthers Lehren bereitete.

5. Internetquellen: Hier wird ein digitaler Nachweis zum Begriff Utraquismus aufgeführt.

Schlüsselwörter

Jan Hus, Hussitenkriege, Franken, Reformation, Böhmen, Utraquismus, Wanderprediger, Ketzergemeinden, Brandschatzung, Prokop der Große, Konstanzer Konzil, Vier Prager Artikel, Vorreformatorisches Gedankengut, Plassenburg, Zwernitz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historischen Auswirkungen der hussitischen Revolution des 15. Jahrhunderts auf die Region Franken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Lehren des Jan Hus, die militärischen Raubzüge in Franken, diplomatische Vertragsabschlüsse und die religiösen Folgen durch Wanderprediger.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll aufgezeigt werden, wie die Hussitenkriege nicht nur physische Verwüstungen nach Franken brachten, sondern auch vorreformatorisches Gedankengut verbreiteten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse unter Einbeziehung von Chroniken, Edikten und zeitgenössischer Literatur.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der böhmischen Ursprünge und die detaillierte Beschreibung der Einfälle in fränkische Städte sowie die darauf folgenden Versuche der diplomatischen Konfliktlösung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Hussiten, Franken, Jan Hus, Reformation, Vier Prager Artikel und Ketzerverhandlungen.

Welche Bedeutung hatten die Verträge von Zwernitz und Böheimstein?

Diese Verträge stellten wichtige diplomatische Versuche dar, fränkische Städte durch Lösegeldzahlungen vor weiteren Brandschatzungen zu schützen und Waffenstillstände auszuhandeln.

Was charakterisierte die hussitisch-waldensischen Gruppen in Franken?

Diese Gruppen verbreiteten Ideen wie die Armut der Kirche und lehnten den Ablasshandel sowie das Fegefeuer ab, was sie in Konflikt mit der katholischen Obrigkeit brachte.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jan Hus und die Hussiten in Franken
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Geschichte)
Veranstaltung
Seminar Fränkische Landesgeschichte: Die Reformation in Franken
Note
1,00
Autor
Daniel Rosenplänter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V340403
ISBN (eBook)
9783668299993
ISBN (Buch)
9783668300002
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hussiten franken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Rosenplänter (Autor:in), 2016, Jan Hus und die Hussiten in Franken, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/340403
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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