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Sprache, Rassismus und Gewalt. Diskriminierung durch Sprache

Title: Sprache, Rassismus und Gewalt. Diskriminierung durch Sprache

Term Paper , 2015 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Silvana Vialova (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Rassismus in der Sprache und mit der Frage, inwiefern Sprache Gewalt ausüben kann. Von sprachlichen Diskriminierungen geht Gewalt aus, die sogar Ursache für psychische und physische Verletzungen sein kann. Deshalbwird im ersten Abschnitt dieser Arbeit erörtert, inwiefern durch Sprache Gewalt ausgeübt und empfunden wird. Der zweite Abschnitt widmet sich der rassistischen Diskriminierung durch Sprache und beantwortet die Frage, wann eine Sprachhandlung rassistisch ist und wie Rassismus von betroffenen Personen erfahren wird. Abschließend wird dargestellt, warum es wichtig ist, gegen Rassismus im eigenen Sprachgebrauch vorzugehen und wie eine Rede als rassistisch identifiziert werden kann.

Auch in Deutschland geht ein Großteil der rassistischen Gewalterfahrungen von sprachlichen Diskriminierungen aus, welche von der gesamten Gesellschaft verübt werden, ohne, dass diese sich dessen explizit bewusst ist. Deshalb ist es wichtig, sich reflektiert mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um zu vermeiden, selbst Teil des diskriminierenden Systems zu sein.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sprache und Gewalt

2.1. Der Gewaltbegriff

2.2. Die Handlungsmacht von Sprache

2.3. Sprache als Gewalt

3. Rassismus in der Sprache

3.1. Rassismus

3.2. Die rassistische Rede

3.3. Rassismuserfahrungen

4. Antirassistische Handlungsmöglichkeiten

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirkmacht von Sprache als ein Instrument, das Gewalt ausüben, Menschen diskriminieren und an den sozialen Rand drängen kann. Ziel ist es, durch die theoretische Fundierung des Gewaltbegriffs und der Analyse sprachlicher Handlungsmacht aufzuzeigen, wie rassistische Strukturen im Alltag durch den hegemonialen Diskurs reproduziert werden und welche Möglichkeiten bestehen, diesem durch bewusste Reflexion entgegenzuwirken.

  • Die theoretische Untersuchung von Sprache als Form symbolischer Gewalt.
  • Die Analyse von rassistischer Rede und ihrer situativen Kontextgebundenheit.
  • Die Untersuchung verschiedener Arten von Rassismuserfahrungen im Alltag.
  • Die Ableitung konkreter antirassistischer Handlungsmöglichkeiten und Reflexionsprozesse.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die rassistische Rede

Ob eine Rede rassistisch ist oder nicht, muss immer situativ und kontextuell beurteilt werden. Dabei ist es essentiell, die Machtpositionen der beteiligten Personen zu reflektieren sowie die gesellschaftlichen Konventionen. Die Autorität des Sprechers/ der Sprecherin spielt dabei eine sehr große Rolle - nicht nur die persönliche Autorität, sondern ebenso die Autorität des Diskurses oder des Systems, das hinter den Äußerungen steht. Dadurch ist es möglich, dass Rassismus in allen Ebenen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens präsent ist. Das ist auch der Grund, dass es keine Lexika rassistischer Begriffe gibt, denn Worte werden oft erst durch ihren spezifischen Gebrauch rassistisch (Cicek, Heinemann und Mecheril 2014: 320, Lann Hornscheidt und Nduka-Agwu: 34).

Da Sprechen, wie anfangs analysiert, eine Handlung ist, werden durch das Sprechen Identitäten konstruiert und es finden Zuschreibungen statt. Das macht Sprache nicht nur zu einem reinen Transportmittel von Informationen, sondern verleiht ihr auch das Potenzial, diskriminierend zu sein. Wer dieses Potenzial von Sprachhandlungen leugnet, vermeidet es nur, sich mit dem Rassismus in der Sprache auseinanderzusetzen. Über Sprache benennt man andere Personen auf eine bestimmte Art und Weise, diese Benennungen können rassistisch sein oder rassistisch wirken, wenn sie Personen auf eine herabsetzende Art und Weise klassifizieren (ebd.: 29 ff).

Entscheidend ist, welche Wertungen durch die Benennungen vorgenommen werden und wie dadurch Abgrenzung zu sich selbst und zur gesellschaftlichen Norm geschaffen wird. Ein rassistischer Sprachgebrauch ist vorhanden, wenn rassistisch stereotypisierende Konzeptionen verwendet werden (Arndt und Hornscheidt 2004: 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass rassistische Wörter im Sprachgebrauch oft normalisiert sind, und stellt die Forschungsfrage nach der gewaltvollen Wirkung von Sprache.

2. Sprache und Gewalt: Dieses Kapitel definiert Gewalt abseits physischer Schmerzen und erläutert mittels der Sprachakttheorie, wie Sprechen als soziale Handlung zur Konstruktion von Realität und zur Ausübung von Gewalt beiträgt.

3. Rassismus in der Sprache: Das Kapitel analysiert Rassismus als dynamisches, strukturelles Konzept und untersucht, wie rassistische Rede situativ durch Machtverhältnisse und den hegemonialen Diskurs entsteht und welche Erfahrungen Betroffene damit machen.

4. Antirassistische Handlungsmöglichkeiten: Hier wird der Prozess der permanenten Reflexion des eigenen Sprachgebrauchs als notwendige Strategie vorgestellt, um den rassistischen Gehalt in der Sprache zu erkennen und abzubauen.

Schlüsselwörter

Sprache, Gewalt, Rassismus, Sprachakttheorie, Diskriminierung, Machtverhältnisse, Alltagsrassismus, Identitätskonstruktion, Hegemonialer Diskurs, Antirassismus, Reflexion, Sprachgebrauch, Stereotype, soziale Marginalisierung, Handlungsmacht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Sprache und Gewalt, wobei der Fokus insbesondere auf der diskriminierenden Wirkung von Rassismus im alltäglichen Sprachgebrauch liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Begriffe Gewalt und Macht in der Sprache, die Mechanismen rassistischer Rede sowie die verschiedenen Erscheinungsformen von Rassismuserfahrungen im sozialen Kontext.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, inwiefern Sprache Gewalt ausüben kann, wie rassistische Diskriminierung durch Sprache funktioniert und warum eine bewusste Reflexion des eigenen Sprachgebrauchs unabdingbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Sprachphilosophie, Rassismusforschung und Diskursanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der Gewaltbegriff und die Handlungsmacht von Sprache geklärt, bevor die Analyse von Rassismus in der Sprache und Möglichkeiten antirassistischen Handelns detailliert erörtert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Rassismus und Gewalt auch die performative Kraft der Sprache, Machtstrukturen und der soziale Kontext, in dem Identitäten durch Sprache zugeschrieben werden.

Warum spielt der Kontext bei der Bewertung von Rassismus eine so große Rolle?

Da es keine feststehenden "rassistischen Wörter" per se gibt, entscheidet erst der spezifische Gebrauchs- und Machtkontext darüber, ob eine Aussage eine diskriminierende und verletzende Wirkung entfaltet.

Was sind laut der Autorin primäre und sekundäre Rassismuserfahrungen?

Primäre Erfahrungen sind direkte rassistische Angriffe, während sekundäre Erfahrungen die oft noch schwerwiegendere Belastung beschreiben, wenn Betroffene bei der Thematisierung von Rassismus auf Unverständnis stoßen oder ihre Erfahrungen geleugnet werden.

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Details

Title
Sprache, Rassismus und Gewalt. Diskriminierung durch Sprache
Grade
1,3
Author
Silvana Vialova (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V340210
ISBN (eBook)
9783668297876
ISBN (Book)
9783668297883
Language
German
Tags
Sprache Rassismus Diskriminierung Gewalt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silvana Vialova (Author), 2015, Sprache, Rassismus und Gewalt. Diskriminierung durch Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/340210
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