Ziel des Praxisauftrags war es mit Hilfe des Gordon Pflegeassessments bei einem 74 Jahre alten multimorbiden Patienten pflegerelevante Daten zu erheben. Anschließend wurden NADA- Pflegediagnosen gestellt, priorisiert und in einem weiteren Schritt der pflegerische Handlungsbedarf durch Ziele und Maßnahmen bestimmt. Dann wurde die Pflege entsprechend der geplanten Maßnahmen durchgeführt. Im letzten Schritt wurde mit Hilfe von Evaluationskriterien überprüft, ob die geplanten Maßnahmen erfolgreich waren und die Ziele somit erreicht wurden.
Nach einer dreitätigen Hospitation in einem ambulanten Pflegedienst wurde gemeinsam mit der Pflegedienstleitung ein Klient festgelegt. An diesem Klienten wurden Pflegemaßnahmen geplant, durchgeführt und anschließend überprüft. Ein weiterer Punkt war die Reflexion der gemachten Erfahrungen.
Idealerweise eignet sich dieser Praxisbericht um NANDA Pflegediagnostik theoretisch nachzuvollziehen und praktisch zu erlernen. Der ambulante Pflegeeinsatz gibt ebenfalls die selbstständige Planung und Organisation des Patientenumfeldes und der entsprechenden Unterstützungsangebote wieder. Er eignet sich zum Erlernen von pflegerischer Beratungskompetenz.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Erster Eindruck
2.1 Stammdaten von Hr. B
2.2 Anlass für die ambulante Versorgung
2.3 Medizinische Diagnosen und Medikamente
2.4. Assessmentleitfaden für Erwachsene nach Gordon 2013
2.4.1 Wahrnehmung und Umgang mit der eigenen Gesundheit
2.4.2 Ernährung und Stoffwechsel
2.4.3 Ausscheidung
2.4.4 Aktivität und Bewegung
2.4.5 Schlaf und Ruhe
2.4.6 Kognition und Perzeption
2.4.7 Selbstwahrnehmung und Selbstbild
2.4.8 Rollen und Beziehungen
2.4.9 Bewältigungsverhalten und Stresstoleranz
2.4.10 Werte und Überzeugungen
2.5 Assessmentinstrumente, kriteriengeleitete Erhebungsbögen, Screening
3. Abgeleitete Pflegediagnosen (NANDA 2013)
4. Priorisierte Pflegediagnosen
5. Planung der Ziele und Maßnahmen
6. Diskussion und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit beschreibt die Anwendung des Gordon-Pflegeassessments bei einem erwachsenen Patienten, um auf dieser Grundlage relevante Pflegediagnosen nach NANDA zu erstellen, konkrete Ziele zu definieren, entsprechende Pflegemaßnahmen zu planen und deren Wirksamkeit zu evaluieren.
- Anwendung des Gordon-Pflegeassessments
- Erstellung von Pflegediagnosen nach NANDA 2013
- Planung und Evaluation pflegerischer Maßnahmen
- Reflexion der erbrachten pflegerischen Leistungen
- Umgang mit Mobilitätseinschränkungen und Infektionsgefahren
Auszug aus dem Buch
2. Erster Eindruck
Herr B. reagierte auf Ansprache mit lächeln, gab dem Studenten mit normalem Druck die Hand und erwiderte ruhig: „Guten Morgen“! Herr B. sprach meist nur wenn er gefragt wurde. Seine linke Körperhälfte war durch eine Halbseitenlähmung eingeschränkt. Der Muskeltonus war erhöht. Herr B. machte einen gepflegten Eindruck. Er trug einen Blasenkatheter und lag im Ehebett mit einem Einsatz, welcher in der Höhe, sowie im Kopf- und Beinteilbereich verstellt werden konnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert das Ziel des Praxisauftrags, mittels des Gordon-Pflegeassessments Daten zu erheben, Diagnosen zu stellen sowie Maßnahmen zu planen und zu evaluieren.
2. Erster Eindruck: Es werden die Stammdaten, der Anlass für die ambulante Versorgung sowie die medizinischen Diagnosen und die aktuelle Medikation des Klienten dokumentiert.
3. Abgeleitete Pflegediagnosen (NANDA 2013): Basierend auf dem Assessment werden verschiedene Pflegediagnosen identifiziert und deren Merkmale sowie beeinflussende Faktoren aufgeführt.
4. Priorisierte Pflegediagnosen: In diesem Abschnitt werden die als dringlich eingestuften Pflegediagnosen, namentlich Beeinträchtigte Mobilität und Infektionsgefahr, ausgewählt und begründet.
5. Planung der Ziele und Maßnahmen: Für die priorisierten Diagnosen werden konkrete Pflegeziele definiert und detaillierte Maßnahmenpläne inklusive Evaluation der Ergebnisse dargelegt.
6. Diskussion und Ausblick: Das Kapitel reflektiert den gesamten Pflegeprozess, bewertet das Erreichen der gesetzten Ziele und gibt eine Einschätzung zur praktischen Umsetzung.
Schlüsselwörter
Pflegeassessment, Gordon-Modell, NANDA, Pflegediagnosen, Ambulante Pflege, Hemiparese, Mobilitätsförderung, Infektionsprophylaxe, Pneumonieprävention, Evaluation, Praxisreflexion, Pflegeplanung, Interdisziplinäre Versorgung, Medikamentenmanagement, Ressourcenorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert einen pflegerischen Praxisauftrag, bei dem ein Klient mit Hilfe des Gordon-Assessments beurteilt wurde, um eine bedarfsorientierte Pflege zu planen und umzusetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der pflegerischen Anamnese, der Diagnosestellung nach NANDA, der gezielten Maßnahmenplanung bei Mobilitätseinschränkungen und der Infektionsprophylaxe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung und Evaluation eines individuellen Pflegeplans für einen Patienten mit Halbseitenlähmung, um dessen Selbstständigkeit zu fördern und Risiken zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das Gordon-Assessment (Funktionale Gesundheitsmuster) zur Datenerhebung genutzt, ergänzt durch standardisierte Instrumente wie den Barthel-Index und die Atemskala nach Bienstein.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgen die detaillierte Anamneseerhebung, die Ableitung von Pflegediagnosen, die Priorisierung sowie die konkrete Ausformulierung und Evaluation von Pflegemaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Pflegeprozess, Gordon-Modell, NANDA-Pflegediagnosen, ambulante Betreuung und Mobilitätsförderung beschreiben.
Wie wurde der Patient in die Pflegeplanung einbezogen?
Der Patient und seine Ehefrau wurden in alle Schritte einbezogen; Ziele und Maßnahmen wurden mit ihnen besprochen und auf ihre Bedürfnisse sowie die häusliche Situation abgestimmt.
Welche speziellen Herausforderungen bestanden bei der Betreuung?
Herausforderungen waren unter anderem die räumlichen Gegebenheiten der Wohnung, die Halbseitenlähmung des Patienten sowie die Notwendigkeit einer Infektionsprophylaxe aufgrund eines Dauerkatheters.
Wie wurde die Wirksamkeit der Maßnahmen beurteilt?
Die Wirksamkeit wurde nach einer dreitägigen Erprobungsphase durch eine erneute Evaluation der Zielerreichung geprüft, etwa durch Messung der Schmerzreduktion oder Verbesserung der Bewegungsabläufe.
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- Benjamin Schmidt (Author), 2015, NANDA Pflegediagnostik mit Falldarstellung. Ambulanter Einsatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/338504