Die Erkrankungen an so genannten Zivilisationskrankheiten sind in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. Hierunter verstehen wir eine Bezeichnung für funktione lle und organische Gesundheitsstörungen und Krankheitszustände, bei denen materielle Einflüsse der Zivilisation auf den Menschen von auslösender, begünstigender oder auch ursächlicher Bedeutung sind. Die Einflüsse sind vielfältig und betreffen unter anderem die Lebensbedingungen der Wohnung, Kleidung, Ernährung sowie der Hygiene und gehen bis zu den nachteiligen Seiten der Technisierung wie z. B. unphysiologisch einseitige Belastungen, Lärmeinfluss, Luftverunreinigung oder den Genussmittelmissbrauch. Zu den Zivilisationskrankheiten gehören unter anderem Verdauungs- und Stoffwechselstörungen, der Verfall des Gebisses durch Karies, zahlreiche Erkältungskrankheiten, Neurosen und Kreislaufstörungen. 1 Inzwischen bleibt selbst ein großer Teil unserer Kinder vor solchen schädlichen Einflüssen nicht verschont. Heutzutage lassen sich Krankheiten wie zum Beispiel Ad ipositas, Haltungsschäden und Organschäden schon im Kindesalter diagnostizieren. Gerade in der Altersgruppe der Kindergartenkinder findet ein wesentlicher Teil der Sozialisation statt, hierbei besonders in den Tageseinrichtungen. ErzieherInnen bzw. KindergärtnerInnen begleiten die Kinder im Kindergarten, als erste Stufe des Bildungssystems in einer zentralen Alters, - und Entwicklungsphase in der die Grundlagen des Gesundheitsverhaltens gelegt werden und somit erhebliche Chancen der Ge-sundheitsförderung bestehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Einführung in das Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung
2.1 Begriffserklärung von Gesundheit und Gesundheitsförderung
2.2 Bedeutung des Begriffs Setting in der Gesundheitsförderung
2.3 Daten zur Betreuungssituation von Kindern
3 Gesundheitsprobleme im Kindesalter
3.1 Primäre Handlungsfelder zur Gesundheitsförderung im Kindergarten
3.2 Ziele der Gesundheitsförderung im Kindergarten
4 Gesundheitsförderung am Beispiel bei Kindern mit Adipositas
4.1 Allgemeines zu Kindern mit Übergewicht und Adipositas
4.2 Entstehung des Übergewichtes bei Kindern
4.3 Ernährungsverhalten von Kindern
4.4 Gesundheitsfördernde Ernährung für Kinder
4.5 Projekte zur Gesundheitsförderung übergewichtiger Kinder
5 Gesundheitsförderung sozial benachteiligter Kinder
5.1 Soziale Benachteiligung von Kindern
5.2 Physische Auswirkungen sozialer Benachteiligung bei Kindern
5.3 Psychische Auswirkungen von sozialer Benachteiligung bei Kindern
5.4 Interventionsansätze
6 Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Möglichkeiten der Gesundheitsförderung im Setting Kindergarten unter besonderer Berücksichtigung von übergewichtigen und sozial benachteiligten Kindern, um Interventionsstrategien aufzuzeigen.
- Grundlagen der Gesundheitsförderung im Setting Kindergarten
- Prävention von Übergewicht und Adipositas im Kindesalter
- Ernährungsverhalten und ernährungsbezogene Projekte
- Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Kindergesundheit
- Interventionsansätze für gesundheitlich belastete Zielgruppen
Auszug aus dem Buch
4.4 Gesundheitsfördernde Ernährung für Kinder
Warum eine gesunde Ernährung bei Kindern so wichtig ist und wie ihre momentane Ernährung aussieht haben wir bereits dargestellt. Die Frage ist nun wie sich die Ernährung für Kinder eigentlich gestalten sollte, um den Zweck der Prävention von Übergewicht zu erfüllen und sich positiv auf die Gesundheit des Kindes auswirkt. Eine sehr gute Möglichkeit hierzu ist die optimierte Mischkost OptimiX.
Eine Kindgerechte Ernährung erfüllt nach ihr folgende Bedingungen:
• Sie liefert ausreichend Nährstoffe, d. h. sie ist vollwertig.
• Der Energiegehalt ist dem kindlichen Bedarf angepasst.
• Sie berücksichtigt Lebensmittel, die Kinder besonders gern mögen.
• Sie lässt sich ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand verwirklichen.
• Sie lässt kleine Extras wie Kuchen oder Süßigkeiten zu.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Zivilisationskrankheiten im Kindesalter ein und begründet die Notwendigkeit der Gesundheitsförderung im Kindergarten.
2 Einführung in das Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung: Hier werden zentrale Begriffe definiert und die Bedeutung des Setting-Ansatzes in der Gesundheitsförderung erläutert.
3 Gesundheitsprobleme im Kindesalter: Dieses Kapitel identifiziert primäre Handlungsfelder und Ziele der Gesundheitsförderung basierend auf aktuellen Gesundheitsproblemen von Kindern.
4 Gesundheitsförderung am Beispiel bei Kindern mit Adipositas: Das Kapitel thematisiert die Ursachen von Übergewicht, analysiert das Ernährungsverhalten und stellt Konzepte wie die OptimiX-Ernährung sowie spezifische Förderprojekte vor.
5 Gesundheitsförderung sozial benachteiligter Kinder: Es wird die prekäre gesundheitliche Situation sozial benachteiligter Kinder beleuchtet und es werden zielgerichtete Interventionsansätze diskutiert.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, Kindergärten stärker als zentrale Orte der Gesundheitsförderung zu etablieren und vorhandene Kooperationen zu stärken.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Kindergarten, Kindesalter, Adipositas, Übergewicht, Ernährung, OptimiX, soziale Benachteiligung, Setting-Ansatz, Prävention, Kindergesundheit, Interventionsstrategien, Gesundheitserziehung, Gesundheitskompetenz, Gesundheitsverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Gesundheitsförderung im Kindergarten als zentralem Lebensort von Kindern effektiv umgesetzt werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Ernährungsaufklärung, Bewegungsförderung sowie den Umgang mit Übergewicht und den Folgen sozialer Benachteiligung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Ansätze und Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie Kindergärten aktiv zu einer gesunden Entwicklung beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die vorhandene Forschungsergebnisse und Daten zur Gesundheitssituation von Kindern im Kindergartenalter zusammenführt und bewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die spezifische Betrachtung von Adipositas und Fehlernährung sowie die Analyse der gesundheitlichen Auswirkungen sozialer Benachteiligung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind Gesundheitsförderung, Setting-Ansatz, Adipositas, soziale Benachteiligung, Ernährungserziehung und Prävention.
Was zeichnet eine kindgerechte Ernährung nach dem OptimiX-Konzept aus?
Sie muss vollwertig sein, den Bedarf decken, schmecken und zudem praktikabel sowie im Alltag mit kleinen Extras umsetzbar sein.
Warum ist der Setting-Ansatz für die Gesundheitsförderung im Kindergarten so bedeutend?
Der Ansatz ermöglicht es, die Lebenswelten der Kinder gezielt zu gestalten und gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen direkt in ihrem täglichen Umfeld zu etablieren.
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- Dipl. Pflegewirt Daniel Fischer (Author), Manuel Greune (Author), 2004, Gesundheitsförderung im Kindergarten unter besonderer Berücksichtigung von übergewichtigen und sozial benachteiligten Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/33705