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Daniel Defoes religiöse Thematik als Grund für den Erfolg von „Robinson Crusoe“ im 18. Jahrhundert

Title: Daniel Defoes religiöse Thematik als Grund für den Erfolg von „Robinson Crusoe“ im 18. Jahrhundert

Term Paper , 2015 , 8 Pages

Autor:in: Julia Kämpf (Author)

English Language and Literature Studies - Literature

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Die Religion im England des 18. Jahrhunderts war immer noch ein wichtiges Thema, denn Politik und Religion waren durch das Staatskirchentum eng miteinander verwoben. Wie im restlichen Europa des 18. Jahrhunderts lebte der größte Teil der Bevölkerung in einer hierarchisch gegliederten Gesellschaft. Hier spielte die Religion im alltäglichen Leben eine entscheidende konservative Rolle. Daniel Defoe versuchte mit seinen Pamphleten und nicht zuletzt mit Robinson Crusoe, die politische und religiöse Freiheit in England zu stärken.

Dieser Text behandelt den religiösen Einfluss auf Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ und den damit einhergehenden Erfolg im 18. Jahrhundert. Der Autor beginnt mit einer kurzen Biografie Defoes und einer Beschreibung der religiösen Entwicklung des 18. Jahrhunderts, um dann die religiöse Thematik im Buch aufzuweisen.

Excerpt


Gliederung

1. Kurze Biografie Daniel Defoe´s

2. Die Religion im England des 18. Jahrhunderts

2.1 Die englischen Dissenter

3. Die religiöse Thematik in Robinson Crusoe

3.1 Spiritual autobiography

3.2 Das Gleichnis von den beiden Söhnen

3.3 Die Konvertierung von Freitag

3.4 Die Sieben-Tage-Woche

3.5 Providence

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit religiöse Motive und die puritanische Thematik maßgeblich zum Erfolg von Daniel Defoes Roman "Robinson Crusoe" im England des 18. Jahrhunderts beigetragen haben.

  • Religiöse Prägung im England des 18. Jahrhunderts
  • Rolle der Dissenter in der Gesellschaft
  • Literarische Umsetzung puritanischer Werte
  • Bedeutung von "Spiritual Autobiography" und "Providence"
  • Verknüpfung von Religion und individuellem Überlebenswillen

Auszug aus dem Buch

3.1 Spiritual autobiography

Defoe bediente sich hinsichtlich der Zeitstruktur in Robinson Crusoe am Aufbau eines typischen Schriftstückes, dass sich bei vielen Dissentern wiederfand: der spiritual autobiography.

Diese Autobiografien sind zum größten Teil gleich aufgebaut. Sie beginnen meist mit einer Form von Sünde, die im Laufe der Autobiografie mit Hilfe der Bibel als Wegweiser bzw. Quelle der Unterstützung bearbeitet und bewältigt werden soll. Durch dieses Bearbeiten erlebt der Autor irgendwann eine Art Epiphanie, in der sie realisieren, dass sie von Gott auserwählt wurden, das Seelenheil in der Religion zu finden und zu realisieren. Somit liegt der Fokus einer spirituellen Autobiografie – wie der Name bereits sagt – wieder auf dem Individuum, das ja im Laufe des 18. Jahrhunderts in Vordergrund tritt.

So auch in Robinson Crusoe. Der gesamte Roman ist als eine Analepse geschrieben, das heißt der bereits gerettete Crusoe blickt auf seine Erlebnisse auf seiner Reise zurück und analysiert seine Epiphanie in Hinblick zur Religion: „[…] I began to keep my Journal, of which I shall here give you the Copy […]“ (Defoe, S.69)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kurze Biografie Daniel Defoe´s: Ein Überblick über das Leben Defoes, geprägt durch Katastrophen und seine Identität als Dissenter, die sein späteres Werk beeinflussten.

2. Die Religion im England des 18. Jahrhunderts: Eine Analyse des religiösen Umfelds im 18. Jahrhundert, in dem Politik und Kirche eng verwoben waren.

2.1 Die englischen Dissenter: Erläuterung der protestantischen Glaubensgemeinschaften, die sich von der Church of England distanzierten und als religiöse Minderheit unter Druck standen.

3. Die religiöse Thematik in Robinson Crusoe: Untersuchung der Art und Weise, wie Defoe puritanische Werte und religiöse Motive in seinen Roman integrierte, um ein breites Publikum anzusprechen.

3.1 Spiritual autobiography: Beschreibung der strukturellen Analogie des Romans zu spirituellen Autobiografien der Dissenter.

3.2 Das Gleichnis von den beiden Söhnen: Vergleich der Robinson-Geschichte mit der biblischen Parabel des verlorenen Sohnes.

3.3 Die Konvertierung von Freitag: Analyse der Missionierung Freitags durch Crusoe als Ausdruck seines eigenen religiösen Wandels.

3.4 Die Sieben-Tage-Woche: Bedeutung der Einführung eines Kalenders und der Einhaltung des Sabbats für Crusoes Disziplinierung.

3.5 Providence: Erläuterung des Konzepts der göttlichen Vorsehung im Kontext von Crusoes Überleben und seinem wachsenden Glauben.

4. Schlusswort: Fazit über den Erfolg des Romans durch die geschickte Verbindung von religiösen Themen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Daniel Defoe, Robinson Crusoe, 18. Jahrhundert, Religion, Puritanismus, Dissenter, Spiritual autobiography, Providence, Vorsehung, England, Literaturgeschichte, Glaube, Epiphanie, Gesellschaftswandel, Literatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die religiöse Fundierung und die puritanischen Motive im Roman Robinson Crusoe und deren Einfluss auf den Erfolg des Werkes im 18. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen der Einfluss des Puritanismus, das Leben als Dissenter, die literarische Form der "Spiritual Autobiography" sowie die Rolle der göttlichen Vorsehung (Providence).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Daniel Defoe durch die geschickte Verknüpfung von religiösen Werten und gesellschaftlichem Wandel seine Leserschaft erreichte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Roman in den historischen und religiösen Kontext des 18. Jahrhunderts einbettet und auf gängige Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Im Hauptteil werden verschiedene Aspekte wie die Biografie des Autors, das religiöse Umfeld, die Struktur der spirituellen Autobiografie sowie spezifische Motive wie das Gleichnis der Söhne und die Bedeutung der Zeitstruktur analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Religion, puritanisches Ethos, Dissenter, Providence (Vorsehung) und der literarische Wandel zur Zeit Defoes.

Wie beeinflusste der Status als Dissenter Defoes Schreiben?

Seine Erziehung in einer Dissenter-Akademie prägte sein puritanisches Werteverständnis, das er in seinen Romanen, insbesondere in den religiösen Reflexionen Robinsons, verarbeitete.

Warum ist das Konzept der "Spiritual Autobiography" wichtig für den Roman?

Die Struktur der "Spiritual Autobiography" ermöglichte es Defoe, Crusoes Entwicklung von der Sünde zur Bekehrung und göttlichen Auserwählung nachvollziehbar darzustellen, was den Nerv der damaligen Leser traf.

Welche Rolle spielt die "Sieben-Tage-Woche" für den Protagonisten?

Die Einführung einer Wochenstruktur inklusive Sabbat diente Crusoe dazu, seine Zeit auf der einsamen Insel zu ordnen und die religiöse Disziplin zu wahren.

Was bedeutet "Providence" in Bezug auf Robinson Crusoes Schicksal?

Providence oder Vorsehung bezeichnet Crusoes Glauben, dass Gott aktiv in sein Leben eingreift, sei es beim Überleben des Schiffbruchs oder bei der Rettung vor Versuchungen.

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Details

Title
Daniel Defoes religiöse Thematik als Grund für den Erfolg von „Robinson Crusoe“ im 18. Jahrhundert
College
LMU Munich
Author
Julia Kämpf (Author)
Publication Year
2015
Pages
8
Catalog Number
V336904
ISBN (eBook)
9783656985273
ISBN (Book)
9783656985280
Language
German
Tags
Defoe Religion Daniel Defoe Religion 18. Jahrhundert Dissenter Spiritual autobiography providence Robinson Crusoe englische Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Kämpf (Author), 2015, Daniel Defoes religiöse Thematik als Grund für den Erfolg von „Robinson Crusoe“ im 18. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/336904
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