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Vergessen, verloren, verdrängt? Frauen an der Front im Ersten Weltkrieg am Beispiel der Kriegskrankenschwester Eveline Hrouda

Titel: Vergessen, verloren, verdrängt? Frauen an der Front im Ersten Weltkrieg am Beispiel der Kriegskrankenschwester Eveline Hrouda

Seminararbeit , 2013 , 31 Seiten

Autor:in: Clara Omag (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Geschichte der Kriegskrankenschwestern ist noch nicht ausreichend erforscht. Während es in England und Frankreich schon etliche Beiträge zum Einsatz von Krankenschwestern im Krieg gibt, scheint es vor allem in Österreich noch ein weit unerforschtes Feld zu sein, auch da die Arbeit der Pflegenden nie wichtig genug erschien, um festgehalten zu werden. Nun soll in dieser Forschungsarbeit diese Lücke etwas weiter geschlossen werden, indem das 1935 erschienene Buch der österreichischen Kriegskrankenschwester Eveline Hrouda „Barmherzigkeit. Als freiwillige Malteserschwester im Krieg“ untersucht werden soll.

Diese Arbeit dekonstruiert den Mythos der passiven Frau im Krieg. Dieser entstand dadurch, dass den Selbstzeugnissen der Frauen nicht der gleiche Stellenwert zugeteilt wurde wie denen der Soldaten. Auch wenn oft behauptet wird, dass die Erfahrungen von Frauen keine direkten wären, da sie nicht selbst auf dem Schlachtfeld ihr Leben riskiert hätten, haben sie die Gewalt des Krieges hautnah erlebt. Die Geschichte der Frauen im Krieg wurde aber nie erzählt - Diese Arbeit soll nun einen Beitrag zu ihrer Sichtbarkeit leisten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Dekonstruktion eines Mythos

2.1. Gegen eine männliche Erzählung des Ersten Weltkriegs - Die Stimmen der Frauen

2.2. Die Rückkehr der soldatischen Männlichkeit

3. Selbstzeugnisse deuten – den Krieg verstehen: Analyse des Buches „Barmherzigkeit – Als freiwillige Malteserschwester im Weltkrieg“

3.1. Eveline Hrouda: Ein Leben voller Motivation, Arbeit und Erschöpfung

3.2. Starke Männer, schwache Frauen? Geschlechterspezifische Blicke auf den Ersten Weltkrieg

3.2.1. Die drei Gesichter der Krankenschwestern: Kamerad, Friedensengel, Prostituierte

3.2.2. In den Lazaretten: Das Verhältnis Arzt-Schwester-Patient

3.2.3. Zwischen Rivalität und Freundschaft: Selbst- und Fremdwahrnehmung der Krankenpflegerinnen

3.2.4. Gewalt, Soldaten, Krieg aus Sicht einer Schwester

4. Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand des 1935 erschienenen Buches „Barmherzigkeit – Als freiwillige Malteserschwester im Weltkrieg“ von Eveline Hrouda die aktive Rolle von Kriegskrankenschwestern im Ersten Weltkrieg. Ziel ist es, den hartnäckigen Mythos der passiven Frau in der Kriegsgeschichte zu dekonstruieren, die geschlechterspezifischen Dynamiken an der Front offenzulegen und die oft übersehenen Selbstzeugnisse von Frauen in den wissenschaftlichen Diskurs zu rücken.

  • Analyse der Rolle von Krankenschwestern als Akteurinnen an der Front
  • Untersuchung von Männlichkeits- und Weiblichkeitsidealen im Ersten Weltkrieg
  • Aufarbeitung der Fremd- und Selbstwahrnehmung innerhalb der Frontlazarette
  • Kritische Beleuchtung von Konflikten, Rivalitäten und hierarchischen Strukturen
  • Reflexion der subjektiven Darstellung von Kriegsgewalt und Traumata

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Die drei Gesichter der Krankenschwestern: Kamerad, Friedensengel, Prostituierte

Das Bild der Krankenschwester im Ersten Weltkrieg ist geprägt von einer neuen Ideologie, die sich aus traditionellen Weiblichkeitsbildern, steigender Professionalität sowie Eigenständigkeit zusammensetzte. Nach dem Krieg, dessen schreckliche Ereignisse oft einer kollektiven Verdrängung unterlagen, entstand aus der Gewalt und Zerstörung ein Mythos neuer Stärke, der in Krankenschwestern mindestens bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges die Vorstellung der Frontschwester und des Kameraden Schwester erwachsen ließ. Dieses geistige Konstrukt, das vor allem in den 30er Jahren aufkam, sah die an der Front eingesetzte Schwester als weibliches Pendant zum Frontsoldaten. Sie war den gleichen Gefahren und Extremsituationen ausgesetzt wie der männliche Krieger und unterstand somit auch dem gleichen Ehrenkodex, dessen Werte Kameradschaft, Pflichterfüllung und Liebe zum Vaterland ihre Arbeit leiteten.

Die Schwestern wollten ein Teil der Brudergemeinschaft der Soldaten sein und waren stolz darauf, im Krieg endlich eine Gleiche unter Gleichen zu sein. Denn der Krieg löste ihre Bindung an das behütete Elternhaus und ermöglichte es auch ihnen, aufzubrechen und ein Teil der Kriegsgemeinschaft zu werden, was Frauen vorher stets verweigert worden war. Der Respekt und die Ehre, die sie sich als Schwestern an der Front verdienten konnten, bedeuteten auch für Hrouda, aus familiären Strukturen zu fliehen und sich als Frau Ansehen zu verschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Unterrepräsentation von Frauen in der historischen Forschung zum Ersten Weltkrieg und begründet die Analyse von Eveline Hroudas Selbstzeugnissen als notwendigen Beitrag zur Lückenschließung.

2. Die Dekonstruktion eines Mythos: Dieses Kapitel hinterfragt die traditionelle Geschlechterdichotomie, nach der die Heimatfront weiblich und die Kriegsfront männlich besetzt war, und untersucht die Rückkehr soldatischer Männlichkeitsideale in den 1930er Jahren.

3. Selbstzeugnisse deuten – den Krieg verstehen: Analyse des Buches „Barmherzigkeit – Als freiwillige Malteserschwester im Weltkrieg“: Dieser Hauptteil analysiert Hroudas Biographie sowie die verschiedenen Rollenzuschreibungen der Krankenschwester als Kamerad, Friedensengel oder Prostituierte und betrachtet kritisch das Verhältnis zu Patienten, Ärzten und Kolleginnen.

4. Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Krankenschwestern aktiv am Kriegsgeschehen teilnahmen, fordert eine stärkere Einbeziehung solcher Selbstzeugnisse in die historische Forschung und plädiert für die weitere Aufarbeitung der Rolle von Frauen in kriegerischen Konflikten.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Krankenschwestern, Eveline Hrouda, Geschlechterforschung, Selbstzeugnisse, Lazarett, soldatische Männlichkeit, Frontschwester, Malteserorden, Kriegserfahrung, Geschlechterrollen, Professionalisierung, Frauengeschichte, Gewalt, Trauma.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die aktive Rolle und die persönlichen Erfahrungen von Kriegskrankenschwestern im Ersten Weltkrieg, basierend auf dem 1935 publizierten Buch von Eveline Hrouda.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Dekonstruktion des Mythos der passiven Frau im Krieg, die Analyse von Geschlechterverhältnissen an der Front sowie die Untersuchung von Berufs- und Rollenbildern der Krankenpflegerinnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die „unsichtbare“ Geschichte der Frauen an der Front sichtbar zu machen und bestehende, veraltete Geschlechterrollen durch eine geschlechterspezifische Analyse kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der historischen Quellenanalyse, insbesondere die kritische Deutung von Selbstzeugnissen (Memoiren), unter Einbeziehung geschlechtergeschichtlicher Forschungsperspektiven.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung Hroudas sowie in tiefgehende Analysen der Stereotype (Kamerad, Friedensengel, Prostituierte) und der realen sozialen Dynamiken zwischen Schwestern, Ärzten und Soldaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Schlagworte sind Erster Weltkrieg, Kriegskrankenschwestern, Geschlechterforschung, Selbstzeugnisse, Frontlazarette und die Dekonstruktion von Kriegs- und Männlichkeitsmythen.

Inwiefern beeinflusste das Erscheinungsjahr 1935 die Darstellung im Buch?

Die Veröffentlichung in den 1930er Jahren, einer Zeit der Rückkehr zu soldatischer Männlichkeit und Kriegsverherrlichung, führt dazu, dass Hrouda ihren Bericht teilweise beschönigt und eine kriegsbejahende Perspektive einnimmt.

Warum war das Verhältnis zwischen den Krankenschwestern nicht immer harmonisch?

Hrouda berichtet von Rivalität und Konkurrenz innerhalb der Schwesternschaften, die oft durch den Druck der Extremsituation, unterschiedliche soziale Herkunft und ideologische Stigmatisierungen, etwa durch den Vorwurf der Prostitution, befeuert wurden.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vergessen, verloren, verdrängt? Frauen an der Front im Ersten Weltkrieg am Beispiel der Kriegskrankenschwester Eveline Hrouda
Autor
Clara Omag (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
31
Katalognummer
V336823
ISBN (eBook)
9783656985136
ISBN (Buch)
9783656985143
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vergessen frauen front ersten weltkrieg beispiel kriegskrankenschwester eveline hrouda
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clara Omag (Autor:in), 2013, Vergessen, verloren, verdrängt? Frauen an der Front im Ersten Weltkrieg am Beispiel der Kriegskrankenschwester Eveline Hrouda, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/336823
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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