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Die Unabhängigkeit des Europäischen Auswärtigen Diensts im Rahmen der Libyenkrise 201

Eine Prinzipal-Agent-Analyse

Title: Die Unabhängigkeit des Europäischen Auswärtigen Diensts im Rahmen der Libyenkrise 201

Seminar Paper , 2016 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jonathan Old (Author)

Politics - Topic: European Union

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Summary Excerpt Details

Mit dem Vertrag von Lissabon unternahmen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union den Versuch, die intergouvernemental organisierte Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) durch zunehmende Integration effektiver zu gestalten: Insbesondere die Einrichtung des Europäischen Auswärtigen Diensts (EAD) war mit der Hoffnung verbunden, mehr Kohärenz für die häufig als schwach kritisierte GASP zu begründen.

Der erste Test dieser institutionellen Reform bot sich bereits wenige Wochen später in Gestalt des Arabischen Frühlings zu Beginn des Jahrs 2011, der die EU überraschend traf. Schnell wurde kritisiert, dass die EU trotz EAD nicht mit einer Stimme sprechen und damit nicht kohärent handeln könne. Über diese verfrühte Kritik hinaus lohnt sich dennoch ein analytischer Blick auf die europäische Außenpolitik, die bald einer radikale Änderung der politischen Situation im Nordafrika und dem Nahen Osten ausgesetzt sah.
Für Europas Außenbeziehungen von zentraler Rolle war der EAD einer der wichtigsten europäischen Akteure in der Libyenkrise und soll daher Gegenstand dieser Arbeit sein.

Dessen Unabhängigkeit ist von zentraler Bedeutung für eine europäische Außenpolitik und ermöglicht in einem nächsten Schritt Erklärungen für Effektivität und Kohärenz der EU-Außenpolitik und ist Gegenstand dieser Arbeit.

Mithilfe des Prinzipal-Agent-Ansatzes, wird untersucht (1) wie unabhängig der Europäische Auswärtige Dienst in Libyen handeln konnte, und (2) welche Faktoren und Einflüsse die Unabhängigkeit des EAD in Libyen bestimmt haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der EAD im und um den Libyenkonflikt 2011

2.1 Kurzfristige Reaktionen der EU

2.2 Mittelfristige politische Herausforderungen

2.3 Die Rolle des EAD

3. Theorie: Unabhängigkeit als Prinzipal-Agent-Beziehung

3.1 Der Prinzipal-Agent-Ansatz

3.2 Anwendung auf den EAD

3.3 Vorstellung des Modells

4. Analyse

4.1 Reaktionen im GASP-Rahmen: Sanktionen und EUFOR Libya

4.2 Diplomatische Aktivitäten

4.3 Mittelfristiges EU-Engagement: Libyen und die ENP

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Unabhängigkeit des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) während der Libyenkrise im Jahr 2011. Ziel ist es, mithilfe des Prinzipal-Agent-Ansatzes zu analysieren, welche Faktoren die Autonomie der Behörde gegenüber den Mitgliedstaaten beeinflusst haben und inwieweit der EAD in dieser komplexen Krisensituation eigenständig agieren konnte.

  • Analyse des Einflusses der mitgliedstaatlichen Präferenzkonstellation auf die EAD-Autonomie.
  • Untersuchung der institutionellen Rolle des EAD im Kontext der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP).
  • Evaluation des EAD-Engagements im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP).
  • Anwendung des Prinzipal-Agent-Modells auf bürokratische Institutionen in der EU-Außenpolitik.
  • Bewertung der Handlungsspielräume des EAD in Krisenzeiten im Vergleich zu langfristigen politischen Prozessen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Prinzipal-Agent-Ansatz

Der PA-Ansatz stammt ursprünglich aus den Wirtschaftswissenschaften, mit Hilfe derer Probleme bei der konkreten Umsetzung von politischen Entscheidungen untersucht wurden. Der Kern des PA-Ansatzes ist eine rationalistisch geleitete Analyse der Beziehung zwischen einem Prinzipal und einem Agenten, wobei der Prinzipal ein „Auftraggeber“ ist, der die Umsetzung eines politischen Problems an den Agenten, den „Umsetzer“ delegiert, der über mehr Expertise und Informationen verfügt und somit die delegierte Aufgabe besser umsetzen kann. Zugleich geht der PA-Ansatz davon aus, dass die Präferenzen von Prinzipal und Agenten nicht deckungsgleich sind. Somit besteht für rationale Agenten ein Anreiz, vom eigentlichen Auftrag abzuweichen, was zum sogenannten agency slack führt. Dieser kann sowohl als shirking (minimaler Einsatz, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen) als auch als slippage (Präferenzverschiebung zugunsten des Agenten) manifest werden.

Klassischerweise sind Agenten bürokratische Organisationen, zum Beispiel Ministerien. Der PA-Ansatz wurde jedoch weiter ausgedehnt und auf die EU angewandt, zum Beispiel auf supranationale Institutionen wie die Kommission oder auf Agenturen wie FRONTEX.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung nach der Unabhängigkeit des EAD im Kontext der Libyenkrise 2011 und Verortung der Arbeit im politikwissenschaftlichen Forschungsdiskurs.

2. Der EAD im und um den Libyenkonflikt 2011: Darstellung der chronologischen Ereignisse und der schwierigen Anfangsphase des EAD unter dem Druck der eskalierenden Lage in Libyen.

3. Theorie: Unabhängigkeit als Prinzipal-Agent-Beziehung: Einführung des theoretischen Analyserahmens zur Untersuchung der Autonomie bürokratischer Organisationen durch die Prinzipal-Agent-Beziehung.

4. Analyse: Detaillierte Untersuchung des EAD-Handelns in Bezug auf Sanktionen, diplomatische Koordination und das mittelfristige Engagement innerhalb der ENP.

5. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse, Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die Bedingungen, unter denen der EAD unabhängigen Spielraum gewinnt.

Schlüsselwörter

Europäischer Auswärtiger Dienst, EAD, Libyenkrise 2011, Prinzipal-Agent-Ansatz, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, GASP, Europäische Nachbarschaftspolitik, ENP, Agency Slack, Institutionelle Autonomie, Außenpolitik der EU, Krisenmanagement, Catherine Ashton, Europäische Integration, Politische Strategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht, wie unabhängig der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) im Jahr 2011 während der Libyenkrise agieren konnte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die europäische Außenpolitik, die institutionelle Rolle des EAD, Krisenmanagement der EU sowie die Anwendung theoretischer Konzepte aus den Wirtschaftswissenschaften auf politische Organisationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte beantworten, welche Faktoren die Unabhängigkeit des EAD in Libyen zwischen Februar und Oktober 2011 beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Theorie geleitete Analyse mittels des Prinzipal-Agent-Ansatzes angewandt, gestützt durch Primärdokumente der EU und relevante Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine empirische Analyse der kurzfristigen Krisenreaktionen (Sanktionen, EUFOR Libya) und der langfristigen diplomatischen Aktivitäten sowie eine Untersuchung des Engagements im Rahmen der Nachbarschaftspolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind EAD, Prinzipal-Agent-Ansatz, GASP, ENP, Libyenkrise, Autonomie, Agency Slack und EU-Außenpolitik.

Warum spielt der Mangel an Konsens unter den Mitgliedstaaten eine so große Rolle für den EAD?

Die Theorie besagt, dass ein Agent (EAD) größere Autonomie gewinnt, wenn seine Prinzipale (Mitgliedstaaten) zerstritten sind, da die Kontrolle dann schwieriger zu koordinieren ist.

Inwiefern beeinflusst das Politikfeld die Handlungsfreiheit des EAD?

In sicherheitspolitischen Fragen (GASP) ist der Spielraum des EAD aufgrund der hohen mitgliedstaatlichen Kontrolle eingeschränkt, während er in zivilen oder langfristigen Bereichen (ENP) mehr Autonomie aufbauen konnte.

Was genau bedeutet der Begriff "agency slippage" in diesem Kontext?

Agency slippage bezeichnet das Bestreben eines Agenten, eigene Präferenzen durchzusetzen oder Kompetenzen über den ursprünglichen Auftrag hinaus auszuweiten.

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Details

Title
Die Unabhängigkeit des Europäischen Auswärtigen Diensts im Rahmen der Libyenkrise 201
Subtitle
Eine Prinzipal-Agent-Analyse
College
Dresden Technical University  (Lehrstuhl für Internationale Politik)
Course
Seminar "Die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union"
Grade
1,0
Author
Jonathan Old (Author)
Publication Year
2016
Pages
20
Catalog Number
V333724
ISBN (eBook)
9783668235205
ISBN (Book)
9783668235212
Language
German
Tags
Europäische Union EU EAD Europäischer Auswärtiger Dienst Prinzipal-Agent Principal-Agent Libyen Arabischer Frühling PA-Analyse GASP EUFOR Libya EU Situation Room Joint Situation Center
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonathan Old (Author), 2016, Die Unabhängigkeit des Europäischen Auswärtigen Diensts im Rahmen der Libyenkrise 201, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/333724
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