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Spracherwerb und linguistische Theorien: Dysgrammatismus - Phänomenologie und Therapie

Titel: Spracherwerb und linguistische Theorien: Dysgrammatismus - Phänomenologie und Therapie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 14 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Gesamtschullehrer Tobias Baron (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei den Literaturrecherchen für mein Referat über >Dysgrammatismus< wurde ich mit dreierlei Sachverhalten konfrontiert, die für die (sprach)wissenschaftliche Auseinandersetzung und Diskussion innerhalb des Seminars von großer Wichtigkeit sind: i) keine einheitliche Terminologie; ii) unterschiedliche Phänomenologie sowie iii) unterschiedliche Therapieformen. Und auf die ich deshalb hier (wie im mündlichen Vortrag bereits referiert!) kurz eingehen werde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Beschreibung des Erscheinungsbildes

1.1 Grundmuster für die dysphasische Sprache

1.2 Die Profilanalyse nach Clahsen

2. Sprachtherapeutische Implikationen

2.1 Digitale Medien als Strukturierungshilfen

2.2 Die Entwicklungsproximale Sprachtherapie

3. Gedanken zum Abschluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Dysgrammatismus bei Kindern. Ziel ist es, ein Verständnis für die sprachlichen Erscheinungsformen dieser Störung zu entwickeln, Diagnosemöglichkeiten wie die Profilanalyse nach Clahsen zu erläutern und verschiedene sprachtherapeutische Ansätze kritisch zu beleuchten.

  • Terminologische Vielfalt und phänomenologische Aspekte des Dysgrammatismus
  • Empirische Grundlagen dysphasischer Sprachmuster
  • Anwendung und Nutzen der Profilanalyse (LARSP) sowie COPROF
  • Einsatz digitaler Medien in der Sprachtherapie
  • Vergleich zwischen spezifischen und unspezifischen Therapieansätzen
  • Diskussion über die Rolle des Therapeuten im Entwicklungsprozess

Auszug aus dem Buch

1.1 Grundmuster für die dysphasische Sprache

Seit Anfang der 80er Jahre beschäftigt sich die Dysgrammatismusforschung intensiver mit unterschiedlichen Fragestellungen: Wie spricht ein dysgrammatisch sprechendes Kind? Ab wann, gesehen auf die Modifikation der Syntax, kann man überhaupt von Dysgrammatismus sprechen? Welche Querverbindungen lassen sich zu anderen Entwicklunspsychologischen Theorien knüpfen?

Eine Erkenntnis steht jedoch für alle Fachwissenschaftler als gesichert fest und wird so auch von Niemanden bezweifelt: Dysgrammatiker bilden keine homogene Gruppe!

Nach Clahsen erwerben Kinder mit Dysgrammatismus „keine bizarren sprachlichen Systeme, sondern Grammatiken, die in den Geltungsbereich universeller Prinzipien fallen.“ (Clahsen, 1988, S.122)

Um sich als nicht Sprachentwicklungsgestörter Mensch ein empathisches Bild des Dysgrammatismus Patienten zu machen kann man die Sprachstörung anhand eines syntaktisch korrekten Satzes nacherleben. (vgl. dazu Grohnfeldt, 1997, S. 3-16).

So steht im Normalfall: Da fährt ein Auto.

Bei der Störung der Wahrnehmungsorganisation: dafährteinauto.

Bei der Störung der Zerlegung und Bündelung: daf ährtei nau to.

Kany und Kaltenbacher beschäftigten sich Mitte der 80iger Jahr intensiv mit der Wortstellung von sprachunauffälligen und dysphasischen Kindern (T.B.: meint hier dysgrammatisch sprechende Kinder). Aufgrund von ausgewerteten Videoaufnahmen konnten sie so ein „Grundmuster für die dysphasische Sprache“ entwerfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Beschreibung des Erscheinungsbildes: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Uneinheitlichkeit und die unterschiedlichen Phänomenologien, die zur Definition des Dysgrammatismus in der Fachwelt existieren.

1.1 Grundmuster für die dysphasische Sprache: Hier werden empirische Erkenntnisse über die spezifischen sprachlichen Auffälligkeiten dysgrammatischer Kinder vorgestellt, wie etwa Auslassungen oder falsche Wortstellungen.

1.2 Die Profilanalyse nach Clahsen: Dieser Abschnitt beschreibt das Verfahren zur grammatischen Diagnose und Rekonstruktion des kindlichen Regelsystems, einschließlich der informationstechnischen Ergänzung COPROF.

2. Sprachtherapeutische Implikationen: Ein Überblick über grundlegende therapeutische Herangehensweisen im pädagogischen Handlungsfeld, unterteilt in spezifische und unspezifische Ansätze.

2.1 Digitale Medien als Strukturierungshilfen: Dieses Unterkapitel beleuchtet, wie der Einsatz von Medientechnik zur Aufzeichnung und Eigenbeteiligung das therapeutische Klima positiv beeinflussen kann.

2.2 Die Entwicklungsproximale Sprachtherapie: Eine detaillierte Betrachtung des therapeutischen Modells nach Dannenbauer, welches den Fokus von reiner Korrektur hin zu einem von Kind und Therapeut gemeinsam gestalteten Prozess verschiebt.

3. Gedanken zum Abschluss: Der Autor reflektiert seine Erfahrungen aus dem Seminar und plädiert für einen stärkeren Praxisbezug in der sonderpädagogischen Ausbildung sowie eine Anpassung an die veränderte Lebenswirklichkeit der Kinder.

Schlüsselwörter

Dysgrammatismus, Sprachtherapie, Profilanalyse, Clahsen, LARSP, Sprachentwicklung, Morphosyntaktische Störung, COPROF, Entwicklungsproximale Sprachtherapie, Wortstellung, Sprachförderung, Sonderpädagogik, Linguistik, Kindliche Sprachstörung, Diagnostik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den Dysgrammatismus, also eine morphosyntaktische Störung beim Kind, und untersucht sowohl die theoretischen Beschreibungsmodelle als auch praktische Ansätze in der Sprachtherapie.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Definition und Klassifikation von Dysgrammatismus, die diagnostische Erfassung mittels der Profilanalyse nach Clahsen sowie Methoden der Sprachtherapie unter Einbeziehung digitaler Medien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Theorien den Dysgrammatismus erklären und welche therapeutischen Konzepte – wie die entwicklungsproximale Therapie – dabei helfen können, das Kind in seiner Sprachentwicklung sinnvoll zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich primär um eine Literaturarbeit, die verschiedene Fachpositionen (z.B. von Clahsen, Dannenbauer, Homburg) vergleicht und mit praktischen Beispielen sowie eigenen Reflexionen verknüpft.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die phänomenologische Beschreibung des Störungsbildes, die methodische Analyse der Sprachentwicklung (Profiling) und die Vorstellung sprachtherapeutischer Implikationen, insbesondere den Einsatz von Medien und das Konzept des "inszenierten Spracherwerbs".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dysgrammatismus, Sprachtherapie, Profilanalyse, LARSP und Sprachentwicklungsstörung am besten beschreiben.

Warum betont der Autor den Einsatz digitaler Medien?

Der Autor argumentiert, dass die mediale Dokumentation (z.B. Videoaufnahmen) nicht nur als Analyseinstrument dient, sondern durch die aktive Beteiligung der Kinder ein kooperatives Klima schafft und deren Selbstbewusstsein stärkt.

Was versteht man unter dem in der Arbeit erwähnten "Pattern drill"?

Der Begriff bezeichnet das mechanische Vor- und Nachsprechen von Sätzen, das von den hier diskutierten Therapeuten (wie Homburg und Dannenbauer) kritisch gesehen wird, da es den Transfer in die spontane, bedeutungsvolle Kommunikation des Kindes erschwert.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spracherwerb und linguistische Theorien: Dysgrammatismus - Phänomenologie und Therapie
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,5
Autor
Gesamtschullehrer Tobias Baron (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V32682
ISBN (eBook)
9783638333429
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spracherwerb Theorien Dysgrammatismus Phänomenologie Therapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gesamtschullehrer Tobias Baron (Autor:in), 2004, Spracherwerb und linguistische Theorien: Dysgrammatismus - Phänomenologie und Therapie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/32682
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Leseprobe aus  14  Seiten
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