In der Hausarbeit über soziale Feedbackprozesse innerhalb von Online Social Networks wird der Schwerpunkt auf die Phase der Identitätsbildung von Menschen im Jugendalter gelegt. Es wird anhand zweier, soziologischer Identitätsbildungstheorien erläutert, inwiefern soziale Feedbackprozesse den Vorgang der Identitätsbildung unterstützen bzw. erschweren. Zudem wird anhand des Beispiels „Cyber-Mobbing“ dargestellt, welche drastischen Folgen für junge Menschen, bei einem Übermaß an negativem Feedback, bestehen können.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Kapitel 1: Relevanz von Facebook und soziale Feedbackprozesse
1.1 Facebook – Relevanz für junge Menschen
1.2 Soziale Feedbackprozesse
1.3 Wirkung von Feedbackprozessen
Kapitel 2: Identitätsbildung – Theorien und ihre Anwendung auf soziale Feedbackprozesse
2.1 Lothar Krappmanns Theorie der Identitätsbildung
2.2 Meads Modell symbolisch sprachlicher Kommunikation und Interaktion
Kapitel 3: Das Fallbeispiel Cybermobbing und die Auswirkungen auf die Identitätsbildung
3.1 Einleitung in das Phänomen Cybermobbing
3.2 Die Relevanz des Cybermobbings in der heutigen Gesellschaft
3.3 Online Social Networks und der Einfluss auf Feedbackprozesse und die Identitätsbildung
3.4 Auswirkungen auf die Gesellschaft
Schlussfolgerung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Feedbackprozesse in Online Social Networks auf die Identitätsbildung von Jugendlichen, wobei insbesondere das Risiko von negativem Feedback und dessen potenzielle Konsequenzen analysiert werden.
- Bedeutung von Facebook für junge Menschen
- Soziologische Identitätsbildungstheorien nach Krappmann und Mead
- Mechanismen sozialer Feedbackprozesse in sozialen Netzwerken
- Das Phänomen Cybermobbing als extremes Fallbeispiel
- Soziale Folgen und Auswirkungen auf die Gesellschaft
Auszug aus dem Buch
3.3 Online Social Networks und der Einfluss auf Feedbackprozesse und die Identitätsbildung
Im Folgenden möchten wir die zuvor im zweiten Kapitel genannten Theorien nach Krappmann und Mead zur Identitätsbildung bei Jugendlichen anhand des Cybermobbings näher betrachten. Wir haben gesehen, dass die Identität sich nach Krappmann erst als Jugendlicher ausbildet. Die Jugend ist somit der zentrale Zeitraum für die Entwicklung der Identität. Nicht nur im realen Leben sondern auch in der virtuellen Welt spielt die Identität eine wichtige Rolle. Bei Facebook bildet das selbst erstellte Mitgliedsprofil die Grundlage. Somit hat man die Möglichkeit mit anderen Mitgliedern in Kontakt zu treten und sich ihnen mit diesem Profil zu präsentieren. Durch das Hochladen eines eigenen Profilfotos und die Angabe von Hobbies, Interessen, Schulwerdegang etc. kann der Jugendliche (in diesem Kapitel beziehen wir uns ausschließlich auf Jugendliche) sich sein Profil so gestalten, wie er sich in der Öffentlichkeit präsentieren möchte, meistens mit der Absicht positives Feedback zu erhalten.
Nach Krappmann löst sich der Jugendliche während der Identitätsbildung von den elterlichen Einflüssen. Für die Nutzung der Online Social Networks hat es zu Folge, dass die Eltern der Jugendlichen keine Kontrolle mehr ausüben können, dadurch das das Internet für Jugendliche immer präsent ist und sie dies auch außerhalb von Zuhause nutzen können. Was der Jugendliche im Internet macht, mit wem er Kontakt hat, was dort passiert bleibt meistens nur noch eine Sache des Jugendlichen selbst. Die Schwierigkeit dabei ist, dass das Cybermobbing von den Eltern kaum noch oder nur sehr wenig kontrolliert werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Umriss der Zielsetzung, den Einfluss von sozialen Feedbackprozessen in Online-Netzwerken auf die jugendliche Identitätsbildung zu analysieren.
Kapitel 1: Relevanz von Facebook und soziale Feedbackprozesse: Darstellung der Bedeutung von Facebook als Kommunikationsplattform für Jugendliche und Definition sozialer Feedbackprozesse.
Kapitel 2: Identitätsbildung – Theorien und ihre Anwendung auf soziale Feedbackprozesse: Erläuterung der Identitätstheorien von Lothar Krappmann und George Herbert Mead sowie deren Übertragbarkeit auf soziale Online-Interaktionen.
Kapitel 3: Das Fallbeispiel Cybermobbing und die Auswirkungen auf die Identitätsbildung: Analyse von Cybermobbing als negatives Feedback-Phänomen anhand von Studienergebnissen und dem konkreten Fall Amanda Todd.
Schlussfolgerung: Synthese der Erkenntnisse, die bestätigt, dass Feedback in sozialen Netzwerken eine zentrale, aber auch risikobehaftete Rolle bei der Identitätsentwicklung spielt.
Schlüsselwörter
Identitätsbildung, soziale Netzwerke, Facebook, Feedbackprozesse, Jugendalter, Cybermobbing, Lothar Krappmann, George Herbert Mead, Selbstdarstellung, Ich-Identität, Sozialisation, Online-Kommunikation, Privatsphäre, Amanda Todd, soziale Isolation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von sozialen Netzwerken, insbesondere Facebook, im Kontext der Identitätsentwicklung bei Jugendlichen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen soziale Feedbackmechanismen, Identitätstheorien, die Bedeutung virtueller Interaktionen und die Gefahren durch Cybermobbing.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu erläutern, wie soziales Feedback in Online-Netzwerken die Identitätsbildung unterstützt oder erschwert und welche drastischen Folgen ein Übermaß an negativem Feedback haben kann.
Welche wissenschaftlichen Theorien werden verwendet?
Es werden die soziologischen Ansätze zur Identitätsbildung von Lothar Krappmann und das Modell der symbolisch sprachlichen Kommunikation von George Herbert Mead herangezogen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Identitätsbildung, die Analyse der Facebook-Nutzung sowie die Untersuchung des Cybermobbings mittels einer Studie und eines Fallbeispiels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Identitätsbildung, Soziale Feedbackprozesse, Online Social Networks, Cybermobbing, Sozialisation und Selbstdarstellung.
Warum spielt die Anonymität beim Cybermobbing eine so große Rolle?
Die Anonymität im Internet senkt die Hemmschwelle für Täter und führt dazu, dass sich Cybermobbing weitläufiger und für Außenstehende schwerer kontrollierbar ausbreitet.
Welche Erkenntnis lässt sich aus dem Fall Amanda Todd ableiten?
Der Fall verdeutlicht das zerstörerische Potenzial von negativem Feedback und öffentlicher Ausgrenzung, die weit über das "reale" Leben hinausreichen und zu fatalen persönlichen Konsequenzen führen können.
- Quote paper
- Fanny Meyer (Author), 2013, Soziale Feedbackprozesse in Online Social Networks. Wie beeinflussen sie die Identitätsbildung junger Menschen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/323650