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Wittgensteins Sprachspiel. Intention der Begriffswahl, Sprachspiel als Lebensform und Konsequenzen des offenen Regelwerks

Title: Wittgensteins Sprachspiel. Intention der Begriffswahl, Sprachspiel als Lebensform und Konsequenzen des offenen Regelwerks

Term Paper , 2010 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Oliver Pipping (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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In meiner Hausarbeit möchte ich Wittgensteins Begriff „Sprachspiel“, der wohl für seine Spätphilosophie einer der zentralsten, aber auch für ihr Verständnis ertragreichsten ist, von verschiedenen Seiten beleuchten. So sollen die zentralen Thesen seiner Sprachphilosophie an diesem Begriff zum Aufscheinen gebracht werden. Dabei versuche ich Fragen zu stellen und zu beantworten wie: Welche Absicht könnte hinter dieser Begriffswahl stehen? Welche Aspekte der Sprache sollten damit heraus- und von traditionellen Sichtweisen abgehoben werden?

Im ersten Abschnitt geht es mir zunächst darum, dass „Sprachspiel“ als Lernspiel zu beschreiben. Will man Sprache verstehen, so kann es hilfreich sein, dies vom Standpunkt des ursprünglichen Spracherwerbs zu betrachten. Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang etwa der Ausdruck „Abrichtung“, wenn man begreifen will, wie Wittgenstein die Funktionsweise von Sprache versteht?

Im zweiten Teil geht es mir darum den Zusammenhang zwischen praktischem situationsbezogenem Handeln und sprachlichen Ausdrücken näher zu beleuchten, wie er sich in Wittgensteins Ausdruck „Lebensform“ abzeichnet.
Im dritten Teil versuche ich zu zeigen, dass die entstehende Vagheit, wenn man versucht, den Begriff „Sprachspiel“ definitorisch festzulegen, selbst die Funktionsweise von Sprache erhellen kann.

Im vierten Teil geht es dann darum zu klären, wie man denn nun dieses „Spiel“ genau spielt. Was ist ein Zug in diesem Spiel, und was könnte damit verwechselt werden?
Im fünften Teil schließlich versuche ich zu erklären, woher die Regeln eines Sprachspiels kommen und wie konsequent sie angewendet werden müssen, damit Sprache noch Sprache bleibt.

In der zweiten Hälfte meiner Arbeit habe ich ergänzend zu den einzelnen Traktaten §1 bis §36 aus Wittgensteins "Philosophische Untersuchungen" kurz meine eignen Reflexionen und Komentare dazu angehängt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Welche Intention könnte Wittgenstein mit der Begriffwahl „Sprachspiel“ gehabt haben?

2. Sprachspiel als Lebensform

3. Die Offenheit des Regelwerks „Sprachspiel“ und die Konsequenzen

4. Was ist ein „Zug“ im Sprachspiel?

Kurzkommentar 1: Vorwort der PU

Kurzkommentar 2: PU §1-§5

Kurzkommentar 3: PU §6 - §10

Kurzkommentar 4: PU §11-§18

Kurzkommentar 5: PU §19-§22

Kurzkommentar 6: PU §23-§24

Kurzkommentar 7: PU §25-§30: Haben Tiere Sprache?

Kurzkommentar 8: PU §31-§36: Valenz und Akzidenzien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff „Sprachspiel“ in Ludwig Wittgensteins Spätphilosophie, insbesondere basierend auf den „Philosophischen Untersuchungen“, um zu klären, welche Absichten hinter dieser Begriffswahl stehen und wie Sprache als Teil einer Lebensform verstanden werden kann.

  • Die Funktion von Sprache als Lernspiel und Lebensform.
  • Die Problematik der Vagheit und Offenheit sprachlicher Regelwerke.
  • Das Konzept der Familienähnlichkeit als Alternative zu essenzialistischen Definitionen.
  • Die Kritik am repräsentativen Sprachverständnis und der „Abrichtung“.
  • Die Differenz zwischen Interpretation und praktischer Regelanwendung.

Auszug aus dem Buch

1. Welche Intention könnte Wittgenstein mit der Begriffwahl „Sprachspiel“ gehabt haben?

Wieso hat Wittgenstein diesen eigenartigen Begriff „Sprachspiel“ überhaupt gewählt? Löst er nicht irreführende Assoziationen aus? Mit Spielen wird oft Freude und Spaß, aber vor allem auch immer etwas nicht wirklich Nützliches, Triviales oder zumindest Unwichtiges verbunden. Und ist Sprache nicht genau das Gegenteil: Etwas überaus Wichtiges, ja Ernstes und Notwendiges, das nicht nur aus reiner Lebensfreude heraus verwendet wird? Auch verbindet man Spielen gerne mit der Beschäftigung von Kindern. Doch das Spielen von Kindern wird keinesfalls mit etwas Unnützlichen verknüpft, so dient es doch meist auch dem Zweck des Erlernens neuer wichtiger Fähigkeiten. Will man verstehen, wie Sprache funktioniert, so ist es für Wittgenstein unumgänglich zu verstehen, wie wir sie uns ursprünglich aneignen. Wie kommen wir überhaupt zu bestimmten Begriffen und Ausdrucksweisen?

Damit ist weniger das Erlernen einer Fremdsprache gemeint, sondern vielmehr das Erlernen der Muttersprache. Da dabei auf keine zuvor erworbere Sprache zurückgriffen werden kann, rückt dabei das Grundlegende des Sprechens in den Vordergrund: Es ist immer mit einer praktischen Handlungssituation verflochten. In gewisser Weise kann das Sprechen selbst eine Handlung oder die „Verlängerung“ von Handlungen verstanden werden. Die Aktionen und Reaktionen der Mutter sind dabei aufs engste mit dem Spracherwerb des Kindes verknüpft. Das Kind wird in seinen Verhaltensweisen abgerichtet. In diesem Zusammenhang wurde Wittgenstein einerseits vorgeworfen, er wolle Sprachphilosophie durch Kinderpsychologie ablösen, denn das Erlernen sei eine bloß empirische Angelegenheit. Doch Wittgenstein geht es nicht um empirische Forschung.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Absicht, Wittgensteins „Sprachspiel“-Begriff durch verschiedene Aspekte der Spätphilosophie zu beleuchten und zentrale Thesen an diesem Begriff festzumachen.

1. Welche Intention könnte Wittgenstein mit der Begriffwahl „Sprachspiel“ gehabt haben?: Dieses Kapitel untersucht, warum Wittgenstein den Begriff „Sprachspiel“ wählte und wie dieser mit dem ursprünglichen Spracherwerb und der praktischen Einbettung in Lebensformen korreliert.

2. Sprachspiel als Lebensform: Hier wird der Übergang von Wittgensteins „Tractatus“ zu den „Philosophischen Untersuchungen“ diskutiert, wobei Sprache nicht mehr als Abbildung, sondern als performative, regelgeleitete Tätigkeit innerhalb einer Lebensform definiert wird.

3. Die Offenheit des Regelwerks „Sprachspiel“ und die Konsequenzen: Das Kapitel analysiert die Vagheit sprachlicher Regeln, führt das Konzept der „Familienähnlichkeit“ ein und lehnt eine metaphysische Suche nach einem gemeinsamen Wesenskern ab.

4. Was ist ein „Zug“ im Sprachspiel?: Es wird kritisch hinterfragt, wie man ein Spiel „spielt“ und warum eine rein repräsentative Zeichentheorie, wie Augustinus sie vertrat, für das Verständnis sprachlicher Akte unzureichend ist.

Schlüsselwörter

Sprachspiel, Lebensform, Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, Familienähnlichkeit, Regelbefolgung, Sprachgebrauch, Spracherwerb, Abrichtung, Sprachphilosophie, Regelwerk, Performative Sprache, Begriffsanalyse, Alltäglicher Gebrauch, Kontextualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Wittgensteins Begriff des „Sprachspiels“ und dessen Bedeutung für das Verständnis menschlicher Sprache innerhalb der Spätphilosophie des Autors.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet den Zusammenhang zwischen Sprache, praktischem Handeln, Lebensformen, dem Erlernen der Muttersprache sowie die Kritik an logisch-analytischen Sprachmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Wittgensteins Sprachphilosophie anhand des Sprachspiel-Begriffs zu erschließen und zu verdeutlichen, wie Sprache als dynamische, kontextabhängige Tätigkeit zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor wählt einen deskriptiven Ansatz, der sich an der Analyse von Wittgensteins Originaltexten („Philosophische Untersuchungen“) orientiert und diese durch Kurzkommentare zu spezifischen Paragraphenabschnitten interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Genese des Sprachspiels, die Abgrenzung zur metaphysischen Sprachbetrachtung, das Konzept der Familienähnlichkeit und die Bedeutung von Regeln in einer sozialen Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sprachspiel, Lebensform, Familienähnlichkeit, Regelbefolgung und Sprachgebrauch geprägt.

Was genau meint Wittgenstein mit dem Vergleich der Sprache mit einer „alten Stadt“?

Dieser Vergleich verdeutlicht die netzartige, gewachsene und sich ständig verändernde Struktur der Sprache, die keine homogene, rein logische Einheit darstellt, sondern aus vielen alten und neuen Elementen besteht.

Warum lehnt Wittgenstein das bloße „Benennen“ als Erklärung für Sprache ab?

Wittgenstein sieht im Benennen nur einen Teilaspekt. Ohne den sozialen Kontext und die intentionale Praxis bleibt das Benennen ein „leerer“ Akt, vergleichbar mit dem Aufstellen einer Schachfigur, ohne die Regeln des Schachspiels zu kennen.

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Details

Title
Wittgensteins Sprachspiel. Intention der Begriffswahl, Sprachspiel als Lebensform und Konsequenzen des offenen Regelwerks
College
University of Vienna  (Institut für Philosophie)
Course
Wittgensteins "Philosophische Untersuchungen" 180570 LPS
Grade
1,0
Author
Oliver Pipping (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V322543
ISBN (eBook)
9783668227613
ISBN (Book)
9783668227620
Language
German
Tags
wittgensteins sprachspiel intention begriffswahl lebensform konsequenzen regelwerks
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Pipping (Author), 2010, Wittgensteins Sprachspiel. Intention der Begriffswahl, Sprachspiel als Lebensform und Konsequenzen des offenen Regelwerks, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/322543
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