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„Erziehung zum Krieg“. NS-Pädagogik im Spiegel von Ödön von Horvaths Romans „Jugend ohne Gott“

Title: „Erziehung zum Krieg“. NS-Pädagogik im Spiegel von Ödön von Horvaths Romans „Jugend ohne Gott“

Term Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Franziska Kober (Author)

German Studies - Literature of History, Eras

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Die vorliegende Arbeit mit dem Thema „Erziehung zum Krieg“ – NS-Pädagogik im Spiegel des Romans „Jugend ohne Gott“ soll aufzeigen, inwieweit die politischen Ziele der nationalsozialistischen Diktatur zwischen 1933 und 1945 die Pädagogik und somit die junge Generation eines Volkes beeinflusst hat. Da dieses Motiv im Detail sehr umfangreich ist, werden sich die folgenden Seiten vornehmlich mit der Kriegsausbildung der Kinder und Jugendlichen während jener Zeit auseinandersetzen. Ödön von Horváth hat diese Thematik unter anderen in seinem Werk „Jugend ohne Gott“ verarbeitet. Ziel dieser Arbeit ist es demnach, die Erziehungsideale des Dritten Reiches im Roman wiederzuerkennen und Fiktion von der damaligen Realität zu unterscheiden.

Zunächst sollen die allgemeinen Ziele der NS-Pädagogik erläutert werden. Um Unterschiede zwischen Mädchen- und Jungenerziehung deutlich zu machen, werden die Geschlechter im Folgenden auch einzeln betrachtet. Die Vorstellungen einer kriegsbereiten Jugend werden dann durch Beispiele aus dem Werk „Jugend ohne Gott“ veranschaulicht. Es wird wiederum zwischen Mädchen und Jungen unterschieden, wobei die Jungen im Roman einen Schwerpunkt bilden; die Erziehung der Mädchen wird nur auf die Kriegspädagogik hin untersucht, da Einzelheiten einen zu großen Umfang bedürften. Außerdem soll die Stellung des Lehrers als „passiver Vermittler“ der Ideologie aufgezeigt werden. Zuletzt wird das tatsächliche Bild eines „idealen“ Jugendlichen unter Berücksichtigung der literarischen Darstellung noch einmal zusammengefasst.

Für die Bearbeitung der beschriebenen Thematik wurde vor allem die Suhrkamp-Ausgabe des Romans „Jugend ohne Gott – Text und Kommentar“ verwendet. Außer dem wurden Interpretationshilfen, Nachschlagewerke sowie zeitgenössische Schriften für eine detailierte Betrachtung genutzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pädagogik zu Zeit der NS-Diktatur

2.1 Allgemeine Ziele in der Erziehung

2.2 Erziehung der Jungen

2.3 Erziehung der Mädchen

3. Erziehungsideale und -methoden im Roman „Jugend ohne Gott“

3.1 Die geistige und körperliche Ausbildung der Jungen zum Krieg

3.2 Die Mädchen als „marschierende Venus“

3.3 Der Lehrer als „passiver“ Vermittler der Ideologie

4. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Erziehungsideale und -methoden des Nationalsozialismus im Zeitraum von 1933 bis 1945 und spiegelt diese anhand des Romans „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth wider, um die Diskrepanz zwischen der fiktiven Darstellung und der historischen Realität zu analysieren.

  • Die allgemeinen pädagogischen Ziele der NS-Diktatur
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Erziehungspraxis
  • Die Rolle der Schule und der Lehrerschaft als ideologische Instrumente
  • Die literarische Verarbeitung nationalsozialistischer Indoktrination

Auszug aus dem Buch

3.1 Die geistige und körperliche Ausbildung der Jungen zum Krieg

„Die herrschende Ideologie des Faschismus, die […] charakterisiert und kritisiert [wird], zeigt sich vor allem in der Erziehung der Jugend: Sie wird systematisch zum Krieg herangebildet […]“.

Diese Aussage wird in „Jugend ohne Gott“ besonders im Zeltlager der Jungen verdeutlicht. Wie in der Wirklichkeit wurden dort Gehorsam und Opferbereitschaft gelehrt. Doch die pädagogische Hinführung zu kriegerischem, rassistischem und mitleidlosem Denken beginnt auch im Roman weitaus eher. So werden in der Schule propagandistische Formulierungen übernommen und geduldet.

Die Aussage „Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul.“ in einem Aufsatz eines Schülers kann vom dem Lehrer, der eigentlich eine gegenteilige Meinung vertritt, nur mit dem Gedanken „[…]Was einer im Radio hört, darf kein Lehrer im Schulheft streichen.“ registriert werden.

Doch immer wieder stellt sich ihm die Frage „Was wird das für eine Generation? Eine harte oder nur eine rohe?“. Er ist sich der einschlägigen Erziehungsmethoden bewusst und weiß, wohin diese führen sollen. So denkt er: „Du könntest auch einen Sohn haben, […] aber ich kann mich beherrschen, ein Kind in die Welt zu setzen. Nur damits in irgendeinem Krieg erschossen wird.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der NS-Pädagogik ein und erläutert die Zielsetzung, diese anhand des Romans „Jugend ohne Gott“ kritisch zu hinterfragen.

2. Pädagogik zu Zeit der NS-Diktatur: Es werden die theoretischen und ideologischen Grundlagen der Erziehung im Nationalsozialismus dargelegt, inklusive der spezifischen Ausrichtung auf Jungen und Mädchen.

3. Erziehungsideale und -methoden im Roman „Jugend ohne Gott“: Dieses Kapitel analysiert die konkrete literarische Darstellung von Indoktrination, militärischer Ausbildung und der passiven Rolle des Lehrers.

4. Schluss: Die Arbeit resümiert, dass Horváth die gesellschaftliche Realität treffend antizipierte und die Gefahren einer systematischen Manipulation der Jugend aufzeigte.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, NS-Pädagogik, Jugend ohne Gott, Ödön von Horváth, Erziehungsideale, Kriegsausbildung, Indoktrination, Faschismus, Geschlechtererziehung, Hitlerjugend, Bund deutscher Mädel, Widerstand, Ideologie, Schulerziehung, Volksgemeinschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das nationalsozialistische Regime die pädagogische Ausrichtung der jungen Generation zwischen 1933 und 1945 beeinflusste und welche Ziele damit verfolgt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die NS-Erziehungsziele, die geschlechtergetrennte Ausbildung, die ideologische Formung in Schule und Freizeit sowie die Darstellung dieser Prozesse in Literatur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die NS-Erziehungsideale in Ödön von Horváths „Jugend ohne Gott“ zu identifizieren und dabei Fiktion von der historischen Realität der damaligen Zeit abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine literaturwissenschaftliche Analyse des Romans „Jugend ohne Gott“ im Kontext zeitgenössischer Dokumente, pädagogischer Richtlinien und historischer Fachliteratur durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der NS-Pädagogik und die detaillierte Analyse der Romaninhalte, insbesondere die militärische Ausbildung von Jungen und das Frauenbild bei Mädchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen NS-Pädagogik, Indoktrination, Erziehungsideale, Jugend ohne Gott, Volksgemeinschaft und Kriegsausbildung.

Wie verhält sich der Lehrer im Roman gegenüber der Ideologie?

Der Lehrer ist eine zutiefst verunsicherte Figur, die zwischen Anpassung, Resignation und Widerstand schwankt und letztlich als passiver Vermittler der Ideologie fungiert.

Warum spielt das Frauenbild eine besondere Rolle in der Analyse?

Das Frauenbild im Nationalsozialismus, wie es im Roman reflektiert wird, zeigt die begrenzte Rolle der Frau auf „Mutterrolle“ und „Gebärfreudigkeit“, ergänzt durch eine spezifische Kriegsvorbereitung im Hinterland.

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Details

Title
„Erziehung zum Krieg“. NS-Pädagogik im Spiegel von Ödön von Horvaths Romans „Jugend ohne Gott“
College
Martin Luther University  (Germanistik)
Course
Einführung in die Literaturwissenschaft
Grade
2,3
Author
Franziska Kober (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V322208
ISBN (eBook)
9783668213753
ISBN (Book)
9783668213760
Language
German
Tags
Franziska Kober
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Kober (Author), 2007, „Erziehung zum Krieg“. NS-Pädagogik im Spiegel von Ödön von Horvaths Romans „Jugend ohne Gott“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/322208
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