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Die Darstellung des Ersten Weltkriegs im Museum

Eine Untersuchung der Ausstellungen „14 – Menschen – Krieg“ im Militärhistorischen Museum Dresden und „Der gefühlte Krieg. Emotionen im Ersten Weltkrieg“ im Museum Europäischer Kulturen

Titel: Die Darstellung des Ersten Weltkriegs im Museum

Seminararbeit , 2015 , 29 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Stielow (Autor:in)

Museumswissenschaft, Museologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich möchte in der vorliegenden Seminararbeit zwei der Sonderausstellungen zum Beginn des Ersten Weltkriegs untersuchen, nämlich „14 – Menschen – Krieg“ im Militärhistorischen Museum in Dresden sowie „Der gefühlte Krieg. Emotionen im Ersten Weltkrieg“ im Museum Europäischer Kulturen in Berlin.

Ich habe mich bewusst für diese beiden unterschiedlichen Häuser entschieden, da es mich interessiert, wie die Kuratoren der beiden Museen mit dem Thema umgegangen sind. Ferner lohnt es sich, Sonderausstellungen im Gegensatz zu Dauerausstellungen zu untersuchen, da diese oft kühner sind. Als „Museen auf Zeit“ weisen sie häufig einen größeren Mut zur These auf, um ihren Botschaften in öffentlichen Debatten Stoff und Richtung geben zu können. Nicht selten bilden Sonderausstellungen Ausgangspunkte für Trends in der musealen Darstellungsweise.

Das Thema Krieg erfährt in der heutigen Gesellschaft eine hohe Relevanz und entspricht der gewachsenen Bedeutung des Mediums Museum für die Geschichtsvermittlung. Seit Ende der 1970er Jahre spricht man von einem Museumsboom, der sich an hohen Besucherzahlen ebenso ablesen lässt wie an der Zahl von Museumsneugründungen oder dem wachsenden Interesse der Forschung am Thema. Erinnerung ist in unserer Gegenwart zu einer Art Sucht geworden und das Museum bietet den Raum, diese Sucht zu befriedigen; sowohl als Ort der Erinnerung als auch der Kommunikation.

Dabei fällt der musealen Kriegsdarstellung eine besondere Bedeutung zu, ist sie doch ein politisch sensibler Akt, da sie kollektive Selbstbilder gefährden, persönlich Betroffene vor den Kopf stoßen und rechtliche Ansprüche begründen kann. Bei Ausstellungen zum Zweiten Weltkrieg fällt dies deutlicher ins Gewicht als bei Schauen zum Ersten, da dieser weitestgehend historisiert ist. Dies zeigte sich nicht zuletzt bei der Wehrmachtsaustellung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Untersuchung der Ausstellungen

2.1. „14 – Menschen – Krieg“

2.1.1. Das Militärhistorische Museum Dresden

2.1.2. Aufbau

2.1.3. Konzept

2.1.4. Objekte

2.2. „Der gefühlte Krieg. Emotionen im Ersten Weltkrieg“

2.2.1. Das Museum Europäischer Kulturen

2.2.2. Aufbau

2.2.3. Konzept

2.2.4. Objekte

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht und vergleicht die museale Darstellung des Ersten Weltkriegs anhand der beiden Sonderausstellungen „14 – Menschen – Krieg“ im Militärhistorischen Museum (MHM) Dresden und „Der gefühlte Krieg. Emotionen im Ersten Weltkrieg“ im Museum Europäischer Kulturen (MEK) in Berlin, um Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Vermittlung historischer Ereignisse zu identifizieren.

  • Vergleich der kuratorischen Konzepte und der Umsetzung mentalitätsgeschichtlicher Ansätze.
  • Analyse der Bedeutung von Exponaten und Objektauswahl zur Vermittlung von Alltagsgeschichte.
  • Untersuchung der Rolle von Inszenierungen und medialen Strategien in modernen Museen.
  • Bewertung der Multiperspektivität und der Einbeziehung individueller Einzelschicksale.
  • Einordnung der Museen in den aktuellen Trend einer kulturhistorischen Kriegsdarstellung.

Auszug aus dem Buch

2.1.3.Konzept

Die Ausstellung „14 – Menschen – Krieg“ im MHM erfolgte in Kooperation mit dem internationalen Projektteam der dokumentarischen Drama-Serie „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“, die im April und Mai 2014 auf mehreren europäischen Sendern ausgestrahlt wurde.20 Für Gorch Pieken, den wissenschaftlichen Direktor des MHM und Kurator der Ausstellung „sind Film und museale Ausstellung analoge Ausdrucksformen, die sich in der Technik, nicht aber in der Sprache grundlegend unterscheiden.“21 Beide Medien würden sinnliche Erfahrung und nicht nur bloßes Wissen vermitteln. Pieken erkennt in den Objekten der Ausstellung Teile „einer Szenografie begehbarer Bühnenbilder“22, die andere Exponate und Gestaltungselemente wiederum ergänzen und kommentieren. Durch die Zusammenarbeit mit der Fernsehserie wird nach Piekens Meinung der Ort des Museums erweitert und gleichzeitig die soziale Reichweite vergrößert.23

Schon im Titel der Ausstellung wird deutlich, dass die Menschen im Mittelpunkt stehen. Die 14 Charaktere der Serie bilden den Rahmen des Ausstellungsraumes, indem jeweils sieben kurze Biografien der Personen an den äußeren Wänden hängen. Im Verlauf der Ausstellung begegnet der Besucher zum entsprechenden Thema oder Kriegsschauplatz jedem der Charaktere in den Vitrinen mit einer ausführlichen Lebensbeschreibung wieder. Die 14 Personen bilden den roten Faden durch die Präsentation.

Wie in der Serie wird dem Besucher durch die Auswahl der Charaktere überwiegend Alltagsgeschichte vermittelt. Im Vordergrund stehen nicht die politischen Führer oder Militärs, sondern individuelle Biografien aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Die Ausstellung will vom Alltag der Soldaten und der Zivilisten an der Heimatfront erzählen. Damit wird dem Ausstellungsbesucher die Anteilnahme oder gar Personifikation mit einzelnen Charakteren wesentlich erleichtert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der musealen Kriegsdarstellung im Kontext des Centenary 2014 ein und begründet die Auswahl der beiden untersuchten Sonderausstellungen.

2. Untersuchung der Ausstellungen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert Aufbau, konzeptionelle Ansätze und Objektauswahl der Ausstellungen „14 – Menschen – Krieg“ und „Der gefühlte Krieg“.

2.1. „14 – Menschen – Krieg“: Die Untersuchung dieses Kapitels beleuchtet die Ausstellung im MHM Dresden, deren Fokus auf mentalitätsgeschichtlichen Aspekten und individuellen Biografien in Kooperation mit einer TV-Serie liegt.

2.1.1. Das Militärhistorische Museum Dresden: Dieser Abschnitt beschreibt die historische Entwicklung und Neuausrichtung des Militärhistorischen Museums Dresden durch den Architekten Daniel Libeskind.

2.1.2. Aufbau: Die Gliederung der Ausstellung in drei Abschnitte wird beschrieben: Vorkriegszeit, der Übergang zum Krieg sowie der Stellungskrieg als kennzeichnendes Element.

2.1.3. Konzept: Hier wird das Konzept der Kooperation mit der Fernsehserie „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ und die szenografische Ausgestaltung thematisiert.

2.1.4. Objekte: Dieser Teil analysiert die Objektauswahl, die insbesondere Alltagsgegenstände und moderne Waffeninnovationen kontrastreich gegenüberstellt.

2.2. „Der gefühlte Krieg. Emotionen im Ersten Weltkrieg“: Dieses Kapitel widmet sich der emotional-assoziativen Schau im MEK, die Gefühle wie Liebe, Angst und Trauer in den Mittelpunkt stellt.

2.2.1. Das Museum Europäischer Kulturen: Die Geschichte und die transnationale Perspektive des MEK in Berlin werden hier kurz erläutert.

2.2.2. Aufbau: Der Aufbau der Ausstellung in drei Emotionsräume (Liebe, Angst, Trauer) und die spezifische Raumkonzeption der Kuratorin werden dargestellt.

2.2.3. Konzept: Die theoretische Fundierung in der Mentalitätsgeschichte und der bewusste Verzicht auf militärische „Hard Facts“ stehen hier im Fokus.

2.2.4. Objekte: Die Analyse der Exponate konzentriert sich auf Kunstwerke und persönliche Erinnerungsstücke sowie deren Beitrag zur emotionalen Atmosphäre der Schau.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, identifiziert den Trend zur Kulturgeschichte des Krieges und bewertet die mediale Inszenierung sowie die Multiperspektivität beider Häuser.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Museologie, Sonderausstellungen, Militärhistorisches Museum Dresden, Museum Europäischer Kulturen, Mentalitätsgeschichte, Alltagsgeschichte, Kriegsdarstellung, Ausstellungsdesign, Erinnerungskultur, Emotionen, Partizipation, Multiperspektivität, Exponate, Museale Inszenierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht und vergleicht, wie Museen – spezifisch das MHM Dresden und das MEK Berlin – den Ersten Weltkrieg in Sonderausstellungen vermitteln und welche mentalitätsgeschichtlichen Ansätze dabei verfolgt werden.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Arbeit fokussiert auf die Darstellung von Alltagsgeschichte, die Rolle von Emotionen in Konflikten, die Inszenierung durch museale Szenografie und den bewussten Einsatz von Biografien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der kuratorischen Herangehensweise beider Häuser aufzuzeigen und zu prüfen, ob sie dem aktuellen Trend einer kulturhistorischen Aufarbeitung folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse der beiden Ausstellungen, gestützt auf Ausstellungsbesuche, persönliche Gespräche mit den Kuratoren, Ausstellungskataloge und relevante Fachliteratur zur Museologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung und Analyse der jeweiligen Ausstellungen nach den Kategorien Aufbau, Konzept und Objekte sowie deren Gegenüberstellung im abschließenden Vergleich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Mentalitätsgeschichte, museale Inszenierung, Multiperspektivität, Alltagskultur, Einzelschicksale und der Bedeutungszuwachs der Kulturgeschichte gegenüber der klassischen Militärgeschichte.

Welche Rolle spielt die Fernsehserie „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ für das MHM?

Sie dient als konzeptionelles Fundament, indem sie den Fokus auf individuelle, durch den Krieg führende Biografien legt und so die soziale Reichweite des Museums durch mediale Anknüpfungspunkte vergrößert.

Warum verzichtet das MEK Berlin weitgehend auf politische „Hard Facts“?

Die Kuratorin begründet dies damit, dass militärische und politische Fakten als hinlänglich bekannt vorausgesetzt werden können und das primäre Ziel der Schau die Vermittlung der emotionalen Bedeutung des Krieges über Denkräume ist.

Was unterscheidet das „Objekt-Triptychon“ im dritten Raum des MEK?

Es symbolisiert verschiedene Dimensionen von Trauer, wobei die „Pieta“ von Käthe Kollwitz den zentralen Punkt bildet, ergänzt durch historische Relikte und lateinische Inschriften, die beim Besucher ein Gefühl von Unbehagen und Nachdenklichkeit erzeugen sollen.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung des Ersten Weltkriegs im Museum
Untertitel
Eine Untersuchung der Ausstellungen „14 – Menschen – Krieg“ im Militärhistorischen Museum Dresden und „Der gefühlte Krieg. Emotionen im Ersten Weltkrieg“ im Museum Europäischer Kulturen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Note
1,7
Autor
Christian Stielow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
29
Katalognummer
V321696
ISBN (eBook)
9783668210950
ISBN (Buch)
9783668210967
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellung ersten weltkriegs museum eine untersuchung ausstellungen menschen krieg militärhistorischen dresden emotionen weltkrieg europäischer kulturen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Stielow (Autor:in), 2015, Die Darstellung des Ersten Weltkriegs im Museum, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/321696
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Leseprobe aus  29  Seiten
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