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Zur Shop-Startseite › Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft

Das 'Problem' der Literaturverfilmung. Werkgetreue Bebilderung oder motivisch-thematische Transformation?

Titel: Das 'Problem' der Literaturverfilmung. Werkgetreue Bebilderung oder motivisch-thematische Transformation?

Essay , 2016 , 20 Seiten

Autor:in: Martin Großhold (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Während beziehungsweise nach der Betrachtung einer Literaturverfilmung, deren literarische Quelle man bereits gelesen hat, kommt es oft zu enttäuschten Reaktionen. Oftmals hat man sich Personen in Aussehen, Verhalten und Beziehungen zueinander, aber auch Schauplätze ganz anders vorgestellt. Der geschriebene Text wird unweigerlich immer wieder zum Vergleich herangezogen, eine vollständige Trennung im Kopf des Rezipienten zwischen literarischer Vorlage als ein und deren Verfilmung als ein ganz anderes Medium ist kaum möglich.

Beim Thema Literaturverfilmung muss also untersucht werden, wie es zu solch unterschiedlichen Empfindungen beim Rezipienten kommen kann. Um dies herauszufinden, muss zunächst einmal untersucht werden, wie Literatur im Film überhaupt umgesetzt werden kann. Welche Mittel hat der Film, wo stößt er im Vergleich zur Literatur an seine Grenzen, wo eröffnet er eventuell neue Möglichkeiten? Ist es sinnvoll, einen Film zu machen, der nicht mehr als ‚bebilderte Literatur’ ist, sollte nicht eher von der Verpflichtung zur Werktreue etwas abgerückt werden und eine Verfilmung ‚nur’ nach motivisch-thematischen Aspekten und dem Sinngehalt der literarischen Vorlage durchgeführt werden?

Die vorliegende Ausarbeitung versucht, nach einem kurzen Einstieg über die Beziehung Thomas Manns zum Film (bei welcher das oben genannte Problem ebenfalls zu Tage tritt) diese und ähnliche Fragen zu erörtern und zu beantworten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thomas Mann und der Film

3. Literatur und Film

3.1 Gemeinsamkeiten und Eigenarten der beiden Medien

3.2 Rezeption von Text und Film

3.3 Möglichkeiten bei Verfilmung von Literatur

4. Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Transformation von Literatur in den Film, um zu ergründen, warum Rezipienten häufig Diskrepanzen zwischen literarischer Vorlage und Verfilmung empfinden. Ziel ist es, die spezifischen Ausdrucksmöglichkeiten und Grenzen beider Medien sowie die Rolle des Regisseurs als transformierende Instanz zu analysieren, um ein reflektiertes Verständnis für die Qualität einer Literaturverfilmung zu schaffen.

  • Die mediale Spezifik und Differenz von Literatur und Film
  • Die Rolle der Rezeption bei der Wahrnehmung von Text und Bild
  • Die Beziehung Thomas Manns zum Medium Film und dessen Adaptionen
  • Methodische Modelle der Literaturverfilmung (von Illustration bis Transformation)

Auszug aus dem Buch

3.3 Möglichkeiten bei Verfilmung von Literatur

Wie soll ein Text in einen Film umgewandelt werden? Um diese Frage geht es grundsätzlich, und in ihr ist mit dem Begriff ‚Umwandlung’ schon etwas Entscheidendes genannt. Es geht um eine Transformation von einem Medium in ein anderes. Man muss sich also, um nicht einfach nur ‚bebilderte Literatur’ entstehen zu lassen, „…bei der Umsetzung von Literatur in Film von dem Material Literatur lösen […]“18, es sollte also nicht einfach nur eine reine Übertragung der Worte in Bilder durchgeführt werden, da dies den sich von literarischen Bedingungen deutlich unterscheidenden filmischen Gegebenheiten und damit dem Anspruch einer Literaturverfilmung nicht gerecht werden und zu Steifheit und Langeweile führen würde. Hier ist nun die seit der Entstehung des Films da gewesene und auch in Zukunft andauernde Streitfrage angesiedelt: wie weit darf sich eine Verfilmung von ihrem literarischen Ursprung entfernen, wie viel Werktreue sollte sie beinhalten?

Das Ziel einer Literaturverfilmung kann sicherlich nicht sein, jeden einzelnen Satz in ein Bild zu verwandeln. Dies ist schon durch die Tatsache, dass ein Buch oftmals über 500 Seiten hat, ein Film aber im Durchschnitt nur bis zu zwei Stunden dauert, nicht möglich. Es geht vielmehr um die Übertragung von Bedeutungen des Ursprungstextes. Es muss also darum gehen, mit Methoden des neuen Mediums diese Bedeutungen zu erzielen. „Dies kann nicht immer über detaillierte Übertragungen von Einzelaspekten erreicht werden, da diese häufig im anderen Medium eine ganz andere Wirkung erzielen können. Einzelaspekte können sogar verändert werden oder wegfallen, ohne dass die Wirkung innerhalb der gesamten Geschichte verändert wird.“19

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die häufig auftretende Enttäuschung bei Literaturverfilmungen und stellt die grundlegende Frage nach dem Spannungsverhältnis zwischen werkgetreuer Umsetzung und motivisch-thematischer Transformation.

2. Thomas Mann und der Film: Dieses Kapitel zeichnet die wandelnde Einstellung Thomas Manns zum Medium Film nach, von anfänglicher Skepsis und Ablehnung bis hin zur späteren Akzeptanz als eigenständigen Kulturfaktor.

3. Literatur und Film: Der theoretische Hauptteil vergleicht die semiotischen Systeme von Text und Film, analysiert die Rezeptionsbedingungen beider Medien und diskutiert verschiedene methodische Ansätze der Literaturadaption.

4. Schluß: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass eine gelungene Verfilmung die inhaltliche Essenz des Originals durch filmische Mittel neu inszenieren muss, anstatt eine reine Abbildung zu forcieren.

Schlüsselwörter

Literaturverfilmung, Thomas Mann, Medientransformation, Rezeption, Werktreue, Filmtheorie, Semiotik, Regisseur, Bildsprache, Adaption, Erzählstruktur, Stoffvermittlung, Interpretation, visuelle Umsetzung, Medienvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Literaturverfilmung und untersucht, ob eine Verfilmung eine möglichst werkgetreue Bebilderung anstreben oder eine eigenständige, motivisch-thematische Transformation darstellen sollte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind der Vergleich der medialen Grundlagen von Text und Film, die unterschiedliche Rezeptionsweise beim Leser beziehungsweise Zuschauer sowie die Rolle des Regisseurs als Schöpfer einer neuen, filmischen Realität.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Dokuments?

Die Forschungsfrage kreist darum, wie Literatur in das Medium Film übersetzt werden kann, ohne in bloße „bebilderte Literatur“ zu verfallen, und wo die Grenzen und Möglichkeiten dieses Transformationsprozesses liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche und literaturtheoretische Analyse, die unter anderem auf semiotischen Modellen (wie denen von Saussure oder Todorov) und existierenden Typologien von Literaturverfilmungen (z.B. von Helmut Kreuzer) aufbaut.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst die historische Entwicklung des Verhältnisses von Thomas Mann zum Film analysiert. Anschließend folgen theoretische Ausführungen zu den Unterschieden zwischen literarischem Text und Filmtext hinsichtlich ihrer Zeichensysteme, der Zeitdarstellung und der Rezeptionspsychologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Literaturverfilmung, Thomas Mann, Medientransformation, Werktreue, Semiotik, Rezeption und die filmische Interpretation literarischer Stoffe.

Wie veränderte sich die Haltung Thomas Manns zum Film im Laufe seines Lebens?

Mann stand dem Film anfangs sehr kritisch gegenüber und betrachtete ihn als minderwertiges Schauvergnügen ohne künstlerischen Anspruch. Erst später erkannte er die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung des Mediums an, wenngleich sein Verhältnis zu Verfilmungen seiner eigenen Werke stets ambivalent blieb.

Was unterscheidet laut Arbeit die Rezeption eines Textes von der eines Films?

Während die Textrezeption einen aktiven, abstrahierenden Prozess erfordert, bei dem der Leser ein individuelles Bild erzeugt, präsentiert der Film dem Zuschauer bereits fertige, visuelle Informationen, was die Gefahr einer rein passiven Betrachtung erhöht.

Welche Rolle spielt der Regisseur bei der filmischen Umsetzung eines Romans?

Der Regisseur ist keine neutrale Instanz, sondern ein eigenständiger Gestalter. Er trifft subjektive Entscheidungen bei der Auswahl von Handlungsaspekten und Figuren, wobei er den literarischen Stoff durch seine eigene Phantasie und die spezifische „Sprache der Bilder“ neu erschafft.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das 'Problem' der Literaturverfilmung. Werkgetreue Bebilderung oder motivisch-thematische Transformation?
Autor
Martin Großhold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V321480
ISBN (eBook)
9783668243200
ISBN (Buch)
9783668243217
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Problem Literaturverfilmung Bebilderung Transformation Thomas Mann Erzählungen Tristan Tod in Venedig Mario und der Zauberer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Großhold (Autor:in), 2016, Das 'Problem' der Literaturverfilmung. Werkgetreue Bebilderung oder motivisch-thematische Transformation?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/321480
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Leseprobe aus  20  Seiten
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