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Die Leibeigenschaft in Russland unter Katharina II.

Title: Die Leibeigenschaft in Russland unter Katharina II.

Term Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bachelor Kamila Cyrulik (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

Die deutsche Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst herrschte von 1762 bis 1796 als Katharina II. über das Russische Reich und wurde nicht zuletzt wegen ihrer Verdienste für Russland mit dem Beinamen „die Große“ ausgezeichnet.

Widersprüchlich zu ihren aufklärerischen Gedanken, die ihre Herrschaft kennzeichnen, ist ihre tatsächliche Haltung gegenüber Autokratie und vor allem der Leibeigenschaft während ihrer Regierungszeit. Denn obwohl die Zarin die Lebensbedingungen aller Menschen in ihrem Reich verbessern wollte, stellte ihre Herrschaft einen Höhepunkt der Leibeigenschaft dar. Wie kommt diese Widersprüchlichkeit zwischen dem Vorhaben der Zarin, die Leibeigenschaft abzuschaffen und ihrem tatsächlichen Verhalten zustande?

Diese Frage soll in der folgenden Arbeit anhand der Analyse der sogenannten Großen Instruktion, die als eine Hauptquelle für diese Ausarbeitung fungiert sowie den Petitionen der Bauern, die als Antwort auf ihre sich verschärfenden Lebensverhältnisse verfasst wurden, untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bauern in dem Russischen Reich des 18. Jahrhunderts

3. Die Leibeigenschaft unter Katharina II.

3.1 Katharinas II. Politik für den Bauernstand

3.2. Reaktionen seitens der Bauern

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die offensichtliche Widersprüchlichkeit zwischen den aufklärerischen Idealen der Zarin Katharina II. und ihrer tatsächlichen Bauernpolitik, die unter ihrer Herrschaft zu einer Verschärfung der Leibeigenschaft führte. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie es zu dieser Diskrepanz zwischen dem rhetorischen Vorhaben, die Leibeigenschaft abzuschaffen, und dem praktischen Handeln kommen konnte, wobei insbesondere die Rolle der Großen Instruktion und zeitgenössischer Petitionen analysiert wird.

  • Analyse der agrarischen Sozialstruktur im Russland des 18. Jahrhunderts
  • Untersuchung der Widersprüche zwischen aufklärerischem Anspruch und absolutistischer Realität
  • Darstellung der Bauernpolitik Katharinas II. und deren Auswirkungen auf die Leibeigenschaft
  • Analyse von Reaktionen der Bauernschaft durch Petitionen und Revolten
  • Bewertung der ökonomischen und politischen Stabilitätsinteressen der Zarin

Auszug aus dem Buch

3.2. Reaktionen seitens der Bauern

Die sich wegen der zunehmenden Ausbeutung verschlechternden Lebensverhältnisse unter denen die Bauern lebten, führten zu einem gesteigerten sozialen Konfliktpotential. Dieses äußerte sich sowohl in kleinen Formen, wie beispielsweise langsame Arbeitsweise, Beschimpfungen, Widersetzlichkeiten als auch in größeren Ausschreitungen, wie Raub, Mord bzw. Brandstiftung. Auch die Möglichkeit des Entlaufens war im Gutsherrschaftssystem weit verbreitet, jedoch nicht so stark ausgeprägt, wie im 17. Jahrhundert. Die wohl größte Revolte gegen das System wurde in den Jahren 1773-1775 von einem Kosaken Jemeljan Pugatschow angeführt. Sie richtete sich nicht gegen das gesamte System der Leibeigenschaft, sondern nur gegen „spezifische Mißstände“ und blieb lokal begrenzt. Dabei gab sich Pugatschow als Peter III. aus, wodurch er unter vielen Adelsbauern Unterstützung fand. Dies gründete in der Tatsache, dass der Vorgänger von Katharina in seiner kurzen Herrschaftszeit Reformen in Gang setzte, die bei den Bauern die Hoffnung erweckten, von dem Frondienst entpflichtet zu werden.

So fanden sich die Versprechungen, wie Befreiung von der Leibeigenschaft, das Leben in Freiheit sowie Bestrafung des Adels, in den Erwartungen der bäuerlichen Bevölkerung, die er erreichte, wieder. Diese erneute Hoffnung auf die Veränderung der bäuerlichen Lebensverhältnisse, die die Bauern mit der Person des Pugatschows (für sie Peter III.) verbanden, mündete in Petitionen an den ehemaligen Zaren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Person Katharinas II. ein, thematisiert ihre aufgeklärten Ambitionen sowie ihre Rolle als absolutistische Herrscherin und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Diskrepanz ihrer Bauernpolitik.

2. Die Bauern in dem Russischen Reich des 18. Jahrhunderts: Dieses Kapitel beschreibt die Rolle der Bauernschaft als Rückgrat des russischen Agrarstaates und analysiert die historische Entwicklung sowie die zunehmende rechtliche Bindung der Bauern an den Boden bis zur Ära Katharinas II.

3. Die Leibeigenschaft unter Katharina II.: Hier werden die widersprüchliche Bauernpolitik der Kaiserin sowie ihre Gesetzgebung analysiert, die einerseits aufklärerische Ideale vorschob, andererseits jedoch die Ausbeutung durch den Adel verstärkte und die Abhängigkeit der Bauern zementierte.

3.1 Katharinas II. Politik für den Bauernstand: Dieses Unterkapitel beleuchtet detailliert die theoretischen Konzepte der Zarin aus der Großen Instruktion im Kontrast zur Verschärfung der faktischen Lebensbedingungen, wie etwa durch die Erhöhung der Steuerlast und die rechtliche Bevollmächtigung der Gutsherren.

3.2. Reaktionen seitens der Bauern: Das Kapitel untersucht den sozialen Widerstand der Bauern, von passiven Verweigerungsformen bis hin zum Pugatschow-Aufstand, und analysiert Bittschriften, die die Not und die spezifischen Beschwerden der bäuerlichen Bevölkerung widerspiegeln.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Katharina II. aufgrund systemischer Zwänge, der Abhängigkeit vom Adel und der Notwendigkeit der staatlichen Stabilität keine Reformen zur Abschaffung der Leibeigenschaft umsetzen konnte, ohne das gesamte russische Herrschaftsgefüge zu gefährden.

Schlüsselwörter

Leibeigenschaft, Katharina II., Russland, 18. Jahrhundert, Aufgeklärter Absolutismus, Bauernschaft, Große Instruktion, Sozialgeschichte, Fronarbeit, Zinsbauern, Pugatschow-Aufstand, Petitionen, Adelsherrschaft, Agrarstaat, soziale Differenzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Leibeigenschaft im Russland des 18. Jahrhunderts unter der Herrschaft von Katharina II. und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen ihren aufklärerischen Idealen und der absolutistischen Realität.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Bauernpolitik der Kaiserin, die soziale und rechtliche Stellung der Bauern, das Wirken der Großen Instruktion sowie die Reaktionen der Bauernschaft auf ihre Lebensumstände.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Untersuchung zielt darauf ab zu erklären, warum es trotz Katharinas aufgeklärter Rhetorik zur Abschaffung der Leibeigenschaft in der Praxis zu einer massiven Verschärfung des leibeigenschaftlichen Systems kam.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer quellenorientierten Analyse, insbesondere der „Großen Instruktion“ von 1767, und zieht für die inhaltliche Untermauerung eine Vielzahl historischer Fachliteratur heran.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der sozioökonomischen Rolle der Bauern, die detaillierte Analyse von Katharinas Bauernpolitik und die Untersuchung von Widerstandsformen wie dem Pugatschow-Aufstand und bäuerlichen Petitionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation am besten?

Die zentralen Begriffe sind Leibeigenschaft, Katharina II., Aufgeklärter Absolutismus, Bauernpolitik, soziale Konflikte und Reformunfähigkeit.

Welche Bedeutung kommt der „Großen Instruktion“ in dieser Arbeit zu?

Sie fungiert als die primäre Quelle, an der die Autorin die theoretischen Ambitionen Katharinas II. misst und ihre spätere inkonsequente Politik entlarvt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Adels für die Politik der Zarin?

Die Autorin stellt heraus, dass der Adel als zentrales Machtinstrument für die Stabilität des Staates fungierte, was die Kaiserin zwang, dessen Privilegien zu wahren und die Leibeigenschaft trotz gegenteiliger Absichten beizubehalten.

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Details

Title
Die Leibeigenschaft in Russland unter Katharina II.
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Course
Das Russische Reich im 18. Jahrhundert
Grade
2,0
Author
Bachelor Kamila Cyrulik (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V321417
ISBN (eBook)
9783668206557
ISBN (Book)
9783668206564
Language
German
Tags
leibeigenschaft russland katharina
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Kamila Cyrulik (Author), 2016, Die Leibeigenschaft in Russland unter Katharina II., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/321417
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