Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit möchte ich mich damit beschäftigen, inwiefern Sozialisationsprozesse auf Jugenddelinquenz einwirken, beziehungsweise inwieweit misslungene Sozialisation zu kriminellem Verhalten führen kann.
Um den kausalen Zusammenhang von kriminellem Verhalten und misslungener Sozialisation zu ergründen, beginne ich damit mich im ersten Abschnitt der Arbeit zunächst mit dem Begriff der Sozialisation im Allgemeinen und später mit Theorien sowie Prozessen der Sozialisation auseinanderzusetzen.
Anschließend werde ich versuchen den Begriff der Delinquenz zu definieren und darauf eingehen was Jugendkriminalität auszeichnet.
Im vierten Punkt meiner Arbeit stelle ich eine Verbindung zwischen misslungener Sozialisation und Jugendkriminalität her.
Im Folgenden setze ich mich mit weiteren Theorien zu deviantem Verhalten auseinander welche die Argumentation, dass Jugenddelinquenz und misslungene Sozialisation kausal zusammenhängen teilweise unterstützen.
Abschließend stelle ich mein Fazit vor und versuche meine persönliche Meinung zu der Thematik darzulegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Jugendkriminalität und Sozialisation
2. Einleitung
3. Definition Sozialisation
4. Sozialisationstheorien
4.1 Symbolischer Interaktionismus
4.2 Sozialisation über Kapital
4.3 Sozialisation in der Erlebnisgesellschaft
4.4 Sozialisation als Aneignungsprozess
4.5 Selbstsozialisation
5. Sozialisationsprozesse
5.1 Primäre Sozialisation
5.2 Sekundäre Sozialisation
5.3 Tertiäre Sozialisation
6. Definition Delinquenz
7. Jugenddelinquenz als Ausdruck misslungener Sozialisation
8. Weitere Theorien zu deviantem Verhalten
8.1 Entwicklungstheorie
8.2 Lerntheorie
8.3 Frustrations-Aggressions Theorie
8.4 Anomie-Theorie
8.5 Etikettierungsansatz
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Sozialisationsprozessen und der Entstehung von Jugenddelinquenz. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwiefern misslungene Sozialisation als Ursache für kriminelles Verhalten bei Jugendlichen betrachtet werden kann und welche Rolle dabei soziale Umfelder und individuelle Entscheidungsspielräume spielen.
- Grundlagen der Sozialisation und relevante Theorien
- Differenzierung von Sozialisationsphasen (primär, sekundär, tertiär)
- Kausaler Zusammenhang zwischen Sozialisationsversäumnissen und Delinquenz
- Einfluss von Peer-Groups und sozialen Kapitalstrukturen
- Analyse ergänzender kriminologischer Theorien zu deviantem Verhalten
Auszug aus dem Buch
Jugenddelinquenz als Ausdruck misslungener Sozialisation
In diesem Abschnitt möchte ich der zentralen Frage nachzugehen, inwiefern Sozialisationsprozesse Einfluss auf Jugenddelinquenz haben.
Im ersten Kapitel dieser Arbeit, welches sich der Definition von Sozialisation widmet, wird Sozialisation als Prozess der Vergesellschaftung, beziehungsweise als Verbindung zwischen einem Individuum und seinem sozialen Umfeld dargestellt. Daraus lassen sich weitere Fragen ableiten;
1. Kann ein Mensch sich in ein soziales Umfeld sozialisieren, welches delinquentes Verhalten fördert?
2. Was geschieht, wenn ein Mensch sich weder aktiv, aus eigenem Interesse heraus, noch passiv, durch Bestrebungen seiner Umwelt, sozialisiert?
3. Kann ein Individuum sich aus einer kriminellen Umwelt heraus sozialisieren, und wenn ja, welche Sozialisationsprozesse müssten wirken damit dies geschehen kann?
Zusammenfassung der Kapitel
Jugendkriminalität und Sozialisation: Einleitende Vorstellung des Themas und der zentralen Fragestellung bezüglich der Auswirkungen von Sozialisation auf Jugenddelinquenz.
Einleitung: Detaillierte Darlegung des Vorhabens, den kausalen Zusammenhang zwischen Sozialisation und Kriminalität durch verschiedene Theorieansätze zu untersuchen.
Definition Sozialisation: Erläuterung des Begriffs Sozialisation als Prozess der Integration des Individuums in die Gesellschaft.
Sozialisationstheorien: Vorstellung zentraler Konzepte wie dem Symbolischen Interaktionismus, dem Kapitalbegriff nach Bourdieu und der Erlebnisgesellschaft.
Sozialisationsprozesse: Systematische Einteilung der Sozialisation in die primäre (familienbezogene), sekundäre (Peer-Group/Schule) und tertiäre (Beruf) Lebensphase.
Definition Delinquenz: Definition des Begriffs Delinquenz als Abweichung von Norm- und Wertevorstellungen unter Berücksichtigung statistischer und kriminologischer Ansätze.
Jugenddelinquenz als Ausdruck misslungener Sozialisation: Analyse der direkten Verbindung zwischen Sozialisationsdefiziten und der Entstehung delinquenten Verhaltens bei Jugendlichen.
Weitere Theorien zu deviantem Verhalten: Ergänzende Betrachtung kriminologischer Ansätze wie der Lerntheorie, der Anomie-Theorie und des Etikettierungsansatzes.
Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass Sozialisation zwar Milieus prägt, die Entscheidung zur Delinquenz jedoch einen bewussten individuellen Akt darstellen kann.
Schlüsselwörter
Sozialisation, Jugenddelinquenz, Sozialisationstheorien, primäre Sozialisation, sekundäre Sozialisation, Peer-Group, abweichendes Verhalten, Kriminologie, Lerntheorie, Anomie-Theorie, Etikettierungsansatz, Identitätsbildung, soziale Ungleichheit, Selbstsozialisation, Vergesellschaftung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von Sozialisationsprozessen auf die Entstehung von Jugendkriminalität.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten zählen Sozialisationstheorien, verschiedene Lebensphasen der Sozialwerdung und die Analyse von Ursachen für delinquentes Verhalten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist zu ergründen, ob und wie misslungene Sozialisation zu kriminellem Handeln bei Jugendlichen führt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Zusammenführung soziologischer und kriminologischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zur Sozialisation, erläutert Sozialisationsinstanzen und diskutiert kriminologische Theorien wie den Etikettierungsansatz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Delinquenz, Peer-Group, Normabweichung und Selbstsozialisation.
Welche Rolle spielt das soziale Kapital nach Pierre Bourdieu?
Es dient als Erklärungsmodell dafür, wie Bildung, wirtschaftlicher Status und soziale Netzwerke den Lebensweg eines Menschen und seine Integration in die Gesellschaft beeinflussen.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Sozialisationsphasen?
Die Arbeit differenziert zwischen primärer Sozialisation in der Familie, sekundärer Sozialisation durch Peer-Groups sowie tertiärer Sozialisation im Kontext von Beruf und Arbeitswelt.
Was besagt die Theorie der Selbstsozialisation?
Sie betont, dass Jugendliche nicht nur passive Empfänger von Erziehung sind, sondern durch Selbsttätigkeit und eigene Handlungslogiken aktiv ihre Persönlichkeit entwickeln.
Wie wird Delinquenz im Kontext der Peer-Group bewertet?
Die Arbeit zeigt auf, dass Peer-Groups in der sekundären Sozialisationsphase eine stabilisierende Identitätsfunktion einnehmen können, die bei kriminellen Cliquen jedoch auch delinquentes Handeln fördert.
- Quote paper
- Philipp Schürmann (Author), 2014, Jugendkriminalität und Sozialisation. Inwiefern haben Sozialisationsprozesse Einfluss auf Jugenddelinquenz?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/321209