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Die anarchistische Grundhaltung in Franz Werfels Werk „Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig“

Title: Die anarchistische Grundhaltung in Franz Werfels Werk „Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig“

Seminar Paper , 2015 , 14 Pages , Grade: 3

Autor:in: Klara Wäscher (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit soll geklärt werden, welchen Zweck das anarchistische Gedankengut in Franz Werfens Werk „Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig“ erfüllt.

Als Erstes werde ich auf die Geschichte des Anarchismus in Prag, Böhmen und Mähren eingehen, um zu zeigen, welche Gruppierungen und welches Gedankengut zwischen den Jahren 1880 und 1920 am populärsten waren. Des Weiteren soll geklärt werden, warum sich viele junge Juden gegen den Kapitalismus der Eltern stellten und somit auch einen bedeutenden Schritt in Richtung Anarchismus machten.

Der letzte Teil der Arbeit gibt einen kurzen Überblick über Werfens anarchistische Ansätze in seiner Jugendzeit und die Interpretation des Werks in diesem Kontext. Hauptsächlich habe ich mich mit dem zweiten Teil des Werks beschäftigt, in dem die anarchistische Gruppe das Hauptthema ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Sozialismus und Anarchismus in Prag, Böhmen und Mähren von 1880 bis 1920

3 Antisemitismus und der Anitkapitalismusgedanke

4 Werfels anarchistisches Gedankengut

5 Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig

5.1 Der Sohn als unterdrücktes Individuum im System des Militärs und der Jahrmarkt als anarchistisches System

5. 2 Der Anarchistenkreis

5.3 Werfels Darstellung der Radikalität der Gruppe

5.4 Wirklichkeit oder Illusion

6 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Funktion das anarchistische Gedankengut innerhalb von Franz Werfels Novelle "Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig" einnimmt und inwieweit dieses im Kontext des Vater-Sohn-Konflikts als psychologisches Fluchtmittel interpretiert werden kann.

  • Historische Einordnung des Anarchismus in Prag und Böhmen zwischen 1880 und 1920.
  • Analyse des Antisemitismus und antikapitalistischer Strömungen im Judentum.
  • Untersuchung von Werfels eigenem anarchistischen Gedankengut.
  • Interpretation des Vater-Sohn-Konflikts innerhalb der Novelle.
  • Reflexion über die Grenze zwischen Realität und Illusion im Werk.

Auszug aus dem Buch

5. 2 Der Anarchistenkreis

Einige Jahre später wird der Offizierssohn von seinem Vater, der Angst um seinen guten Ruf hat, weil der Sohn der Falschspielerei angeklagt wird, in Wien vorgeladen. Karl lässt die Herabwürdigung seines Vaters wieder über sich ergehen und fügt sich dem hierarchischen System. Auf der Straße beginnt er jedoch plötzlich einen Laternenmast zu würgen und stellt sich dabei vor, seinen Vater zu töten und sich von dem Sklavenkleid freizumachen. In Wien kommt er in Berührung mit einem Anarchistenkreis. Ein taubstummer Mann namens Seebär nimmt ihn in das geheime Quartier mit. Anwesend sind ein Chinese mit Mandarinmütze und Filzschuhen, Männern mit russischem Kittel und ein jüdischer Priester, der das Oberhaupt der Bewegung darstellt. Die Anwesenden erinnern sehr stark an die Charakterpuppen des Schießstands.

Auch das Benehmen der Mitglieder stimmt mit den, vom Aussehen geprägten Vorurteilen, überein. Der Mann in Uniform, der seine von einem Spiel hervorgerufenen Aggressionen an dem immer freundlich lächelnden Chinese auslässt, verdeutlicht das. Ein Anzeichen dafür, dass diese Gruppe vielleicht nur ein Hirngespinst ist. Der Priester heißt Karl als neues Mitglied willkommen und deutet an, alles über den jungen Offizier zu wissen. Der Kampf der Bewegung sei es, der patriarchalen Ordnung den Krieg zu erklären und sie zu stürzen. Mit anderen Worten, die Herrschaft des Vaters über den Sohn zu beenden, ein Wunsch den Duschek schon seit Jahren verspürt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den Zweck des anarchistischen Gedankenguts in Werfels Werk im historischen Kontext zu untersuchen.

2 Der Sozialismus und Anarchismus in Prag, Böhmen und Mähren von 1880 bis 1920: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der anarchistischen Bewegung und deren ideologische Strömungen in der Region.

3 Antisemitismus und der Anitkapitalismusgedanke: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Diskriminierung jüdischer Bevölkerungsteile und der Hinwendung zu antikapitalistischen sowie anarchistischen Weltanschauungen erläutert.

4 Werfels anarchistisches Gedankengut: Das Kapitel beleuchtet Franz Werfels persönliche Affinität zum Anarchismus und dessen pazifistische sowie gesellschaftskritische Ansätze.

5 Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig: Dieser Hauptteil analysiert die Novelle in Bezug auf den Vater-Sohn-Konflikt, die Rolle des Anarchismus als Fluchtmechanismus und die Frage nach der Realität der dargestellten anarchistischen Gruppe.

6 Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass der Anarchismus im Werk lediglich als Gedankenkonstrukt zur Bewältigung des väterlichen Autoritätskonflikts dient.

Schlüsselwörter

Franz Werfel, Anarchismus, Prag, Antisemitismus, Vater-Sohn-Konflikt, Sozialismus, Kapitalismus, Radikalismus, Individuum, Militär, Adoleszenz, Literaturanalyse, Novelle, Identifikation, Generationenkonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des anarchistischen Gedankenguts in Franz Werfels Novelle „Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig“ vor dem historischen Hintergrund des Prager Anarchismus.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Die zentralen Themen sind der historische Anarchismus in Böhmen, der Antisemitismus um die Jahrhundertwende, der Generationskonflikt zwischen Vater und Sohn sowie Werfels persönliche anarchistische Ansätze.

Was ist das primäre Forschungsziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, welchen Zweck das anarchistische Motiv im Werk erfüllt und ob die anarchistische Gruppe im Buch als reale Instanz oder als psychologisches Hirngespinst des Protagonisten zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die das Werk in einen historisch-politischen und psychologischen Kontext einbettet.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Novelle, insbesondere auf die Beziehung zwischen Vater und Sohn, die Symbolik des Jahrmarkts und die Darstellung des Anarchistenkreises als Mittel zur Rebellion.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Anarchismus, Vater-Sohn-Konflikt, Werfel, Prag, Kapitalismuskritik und Adoleszenz.

Warum spielt die Nacktheit des Vaters im Kontext der Versöhnung eine Rolle?

Die Nacktheit des Vaters symbolisiert die Entkleidung von seiner militärischen Autoritätsrolle, was ihn vermenschlicht und die Grundlage für die Versöhnung am Ende der Erzählung bildet.

Ist der Anarchistenkreis im Buch als real anzusehen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Existenz der Gruppe nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann und sie eher als eine Form der psychologischen Projektion des Protagonisten zur Lösung seiner Verzweiflung dient.

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Details

Title
Die anarchistische Grundhaltung in Franz Werfels Werk „Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig“
College
University of Vienna  (Germanistik)
Grade
3
Author
Klara Wäscher (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V321178
ISBN (eBook)
9783668204010
ISBN (Book)
9783668204027
Language
German
Tags
Franz Werfel Anarchismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klara Wäscher (Author), 2015, Die anarchistische Grundhaltung in Franz Werfels Werk „Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/321178
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