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Versklavung von Tieren. Ethische Aspekte in der tiergestützten Pädagogik

Title: Versklavung von Tieren. Ethische Aspekte in der tiergestützten Pädagogik

Seminar Paper , 2015 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Groder (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

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Summary Excerpt Details

Der Mensch domestiziert seit Jahrtausenden Tiere um sie als Partnerersatz, Gefährte, Gehilfe oder Jagdkollegen in sein Leben zu integrieren. Das wohl populärste Phänomen in der Mensch-Tier-Beziehung ist die Anthropomorphisierung. Die Neigung des Menschen, ein Tier wie einen Menschen zu behandeln. Der Mensch gibt Tieren Namen, schreibt ihnen menschliche Gefühle und Eigenschaften zu. Und auch in der Therapie und Pädagogik erhalten Tiere immer mehr Bedeutung.

Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Thema, welche ethischen Aspekte in der Mensch-Tier-Beziehung Anwendung finden. Welche ethischen Voraussetzungen sollten hierbei in Betracht gezogen werden? Ab wann wird das Tier versklavt und als Gegenstand eingesetzt? Natürlich ist der Einsatz von Tieren auch gesetzlich geregelt. Darauf soll jedoch im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen werden.

In Kapitel zwei wird ein kurzer Überblick über die Tiergestützten Pädagogik im Allgemeinen gegeben. Was ist Tiergestützte Pädagogik und wie wirkt sie? Die Ziele und Methoden werden kurz beschrieben.

Kapitel drei befasst sich mit den ethischen Aspekten, die Olbrich (2003) in seinem Buch „Menschen brauchen Tiere“, bearbeitet hat. Im Besonderen werden im
Kapitel vier die Mitleidsethik, die Ethik vor der Ehrfurcht des Lebens und die Verinnerlichung bearbeitet. Um das Thema nicht einseitig zu bearbeiten, wird im Kapitel fünf das Buch „Werteverständnis und Ethik innerhalb der Mensch Tier Beziehung“ von Baumann (2014) erörtert. Im Speziellen widmet sich der Verfasser dieser Seminararbeit der naturethischen Grundfrage, einer Alternative zur Grundfrage und den Themen Pragmatismus, Alterität und Solidarität.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Tiergestützte Pädagogik

2.1. Ziele

2.2. Methodische Ansätze

3. Ethische Aspekte

4. Ethische Ansichten

4.1. Mitleidsethik

4.2. Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben

4.3. Verinnerlichung

5. Werteverständnis und Ethik

5.1. Naturethische Grundfrage

5.2. Alternative Zur Naturethischen Grundfrage

5.3. Pragmatismus, Alterität und Solidarität

5.3.1. Pragmatismus

5.3.2. Solidarität

5.3.3. Alterität

6. Conclusio

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die ethischen Voraussetzungen und moralischen Dimensionen der Mensch-Tier-Beziehung im Kontext der tiergestützten Pädagogik, um zu klären, unter welchen Bedingungen der Einsatz von Tieren als therapeutische Partner vertretbar ist.

  • Ethische Grundlagen und moralischer Status von Tieren
  • Methoden der tiergestützten Pädagogik und deren Einfluss auf das Tier
  • Mitleidsethik und die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben
  • Das Konzept der Verinnerlichung nach Rothacker
  • Philosophische Ansätze wie Pragmatismus, Solidarität und Alterität

Auszug aus dem Buch

4.1. Mitleidsethik

Menschen sind, mehr oder weniger, empathisch. Sie fühlen mit anderen Menschen aber auch mit Tieren mit. Die Betonung liegt hier eindeutig auf dem Menschen, jedoch wird auch das Leid von Tieren nachempfunden und macht betroffen (vgl. Olbrich/Otterstedt, 2003, S.45).

Es stellt sich allerdings nicht die Frage, ob Tiere denken oder sprechen können, sondern ob sie in der Lage sind Leid zu empfinden. Das Zusammenleben von Mensch und Tier bringt nicht nur Harmonie, es kommt hierbei auch immer wieder zu Konflikten. Der Mensch tötet horrende Mengen von Tieren, aber auch in der Tierwelt wird gekämpft und getötet. Das Ganze rational zu erklären, zu kalkulieren oder zurechtfertigen, um die größte Summe des Glücks zu erreichen, würde weit über den Sachverhalt hinausgehen (vgl. Olbrich/Otterstedt, 2003, S.46).

Eine weitere Betrachtungsweise wäre die von Peter Singer (1988). Er strebt danach soweit zu gehen die ethischen Grenzen zwischen Mensch und Tier aufzuheben und alle gleich zu behandeln. Gleichzeitig ist er der Ansicht, dass die Erfüllung der Interessen von Lebewesen eine Abwägung von Freud und Leid ist. In der Wirklichkeit erscheint dies allerdings als nicht bewältigbar, da Freud und Leid nicht rational, sonder körperlich und emotional bestimmt sind. Daher stellt sich auch die Frage, ob rationale Abwägungen, wie Singer sie toleriert, für eine ethische Entscheidungsfindung anzuerkennen sind. Es ist fraglich ob nicht die Rationalität eine Emotionalität ausblendet. Kann man eine Rationalität Erfahrungen wie Tod und Leid überhaupt erfassen? (vgl. Olbrich/Otterstedt, 2003, S.46f).

„Es mutet ein Stück weit paradox an, wenn Leid und Freude kognitiv erfasst und dann in einem rationalen Kalkül zur Begründung einer ethischen Entscheidung herangezogen werden“ (Olbrich/Otterstedt, 2003, S.47).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Mensch-Tier-Beziehung ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach den ethischen Aspekten bei der Nutzung von Tieren in der Pädagogik.

2. Tiergestützte Pädagogik: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Ziele und methodischen Ansätze der tiergestützten Arbeit, wie sie unter anderem von Otterstedt beschrieben werden.

3. Ethische Aspekte: Hier wird der Bedarf an ethischer Reflexion im Umgang mit Tieren begründet, die durch die menschliche Kontrolle über die Natur gestört wurde.

4. Ethische Ansichten: Verschiedene philosophische Sichtweisen wie Mitleidsethik, Ehrfurcht vor dem Leben und Verinnerlichung werden analysiert.

5. Werteverständnis und Ethik: Dieses Kapitel erörtert naturethische Grundfragen und alternative Positionen wie Pragmatismus, Solidarität und Alterität.

6. Conclusio: Die Zusammenfassung reflektiert die Komplexität der Thematik und stellt fest, dass gesetzliche Tierschutzaspekte allein für ein ethisch vertretbares Handeln nicht ausreichen.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Pädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Ethik, Mitleidsethik, Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben, Verinnerlichung, Schichtenlehre, Pragmatismus, Solidarität, Alterität, moralischer Status, Tierwohl, Anthropomorphisierung, Pädagogik, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ethischen Reflexion der Mensch-Tier-Beziehung, insbesondere im Rahmen der tiergestützten Pädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die pädagogischen Ziele der Tierarbeit, ethische Grundpositionen sowie philosophische Ansätze zur Bewertung des moralischen Status von Tieren.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit sucht Antworten auf die Frage, welche ethischen Voraussetzungen beim Einsatz von Tieren beachtet werden müssen und ab wann ein Tier als Objekt instrumentalisiert wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse fachwissenschaftlicher Quellen (z.B. Olbrich, Otterstedt, Baumann) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der Praxis der Tiergestützten Pädagogik und eine darauf aufbauende tiefgehende ethische sowie werteorientierte Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Tiergestützte Pädagogik, Ethik, Mitleidsethik, Alterität, Solidarität und das Wohlbefinden des Tieres.

Was bedeutet die "Hort Methode" in der tiergestützten Pädagogik?

Diese Methode bezeichnet einen klar abgegrenzten Raum, wie einen Stall oder eine Halle, in dem die Begegnung zwischen Klient und Tier stattfindet, wobei Rückzugsmöglichkeiten für das Tier bestehen.

Wie unterscheidet sich die "Methode der Integration" von anderen Ansätzen?

Bei der Integration wird stark auf das Tier eingewirkt, um pädagogische Ziele zu erreichen; das Tier dient hierbei fast als "Gegenstand", was hohe Anforderungen an die Achtsamkeit des Pädagogen stellt.

Warum ist das Konzept der Alterität für die Tierethik wichtig?

Alterität ermöglicht es, die Anfühlfrage zu stellen: Wie fühlt es sich für ein Lebewesen an, bestimmte Erfahrungen zu machen? Dies ist entscheidend für einen nicht-objektivierenden Umgang.

Zu welchem Schluss kommt der Autor in der Conclusio?

Der Autor schließt, dass tierschutzrechtliche Bestimmungen allein nicht ausreichen und Tierhalter zusätzlich eine ethische Haltung einnehmen müssen, um das Tier nicht auszubeuten.

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Details

Title
Versklavung von Tieren. Ethische Aspekte in der tiergestützten Pädagogik
College
University of Applied Sciences Linz  (Fachhochschule)
Grade
1,0
Author
Alexander Groder (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V320971
ISBN (eBook)
9783668202467
ISBN (Book)
9783668202474
Language
German
Tags
Tier Ethik Versklavung Vermenschlichung instrumentalisieren Werte Pädagogik domestizieren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Groder (Author), 2015, Versklavung von Tieren. Ethische Aspekte in der tiergestützten Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/320971
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