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Der baskische Konflikt und eine mögliche Lösung auf supranationaler Ebene

Title: Der baskische Konflikt und eine mögliche Lösung auf supranationaler Ebene

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Kraft (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

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Der Nationalismus ist eine Weltanschauung, die sich während des 20. Jahrhunderts etabliert und bis heute Bestand hat. Im Gegensatz zu anderen Weltanschauungen wie dem Imperialismus, dem Faschismus oder dem Totalitarismus, die nach dem Ersten Weltkrieg oder spätestens nach Beendigung des Kalten Krieges an Bedeutung verloren haben, ist der Nationalismus eine Ideologie, die das gegenwärtige, politische Geschehen immer noch bestimmt. Die Anerkennung als souveräner Staat ist wichtig, um ein Mitspracherecht in der internationalen Politik zu haben und internationalen Bündnissen beizutreten.

Am Beispiel des baskischen Konflikts soll erklärt werden, ob der mittlerweile einsetzende Friedensprozess im Baskenland eine Folge des abnehmenden Nationalismus ist. Ist es überhaupt möglich den baskische-spanischen Konflikt zu lösen? Da es in dieser Region zu einem radikalen Nationalismus mit terroristischen Ausmaßen kam, der für eine 50 Jahre andauernde, bewaffnete Auseinandersetzung verantwortlich war, ist es wichtig zu analysieren, welchen Stellenwert der baskische Nationalismus in der heutigen Zeit einnimmt und ob dies Ideologie in einer globalisierten Welt noch zeitgemäß ist.

Deshalb ist es notwendig in erster Linie die Ideologie des Nationalismus zu untersuchen, um die Tragweite seiner Bedeutung in der heutigen Zeit zu klären. Meine Untersuchungen zur nationalistischen Ideologie stützen sich vorwiegen auf die Theorie von Eric Hobsbawm, da seine Auffassungen zu diesem Thema sachdienlichste Informationen zu meiner Forschungsfrage beitragen. Der Theorie des Nationalismus stelle ich die postnationale Konstellation von Jürgen Habermas gegenüber, um zu erläutern ob und warum die Ideologie des Nationalismus nicht mehr zeitgemäß ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie der postnationalen Konstellation

2.1. Nationalismus

2.2. Post-nationale Ära nach Habermas

3. Entwicklung des baskischen Nationalismus

3.1. Entstehung des baskischen Nationalismus

3.2. Die Radikalisierung des baskischen Nationalismus unter Franco

3.3. Kein Ende in Sicht: Der baskische Nationalismus nach der transición

3.4. Der baskische Nationalismus im 21. Jahrhundert

4. Grenzen der Europäischen Union als supranationales System

5. Kann Europa den baskischen Konflikt auf supranationaler Ebene lösen?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit der baskische Nationalismus in der heutigen globalisierten Welt noch zeitgemäß ist und ob supranationale Strukturen der Europäischen Union eine Lösung für den langjährigen baskisch-spanischen Konflikt bieten können.

  • Analyse der Ideologie des Nationalismus nach Eric Hobsbawm im Vergleich zur Theorie der postnationalen Konstellation von Jürgen Habermas.
  • Historische Untersuchung des baskischen Nationalismus von der Entstehung bis zur Ära nach der transición.
  • Untersuchung der Radikalisierung und Rolle der ETA sowie deren Auswirkungen auf den Friedensprozess.
  • Kritische Beleuchtung der Europäischen Union als supranationales System und deren Einflussmöglichkeiten auf nationale Minderheitenkonflikte.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Radikalisierung des baskischen Nationalismus unter Franco

Mehr denn je tritt unter dem franquistischen Regime der Konflikt zwischen den Peripherien und der Zentralregierung ans Tageslicht. Nachdem er siegreich aus dem Spanische Bürgerkrieg hervorgegangen und an die Macht gekommen ist, betrieb Franco eine rücksichts und erbarmungslose Politik der Unterdrückung. Diese äußerte sich sowohl direkt als auch indirekt. Direkte Repressionen waren die Verfolgung und Verhaftung baskischer Nationalisten, die Franco bei der Errichtung eines zentralistischen Einheitsstaates ein Dorn im Auge waren, das Verbot der baskischen Sprache in der Öffentlichkeit unter Androhung von Strafe und die Zerstörung regionaler Zeugnisse der baskischen Kultur. Indirekte Repressionen bedeutete die systematische Zurücksetzung des Staatshaushaltes in Form von hohen Steuerabflüssen.

Der Rückgang der baskischen Sprache lässt sich jedoch nicht nur auf die repressiven Maßnahmen Francos zurückführen, sondern auch auf das geringe Ansehen der baskischen Sprache und auf die Schwierigkeit des Erlernens einer nicht-indogermanischen Mundart, die somit in keiner Verbindung zum Spanischen, geschweige denn einer anderen europäischen Sprache steht und erschwerend in viele Dialekte zerfällt. Die beiden letztgenannten Fakten sorgten dafür, dass spanische Zuwanderer die baskische Sprache nicht erlernten und genau wie die baskische Bourgeoisie kastilisch Sprachen, da sie die „Sprache des sozialen Aufstiegs“ (Bernecker, 1999: S.13) war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Nationalismus als Weltanschauung ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Lösungsmöglichkeiten des baskischen Konflikts auf supranationaler Ebene.

2. Die Theorie der postnationalen Konstellation: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Nationalismus nach Hobsbawm und stellt diese der von Habermas postulierten postnationalen Ära gegenüber.

3. Entwicklung des baskischen Nationalismus: Es wird die historische Genese, die Radikalisierung unter Franco sowie die Entwicklung nach der transición bis ins 21. Jahrhundert detailliert nachgezeichnet.

4. Grenzen der Europäischen Union als supranationales System: Das Kapitel analysiert die Schwierigkeiten der EU, eine supranationale Identität zu stiften, und diskutiert das bestehende Demokratiedefizit innerhalb der Institutionen.

5. Kann Europa den baskischen Konflikt auf supranationaler Ebene lösen?: Im Fazit wird erörtert, ob die EU als unparteiischer Vermittler dienen kann, wobei die Auflösung der Nationalstaaten als unrealistisch bewertet wird.

Schlüsselwörter

Nationalismus, baskischer Konflikt, ETA, Europäische Union, supranationale Ebene, postnationale Konstellation, Friedensprozess, Identitätsbildung, Separatismus, Minderheitenrechte, Spanien, Demokratiedefizit, Globalisierung, Autonomie, kollektive Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den baskischen Nationalismus und die Frage, ob supranationale Strukturen der Europäischen Union eine Lösung für diesen langjährigen Minderheitenkonflikt bieten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Nationalismustheorie, die Geschichte des baskischen Separatismus, die Rolle der ETA und die Untersuchung der Europäischen Union als supranationaler Akteur.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob der Nationalismus in der heutigen globalisierten Welt noch zeitgemäß ist und ob die EU effektiv in den baskisch-spanischen Friedensprozess eingreifen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit Standardwerken der Nationalismusforschung (z.B. Hobsbawm, Habermas) sowie eine Analyse historischer und politischer Entwicklungen im Baskenland.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die historische Analyse des baskischen Nationalismus unter verschiedenen politischen Rahmenbedingungen und eine Bewertung der EU-Integration.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Baskenland, ETA, Nationalismus, Supranationalität, Europäische Union und politische Identität.

Wie bewertet der Autor die Rolle der ETA für den Friedensprozess?

Der Autor zeigt auf, dass Angebote der ETA zur Waffenruhe oft als Regenerationsphasen dienten und die Organisation durch ihre terroristischen Handlungen das Vertrauen der Bevölkerung sowie eine friedliche Lösung behinderte.

Warum ist die Europäische Union laut Autor keine einfache Lösung für den baskischen Konflikt?

Die EU verfügt laut Autor selbst über ein Demokratiedefizit und es fehlt an einer gemeinsamen europäischen Identität, die den Nationalismus der Nationalstaaten wirksam ersetzen oder integrieren könnte.

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Details

Title
Der baskische Konflikt und eine mögliche Lösung auf supranationaler Ebene
College
University of Rostock  (Institut für Politik und Verwaltung)
Course
Kollektive Identitäten
Grade
2,0
Author
Michael Kraft (Author)
Publication Year
2013
Pages
23
Catalog Number
V320885
ISBN (eBook)
9783668200821
ISBN (Book)
9783668200838
Language
German
Tags
Baskenland Spanien Autonomie Europäische Union postnational Nationalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Kraft (Author), 2013, Der baskische Konflikt und eine mögliche Lösung auf supranationaler Ebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/320885
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