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Der Begriff des praktischen Wissens nach Anscombe

Title: Der Begriff des praktischen Wissens nach Anscombe

Term Paper , 2014 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Im Folgenden soll die Frage beantwortet werden, was Gertrude Elizabeth Margaret Anscombe unter dem Begriff des praktischen Wissens versteht. Dabei soll auch geklärt werden, inwiefern (beziehungsweise ob) dieses eine eigenständige, also irreduzible epistemologische Kategorie darstellt und welche Rolle diese Wissensform für das absichtliche Handeln spielt.

Der zuletzt genannte Punkt soll insofern dem tiefergehenden Verständnis dienen, als der Begriff des praktischen Wissens so in seinem funktionalen Zusammenhang betrachtet werden kann. Das heißt, indem man die Rolle analysiert, die dieser Begriff in Anscombes Darstellung einnimmt, lässt sich, so die Idee, besser verstehen, was sie unter praktischem Wissen versteht und warum dieses ihrer Meinung nach nicht auf ein spekulatives oder kontemplatives Wissen zurückgeführt werden kann.

Die in diesem Zusammenhang entscheidende Frage ist also die, warum nach Anscombe das praktische Wissen als eigenständige Wissensform eine notwendige Bedingung für ein absichtliches Handeln darstellt, die absichtliche Handlung also nicht auf die notwendigerweise begleitenden Elemente des spekulativen Wissens reduziert werden kann.

Die Arbeit folgt dabei nachstehendem Aufbau: Zuerst sollen einige Anmerkungen zum Wissensbegriff des späten Wittgenstein erfolgen. Dies ist insofern eine sinnvolle Ausgangsbasis, als Anscombes eigene Position sehr stark durch Wittgensteins Überlegungen geprägt wurde. Anschließend wird Anscombes Begriff des Wissens ohne Beobachtung eingeführt und so die Grundlage des Übergangs zum Begriff des praktischen Wissens geschaffen. Daraufhin wird der Begriff des praktischen Wissens eingeführt und dem des spekulativen Wissens gegenübergestellt. Anschließend wird – vor dem Hintergrund der Frage, inwiefern es sich dabei um eine eigenständige epistemologische Kategorie handelt – die Rolle des praktischen Wissens für das absichtliche Handeln analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff des Wissens bei Anscombe und bei Wittgenstein

3 Wissen ohne Beobachtung

4 Praktisches und spekulatives Wissen

5 Praktisches Wissen als Grundlage des (absichtlichen) Handelns

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des praktischen Wissens bei G.E.M. Anscombe und analysiert, inwiefern es eine irreduzible epistemologische Kategorie darstellt, die für das Verständnis absichtlichen Handelns konstitutiv ist.

  • Grundlagen des Wissensbegriffs bei Anscombe und Wittgenstein
  • Die Analyse des Wissens ohne Beobachtung
  • Die kategoriale Unterscheidung von praktischem und spekulativem Wissen
  • Die funktionale Rolle des praktischen Wissens für absichtliches Handeln
  • Kritische Auseinandersetzung mit mentalistischen Reduktionsversuchen

Auszug aus dem Buch

Praktisches und spekulatives Wissen

Angenommen, man akzeptiert Anscombes Position, dass das Wissen um die eigenen Körperbewegungen und -positionen eine eigene Form eines nicht beobachtungsbasierten Wissens ist. Angenommen also man akzeptiert die Unterscheidung von beobachtungsbasiertem und nicht beobachtungsbasiertem Wissen. Dies impliziert noch keineswegs, dass man auch den eben dargestellten Fall einer absichtlichen Handlung als einen Fall eines nicht beobachtungsbasierten Wissens, der darüber hinaus kategorial verschiedenen sein soll, akzeptieren muss. Dies ist jedoch Anscombes Position. Die konträre Idee, dass das Wissen um die eigene absichtliche Handlung ein Resultat der Kombination des nicht beobachtungsbasierten Wissens um die eigene Körperhaltung bzw. die Bewegung der eigenen Gliedmaßen in Verbindung mit dem beobachtungsbasierten Wissen um die Kontextbedingungen ist, verwirft sie als „mad account“. Denn dieser führe entweder auf den philosophisch unverständlichen Begriff eines Willensaktes zurück oder reduziere die absichtliche Handlung auf die bloße Absicht und betrachtet den Zusammenhang mit den Geschehnissen infolge dieser Absicht als rein zufällig. Doch dieses sei, so Anscombe, Unsinn, da der Begriff der Absicht auf diese Weise, also wenn nichts mehr dafür verbürge, dass einer Absicht entsprechende Taten folgen, zunehmend seinen Inhalt verliere.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Eigenständigkeit des praktischen Wissens und skizziert den Aufbau der Untersuchung entlang der philosophischen Position Anscombes.

2 Der Begriff des Wissens bei Anscombe und bei Wittgenstein: Dieses Kapitel erläutert den Einfluss Wittgensteins auf Anscombe, insbesondere die Ablehnung eines privilegierten Zugangs zu inneren Zuständen als Basis der Handlungstheorie.

3 Wissen ohne Beobachtung: Es wird die Kategorie des Wissens ohne Beobachtung als notwendige Bedingung für ein Verständnis absichtlicher Handlungen eingeführt und von rein introspektiven Ansätzen abgegrenzt.

4 Praktisches und spekulatives Wissen: Dieses Kapitel arbeitet die kategoriale Unterscheidung zwischen spekulativem Wissen (beobachtungsbasiert) und praktischem Wissen heraus, um dem Dilemma einer mentalistischen Deutung von Absichten zu entgehen.

5 Praktisches Wissen als Grundlage des (absichtlichen) Handelns: Hier wird dargelegt, warum praktisches Wissen die notwendige Bedingung für eine absichtliche Handlung ist und wie es diese als eine "Ursache des Erkannten" konstituiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass praktisches Wissen eine irreduzible Wissensform darstellt, die für eine adäquate Handlungstheorie unverzichtbar ist, da sie den Bezug zur realen Welt ohne Rückgriff auf problematische mentale Zustände herstellt.

Schlüsselwörter

Praktisches Wissen, spekulatives Wissen, G.E.M. Anscombe, Intention, absichtliches Handeln, Wissen ohne Beobachtung, Handlungstheorie, Wittgenstein, mentale Zustände, Epistemologie, Weltbezug, Handlung, Kategorialität, Absicht, Irreduzibilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Handlungstheorie von G.E.M. Anscombe und der Analyse ihres Begriffs des "praktischen Wissens".

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von praktischem und spekulativem Wissen, die Rolle der Introspektion sowie die Frage, wie ein Wissen um eigene Handlungen ohne Beobachtung möglich ist.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, warum Anscombe praktisches Wissen als eine eigenständige, irreduzible epistemologische Kategorie betrachtet und welche notwendige Rolle diese für das absichtliche Handeln spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die insbesondere Anscombes Hauptwerk "Intention" im Lichte ihrer Verbindung zu Wittgensteins Spätphilosophie interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise den Übergang vom Wissen ohne Beobachtung hin zur kategorialen Unterscheidung von praktischem und spekulativem Wissen sowie deren Relevanz für eine konsistente Handlungstheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie praktisches Wissen, absichtliches Handeln, Intention, Epistemologie und die Kritik am mentalistischen Reduktionismus charakterisieren.

Wie unterscheidet Anscombe praktisches von spekulativem Wissen?

Praktisches Wissen ist laut Anscombe "die Ursache dessen, was es versteht", während spekulatives Wissen der Welt gegenüber einen urteilsmäßigen Bezug einnimmt und durch Tatsachen falsifiziert wird.

Warum verwirft Anscombe einen sogenannten "mad account"?

Der "mad account" wird verworfen, weil er entweder auf unverständliche Willensakte zurückgreift oder das Handeln auf eine bloße Absicht reduziert, wodurch der inhaltliche Bezug zur tatsächlichen Handlung verloren ginge.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Der Begriff des praktischen Wissens nach Anscombe
College
University of Stuttgart
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
16
Catalog Number
V319671
ISBN (eBook)
9783668184701
ISBN (Book)
9783668184718
Language
German
Tags
Anscombe Wissen Wissensform Wittgenstein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Der Begriff des praktischen Wissens nach Anscombe, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319671
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