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Die Komplexität der Ikonografie in Raffaels Bildzyklus der Stanza di Eliodoro

Title: Die Komplexität der Ikonografie in Raffaels Bildzyklus der Stanza di Eliodoro

Term Paper , 2014 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nadeshda Domke (Author)

Art - History of Art

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Summary Excerpt Details

Die von Raffael geschaffenen Fresken der Stanza di Eliodoro, des vermutlichen Audienzraums des Papstes im Vatikanischen Palast, haben seit ihrer Entstehung für viele Spekulationen gesorgt. Die Bilder zeigen historische Szenen, die durch das nachträgliche Einfügen zeitgenössischer Akteure einen Sinneswandel erfuhren. An den Wänden seines Audienzraumes, der Stanza di Eliodoro, wollte Julius II. seine persönlichen politischen Erfolge dargestellt sehen. Um das Vorhaben Julius II. zu realisieren, erfand Raffael eine außerordentlich komplexe Ikonographie bei der historische Ereignisse, wobei Geschichten aus dem Altem Testament und der Apostelgeschichte den passenden Rahmen für das politische Programm des Papstes darstellten. Das Einflechten zeitgenössischer Ereignisse in das historische Geschehen sorgte jedoch gleichzeitig für Irreführungen. Bereits die Zeitgenossen werden sich die Frage gestellt haben, welche Inhalte ihnen die komplexe Ikonographie der Stanza de Eliodoro vermitteln sollte.

Was die heutige Interpretation des vielschichtigen Bildprogramms der Stanza di Eliodoro anbelangt, ist sich die Forschung zumindest in einer Frage einig: Die Fresken haben die politischen und militärischen Erfolge Julius II. zum Thema, der den Kirchenstaat von der französischen Invasion befreit hatte. Bei der Entschlüsselung der einzelnen Ereignisse gehen die Meinungen allerdings auseinander.

Ziel dieser Arbeit ist es, nicht nur die komplexe Bedeutung der Wandfresken der Stanza di Eliodoro, sondern ebenso die Entwicklung innerhalb des Bildzyklus, die zum einen die politischen Ziele Julius II. zum anderen seine Erfolge thematisiert, herauszustellen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den ersten drei Fresken der Stanza di Eliodoro – der Vertreibung des Heliodor, der Messe von Bolsena und der Befreiung Petri aus dem Gefängnis. Bei der Interpretation der vierten Darstellung – der Begegnung Leos des Großen mit Attila – werde ich mich mit einer Zeichnung aus dem Ashmolean Museum in Oxford beschäftigen. Dabei han¬delt es sich um eine Werkstattkopie der ursprünglichen, von Raffael stammenden Zeichnung, die mit großer Wahrscheinlichkeit als ein möglicher Vorschlag für das Attilafresko fungierte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Künstlerischer Werdegang Raffaels

3. Papst Julius II. und seine auf die Befreiung des Kirchenstaates ausgerichtete Politik

4. Die Fresken der Stanza di Eliodoro

4.1 Die Vertreibung des Heliodor

4.2 Die Messe von Bolsena

4.3 Die Befreiung Petri aus dem Gefängnis

4.4 Die Begegnung Leos des Großen mit Attila

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das komplexe Bildprogramm der Stanza di Eliodoro im Vatikanischen Palast und analysiert, wie Raffael die politischen Ambitionen und Erfolge von Papst Julius II. in den Wandfresken ikonographisch umsetzte. Dabei steht insbesondere die Frage im Vordergrund, wie historische Szenen durch das Einflechten zeitgenössischer Ereignisse in ein politisches Herrschaftsinstrument transformiert wurden.

  • Die ikonographische Bedeutung der Wandfresken unter Julius II.
  • Analyse der vier Hauptfresken als Spiegel politischer Zielsetzungen.
  • Die Rolle Raffaels bei der Entwicklung einer komplexen, mehrschichtigen Bildsprache.
  • Die Darstellung des Papstes als Friedensstifter und Beschützer des Kirchenstaates.
  • Vergleichende Untersuchung der zeitgenössischen Rezeption und kunsthistorischen Deutungen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Vertreibung des Heliodor

Die Geschichte der Vertreibung des Heliodor aus dem Tempel wird im zweiten Buch der Makkabäer erzählt. Sie handelt von Verrat: Der Tempelvorsteher Simon, der einen versteckten Hass gegen den Hohenpriester Onias hegt, verrät das Geheimnis des Tempelschatzes dem König Seleukos. Infolgedessen gedenkt der König, sich den Schatz des Tempels anzueignen und schickt seinen Diener Heliodor, um ihn zu rauben. Letztendlich sind es die Gebete des Hohenpriesters und das Eingreifen Gottes, der ein strahlendes Wesen, auf einem Ross sitzend, unterstützt von weiteren himmlischen Wesen, gesandt haben soll, um den Tempelschänder zu bestrafen und den Schatz zu retten.

Links im Bild wird Julius II. auf der sedia gestatoria von seinen Schweizergardisten in das Geschehen getragen. Julius II. fungiert somit nicht nur als unmittelbarer Zeuge, der das Geschehene mitverfolgt, sondern scheint sich der Aufgabe bewusst zu sein, die Botschaft über den Siegeszug des Tempels (der Kirche), assoziiert durch die Gebete des Hohenpriesters, die er hier wahrnimmt, in die Welt hinaustragen zu müssen. Julius II. wird außerdem die Rolle des Beschützers zugewiesen. Die Witwen und die Weisen, die ohne den für sie bestimmten Tempelschatz am Abgrund ihrer Existenz stehen, suchen und finden Schutz an der Seite des Papstes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Fresken der Stanza di Eliodoro und Darstellung des Forschungsstandes sowie der Zielsetzung der Arbeit.

2. Künstlerischer Werdegang Raffaels: Überblick über die Ausbildung und den Aufstieg Raffaels vom Sohn eines Malers in Urbino bis hin zum Hofmaler unter Julius II. in Rom.

3. Papst Julius II. und seine auf die Befreiung des Kirchenstaates ausgerichtete Politik: Charakterisierung der politischen Strategie des Papstes, der militärische Mittel zur Sicherung seiner Macht und der kirchlichen Hegemonie einsetzte.

4. Die Fresken der Stanza di Eliodoro: Detaillierte Analyse der vier Wandfresken, ihrer ikonographischen Elemente und der symbolischen Verknüpfung mit den politischen Ereignissen der Regierungszeit Julius II.

5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse über die Entwicklung des Bildzyklus und die Rolle des Papstes als zentrale, legitimierende Figur in den Darstellungen.

Schlüsselwörter

Raffael, Stanza di Eliodoro, Papst Julius II., Kirchenstaat, Fresken, Ikonographie, Historienbild, Renaissance, politische Macht, Vatikan, Bildprogramm, Heilige, Schweizergarde, Herrschaftsrepräsentation, Kunstgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die inhaltliche und politische Bedeutung der Fresken in der Stanza di Eliodoro, die im Auftrag von Papst Julius II. von Raffael geschaffen wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Ikonographie der Fresken, das Herrschaftsverständnis von Julius II. sowie die Verbindung von religiösen Narrativen mit zeitgenössischen politischen Ereignissen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die komplexe Entwicklung innerhalb des Bildzyklus aufzuzeigen, die sowohl die politischen Ziele Julius II. als auch seine tatsächlichen Erfolge bei der Befreiung des Kirchenstaates thematisiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Untersuchung, die Quellenstudien sowie eine detaillierte ikonographische und formale Analyse der Fresken miteinander kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Werdegang Raffaels, der politischen Situation unter Julius II. und einer intensiven Bildbeschreibung sowie Deutung der vier zentralen Fresken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Raffael, Stanza di Eliodoro, Julius II., Kirchenstaat, Fresken und Ikonographie sind die wesentlichen Begriffe, die den Inhalt prägen.

Warum spielt der Bart von Julius II. eine Rolle in der Interpretation?

Der Bart wird als Zeichen der Trauer über militärische Niederlagen und als Gelübde interpretiert, erst nach der Befreiung des Kirchenstaates von fremden Truppen wieder auf eine Rasur zu verzichten.

Inwiefern beeinflusst das "iconic split"-Phänomen die Wirkung der Bilder?

Raffael nutzt unterschiedliche Malweisen innerhalb eines Bildes, um die Dynamik und die soziale Hierarchie zwischen den handelnden Personen, etwa dem Papst und dem gläubigen Volk, zu unterstreichen.

Welche Bedeutung hat die "Metapher des Schatzes" in den Fresken?

Der Schatz symbolisiert das Eigentum der Kirche, sowohl in geistiger (Glaube) als auch materieller (Kirchenbesitz) Hinsicht, das durch Feinde von außen oder innen bedroht wird.

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Details

Title
Die Komplexität der Ikonografie in Raffaels Bildzyklus der Stanza di Eliodoro
College
University of Osnabrück  (Kunsthistorisches Institut)
Course
Ikonographische Irrungen
Grade
1,7
Author
Nadeshda Domke (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V319169
ISBN (eBook)
9783668183544
ISBN (Book)
9783668183551
Language
German
Tags
komplexität ikonografie raffaels bildzyklus stanza eliodoro
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadeshda Domke (Author), 2014, Die Komplexität der Ikonografie in Raffaels Bildzyklus der Stanza di Eliodoro, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319169
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