Zu Beginn der Seminararbeit wird ein geschichtlicher Rückblick vorgenommen. Auf die Entstehung und die bisherige Entwicklung von ETFs wird eingegangen. Im weiteren Verlauf wird erläutert was ETFs sind und wie sie funktionieren. Des Weiteren wird eine Gegenüberstellung zwischen aktiv gemanagten Investmentfonds und passiv gemanagten Indexfonds vorgenommen und die Unterschiede werden dargestellt. Da die ETFs immer stärker an Bedeutung gewinnen werden die verwandten Exchange Traded Products (ETPs) vorgestellt. Mit einer abschließenden Beurteilung und einem Ausblick in die Zukunft endet die Seminararbeit.
Die Erzielung nachhaltiger Renditen ist aufgrund der aktuellen Kapitalmarktverhältnisse schwerer denn je. Die Kurse gehen nicht nur steil nach oben. Eine Anlage ist auch mit Risiken verbunden. Die Anleger sind auf der Suche nach Sicherheit.
Eine Möglichkeit der Risikosenkung ist die Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageklassen. Das Risiko hängt somit nicht nur von einer Einzelanlage ab, sondern von der Kombination des gesamten Portfolios. Das ist die Grundlage des Risikomanagements. Eine erfolgreiche Vermögensanlage beruht auf dem Grundprinzip der Diversifikation.
Welche Produkte eignen sich zur Risikoreduzierung eines Anlageportfolios im Rahmen der Asset Allocation?
Eine Möglichkeit ist die Investition in Exchange Traded Funds (ETFs). ETFs sind börsengehandelte Fonds und bilden einen Index möglichst genau ab. Sie werden auch als passiv gemanagte Indexfonds bezeichnet. Dieses Produkt ist sehr breit diversifiziert, transparent, kostengünstig, flexibel und leicht verständlich. Ein Produkt mit vielen Vorteilen für konservative Anleger. Das Risiko wird minimiert und die Rendite maximiert. Eine wichtige Anlagestrategie um dem Anleger eine optimale Wertentwicklung unter Berücksichtigung des Risikos zu ermöglichen. Angesichts der Rahmenbedingungen spielt die Auswahl der richtigen Zusammensetzung des Portfolios eine immer bedeutendere Rolle.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung und Überblick der Seminararbeit
2. Exchange Traded Funds (ETFs)
2.1. Entstehung und Entwicklung von ETFs
2.2. Was sind ETFs und wie funktioniert dieses Produkt
2.3. Unterschied zwischen aktiv und passiv gemanagten Fonds
3. Exchange Traded Products (ETPs)
4. Abschließende Beurteilung und zukünftiger Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise, Vorteile und Risiken von Exchange Traded Funds (ETFs) im Kontext des Portfoliomanagements. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Instrumente zur Risikoreduzierung und Diversifikation eingesetzt werden können und wie sie sich gegenüber traditionellen aktiv gemanagten Investmentfonds abgrenzen.
- Historische Entwicklung und Ursprung von ETFs
- Funktionsweise physisch und synthetisch replizierender Fonds
- Vergleich zwischen aktiver und passiver Investmentstrategie
- Einführung in Exchange Traded Products (ETPs) wie ETCs und ETNs
- Zukunftsperspektiven und Bedeutung für Privatanleger
Auszug aus dem Buch
2.3. Unterschied zwischen aktiv und passiv gemanagten Fonds
Wenn man in einen aktiv gemanagten Investmentfonds investiert verspricht man sich eine Outperformance gegenüber einer Benchmark (Vergleichsindex). Ein professioneller Fondsmanager versucht mit einer eigenen Strategie, einer geschickten Titelselektion (Stockpicking) und einem guten Zeitpunkt (Timing) die Benchmark zu übertreffen. Das Management entscheidet über den Kauf, Verkauf oder Halten einzelner Anlagen und überwacht auf der Basis umfassender Analysen das Portfolio und optimiert laufend die Zusammensetzung. Daher sind die Kosten relativ hoch und gehen zu Lasten der Performance.
Mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Fondsmanager langfristig den Markt nicht schlagen kann, d.h. die wenigsten schaffen es kontinuierlich unter Berücksichtigung der Kosten besser als die Benchmark zu sein. Selbst wenn ein aktiver Fondsmanager in einem Jahr erfolgreich ist und eine Überrendite gegenüber der Benchmark erzielt, bedeutet das keineswegs, dass er in der Lage ist, diese Leistung in den Folgejahren zu wiederholen.
Ein passiv gemanagter Indexfonds bildet eins zu eins den jeweiligen Index z.B. DAX ab, ohne eine aktive Portfoliosteuerung zu betreiben. Dies wird auch als Indextracking bezeichnet, da die Investition parallel zum Index läuft. Das Fondsmanagement beschränkt sich bei der Anpassung nur auf den Index (passives Management). Aktuelle Meldungen, Meinungen und Einschätzungen finden keine Berücksichtigung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung und Überblick der Seminararbeit: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für die Untersuchung von ETFs infolge der Finanzkrise 2008 und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.
2. Exchange Traded Funds (ETFs): Dieser Hauptteil beleuchtet die Historie, die Funktionsweise sowie die Abgrenzung von ETFs zu aktiv gemanagten Fonds.
3. Exchange Traded Products (ETPs): Hier werden verwandte Anlageprodukte wie ETCs, ETNs und ETSFs vorgestellt, die neben klassischen ETFs existieren.
4. Abschließende Beurteilung und zukünftiger Ausblick: Das Kapitel bewertet die Rolle von ETFs als Standardprodukt und diskutiert deren künftige Bedeutung für den Markt und Privatanleger.
Schlüsselwörter
Exchange Traded Funds, ETFs, Portfoliomanagement, Diversifikation, Indexabbildung, Passive Fonds, Aktives Management, Total Expense Ratio, ETPs, ETCs, ETNs, Asset Allocation, Finanzmärkte, Risikoreduzierung, Liquidität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Darstellung von Exchange Traded Funds (ETFs) und deren Rolle im modernen Portfoliomanagement als Instrument zur Risikodiversifikation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der ETFs, die technische Funktionsweise (Replizierungsmethoden), den Kostenvergleich zu aktiven Fonds sowie die Einordnung von ETPs.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Anlegern die Vorteile von ETFs hinsichtlich Transparenz, Kosten und Risikomanagement aufzuzeigen und die Abgrenzung zu aktiven Investmentansätzen zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Darstellung, die auf der Analyse von Fachliteratur, Wirtschaftsdaten und vergleichenden Tabellen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die spezifische Funktionsweise von ETFs, den Vergleich zu aktiven Fonds sowie die Erläuterung weiterführender ETP-Produkte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Indexabbildung, passive Anlagestrategie, Diversifikation und Kostenführerschaft (TER) geprägt.
Wie unterscheidet sich der Creation-Prozess vom Redemption-Prozess?
Beim Creation-Prozess liefern Börsenhändler einen Wertpapierkorb an den Anbieter und erhalten dafür ETF-Anteile; beim Redemption-Prozess wird dieser Vorgang umgekehrt vollzogen.
Warum sind die Kosten bei ETFs im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds niedriger?
ETFs verzichten auf aufwendiges Research und aktives Trading, da sie lediglich einen Index passiv nachbilden, was die jährlichen Verwaltungskosten deutlich reduziert.
Welches Emittentenrisiko besteht bei den verschiedenen ETP-Arten?
Während ETFs und ETSFs als Sondervermögen geführt werden und kein Emittentenrisiko tragen, stellen ETCs und ETNs Schuldverschreibungen dar, bei denen ein Ausfallrisiko für den Anleger bestehen kann.
- Arbeit zitieren
- Jennifer Flattich (Autor:in), 2016, Eine Darstellung der Exchange Taded Funds (ETFs). Entstehung und Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/318224