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Die geschichtswissenschaftliche Methode nach Karl-Ludwig Woltmann. Wird die Spekulation verpflichtet oder entfesselt?

Title: Die geschichtswissenschaftliche Methode nach Karl-Ludwig Woltmann. Wird die Spekulation verpflichtet oder entfesselt?

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jan Neusesser (Author)

History - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Ist die Spekulation auf die Rekonstruktion eines historischen Gegenstandes ausgehend von Quellen verpflichtet oder wird sie entfesselt? Die vorliegende Hausarbeit legt ihren Augenmerk primär auf die Spekulation und ihren Anteil an der geschichtswissenschaftlichen Methode. Im weiteren Vorgehen wird dann ermittelt, wie Karl-Ludwig Woltmann die Philosophie, die Poesie und somit auch besonders die Spekulation im Zusammenhang mit der historischen Arbeit sieht und welche Bedeutung er ihnen diesbezüglich zumisst.

Aus diesen Ergebnissen lassen sich dann im weiteren Verlauf Rückschlüsse und Ansätze bezüglich obiger Fragestellung erschließen.

Nachdem die Methodik der Geschichtswissenschaft in der Schwellenzeit des auslaufenden 18. Jahrhunderts und den Anfängen des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt findet, wird die Philosophie zu einem entscheidenden und bedeutenden Faktor der Historie und ihrer Arbeit.

So fiel die Wahl meiner Quelle auf Karl-Ludwig Woltmanns „Von der historischen Arbeit und dem Urtheil über dieselbe“, in welcher er der Philosophie eine unentbehrliche Rolle in der modernen Geschichtsschreibung zuspricht. Die Philosophie, welche für Woltmann die reine Spekulation darstellt, ist für ihn von den Anfängen bis zu den höchsten Spähren der historischen Arbeit unerlässlich. Seiner Auffassung nach obliegt es allein der Spekulation das Gegebene zur Tatsache zu machen und im weiteren Verlauf zur Anschauung zu bringen.

An Forschungsliteratur zur allgemeinen Auffassung der Geschichtswissenschaft und ihrer Methode mangelt es indes nicht, bezogen auf die vorliegenden Quelle ließ sich jedoch nur ein Werk finden, welches Woltmann dabei auch nur am Rande erwähnt. Zum Thema der geschichtswissenschaftlichen Methode haben sich allerdings bekannte Historiker der damaligen Zeit zu Wort gemeldet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Von der historischen Arbeit und dem Urtheil über dieselbe (1804)

2.1 Überlieferungslage und Quellenwert

2.2 Die Quelleninterpretation

2.2.1 Woltmanns Aufsatz und sein Aufbau: Die Quellensyntax

2.2.2 Philosophie und historische Methode – Wirkung und Absichten: Die Quellensemantik

2.2.3 Geschichte und Politik als Zeitschrift: Die Quellenpragmatik

2.2.4 Verpflichtung oder Entfesselung? Interpretation der Quelle bezüglich ihrer Verpflichtung auf die Rekonstruktion eines historischen Gegenstandes ausgehend von Quellen oder ihrer Entfesselung

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Philosophie und Spekulation zur geschichtswissenschaftlichen Methode im 19. Jahrhundert anhand von Karl-Ludwig Woltmanns Aufsatz „Von der historischen Arbeit und vom Urtheil über dieselbe“ (1804). Das zentrale Ziel ist es zu klären, ob Woltmann die Spekulation als vollkommen frei („entfesselt“) oder als der historischen Rekonstruktion untergeordnet („verpflichtet“) betrachtet.

  • Historische Methodik an der Schwelle zum 19. Jahrhundert
  • Die Rolle der Philosophie und Spekulation in der Geschichtsschreibung
  • Quellenkritische Untersuchung und Syntaxanalyse von Woltmanns Text
  • Vergleich der theoretischen Positionen Woltmanns mit zeitgenössischen Historikern wie Schiller und Droysen

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Verpflichtung oder Entfesselung? Interpretation der Quelle bezüglich ihrer Verpflichtung auf die Rekonstruktion eines historischen Gegenstandes ausgehend von Quellen oder ihrer Entfesselung

Im Folgenden soll nun analysiert werden, ob Woltmann die Spekulation entfesselt oder sie auf die Rekonstruktion eines historischen Gegenstandes ausgehend von Quellen verpflichtet. Dies geschieht unter Berücksichtigung der bereits erarbeiteten Ergebnisse aus den bisherigen Kapiteln.

Würde man sich lediglich der Spekulation und ihrem Wesen selbst widmen, dann käme man sicherlich leicht zu dem Schluss, dass sie frei und entfesselt sei. Sie ist als entscheidender Teil der Philosophie zu sehen und vereinigt damit gleichbedeutend elementare Bestandteile dieser in sich selbst. Das reine Wissen, welches ihr zugesprochen wird könnte allein gesehen schon als ausschlaggebendes Argument dienen, um von einer entfesselten Spekulation zu reden. Wenn die Spekulation selbst alles Wissen in sich vereine, wie es Woltmann in seinem Text beschreibt, wer oder was solle in diesem Fall noch Einfluss oder eine Wirkung auf sie haben? Was könne das reine Wissen in irgendeiner Art binden oder verpflichten? An welche Gesetze solle sie sich halten, außer die, die sie selbst geschaffen hat? Diese Gewalt der Spekulation von der Woltmann spricht sei so bedeutend, dass der Philosophie schlechterdings die Gesetzgebung über die Historie zustehe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Methodik um 1800 ein und begründet die Wahl von Karl-Ludwig Woltmanns Quelle zur Untersuchung der Rolle der Philosophie.

2. Von der historischen Arbeit und dem Urtheil über dieselbe (1804): Dieses Kapitel analysiert die Überlieferungslage der Quelle und untersucht in einer detaillierten Quelleninterpretation die Struktur sowie die philosophischen und pragmatischen Ansichten Woltmanns.

3. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass die Spekulation bei Woltmann nicht entfesselt, sondern als Hilfsmittel einem höheren Zweck der Geschichtswissenschaft verpflichtet ist.

Schlüsselwörter

Geschichtswissenschaft, Historische Methode, Karl-Ludwig Woltmann, Spekulation, Philosophie, Quellenkritik, 19. Jahrhundert, Geschichtsschreibung, Erkenntnistheorie, Historismus, Quelleninterpretation, Wissenschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtswissenschaftlichen Methodik zur Zeit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, fokussiert auf die Rolle philosophischer Spekulation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die historische Theoriebildung, das Verhältnis zwischen Quellen und philosophischer Interpretation sowie die Analyse spezifischer Fachzeitschriften jener Epoche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die von Woltmann postulierte Spekulation als frei („entfesselt“) oder als an die historische Rekonstruktion gebunden („verpflichtet“) einzustufen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus einer äußeren (formalen) Quellenkritik, einer Syntaxanalyse des Quellentextes und einer inhaltlichen Interpretation der philosophischen Argumentation Woltmanns.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Woltmanns Aufsatz „Von der historischen Arbeit und vom Urtheil über dieselbe“, betrachtet die mediale Form der Veröffentlichung in der Zeitschrift „Geschichte und Politik“ und erörtert die Dialektik von Spekulation und historischer Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der Geschichtswissenschaft und der historischen Methode vor allem Spekulation, Philosophie, Quellenkritik und das Werk von Karl-Ludwig Woltmann.

Wie unterscheidet Woltmann zwischen dem Philosophen und dem „Philosophieren“?

Woltmann vertritt die Ansicht, dass ein Historiker zwar als Philosoph fundiert sein sollte, aber nicht „philosophisch handeln“ darf, da das praktische Philosophieren die Anschauung des Ganzen stören würde.

In welchem Kontext steht Woltmann zu anderen Historikern?

Woltmann reiht sich in die zeitgenössische Diskussion ein, in der Philosophen wie Friedrich Schiller oder Johann Gustav Droysen ebenfalls der Philosophie eine entscheidende Rolle für das Verständnis von Geschichte beimaßen.

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Details

Title
Die geschichtswissenschaftliche Methode nach Karl-Ludwig Woltmann. Wird die Spekulation verpflichtet oder entfesselt?
College
University of Paderborn  (Historisches Institut)
Course
Wie alt ist die Geschichte
Grade
2,0
Author
Jan Neusesser (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V317998
ISBN (eBook)
9783668172241
ISBN (Book)
9783668172258
Language
German
Tags
methode karl-ludwig woltmann wird spekulation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Neusesser (Author), 2013, Die geschichtswissenschaftliche Methode nach Karl-Ludwig Woltmann. Wird die Spekulation verpflichtet oder entfesselt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/317998
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