Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Speech Science / Linguistics

Konkurrenz- oder Komplementärmodell zur Sprachwandeltheorie. Rudi Kellers „Sprachwandel. Von der unsichtbaren Hand in der Sprache“ (1994)

Title: Konkurrenz- oder Komplementärmodell zur Sprachwandeltheorie. Rudi Kellers „Sprachwandel. Von der unsichtbaren Hand in der Sprache“ (1994)

Scientific Essay , 2009 , 16 Pages

Autor:in: Guido Maiwald (Author)

Speech Science / Linguistics

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Was ist die Aufgabe von Sprache und wer oder was verändert sie und warum? Gemeinhin war die Sprachwandelforschung Hauptforschungsgegenstand der historischen Sprachwissenschaft, wobei diese auf strukturalistischen und generativen Theorien basierte. Neben dem Sprachwandel waren und sind Sprachgeschichte, Synchronie und Diachronie, sowie Rekonstruktion Untersuchungsgegenstände der Sprachforschung.

Ziel des zweiten Kapitels ist es zunächst, die wichtigsten Theorien und Begrifflichkeiten, sowie kontrastierende Lehrmeinungen zum Sprachwandel vorzustellen. Im 3. Kapitel wird im Wesentlichen Rudi Kellers Publikation „Sprachwandel. Von der unsichtbaren Hand in der Sprache“ aus dem Jahre 1994 vorgestellt. Diese enthält zum einen eine Kritik an der Vorangehensweise der bisherigen Theorien zum Sprachwandel. Zudem entwirft Keller seine eigene Theorie, in der er von einem bislang unterbeleuchteten Faktor im Prozess des Sprachwandels spricht und daher auch den Begriff der 3. Dimension gebraucht. Im darauf folgenden Teil soll geklärt werden, inwieweit Kellers Modell als Konkurrenz- oder Komplementärmodell zu anderen Theorien des Sprachwandels verstanden werden kann.

„Die Welt ändert sich; es gibt ständig technischen Fortschritt und die Sprache muss sich deshalb ebenfalls ändern, um mit der Entwicklung der Welt Schritt zu halten.“

Diese Erklärung gab Rudi Keller als Beispiel einer zu kurz greifenden und nicht plausiblen Erklärung zu den Ursachen des Sprachwandels. Wie sollte zum Beispiel mithilfe dieses Paradigmas erklärt werden, warum sich z. B. die „Photographie“ zum simplifizierten „Foto“ wandelte. Technische Veränderungen bieten demnach weder notwendige noch hinreichende Erklärungsansätze zum Sprachwandel, da es nicht Aufgabe der Sprache sei die Welt abzubilden. Nach Bußmann kann sprachlicher Wandel als Prozess der Veränderung von Sprachelementen in der Zeit gesehen werden. Dabei vollzieht sich Sprachwandel auf allen sprachlichen Ebenen, also im Bereich der Phonologie, Morphologie, Syntax und Semantik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien zum Sprachwandel

3. Kellers Theorie von der “unsichtbaren Hand”

4. Résumé: Kellers Theorie - Konkurrenz- oder Komplementärmodell zur Sprachwandeltheorie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Rudi Kellers Sprachtheorie „Sprachwandel. Von der unsichtbaren Hand in der Sprache“ (1994) auseinander. Das Hauptziel besteht darin, zu untersuchen, ob Kellers Ansatz als sinnvolle Ergänzung (Komplementärmodell) zu etablierten sprachwissenschaftlichen Theorien verstanden werden kann oder ob er lediglich eine Konkurrenz zu bestehenden Erklärungsmodellen darstellt.

  • Historischer Abriss der bedeutendsten Theorien zum Sprachwandel
  • Einführung und Analyse der „Invisible-Hand“-Theorie nach Rudi Keller
  • Diskussion des Mandevilleschen Paradoxons und der Conjectural History
  • Kritische Bewertung der wissenschaftlichen Rezeption und empirischen Anwendbarkeit

Auszug aus dem Buch

3. Kellers Theorie von der “unsichtbaren Hand”

Im ersten Teil seiner Publikation zeigt Keller zunächst am Beispiel einer 50 Jahre alten Tageszeitung auf, dass Sprachen ständigem Wandel unterworfen sind, da Ausdrücke, die damals im Gebrauch waren, heute nicht mehr gebräuchlich sind. Darauf folgend erklärt er, dass einige der durch die Sprachwissenschaft gestellten Fragen bereits von falschen Grundannahmen ausgehen. So präsupponiert die Frage „Warum ändert sich Sprache?“ dass Sprache „… ein Ding mit ihm innewohnenden Lebenskräften, ein Organismus…“ sei der nach eigenen Kräften und Gesetzen handelt. Die Frage „Warum ändern Sprecher ihre Sprache?“ klingt für Keller hingegen zu aktiv, als würden Sprecher ihre Sprache willentlich und geplant wie gezielt verändern. Erstere Denkweise bezeichnet Keller als organistisch, die zweite als mechanistisch und hält sie als Erklärungsmodelle für den permanenten Wandel der Sprache für ungeeignet. Nach Keller basiert die Veränderung der Sprache auf täglicher Kommunikation, wobei Modifizierungen nicht beabsichtigt sind und zumeist auch nicht bemerkt werden.

Kellers eigene Fragestellungen lauten daher: „Wieso erzeugen wir durch unser tägliches Kommunizieren einen Wandel?“ und „Welches sind die Mechanismen dieser ständigen Veränderung?“. Das erste Kapitel schließt Keller mit einer Bildanalogie, in der er versucht, den Prozess des Sprachwandels zu verdeutlichen. Er präsentiert eine Fotoserie, die zeigt, wie Schaulustige sich in zwei Ringen um Straßenkünstler gruppieren. Keller ist der Ansicht, dass Sprachwandel nach einem ähnlichen Verhaltensmuster abläuft, ohne Plan und ohne Verabredung, sondern spontan als Konsequenz und Summe einer Vielzahl von Handlungen einzelner. Im zweiten Kapitel führt der Autor zunächst einige Grundannahmen ein, auf denen seine eigenen Annahmen letztlich basieren. Eine zentrale Denkfigur seiner eigenen Theorie ist das Mandevillesche Paradoxon, welches besagt, dass „moralisch zu missbilligende Bestrebungen durchaus billigenswerte Auswirkungen haben können“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt Rudi Kellers Publikation vor und bettet sie in den Kontext der historischen Sprachwandelforschung ein, wobei die Zielsetzung der Untersuchung skizziert wird.

2. Theorien zum Sprachwandel: Hier werden wesentliche Ansätze von Jacob Grimm bis hin zur diachronischen Sprachpragmatik dargestellt, um einen Überblick über die Entwicklung und die theoretischen Paradigmen zu geben.

3. Kellers Theorie von der “unsichtbaren Hand”: In diesem Kapitel wird Kellers Theorie der „unsichtbaren Hand“ erläutert, inklusive seiner Kritik an organistischen und mechanistischen Modellen sowie seiner Definition von Sprache als Phänomen „dritter Art“.

4. Résumé: Kellers Theorie - Konkurrenz- oder Komplementärmodell zur Sprachwandeltheorie: Das abschließende Kapitel fasst die wissenschaftliche Rezeption zusammen und diskutiert die Stärken sowie Schwächen von Kellers Modell im Lichte der zeitgenössischen Linguistik.

Schlüsselwörter

Sprachwandel, Unsichtbare Hand, Rudi Keller, Invisible-Hand-Erklärung, Sprachwissenschaft, Diachronie, Synchronie, Conjectural History, Sprachpragmatik, Mandevillesches Paradoxon, Sprachgeschichte, Soziolinguistik, Kommunikation, Sprachliche Evolution, Sprachtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert und bewertet Rudi Kellers Theorie des Sprachwandels, insbesondere sein Konzept der „unsichtbaren Hand“ im Kontext der modernen Linguistik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der Sprachwandelforschung, die Kritik an traditionellen Paradigmen sowie die Anwendung philosophischer Denkfiguren auf sprachliche Phänomene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung, ob Kellers Modell als Konkurrenz zu bestehenden linguistischen Erklärungsansätzen fungiert oder ob es als Komplementärmodell betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine theoretische Analyse an, bei der verschiedene linguistische Positionen gegenübergestellt, mit Kellers Thesen abgeglichen und in ihrer empirischen Tragfähigkeit geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick über Sprachwandeltheorien, die detaillierte Vorstellung der Keller’schen Theorie sowie deren kritische Würdigung anhand der fachwissenschaftlichen Diskussion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachwandel, die unsichtbare Hand, Sprachpragmatik, diachronischer Strukturalismus und der Begriff der dritten Art bei Sprachphänomenen.

Was besagt das Mandevillesche Paradoxon in Bezug auf Sprache?

Es besagt, dass aus moralisch neutralen oder gar nicht beabsichtigten individuellen Handlungen gesellschaftlich relevante und strukturell geordnete Ergebnisse – wie eben eine Sprache – entstehen können.

Warum wird Kellers Theorie in der Fachwelt kontrovers diskutiert?

Die Kontroverse ergibt sich aus der Frage, ob Kellers Modell lediglich abstrakte Erklärungen bietet oder ob es tatsächlich als empirisch fundierter Ansatz für alle Arten des Sprachwandels taugt.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Konkurrenz- oder Komplementärmodell zur Sprachwandeltheorie. Rudi Kellers „Sprachwandel. Von der unsichtbaren Hand in der Sprache“ (1994)
Author
Guido Maiwald (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V316714
ISBN (eBook)
9783668169340
ISBN (Book)
9783668169357
Language
German
Tags
Rudi Keller Keller Sprachforschung Sprachwandel Veränderung Sprache unsichtbare Hand Theorie Labov Sprachwandeltheorie Phonologie Morphologie Syntax Semantik Sprachgeschichte Grimm Sprachentwicklung Humboldt Whitney Schleicher neogrammatische Schule Neogrammatik Sprachusus Sprachgebrauch Kontaktsprache Wellentheorie Dialektologie Kreolsprache Pidgin Saussure Mischsprache Zuckermann Baummodell Sprachentstehung diachronisch synchronisch Paul Eggers Strukturalismus Funktionalismus Coseriu Martinet Jakobson Soziolinguistik Linguistik Sprachgemeinschaft Sprachpragmatik Gumpertz Kommunikation Mandeville Paradoxon Rekonstruktion Smith Adam Kritik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Guido Maiwald (Author), 2009, Konkurrenz- oder Komplementärmodell zur Sprachwandeltheorie. Rudi Kellers „Sprachwandel. Von der unsichtbaren Hand in der Sprache“ (1994), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/316714
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint