Die finanzielle Entwicklung eines Unternehmens muss in der heutigen Wettbewerbssituation vorausschauend geplant werden. Ein Unternehmen benötigt zu jedem Zeitpunkt genügend liquide Mittel, damit es seine/n Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern erfüllen kann.
Die Unternehmensfinanzierung hat die Aufgabe, Möglichkeiten zu beschreiben, wie Unternehmen ihr finanzielles Gleichgewicht erreichen können. Veränderungen auf den Kapitalmärkten seit 1990, hervorgerufen durch die ökonomische Globalisierung, finanztechnische Produkte, die europäische Neuordnungsoffensive im Zuge des Baselprozesses und die weltweite Krise der Finanzinstitute, zeigen die dringende Notwendigkeit auf, Unternehmen auf ihre Finanzierungssituationen aus finanzwirtschaftlicher Sicht hin zu untersuchen.
Heutzutage verlangen rasch wandelnde Gütermärkte von einem Unternehmen eine schnellere Anpassung, damit es im globalen Konkurrenzkampf bestehen kann. Dies erfordert kurzfristige liquide Mittel und den Blick in die Zukunft, wie das Kapital anzulegen ist, um es schnell zu beschaffen und für welchen Zweck es verwendet wird. Der Markt stellt hohe Anforderungen an Auswahl und Strukturierung der Instrumente sowie an die Vorbereitung und Umsetzung eines Finanzierungsplans. Die richtige Finanzplanung ist ein wichtiges Instrument für die Unternehmensfinanzierung. Gerade in Zeiten von Basel III und den damit verbundenen Anforderungen an das Unternehmen, gewinnt die Finanzplanung als unternehmensinternes und -externes Steuerungs- und Kommunikationsinstrument immer mehr an Bedeutung.
In der vorliegenden Arbeit soll erläutert werden, was die Unternehmensfinanzierung ist und aus welchen Bestandteilen sie besteht. Des Weiteren soll veranschaulicht werden, welche Bedeutung die Finanzplanung innerhalb einer Unternehmensfinanzierung spielt. Ziel der Arbeit ist es, die Chancen einer richtigen Finanzplanung aufzuzeigen und die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Möglichkeiten für ein Unternehmen innerhalb der Unternehmensfinanzierung zu betrachten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Allgemeine Einleitung
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2. Unternehmensfinanzierung
2.1. Finanzierung
2.2. Liquidität
2.3. Finanzierungsmöglichkeiten
2.3.1. Möglichkeiten der Außenfinanzierung
2.3.1.1. Eigenfinanzierung in Form der Beteiligungsfinanzierung
2.3.1.2. Mezzanine-Finanzierung
2.3.1.3. Fremdfinanzierung
2.3.2. Möglichkeiten der Innenfinanzierung
2.3.2.1. Finanzierung aus Umsatzerlösen
2.3.2.2. Finanzierung aus sonstigen Kapitalfreisetzungen
2.4. Liquiditätskennzahlen
3. Finanzplanung
3.1. Grundsätze und Aufgaben der Finanzplanung
3.2. Ermittlung des Kapitalbedarfs
3.3. Abgrenzung zwischen kurz-, mittel- und langfristiger Finanzplanung
4. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die grundlegenden Mechanismen der Unternehmensfinanzierung zu erläutern und die zentrale Bedeutung einer systematischen Finanzplanung für die Aufrechterhaltung der Liquidität und den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens aufzuzeigen.
- Grundlagen der Unternehmensfinanzierung und Liquiditätssicherung
- Analyse von Finanzierungsmöglichkeiten (Innen- und Außenfinanzierung)
- Instrumente der Finanzplanung und Ermittlung des Kapitalbedarfs
- Differenzierung zwischen verschiedenen Fristigkeiten der Finanzplanung
- Verfahren der Finanzkontrolle und Steuerung im Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.1. Grundsätze und Aufgaben der Finanzplanung
Im finanzwirtschaftlichen Bereich des Unternehmens hat ist die Finanzplanung eine planerische Tätigkeit. Die Finanzplanung ist ein gedanklicher Prozess, sie ist auf zukünftiges Handeln gerichtet und wird vor dem Handeln erstellt.
Die Daueraufgabe der Finanzplanung, ist die Liquiditätssicherung. Sie soll sicherstellen, dass frühzeitig Liquiditätsengpässe erkannt werden und das zukünftig benötigte Kapital ermittelt wird. Die Rechnungsgrößen hierfür sind Ein- und Auszahlungen. In der Finanzplanung werden alle aktuellen und zukünftigen Ein- und Auszahlungen vollständig erfasst und gegenübergestellt. Dementsprechende Maßnahmen in Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Gegenüberstellung gilt es zu analysieren. Damit die Finanzplanung ein wirkungsvolles Instrument der finanziellen Führung ist, muss sie folgende Grundsätze einhalten: Regelmäßigkeit, Vollständigkeit, Zeitpunktgenauigkeit, Betragsgenauigkeit, Bruttoausweis, Elastizität, Kontrollierbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Liegt z.B. nur eine durchschnittliche Deckung der Auszahlungen eines Jahres vor oder werden Ein- und Auszahlungen nicht vollständig beachtet, kann Illiquidität ebenfalls eintreten.
Die Finanzplanung umfasst den Kapitalbedarf, die Kapitaldeckung und den Finanzplan. Ziel der Finanzplanung ist somit primär die Sicherung der Liquidität aber auch finanzielle Unabhängigkeit, Minimierung der Finanzierungskosten, Rentabilität des eingesetzten Kapitals und die Vermeidung von Überliquidität.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit vorausschauender Finanzplanung im aktuellen Wettbewerbsumfeld ein und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Unternehmensfinanzierung: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Finanzierung, die verschiedenen Arten der Kapitalbeschaffung (Innen- und Außenfinanzierung) sowie die Bedeutung der Liquidität für den Betriebsprozess.
3. Finanzplanung: Hier werden die Aufgaben, Grundsätze und Prozesse der Finanzplanung dargelegt, wobei insbesondere auf die Ermittlung des Kapitalbedarfs und die Abgrenzung der verschiedenen Planungshorizonte eingegangen wird.
4. Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung der Finanzplanung als essenzielles Steuerungsinstrument zusammen und unterstreicht deren Rolle für die langfristige Insolvenzvermeidung und finanzielle Stabilität.
Schlüsselwörter
Unternehmensfinanzierung, Finanzplanung, Liquidität, Kapitalbedarf, Außenfinanzierung, Innenfinanzierung, Finanzkontrolle, Selbstfinanzierung, Zahlungsfähigkeit, Kapitaldisposition, Finanzierungsstrategie, Insolvenzprävention, kurzfristige Finanzplanung, mittelfristige Finanzplanung, langfristige Finanzplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Finanzplanung als zentrales Instrument innerhalb der Unternehmensfinanzierung, um die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens dauerhaft zu sichern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Formen der Unternehmensfinanzierung, die Sicherung der Liquidität sowie die methodischen Anforderungen an eine effektive Finanzplanung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Chancen einer strukturierten Finanzplanung aufzuzeigen und zu verdeutlichen, wie Unternehmen durch eine optimale Finanzgestaltung ihre wirtschaftliche Handlungsfähigkeit erhalten können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin oder der Autor stützt sich auf Desktopresearch und eine fundierte Literaturrecherche, um bestehende Theorien und Konzepte zusammenzutragen und zu analysieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Finanzierungsmöglichkeiten, die Erläuterung von Liquiditätskennzahlen und eine detaillierte Analyse der Finanzplanung nach Grundsätzen, Kapitalbedarfsermittlung und Fristigkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Unternehmensfinanzierung, Finanzplanung, Liquidität, Kapitalbedarf und Finanzkontrolle.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Innen- und Außenfinanzierung wichtig?
Diese Unterscheidung ist entscheidend, um zu verstehen, ob Kapital aus eigenen Mitteln (z. B. zurückbehaltene Gewinne) oder durch externe Kapitalgeber (z. B. Bankkredite) zugeführt wird, was unterschiedliche Auswirkungen auf die Unternehmensstruktur hat.
Was besagt die 4. Phase im Prozess der Finanzplanung?
In der 4. Phase werden alle Prognosedaten zusammengeführt, um auf Basis der geplanten Zahlungsströme und Bilanzentwicklungen Kennzahlen für den Finanzplan sowie die Prognose-Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu erstellen.
Welche Rolle spielt die Finanzkontrolle?
Die Finanzkontrolle dient dem Abgleich von Plan- und Ist-Werten, um finanzielle Abweichungen zu identifizieren, Korrekturmaßnahmen einzuleiten und Erkenntnisse für zukünftige Planungsphasen zu gewinnen.
- Arbeit zitieren
- Sandra-Patricia Krajewski (Autor:in), 2014, Die Bedeutung der Finanzplanung im Rahmen der Unternehmensfinanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/316245