Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Der "PISA-Schock" in Norwegen. Politische und ökonomische Hintergründe der PISA-Studien

Titel: Der "PISA-Schock" in Norwegen. Politische und ökonomische Hintergründe der PISA-Studien

Seminararbeit , 2015 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Philipp-Henning v. Bruchhausen (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Vorliegende Hausarbeit diskutiert die politischen und ökonomischen Hintergründe der PISA-Studien im Rahmen der OECD. Weiterhin wird darauf eingegangen, wie sich die regelmäßigen PISA-Studien auf die nationale Bildungspolitik und die öffentliche Debatte darüber auswirken, vor allem im Hinblick auf die durchaus spezielle Lage in Norwegen.

Die seit einigen Jahren regelmäßig durchgeführten PISA-Studien sind mehr als nur einfache Vergleichstests zwischen gleichaltrigen Schülern, denn hinter PISA steht die OECD, und damit eine mächtige internationale Organisation mit der globalen Agenda der Wirtschaftsförderung im Sinne
des angelsächsisch gefärbten (Neo-)Liberalismus, also einer überaus wirkmächtigen Ideologie.

Die OECD selbst, mit ihren 34 Mitgliedern, von denen die 20 Gründungsmitglieder praktisch identisch mit der NATO sind, plus die militärisch neutralen Länder Schweden und Schweiz, macht aus dem Primat der Wirtschaft wenig Hehl, Soziales und Umweltschutz kommen erst auf Stelle 2 und 3 ihrer selbstgenannten Ziele.

Ohnehin ist die dezidiert prowestliche Ausrichtung der Organisation offensichtlich, schon aus ihrer Herkunft aus der OEEC heraus, besser bekannt als Marshall-Fund, also dem wesentlich aus US-Mitteln finanzierten Wiederaufbau Westeuropas nach dem Weltkrieg. Auch die Nuclear Energy
Agency ist unter ihrem Dach angesiedelt, nicht zu verwechseln mit der IAEA der UNO mit Sitz in Wien.

Insofern ist es mitunter etwas verwunderlich, daß die OECD in der öffentlichen, und teils heftigen Debatte über Bildungspolitik, schließlich schlug der „Pisa-Schock“ besonders heftig in Deutschland und in skandinavischen Ländern, vor allem Norwegen, ein, meist unkritisch als neutraler Beobachter wahrgenommen wird, obwohl sie aktiv die politische Agenda im Sinne ihrer Ideologie beeinflusst.

Und diese Agenda beißt sich durchaus mit der in den klassisch sozialdemokratischen Ländern in Nord- und Mitteleuropas verbreiteten Bildungsphilosophie der Chancengleichheit aller sozialen Schichten, aber eben auch der klassischen humanistischen Bildung, so spielen musische Fächer z.B. keine Rolle, ebenso wenig wie Sozialkunde, Geschichte, soziopolitischer Kontext etc...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. PISA und TIMSS

III. Norwegen im Fokus der Bildungspolitik

IV. Fazit

V. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Hintergründe der PISA-Studien und deren Einfluss auf die nationale Bildungspolitik, wobei insbesondere die Auswirkungen und die Wahrnehmung des sogenannten "PISA-Schocks" im sozialdemokratisch geprägten Norwegen analysiert werden.

  • Ideologische Agenda der OECD und ihr Einfluss auf Bildungssysteme
  • Vergleich der methodischen Ansätze von PISA und TIMSS
  • Politisch-ökonomische Rahmenbedingungen der Bildungsreformen in Norwegen
  • Kritische Analyse der Standardisierung und des Wettbewerbsdrucks im Bildungswesen
  • Untersuchung des Zielkonflikts zwischen Inklusion und wirtschaftlicher Verwertbarkeit

Auszug aus dem Buch

II. PISA und TIMSS

Diese beiden Studien werden oft in einem Atemzug genannt, unterscheiden sich aber in wesentlichen Punkten, wie Methodik, Finanzierung und politischem Hintergrund.

TIMSS, Trends in International Mathematics and Science Study , ist was der Name verspricht, ein seit 1995 im vierjährigen Turnus international durchgeführter vergleichender Mathematik- und Naturwissenschafts-Test. Dieser findet jeweils in den Klassen 4 und 8 statt, und orientiert sich an den jeweiligen nationalen Curricula.

Während bei dem ersten Test dieser Art, sinnigerweise First International Mathematics Study genannt, noch 12 Länder teilnahmen, sind es mittlerweile über 60 Teilnehmerländer neben den westlichen Ländern auch Russland und diverse asiatische Länder, wobei eben jene auch ausgesprochen gut abschneiden.

Ausgerichtet wird das ganze von der IEA, International Association for the Evaluation of Educational Achievement, mit Sitz in Amsterdam. Die IEA geht auf ein UNESCO-Projekt im Jahr 1958 zurück, und kann wohl als neutral gelten.

Die Finanzierung ist staatlich, und wird jeweils von den Teilnehmerländern gestemmt, die Zahl privater Partner ist überschaubar, nämlich Educational Testing Service aus Princeton, allerdings werden die formal staatlichen Tests in den USA von Ford gesponsert, was den Preis auf kaum 30.000 $ pro Jahr drückt. Die Kosten der PISA-Studien sind praktisch unbekannt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale, wirtschaftsfördernde Agenda der OECD hinter den PISA-Studien und hinterfragt die vermeintliche Neutralität der Organisation im bildungspolitischen Diskurs.

II. PISA und TIMSS: Dieses Kapitel arbeitet die methodischen, finanziellen und konzeptionellen Unterschiede zwischen den Studien PISA und TIMSS heraus und thematisiert die Intransparenz der OECD.

III. Norwegen im Fokus der Bildungspolitik: Hier werden die sozioökonomischen Besonderheiten Norwegens analysiert sowie die Reaktion der norwegischen Politik auf die PISA-Ergebnisse und die daraus resultierenden Reformbemühungen untersucht.

IV. Fazit: Das Fazit resümiert, dass PISA als Instrument zur Förderung eines globalen, neoliberalen Wettbewerbs fungiert und Bildung zunehmend dem Marktprinzip unterwirft, ohne jedoch die in Norwegen angestrebten sozialen Ziele zu fördern.

V. Literatur: In diesem Abschnitt werden alle verwendeten Quellen und weiterführenden Verweise der Seminararbeit aufgelistet.

Schlüsselwörter

PISA-Studien, OECD, Norwegen, Bildungspolitik, Neoliberalismus, TIMSS, Bildungsreform, Inklusion, Standardisierung, Wettbewerb, Schulleistung, Bildungsökonomie, Lehrerausbildung, Leistungsdruck, Schulentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die PISA-Studien der OECD nicht als neutrale Leistungstests, sondern untersucht deren ideologische Hintergründe sowie die politisch-ökonomischen Auswirkungen auf das nationale Bildungssystem am Beispiel Norwegens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Kritik an der OECD-Agenda, die methodische Differenzierung zu anderen Studien wie TIMSS, die Analyse der norwegischen Bildungssituation nach 2000 sowie die Auswirkungen von Standardisierung und Wettbewerbsdruck.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie PISA als Instrument einer neoliberalen Bildungssteuerung nationale Bildungssysteme beeinflusst und welche spezifischen Verwerfungen dies in einem sozialdemokratisch geprägten Land wie Norwegen ausgelöst hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Analyse, die auf der Auswertung aktueller bildungswissenschaftlicher Literatur, offiziellen OECD-Daten sowie einer kritischen Diskursanalyse bildungspolitischer Entwicklungen in Norwegen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Methodenvergleich zwischen PISA und TIMSS, eine detaillierte Darstellung des norwegischen Bildungssystems sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den durch den sogenannten "PISA-Schock" motivierten Reformwellen in Norwegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie OECD, PISA, Neoliberalismus, Bildungspolitik, Norwegen, Standardisierung und Wettbewerb geprägt.

Warum wird in Norwegen trotz hoher Bildungsausgaben kein signifikanter Leistungsanstieg verzeichnet?

Der Autor führt dies unter anderem auf die geringe ernsthafte Beteiligung der Schüler an solchen Tests, die historisch bedingte Geringschätzung des Lehrerberufs und die Ineffektivität zahlreicher Reformen zurück.

Inwiefern beeinflusst der "PISA-Schock" die Bildungsreformen?

Der "PISA-Schock" dient laut Arbeit als politisches Instrument, um weitreichende Reformen im Sinne der OECD-Agenda (z. B. Steigerung der Lehrerqualität durch Monitoring, Strukturreformen) zu legitimieren und das Bildungssystem stärker an wirtschaftliche Verwertbarkeitslogiken anzupassen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der "PISA-Schock" in Norwegen. Politische und ökonomische Hintergründe der PISA-Studien
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Erziehungswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Philipp-Henning v. Bruchhausen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V316227
ISBN (eBook)
9783668151796
ISBN (Buch)
9783668151802
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pisa-schock norwegen politische hintergründe pisa-studien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp-Henning v. Bruchhausen (Autor:in), 2015, Der "PISA-Schock" in Norwegen. Politische und ökonomische Hintergründe der PISA-Studien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/316227
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum