Vorliegende Hausarbeit untersucht "Aggression" schwerpunktmäßig im Hinblick auf unterschiedliche Möglichkeiten der Messung des Phänomens und sich daran anschließende Pflegediagnosen, Interventionen und deren Outcomes. Der diagnostische Prozess wird anhand von zahlreichen Beispielen und Realitätsbezügen veranschaulicht.
Es gibt eine Vielzahl an Definitionen, welche das Phänomen der Aggression beschreiben. So ist es ungemein schwer, genaue Aussagen treffen zu können. Die Literatur beschreibt "Aggression" immer als ein absichtlich schädliches Verhalten (psychisch und/oder physisch) gegenüber Dingen, Menschen und Tieren. Dies wird in differenzierter Art und Weise dargestellt, mit einer Vielzahl an Faktoren, welche die Aggression beeinflussen.
Beeinflussende Faktoren und Indikatoren geben Auskunft darüber, welche Bedeutung und Auswirkung das Phänomen der Aggression hat. Die Wechselseitigkeit zwischen den beeinflussenden Faktoren und Auswirkung kann das Phänomen verstärken.
Internationale Assessmentinstrumente beschreiben Items, mit welchem man die Aggression messen kann, sowohl prospektiv als auch die Aggression selbst. Durch ein adäquates Messinstrument kann eine gute Einschätzung der Situation durch die Pflegediagnostik erfolgen, um passende Interventionen, die eine gute Validität und Reliabilität haben, einleiten zu können.
Patientenergebnisse nach der Pflegeergebnisklassifikation NOC können Auskunft darüber geben, ob und wie eine Intervention wirksam ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen
3 Faktoren, welche die Aggression beeinflussen und Indikatoren für das Phänomen
4 Auswirkungen und die Bedeutung des Phänomens
5 Möglichkeiten, um das Phänomen zu erfassen und zu messen
6 NANDA Pflegediagnosen zu Aggression
7 Evidencebasierte Interventionen
8 Auswahl passender Pflege-Outcomes (NOC) zum Phänomen „Aggression“
9 Fazit und Persönlicher Lerngewinn
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Aggression im pflegerischen Kontext, beleuchtet beeinflussende Faktoren sowie Auswirkungen und analysiert wissenschaftliche Möglichkeiten zur Erfassung, Diagnostik und Intervention mittels standardisierter Pflegeklassifikationen.
- Definition und Facetten des Aggressionsbegriffs in der Literatur
- Einflussfaktoren und Risikobereiche für aggressives Verhalten
- Diagnostische Erfassungsinstrumente und pflegerische Einschätzung
- Anwendung von NANDA-Pflegediagnosen und NOC-Pflegeergebnissen
- Evidencebasierte pharmakologische und nicht-medikamentöse Interventionen
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Es gibt eine Vielzahl an Definitionen, welche das Phänomen der Aggression beschreiben. So ist es ungemein schwer genaue Aussagen treffen zu können. Die Literatur beschreibt die Aggression immer als ein absichtlich schädliches Verhalten (psychisch und/oder physisch) gegenüber Dingen, Menschen und Tieren. Dies wird in differenzierter Art und Weise dargestellt, mit einer Vielzahl an Faktoren, welche die Aggression beeinflussen. Beeinflussende Faktoren und Indikatoren geben Auskunft darüber, welche Bedeutung und Auswirkung das Phänomen der Aggression hat. Die Wechselseitigkeit zwischen den beeinflussenden Faktoren und Auswirkung kann das Phänomen verstärken.
Internationale Assessmentinstrumente beschreiben Items, mit welchem man die Aggression messen kann, sowohl prospektiv als auch die Aggression selbst. Während die Literatur von Messinstrumente, welche die Selbstauskunft berücksichtigen ablehnt, finde ich es wichtig, unter bestimmten Voraussetzungen diese mit einzubinden. Durch ein adäquates Messinstrument kann eine gute Einschätzung der Situation durch die Pflegediagnostik erfolgen, um passende Interventionen, die eine gute Validität und Reliabilität haben, einleiten zu können. Patientenergebnisse nach der Pflegeergebnisklassifikation NOC, können Auskunft darüber geben, ob und wie eine Intervention wirksam ist. Die folgende Arbeit soll diesen Prozess anhand von Beispielen und Realitätsbezügen beschreiben. Für einen besseren Lesefluss wurde in der Arbeit in der männlichen Form geschrieben, wobei immer die weibliche Form selbstverständlich immer eingeschlossen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, Definitionen von Aggression zu finden, und erläutert den pflegewissenschaftlichen Fokus der Arbeit auf Assessment, Diagnostik und Interventionen.
2 Definitionen: Das Kapitel stellt verschiedene fachliche Definitionen von Aggression und Gewalt gegenüber und beleuchtet deren unterschiedliche Interpretationen im pflegerischen Alltag.
3 Faktoren, welche die Aggression beeinflussen und Indikatoren für das Phänomen: Hier werden Risikofaktoren wie Alkoholkonsum, soziale Lernprozesse und spezifische Arbeitsbedingungen analysiert, die aggressives Verhalten fördern können.
4 Auswirkungen und die Bedeutung des Phänomens: Es wird das Leid thematisiert, das durch Aggression auf beiden Seiten entsteht, und der daraus resultierende Teufelskreis für Pflegekräfte und Patienten beschrieben.
5 Möglichkeiten, um das Phänomen zu erfassen und zu messen: Das Kapitel vergleicht verschiedene Assessmentinstrumente und betont die Notwendigkeit, neben standardisierten Scores auch die pflegerische Intuition einzubeziehen.
6 NANDA Pflegediagnosen zu Aggression: Es werden relevante NANDA-I Diagnosen vorgestellt und ihre Anwendung an konkreten klinischen Fallbeispielen demonstriert.
7 Evidencebasierte Interventionen: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über pharmakologische und nicht-medikamentöse Strategien wie kognitive Verhaltenstherapie und Kommunikationstechniken zur Aggressionsprävention.
8 Auswahl passender Pflege-Outcomes (NOC) zum Phänomen „Aggression“: Hier werden spezifische NOC-Pflegeergebnisse mit Praxissituationen verknüpft, um den Behandlungserfolg messbar zu machen.
9 Fazit und Persönlicher Lerngewinn: Das Kapitel zieht ein Resümee über die Bedeutung einer professionellen pflegerischen Sprache und die Wichtigkeit der Selbstreflexion bei der Arbeit mit aggressiven Patienten.
Schlüsselwörter
Aggression, Gewalt, Pflegefachkraft, Pflegediagnostik, NANDA-I, NOC, Assessmentinstrumente, Alkoholbedingte Aggression, Deeskalation, Evidence-based Nursing, Impulskontrolle, Serotonin, Patientensicherheit, Psychische Gesundheit, Klinische Intervention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pflegerischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Aggression, von der Definition über die Analyse von Einflussfaktoren bis hin zur gezielten pflegerischen Intervention.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Aggression, Risikofaktoren, diagnostische Messinstrumente, NANDA-Pflegediagnosen, NOC-Outcome-Klassifikationen und therapeutische Strategien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen professionellen und wissenschaftlich fundierten Prozess darzustellen, wie Pflegekräfte Aggression erkennen, dokumentieren und evidenzbasiert intervenieren können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Analyse internationaler Assessmentinstrumente sowie der Verknüpfung von NANDA-Diagnosen und NOC-Kriterien mit klinischen Fallbeispielen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Aggression, die pflegerische Diagnostik mittels NANDA, Messmöglichkeiten und ein breites Spektrum an Interventionsmöglichkeiten diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Aggression, Pflegeintervention, NANDA, NOC, Evidenzbasierung und klinische Pflegediagnostik charakterisiert.
Warum wird die pflegerische Intuition als so wichtig erachtet?
Der Autor argumentiert, dass standardisierte Instrumente oft einen Teil der emotionalen Wahrnehmung vernachlässigen, während die Intuition erfahrener Pflegekräfte frühzeitig wichtige Hinweise auf bevorstehende aggressive Ausbrüche geben kann.
Welche Rolle spielt die Selbstreflexion für die Pflegefachkraft?
Laut dem Autor ist Selbstreflexion essenziell, um Gegenübertragungen zu erkennen und sicherzustellen, dass die therapeutische Beziehung professionell gestaltet bleibt und nicht durch eigene negative Emotionen gefährdet wird.
- Quote paper
- Kim Albrecht (Author), 2015, Pflegephänomen "Aggression". Messinstrumente, Pflegediagnosen und Interventionsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/315686