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Zur Shop-Startseite › Soziologie - Wohnen und Stadtsoziologie

Kriminalitätsvermeidung durch städtebauliche Eingriffe

Titel: Kriminalitätsvermeidung durch städtebauliche Eingriffe

Hausarbeit , 2012 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl.-Soz.Päd. (FH) Gerhard S. Müller (Autor:in)

Soziologie - Wohnen und Stadtsoziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Sicherheitsbedürfnis des Individuums in der Gesellschaft wächst ständig. Ein Versuch diesem Bedürfnis gerecht zu werden, ist die Reduzierung bzw. Vermeidung von Kriminalität in Städten. Dies wird mit Polizeipräsenz, mehr Sicherheitsdiensten und Videoüberwachung versucht. Ein weiterer Ansatz ist die Kriminalitätsvermeidung durch städtebauliche Eingriffe und die Anpassung in Planung befindlicher städtebaulicher Projekte.

In den 70er Jahren wurden Folgerungen aus den Beobachtungen von sozialen Prozessen in Großsiedlungsprojekten in den USA gezogen und folgend darauf geachtet, kriminalpräventive Aspekte bei der Bauplanung zu berücksichtigen und diese in der Neuplanung von Wohnsiedlungen umzusetzen.

Diese Arbeit soll die möglichen negativen Auswirkungen von städtebaulichen Eingriffen herausarbeiten und dabei den Fokus auf schwierige soziale Auswirkungen auf die betroffenen Bewohner und deren gesellschaftliches Umfeld beleuchten. Welche Einflüsse haben städtebauliche Veränderungen auf die Kriminalität bzw. auf das Sozialgefüge im Umfeld der baulichen Veränderungen? Eine Hypothese ist, dass es aufgrund der baulichen Veränderungen auch zu negativen Veränderungen im sozialen Gefüge kommen kann und diese Veränderungen durch soziologische und psychosoziale Theorien gestützt werden können.

In den Kapiteln 3 und 4 werden die relevanten städtebaulichen Ansätze und psychosoziologischen Theorien beleuchtet und auf Gefahren, oder vorhersehbare schwierige Auswirkungen, untersucht. Sind Gefahren oder negative Veränderung in den Grundlagen zu erkennen, oder können solche hergeleitet werden?

Im vierten Kapitel werden, durch die Verknüpfung der städtebaulichen Ansätze mit soziologischen oder psychosozialen Theorien, mögliche problematische Auswirkungen abgeleitet, bzw. bestehende Kritik untermauert. Dabei werden an Beispielen aus Projektbeschreibungen und Forschungsergebnissen, soziale Widersprüche aufgezeigt. In einem abschließenden Fazit werden mögliche Ursachen und Folgen aufgezeigt, eventuelle Lösungsansätze erörtert und Diskussionen aufgegriffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ansätze für städtebauliche Eingriffe

2.1 Defensible Space Theorie

2.2 Broken Windows Theorie

2.3 CPTED - Crime Prevention through Environmental Design

2.4 ISIS – Modell der präventiven Stadtgestaltung

3. Soziologische Theorien

3.1 Rational Chioce Theorie

3.2 Frustrations- Aggressions Theorie

3.3 Stigmatisierung als Folge der Ausdifferenzierung der modernen Gesellschaft

3.4 Individualisierung

4. Kritische Betrachtung

4.1 Städtebauliche Ansätze

4.2 Städtebauliche und sozialen Theorien

4.3 Forschung und Praxisbeispiele

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit städtebauliche Eingriffe zur Kriminalitätsvermeidung beitragen können und welche potenziell negativen sozialen Auswirkungen diese Maßnahmen auf die betroffene Wohnbevölkerung haben. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob bauliche Veränderungen das soziale Gefüge im Quartier beeinflussen und inwieweit soziologische Theorien diese Entwicklungen erklären oder problematische Folgen aufzeigen können.

  • Kriminalpräventive städtebauliche Ansätze (Defensible Space, Broken Windows, CPTED)
  • Soziologische Erklärungsmodelle für kriminelles Handeln und soziale Ausdifferenzierung
  • Wechselwirkungen zwischen baulicher Gestaltung und dem Sicherheitsbedürfnis bzw. Individualisierungsgrad der Bewohner
  • Kritische Analyse von Praxisbeispielen und deren Wirkung auf Segregation und Stigmatisierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Defensible Space Theorie

Der Architekt Oscar Newman entwickelte in den 70er Jahren aus Beobachtungen des Wohngebietes Pruitt-Igoes (USA) die Ansätze des Defensible Space, bei der die Baugestaltung und Stadtplanung im Mittelpunkt steht. Die Baugestaltung arbeitet auf eine Verstärkung des territorialen Verhaltens der Bewohner und die dadurch wachsende soziale Kontrolle hin.

“All Defensible Space programs have a common purpose: They restructure the physical layout of communities to allow residents to control the areas around their homes. This includes the streets and grounds outside their buildings and the lobbies and corridors within them. The programs help people preserve those areas in which they can realize their commonly held values and lifestyles” (Newman 1996, 1).

Aus der Beobachtung einer steigenden Kriminalitätsrate, je höher ein Gebäude ist und je mehr Wohnungen den selben Eingang benutzen, entwickelte Newman die Prinzipien der Defensible Space. Die Möglichkeit der sozialen Kontrolle der Umgebung und die Verantwortlichkeit für Gemeinschaftsräume, sollten durch folgende baulichen Kriterien erreicht werden:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird das wachsende Sicherheitsbedürfnis in Städten thematisiert und die Zielsetzung der Arbeit, die negativen Auswirkungen städtebaulicher Präventionsmaßnahmen zu beleuchten, dargelegt.

2. Ansätze für städtebauliche Eingriffe: Dieses Kapitel stellt zentrale Theorien der baulichen Kriminalprävention vor, darunter Defensible Space, Broken Windows, CPTED und das ISIS-Modell.

3. Soziologische Theorien: Es werden theoretische Grundlagen wie Rational Choice, Frustrations-Aggressions-Theorie, Systemtheorie sowie Individualisierung erläutert, um menschliches Handeln in städtischen Kontexten zu erklären.

4. Kritische Betrachtung: Eine kritische Auseinandersetzung mit den städtebaulichen Ansätzen und der Verknüpfung mit soziologischen Theorien unter Einbeziehung empirischer Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, die den gesellschaftlichen Wandel und die Grenzen baulicher Präventionsmaßnahmen aufzeigt sowie die Notwendigkeit einer differenzierten Analyse betont.

Schlüsselwörter

Kriminalprävention, Städtebau, Defensible Space, Broken Windows, CPTED, soziale Kontrolle, Individualisierung, Stigmatisierung, Segregation, Sicherheitsbedürfnis, Raumentwicklung, soziale Ungleichheit, Wohnumfeld, Kriminalitätsfurcht, Stadtplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Wirkung von städtebaulichen Maßnahmen zur Kriminalitätsvermeidung und deren Einfluss auf die soziale Struktur und Lebensqualität in städtischen Wohngebieten.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Zu den zentralen Feldern gehören die theoretischen Ansätze der baulichen Kriminalprävention, soziologische Theorien menschlichen Verhaltens und die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf Anwohner und soziale Segregation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, mögliche negative soziale Folgen städtebaulicher Eingriffe herauszuarbeiten und zu hinterfragen, ob diese Maßnahmen tatsächlich langfristig kriminalitätsmindernd wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Auswertung von bestehenden Forschungsergebnissen und Praxisbeispielen aus der Stadt- und Urbanitätsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der städtebaulichen Präventionsmodelle, deren soziologische Fundierung und eine anschließende kritische Reflexion anhand konkreter Beispiele aus der Forschung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Kriminalprävention, soziale Kontrolle, Stigmatisierung, Defensible Space und die kritische Auseinandersetzung mit der "Broken Windows"-Theorie.

Wie bewertet der Autor die "Broken Windows"-Theorie im deutschen Kontext?

Der Autor weist darauf hin, dass die Theorie in Deutschland kritisch zu betrachten ist, da sie das Risiko birgt, ein Klima der Intoleranz zu fördern, ohne die tatsächlichen sozialen Ursachen von Kriminalität zu beheben.

Welche Rolle spielt die Individualisierung bei städtebaulichen Eingriffen?

Individualisierung führt zu einem stärkeren Rückzugsbedürfnis ins Private, wodurch bauliche Maßnahmen, die auf soziale Kontrolle durch Einsehbarkeit zielen, oft genau das Gegenteil bewirken und das Sicherheitsgefühl eher mindern.

Was bedeutet der "Fahrstuhleffekt" nach Ulrich Beck in diesem Zusammenhang?

Der Begriff beschreibt eine soziale Ungleichheit, die trotz allgemeiner Wohlstandssteigerung bestehen bleibt und als Hauptursache für Kriminalität fungiert, welche bauliche Maßnahmen allein nicht auflösen können.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kriminalitätsvermeidung durch städtebauliche Eingriffe
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Soziologie)
Veranstaltung
Sozialstruktur und Individualisierung in der urbanen Welt
Note
1,3
Autor
Dipl.-Soz.Päd. (FH) Gerhard S. Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
28
Katalognummer
V315456
ISBN (eBook)
9783668152113
ISBN (Buch)
9783668152120
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriminalität städtebaulich Polizeipräsenz Videoüberwachung kriminalpräventiv städtebauliche Maßnahmen Eingriffe soziale Kontrolle öffentlicher Raum Theorien Broken windows CEPTED Defensible Space Architektur Individualisierung Systemtheorie Ausdifferenzierung Gesellschaft soziologische Stigmatisierung Kriminalitätsfurcht Sicherheit Kriminalitätsrate bauliche Deliktverschiebung Kriminalitätsvermeidung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Soz.Päd. (FH) Gerhard S. Müller (Autor:in), 2012, Kriminalitätsvermeidung durch städtebauliche Eingriffe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/315456
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Leseprobe aus  28  Seiten
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