Diese Seminararbeit zum Thema Tierleid in der Mode behandelt die Geschichte sowie den interkulturellen Vergleich des Pelzes, die Herstellung und Herkunft des Pelzes, und macht auf tierleidfreie Alternativen in der Modeindustrie aufmerksam.
Da in dieser innerhalb der letzten Jahre – vor allem in der Wintermode – (Kunst-)Fellapplikationen sehr präsent waren, deckte eine Untersuchung des ndr falsche Etikettierungen auf: 'Alle gekauften Textilien sind mit echtem Pelz versehen: Statt 100% Polyester Kaninchenfell und „hundeähnliche“ Pelze.'
Auch wenn sich nur vier Prozent der Deutschen zum Tragen echter Pelze bekennen , sind offizielle Bezeichnungen der Felle auf Etiketten irreführend und es ist kaum nachvollziehbar, um welches Tier es sich handelt. Dieses Verbraucher täuschende Ergebnis und meine persönliche Einstellung veranlassen mich dazu, meine Seminararbeit dem Thema 'Tierleid in der Mode' zu widmen. Innerhalb dieser gehe ich auf den geschichtlichen Aspekt des Pelzes ein, dessen historischer Nutzen der Überlebenssicherung heute jedoch weitgehend überflüssig ist. Außerdem möchte ich auf die Herstellung diesen leidvollen Textils aufklären und modische Alternativen aufzeigen, für die kein Tier sein Leben lassen musste.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichte und interkultureller Vergleich des Pelzes
3. Herkunft und Herstellung von Pelz
4. Tierleidfreie Alternativen
5. Schluss mit Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Thema Tierleid in der Mode, mit einem besonderen Fokus auf die historische Entwicklung der Pelznutzung und die problematischen Praktiken der modernen Pelzindustrie sowie die Suche nach ethisch vertretbaren Alternativen.
- Historische Betrachtung des Pelzes als Schutzfunktion und Statussymbol
- Aufdeckung von Missständen in der modernen Pelzgewinnung und -herstellung
- Problematik falscher Etikettierungen bei Echtfellprodukten
- Identifikation und Förderung von tierleidfreien, veganen Alternativen
Auszug aus dem Buch
3. Herkunft und Herstellung von Pelz
Obwohl eine Studie ergab, dass rund 84 % der Deutschen das Tragen von Pelz ablehnen, werden schätzungsweise allein 'in China jährlich bis zu 70 Millionen Tiere für die Pelzindustrie getötet', von denen über die Hälfte für den europäischen Markt importiert werden. Ca. 85 % der Felle der weltweiten Pelzindustrie stammen aus der Haltung von Pelzfarmen, während 15 % der Felle von den Tieren gewonnen wird, die aus freier Wildbahn gefangen wurden.
Der weltweit größte Pelzexporteur ist China, aber auch Bangladesh, Skandinavien, Nordamerika, Russland, Polen und baltische Länder betreiben die Farmhaltung zur Züchtung der Tiere für ihre Felle. Die strengen Gesetze in Deutschland führten dazu, dass die Pelzindustrie in Deutschland kaum noch betrieben wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin, sich kritisch mit dem Thema Pelz in der Mode auseinanderzusetzen, getrieben durch falsche Etikettierungen und den Wunsch nach einem veganen Lebensstil.
2. Geschichte und interkultureller Vergleich des Pelzes: Dieses Kapitel zeichnet die historische Bedeutung von Fellen von der Steinzeit bis hin zur modernen Modeindustrie als Statussymbol und modisches Accessoire nach.
3. Herkunft und Herstellung von Pelz: Hier werden die grausamen Bedingungen der Pelzfarmen sowie die Methoden des Wildfangs und die nachfolgende industrielle Verarbeitung der Felle detailliert beschrieben.
4. Tierleidfreie Alternativen: Dieser Abschnitt stellt Möglichkeiten vor, wie Konsumenten durch den Kauf veganer Mode und die Orientierung an "fur free"-Initiativen aktiv Tierleid vermeiden können.
5. Schluss mit Fazit: Das Fazit fasst die ethische Ablehnung des Pelztragens zusammen und appelliert an ein bewussteres Konsumverhalten, um die Nachfrage nach Tierprodukten in der Mode zu stoppen.
Schlüsselwörter
Pelzindustrie, Tierleid, Pelzfarmen, Veganismus, Modeethik, Echtfell, Kunstfell, Tierrechte, Nachhaltigkeit, Pelzherstellung, Konsumentenverhalten, Tierhaltung, Pelzmode, Fake-Fur, Tierschutz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich kritisch mit dem Konsum von Pelz in der Modeindustrie und den damit verbundenen ethischen Problemen für Tiere.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Pelzes, die industrielle Tierhaltung, Methoden der Pelzgewinnung sowie die Aufklärung über tierfreundliche Modealternativen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, über das Ausmaß des Tierleids in der Modeindustrie aufzuklären und den Leser dazu zu motivieren, bewusstere Kaufentscheidungen zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Studien, Berichte von Tierrechtsorganisationen und historische Daten verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die globalen Produktionsbedingungen von Echtpelz sowie die Möglichkeiten, Echtfell von Kunstfell zu unterscheiden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Pelzindustrie, Tierethik, Veganismus und die kritische Auseinandersetzung mit globalen Lieferketten.
Warum ist die Etikettierung von Pelzprodukten oft irreführend?
Die Arbeit zeigt auf, dass viele Produkte als Kunstfell deklariert werden, obwohl sie tatsächlich günstiges Echtfell von Tieren wie Kaninchen oder Marderhunden enthalten.
Wie kann man als Laie zwischen Echtfell und Kunstfell unterscheiden?
Die Autorin nennt praktische Hinweise, wie das Pusten auf das Fell, um das darunterliegende Leder zu prüfen, oder den Geruchstest beim Anzünden einzelner Haare.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2015, Tierleid in der Mode. Geschichte und Herstellung von Pelz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/314890