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"Undine" in den Werken von E.T.A. Hoffmann, Albert Lortzing und Hans Werner Henze

Title: "Undine" in den Werken von E.T.A. Hoffmann, Albert Lortzing und Hans Werner Henze

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lisa Otto (Author)

Musicology - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit wurde im Rahmen eines Dramaturgie-Seminars erstellt. Die Geschichte und Bedeutung der "Undine"-Erzählung wird betrachtet, ehe der Fokus auf Libretti und musikalische Mittel der drei Komponisten gerichtet wird.

Die „Undine“-Opern E. T. A. Hoffmanns und Albert Lortzings, beide beruhend auf der gleichnamigen Erzählung von Friedrich de la Motte-Fouqué, zeichnen sich durch sehr unterschiedliche Interpretationen ihrer Vorlage aus. Hoffmanns „Undine“, im Jahr der Uraufführung ein lokaler Erfolg, wurde seitdem nur weniger Male (Ulrich Schreiber gibt 4 Wiederaufführungen der Undine im 20. Jahrhundert an, die letzte davon 1970) inszeniert. Lortzings Oper war bis in die Fünfziger des 20. Jahrhunderts beim Opernpublikum äußerst beliebt, wurde seitdem aber ebenfalls selten zur Aufführung gebracht. Dennoch wird den Werken in der Musikgeschichte eine Rolle zugewiesen, und häufig werden sie dabei zueinander in Beziehung gesetzt: „Eine symbolische Klammer verbindet zwischen Wiener Kongress und Vormärz die Undine von E. T. A. Hoffmann (1816) und Lortzing (1845)“.

In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich Hoffmanns, Lortzings und Henzes „Undine“-Werke näher
betrachten. Dazu werde ich zunächst auf Fouqués Erzählung eingehen und deren Entstehung und Rezeption
kommentieren sowie zu erfassen versuchen, wieso der Stoff als Grundlage musikalischer sowie auch als
Grundlage von Werken jeglicher anderer künstlerischer Gattungen – in der bildenden Kunst gibt es „Undine“-
Gemälde von Johann Heinrich Füssli, John William Waterhouse oder Paul Gaugin, auch Hans Christian
Andersens „Kleine Meerjungfrau“(1837), Jean Giraudoux´ „Undine“ (1939)oder Ingeborg Bachmanns „Undine
geht“(1961) – letzteres ist in Beziehung zu Henzes Ballett zu setzen, da ihn und Bachmann eine enge
Künstlerfreundschaft verband - beruhen auf Fouqués Erzählung – bedeutsam ist. Daraufhin werde ich mich den
Musikwerken in chronologischer Reihenfolge widmen. Durch die Betrachtungen der Opern und des Balletts
werden einerseits das Schaffen und ästhetische Vorstellungen der Komponisten beleuchtet, zugleich zeigt sich
hier Unterschiedlichkeit und Konstantes in der Interpretation des „Undine“-Stoffs. Diese Gemeinsamkeiten und
Unterschiede sollen in einem abschließenden Vergleich zueinander in Beziehung gesetzt werden

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1.1 Fouqués Undine - Einflüsse und Rezeption

1.2 „Undine“ als romantische Erzählung und als Opernstoff

2. 1 E. T. A. Hoffmanns „Undine“

2.1.1. Libretto

2.1.2 Musik

2.2 Albert Lortzings „Undine“

2.2.1 Libretto

2.2.2 Musik

2.3 Hans Werner Henzes „Undine“

3 Zusammenfassung, Vergleich und abschließende Gedanken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Interpretationen des „Undine“-Stoffes in den Musikwerken von E.T.A. Hoffmann, Albert Lortzing und Hans Werner Henze, um deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf ästhetische Vorstellungen sowie gesellschaftliche Kontexte zu beleuchten.

  • Analyse der literarischen Vorlage von Friedrich de la Motte-Fouqué.
  • Untersuchung der Opern von E.T.A. Hoffmann und Albert Lortzing sowie des Balletts von Hans Werner Henze.
  • Vergleich der musikalischen Gestaltung, insbesondere in Bezug auf Leitmotivik und Naturdarstellung.
  • Betrachtung des Verhältnisses von Natur, Gesellschaft und Kunst innerhalb des Stoffes.
  • Diskussion der Entwicklung des „Undine“-Motivs als Symbol der Vergänglichkeit und des künstlerischen Ausdrucks.

Auszug aus dem Buch

2.1 E. T. A. Hoffmanns „Undine“

„Eine wahrhafte Oper scheint mir nur die zu sein, in welcher die Musik unmittelbar aus der Dichtung als notwendiges Erzeugnis derselben entspringt“, schreibt Hoffmann in „Der Dichter und der Komponist“. In dem Dialog wendet Hoffmann sich auch gegen das Verfassen eines Librettos durch den Komponisten. Für das Libretto der Undine gewann er deswegen Fouqué selbst. Dementsprechend ähnlich sind Libretto und Erzählung. Wesentlichste Abweichung von der Vorlage bei Hoffmann ist der veränderte Schluss. Während in der Erzählung Huldbrand und Undine in ihren eigenen Elementen bleiben, Huldbrand beerdigt wird und Undine ihn, zur Quelle verwandelt, ohne Erwiderung umarmt, nimmt Undine den toten Huldbrand im Finale von Hoffmanns Oper mit in ihr Unterwasserreich. Hoffmann wich für dieses Ende von seinem Vorsatz, ein Komponist solle das Libretto nicht selbst verfassen ab und veränderte das von Fouqué verfasste Finale, das der Erzählung näherstand. Huldbrands Tod wird erst durch dieses Finale zum Liebes- oder Erlösungstod umgedeutet, die Bindung des Paares bleibt bestehen.

Als für Hoffmann wesentliche Eigenschaft des Stoffs betrachtet Ulrich Schreiber die Verbindung des Alltäglichen mit dem Wunderbaren, die Hoffmanns Ästhetik entspricht: Das Alltägliche im „pragmatisch behandelten Motiv vom Ehebruch“, das Wunderbare in der „Verknüpfung von Erlösungsidee und Liebestod“.

Dass das Libretto Schwächen aufweist, bemerkte bereits Hans Pfitzner, der E.T.A. Hoffmanns Bedeutung als Komponist erstmals im 20. Jahrhundert geltend machte. In seinem Aufsatz über Hoffmanns „Undine“ schrieb er: „Sieht man sich diesen teutschen Operntext an, so fällt einem zunächst auf, was für ein genialer Kerl – Lortzing war.“ Problematisch an der Oper ist zunächst das Auslassen von Schlüsselmomenten der Erzählung. So erscheint Bertalda erstmals als Undines Freundin, ohne zuvor als deren Konkurrentin um Huldbrands Zuneigung vorgestellt worden zu sein. Die Brunnenszene zu Beginn des zweiten Aktes lässt so das eigentliche komplexe Wesen der Beziehung der Frauen unverständlich erscheinen. Carl Maria von Weber schränkt diese Kritik ein:

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des „Undine“-Stoffes ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die musikalischen Vertonungen von Hoffmann, Lortzing und Henze zu vergleichen.

1.1 Fouqués Undine - Einflüsse und Rezeption: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung von Fouqués Erzählung unter dem Einfluss der Romantik und ihre literarische sowie philosophische Einordnung.

1.2 „Undine“ als romantische Erzählung und als Opernstoff: Hier wird die Rolle des Wasserfrau-Motivs als Symbol für die Entfremdung von Natur und Gesellschaft in der Literatur des 19. Jahrhunderts erörtert.

2. 1 E. T. A. Hoffmanns „Undine“: Das Kapitel analysiert Hoffmanns Zauberoper, wobei der Fokus auf dem Libretto und der innovativen, wenn auch unausgewogenen Musik liegt.

2.1.1. Libretto: Diese Sektion untersucht die dramaturgischen Aspekte und die Veränderungen gegenüber der literarischen Vorlage in Hoffmanns Werk.

2.1.2 Musik: Hier wird der musikalische Stil Hoffmanns, insbesondere seine Schauerszenen und der frühe Einsatz von Leitmotivik, beleuchtet.

2.2 Albert Lortzings „Undine“: Dieses Kapitel widmet sich der Oper Lortzings, die durch ein verändertes Ende und eine populärere, publikumswirksame Gestaltung geprägt ist.

2.2.1 Libretto: Diese Analyse fokussiert auf die Motivverschiebungen und die Einführung komischer Figuren in Lortzings Libretto.

2.2.2 Musik: Diese Sektion untersucht Lortzings virtuose Handhabung gängiger musikalischer Formen und die klangmalerische Darstellung der Wasserwelt.

2.3 Hans Werner Henzes „Undine“: Das Kapitel befasst sich mit Henzes Ballett, das in enger Zusammenarbeit mit Frederick Ashton entstand und den Stoff in die Moderne überträgt.

3 Zusammenfassung, Vergleich und abschließende Gedanken: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und stellt die unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweisen an den Stoff in einen größeren musikhistorischen Kontext.

Schlüsselwörter

Undine, Friedrich de la Motte-Fouqué, E.T.A. Hoffmann, Albert Lortzing, Hans Werner Henze, Oper, Ballett, Romantik, Musikästhetik, Leitmotivik, Wasserfrau, Naturphilosophie, Literaturadaption, Mythos, Dramaturgie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die musikalische Verarbeitung des „Undine“-Stoffes durch drei verschiedene Komponisten über verschiedene Epochen hinweg und analysiert, wie diese den literarischen Stoff interpretieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Verhältnis von Natur und Kunst, die gesellschaftliche Stellung der Frau, das Motiv der Wasserfrau sowie die Entwicklung der Opernästhetik von der Romantik bis zur Moderne.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Interpretation und Vertonung des „Undine“-Stoffes herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie die Komponisten ihre jeweilige Zeit und Ästhetik in das Werk einfließen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die sowohl Libretti als auch musikalische Partituren und theoretische Schriften der Komponisten zur Interpretation der Werke heranzieht.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Abschnitte, die jeweils E.T.A. Hoffmanns Oper, Albert Lortzings Oper und Hans Werner Henzes Ballett einzeln untersuchen, unterteilt in Libretto- und Musikanalyse.

Was charakterisiert die in der Arbeit verwendeten Schlüsselwörter?

Die Schlüsselwörter spiegeln die interdisziplinäre Natur der Arbeit wider, da sie sowohl musikalische Fachbegriffe (Leitmotivik, Oper) als auch literatur- und kulturwissenschaftliche Konzepte (Romantik, Mythos) umfassen.

Warum wird Hoffmanns „Undine“ als weichenstellend für die romantische Oper betrachtet?

Hoffmann wird als einer der ersten Komponisten gesehen, der eine neue Musikästhetik vertrat und mit seinem Werk das Wunderbare mit der musikalischen Struktur auf eine Weise verknüpfte, die spätere Komponisten wie Wagner maßgeblich beeinflusste.

Wie unterscheidet sich Henzes Ansatz im Vergleich zu seinen Vorgängern?

Im Gegensatz zu den Opern Hoffmanns und Lortzings transformiert Henze den Stoff in ein Ballett und nutzt die Musik, um existenzielle Themen wie die Vergänglichkeit der Kunst und die Unvereinbarkeit von Mensch und Natur bzw. Kunstwesen darzustellen.

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Details

Title
"Undine" in den Werken von E.T.A. Hoffmann, Albert Lortzing und Hans Werner Henze
College
Folkwang University of the Arts Essen  (FB 2/3)
Course
Märchenopern
Grade
1,0
Author
Lisa Otto (Author)
Publication Year
2012
Pages
27
Catalog Number
V314102
ISBN (eBook)
9783668127395
ISBN (Book)
9783668127401
Language
German
Tags
undine werken hoffmann albert lortzing hans werner henze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Otto (Author), 2012, "Undine" in den Werken von E.T.A. Hoffmann, Albert Lortzing und Hans Werner Henze, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/314102
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